Veronica Murguia Das grüne Feuer

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Inhaltsangabe zu „Das grüne Feuer“ von Veronica Murguia

Die mit Fantasie und Einfühlungsvermögen erzählte Geschichte der bald erwachsenen Luned, die den Zwängen des Lebens einer jungen Frau im Mittelalter zu entfliehen versucht. Sie folgt einem fahrenden Geschichtenerzähler und begegnet auf der Reise dem Elf Erle, der sie in sein magisches Reich lockt, wo das grüne Feuer brennt.
Ein sprachlich ausgefeilter, spannender Roman, der seine Leser in Bann zieht.

Ein bisschen enttäuschend, aber trotzdem irgendwie faszinierend.

— MyriamErich

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  • Das grüne Feuer

    Das grüne Feuer

    MyriamErich

    07. June 2015 um 17:07

    Luned ist 13, lebt im Mittelalter und verbringt ihre Zeit am liebsten im Wald bei den Elfen. Eines Tages lernt sie den Geschichtenerzähler Demne kennen. Dieser verliebt sich sofort in das Mädchen und überredet sie, ihn in seine Heimatstadt zu begleiten. Doch schon bald wird Luned vom Heimweh gepackt und die beiden kehren in den Wald zurück. Dabei erscheint Luned der Elf Erle, dem sie in seine Welt folgt... Ich habe das Buch zum Geburtstag bekommen und hab mich eigentlich gefreut, es zu lesen, da ich mich schon seit meiner Kindheit für Elfen interessiere. Der Anfang war auch recht interessant. Man konnte sich die beschriebene Umgebung sehr gut vorstellen, in dem Luned ihre Zeit verbringt. Die Idee mit den Geschichtenerzählern, die mit den Elfen Kontakt aufnehmen können, war sehr faszinierend. Ebenso wie die Beschreibung der "heiligen Stellen" an denen den Elfen gehuldigt wird. Doch relativ schnell wurde das Buch langweilig, weil es keinen Spannungsbogen enthält. Die Geschichte ist zwar nett geschrieben, lässt aber keine Identifikation mit den Protagonisten zu. Die ist auf die distanzierte Schreibweise zurückzuführen. Die Protagonisten sind sehr schemenhaft dargestellt und wirken eigentlich die ganze Zeit über fremd. Man wartet die ganze Zeit auf die Begegnung zwischen Luned und Erle, die dann leider erst im letzten Drittel stattfindet. Zu der Zeit war ich schon ziemlich enttäuscht. Doch nun hoffte ich erneut auf eine spannende Wendung und... es geschah nichts. Die Elfenwelt, in die sich Luned begibt, wirkt auf den Leser nicht so, wie man es erwartet hätte. Sie ist abweisend und kalt beschrieben, kein Ort, an dem man gerne verweilen möchte. Auch die Liebe Luneds zu Erle, wird von seiner Seite nicht erwidert. Das ist einerseits ein wenig schade, andererseits aber auch interessant, denn in dieser Erzählung werden die Elfen als herz- bzw. seelenlos beschrieben. Sie sind faszinierende Kreaturen, die einen in ihren Bann ziehen. Jedoch sind sie unfähig zu lieben und sind darauf bedacht, die Menschen ins Verderben zu stürzten. Ein passender Vergleich wären vielleicht die Sirenen. Das Buch ist ein ungeschliffener Rohdiamant. Die Geschichte hat etwas Faszinierendes trotz ihrer Langatmigkeit. Besonderes überrascht hat mich die Wirkung, die die beschriebene Elfenwelt auf mich hatte. Einerseits fand ich sie abstoßend, verwirrend und leblos, andererseits war sie für mich, vielleicht gerade durch ihre Unnahbarkeit und die komplett andere Beschreibung, die man ja sonst so von Elfen und Feen kennt, faszinierend. Dennoch reicht es, wenn man dieses Buch irgendwo ausleiht, man muss es nicht unbedingt im Regal stehen haben. 

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