Allegiant

von Veronica Roth 
3,8 Sterne bei221 Bewertungen
Allegiant
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Positiv (137):
Darcys avatar

Starker Abschluss der Reihe mit unerwartetem Ende.

Kritisch (27):
Caro_Lesemauss avatar

Enttäuschender, nicht durchdacht wirkender Abschluss der Trilogie

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Inhaltsangabe zu "Allegiant"

The much-anticipated explosive conclusion to Veronica Roths No.1 New York Times DIVERGENT trilogy .

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780062396969
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:HarperCollins US
Erscheinungsdatum:02.05.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.10.2013 bei HARPER COLLINS erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Caro_Lesemauss avatar
    Caro_Lesemausvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Enttäuschender, nicht durchdacht wirkender Abschluss der Trilogie
    Leider unglaubwürdig und dabei nicht mal spannend

    What if love and loyalty made you do things you never expected? The faction-based society that Tris Prior once believed in is shattered - fractured by violence and power struggles and scarred by loss and betrayal. So when offered a chance to explore the world past the limits she's known, Tris is ready. Perhaps beyond the fence, she and Tobias will find a simple new life together, free from complicated lies, tangled loyalties, and painful memories. But Tris's new reality is even more alarming than the one she left behind. Old discoveries are quickly rendered meaningless. Explosive new truths change the hearts of those she loves. And once again, Tris must battle to comprehend the complexities of human nature - and of herself - while facing impossible choices about courage, allegiance, sacrifice and love.


    Teil 3 der Reihe wird wechselnd aus Tris und Tobias Ich-Perspektive erzählt. An sich ist das sicher keine schlechte Idee, da man im Vergleich zu den beiden Vorgängern dadurch noch weitere Einblicke erhält, als nur Tris Wahrnehmung. Vor allem, da die beiden auch in diesem Buch Alleingänge wagen. Nicht gut ist allerdings, wenn sich die Erzählstimme überhaupt nicht unterscheidet und man dadurch immer wieder maximal verwirrt ist, wer gerade erzählt. Wenn die Autorin sich schriftstellerisch zwischen den beiden Figuren nicht abgrenzen kann, dann muss man eben durch Dialoge immer wieder überbetonen, wer gerade an der Reihe ist, aber das macht sie eben auch nicht. Das war sehr, sehr verwirrend und hat einiges an Lesefluss gekostet (und Spaß gemacht hat es auch nicht). Die Figur des Tobias konnte mich in diesem Buch dann auch irgendwie nicht überzeugen. Er wird plötzlich vom furchtlosen Anführer zu einem nicht vorausdenkendem Mitläufer. Auch bei anderen Szenen hatte ich das Gefühl, dass die Autorin genau diese Situation jetzt unbedingt unterbringen will, ob es nun in das bisherige Bild hinein passt oder nicht. Leider wirkte die Geschichte dadurch sehr erzwungen und stellenweise überzogen. 
    Auch dieses Buch bot für mich wieder das Problem, dass manches durch gar zu viele Details unnötig aufgebauscht wird, während andere Szenen völlig abrupt und scheinbar zusammenhangslos entstehen. Das macht die Lektüre sehr verwirrend. Bereits ganz am Anfang werden viele offene Fragen aus Band 2 teilweise in einem einzigen Gespräch sofort erklärt und aufgelöst. Die Spannung war damit nach nur wenigen Seiten für mich dahin und die Verschwörungen innerhalb des compound fand ich einfach merkwürdig. Das Buch zog sich total in die Länge und konnte erst auf den letzten Seiten wieder an Spannung zulegen.
    Das größte Manko des Buches sind aber die vielen Logikfehler und die dadurch absolut nicht überzeugende Auflösung der ganzen Idee. Wenn man etwas von einer Dystopie erwarten kann, dann müssen es doch Logik und schlüssige Erklärungen sein. Insbesondere in Zusammenschau mit Band 1 sind viele Dinge einfach nicht nachvollziehbar und wirken völlig an den Haaren herbei gezogen. Als hätte die Autorin sich abmühen müssen, irgendwie zu einem Ende und den damit geforderten Erklärungen zu kommen. Im Nachhinein habe ich nun gelesen, dass sie beim Schreiben von "Divergent" noch kein Ende im Kopf hatte. Das wird wohl hier das grundlegende Problem sein. Mit ihrem Ende und den angebotenen Erklärungen hat sie jedenfalls aus meiner Sicht die Reihe völlig unglaubwürdig und überflüssig gemacht. Da es sich eigentlich um eine Zukunftsvision handeln soll, hätte ich mir auch mehr neue (technische) Errungenschaften oder andere Änderungen der Lebensweise gewünscht. Dies kommt überhaupt nicht vor. Es ist, als wäre die Zeit stehen geblieben und bis auf ein paar wenige Nachfragen und ein erster Flug mit einem Flugzeug scheinen die Figuren, die bisher isoliert gelebt haben, nichts Neues zu entdecken und finden sich sehr schnell zurecht. Dass es außerhalb von Chicago und des unmittelbar angrenzenden compounds noch eine ganze weitere Welt gibt, wird zwar mal mit erwähnt, wirklich zu interessieren scheint sich dafür aber niemand.

    Fazit:
    Das Ende dieser Trilogie hat mich sehr enttäuscht. Es strotzt vor Logikfehlern und haarsträubenden Erklärungsversuchen. Man merkt, dass die Reihe vor Erscheinen des 1. Bandes im Kopf der Autorin noch nicht abgeschlossen war, so dass sie kein schlüssiges Ende zustande bringen konnte. Wirklich schade. 


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    booksworldbylauras avatar
    booksworldbylauravor einem Jahr
    Allegiant - Veronica Roth


    Ich habe mich fast nicht getraut das Buch zu lesen,da ich weiß wie es endet dennoch hab ich es gelesen und es war ein viel besseres Leseerlebnis als auf Deutsch!


    Tris und Four haben erfahren das ihr ganzes Leben eine Lüge war und es ein Leben außerhalb der Mauer gibt.So wollen sie die erkunden gehen und erfahren was es da draußen gibt.Kaum sind sie außerhalb der Mauern,erfahren sie einiges über die Fraktionen,über die Unbestimmten aber auch über Tris Vergangenheit - allerdings ist die Welt außerhalb des Zauns auch nicht gerade gut.Auch die Liebe zwischen Tris und Four wird auf eine harte Probe gestellt,den beide stehen auf zwei verschiedenen - aber werden die beiden wieder zueinander finden? Und werden sie die Stadt retten können oder werden sie sie komplett auslöschen...


    In das Buch bin ich gut rein gekommen und danach fesselte es mich wirklich.Ich fand es auch schön das in dem Buch aus beiden Sichten geschrieben wurde,den so kam noch mehr Abwechslung in das Buch.Es war von Anfang an eine große Spannung in dem Buch und es steigerte sich immer mehr und es wollte mich einfach nicht mehr los lassen.Man erfuhr in dem Buch auch einiges über die Vergangenheit der Fraktionen,über die Vergangenheit von Tris und auch mehr über die Unbestimmten,das war sehr interessant und ich war echt froh das nun einige meiner Fragen beantwortet wurde.Die Beziehung zwischen Tris und Four ist in dem Buch auch etwas in die Brüche gegangen und ich hatte teilweise echt Angst das sie nicht mehr zueinander finden.Das einzig schlimme in dem Buch fand ich das Ende,den es erschüttert mich jedes Mal...

    Ich liebe die Reihe einfach!Auch die Idee der Reihe finde ich echt mega,den sie ist so voller Spannung aber auch Leidenschaft!
    Ebenso liebe ich auch die beiden Protagonisten Four und Tris,den beide haben vom ersten Band eine große Umwandlung gemacht.Tris ist inzwischen viel mutiger und auch bereit sich für eine Sache zu opfern.Auch Four hat eine starke Wandlung gemacht,den am Anfang hatte er ein ziemlich kaltes Herz und inzwischen kann er jemanden lieben und würde auch alles für sie tun,wirklich alles.Ich konnte mich mit beiden sehr gut auseinander setzten und ich mochte beide sehr,besonders Four den ich liebe diesen Typen einfach nur!


     
    Den Schreibstil von Veronica Roth finde ich als sehr angenehm,den sie beschreibt alles so bildich das man sich alles gut vorstellen kann.Auch wie sie die Gedanken der Protagonistin beschreibt,war echt grandios den so konnte man sich besser mit ihr auseinandersetzten.Auch lassen sich ihre Bücher sehr leicht und schnell lesen,den sie fesseln einen wirklich.

    Bewertung

    Ich gebe dem Buch absolut verdiente  5/5 Sterne,den es war ein grandioses Ende einer tollen Reihe.Ich kann die Reihe echt jeden ans Herz legen,den sie ist voller Spannung aber auch mit einer tollen Liebesgeschichte!
    ★★★★★

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    mona_lisas_laechelns avatar
    mona_lisas_laechelnvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider nicht so gut wie die Vorgängerbücher...
    Nicht so stark wie Vorgängerbücher

    Tris und ihre Freunde entkommen dem Konflikt in Chicago zwischen den Factions und den Factionless, indem sie sich in die Außenwelt vorwagen. Dort erhalten sie allerhand neue Informationen über die Welt außerhalb Chicagos und müssen feststellen, dass ihre Stadt ein genetisches Experiment ist. Auch in der Außenwelt muss die Gruppe rund um Tris und Tobias gegen Ungerechtigkeiten, Manipulation und Vertuschung kämpfen und finden keine Ruhe...

    Der Abschluss der Trilogie konnte mich leider nicht wirklich überzeugen und die Vorgängerbücher haben mir um einiges besser gefallen. Ab und zu hatte ich das Gefühl, den roten Faden im Buch verloren zu haben und man wurde mit wahnsinnig vielen neuen Informationen konfrontiert, die teilweise ungeordnet erschienen. Vor allem mit Tris konnte ich in diesem Band nicht mehr all zu viel anfangen, irgendwie hat sie ein paar Sympathiepunkte bei mir verloren. Obwohl der Schreibstil einfach gehalten ist, fiel es mir manchmal schwer weiterzulesen und die Handlung hat sich an manchen Stellen etwas in die Länge gezogen. Für mich war es glaube ich aber vor allem verwirrend, dass die Handlung im Buch so sehr vom ersten Teil der Verfilmung abweicht, darum konnte ich mich glaube ich auch nicht richtig in der Geschichte zurecht finden. Das Ende hat mich dann doch überrascht und konnte mich wieder fesseln, es war ziemlich hart aber durchaus gelungen.

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    Aglayas avatar
    Aglayavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Immer noch sehr gut, aber nicht mehr so überzeugend wie die Vorgänger
    Immer noch sehr gut, aber nicht mehr so überzeugend wie die Vorgänger

    Während die Fraktionslosen in Chicago die Macht ergriffen haben und bereit sind, für ihre Ziele über Leichen zugehen, machen Tris und ihre Freunde auf den Weg, ausserhalb der Stadt eine gewaltfreie Lösung zu finden.

    Während die ersten beiden Bände der Reihe ausschliesslich in Tris‘ Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt wurde, wechseln sich hier Tris und Tobias ab. Dies hat mich öfters verwirrt, da zwar zu Beginn jedes Kapitels als Überschrift festgehalten wird, wer gerade erzählt, ich jedoch Kapitelüberschriften nur selten lese, meine Augen springen jeweils automatisch gleich zum Text. So dauerte es teilweise mehrere Seiten, bis ich wirklich begriffen hatte, nun aus Tobias‘ Ich-Perspektive zu lesen (von der verwendeten Sprache her klingen beide Ich-Progatonisten genau gleich), und schon war das Kapitel um und die Perspektive hat wieder gewechselt. Ich hätte es bevorzugt, wenn auch „Allegiant“ ausschliesslich aus einer Perspektive erzählt worden wäre, auch wenn ich die Gründe für die Aufteilung nachvollziehen kann. Zudem wirkt Tobias aus der Ich-Perspektive ziemlich verändert, zeigt Eigenschaften, die kaum mehr etwas mit der Figur zu tun haben, die wir vor zwei Bänden kennengelernt haben. So hat er doch den einen oder anderen Sympathiepunkt bei mir eingebüsst.

    Die Handlung fand ich auch beim dritten Teil der Reihe grundsätzlich immer noch sehr spannend, das Buch konnte mich aber nicht mehr so packen wie die ersten beiden. Schon früh werden die drängensten Fragen aus den beiden vorhergehenden Bänden beantwortet (und dabei auch einige vermeintliche Logiklöcher gestopft, die manche Rezensenten bemängelt hatten), was aber bei mir dazu führte, dass der Reiz der Reihe stark nachliess. Dennoch bleiben noch einige Fragen offen, die die Autorin Veronica Roth offenbar nicht zu beantworten gedenkt. Zudem wirkten manche der Erklärungen nun wirklich etwas gar weit hergeholt. Auch mehrere (in meinen Augen unnötige) Todesfälle, die ich so nun wirklich nicht erwartet hätte, trübten etwas das Bild, insbesondere, da sie doch ziemlich kurz und lieblos abgehandelt wurden.

    Wie auch die beiden vorhergehenden Bände liess sich auch Allegiant flüssig lesen, wobei ich wie erwähnt durch die häufigen Perspektivenwechsel teilweise ins Stocken geriet. Einige Szenen sind etwas gar lang geraten, wodurch die Lektüre stellenweise etwas zäh wurde, andere Szenen wurden dann aber etwas gar schnell abgehandelt.

     

    Mein Fazit

    Durch das frühe Beantworten (fast) aller Fragen kann die Spannung nicht mehr mit den Vorgängern mithalten.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Allegiant

    Das war er nun, der dritte Teil der Divergent-Trilogie, und ich muss leider sagen, ich bin sehr enttäuscht.

    Die Personen sind nur noch damit beschäftigt, sich selbst zu reflektieren, ihre Beziehung zu anderen Personen zu analysieren, und herauszufinden, wie und warum sie zu dem geworden sind, was sie sind. Oder sich auch mal gegenseitig beim Reflektieren oder Analysieren auf die Sprünge zu helfen. Handlung, Spannung und Originalität bleiben hierbei leider auf der Strecke.

    Dies hatte sich ja bereits im 2. Teil angedeutet, steht nun aber völlig im Vordergrund und hat mir dementsprechend das Lesevergnügen extrem verdorben. Von einer YA-Dystopie erwarte ich etwas anderes, und wenn ich Psychologie für Anfänger lesen will, lese ich etwas anderes.

    Die Idee, der Weltentwurf haben mich beim ersten Teil noch fasziniert und mitgerissen, inzwischen erkennt man nur noch mit Mühe, dass gute Grundideen vorhanden sind - aber die Umsetzung ist wirklich ganz und gar nicht gelungen, so dass ich am Ende auch fast nur noch quer gelesen habe (und ziemlich genervt war!). Wirklich schade um so eine großartige Idee.

    2 extrem gnädige Sternchen dafür, dass ich es, wenn auch mit Querlesen, doch zu Ende gebracht habe.

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    oszillierens avatar
    oszillierenvor 2 Jahren
    Leider Zeitverschwendung

    [Diese Rezension beinhaltet kleine, allgemeine Spoiler. Ich verrate jedoch nicht die wichtigsten Ereignisse oder wie die Geschichte ausgeht.]

    Ich habe in meinem Leben Hunderte und Aberhunderte Bücher gelesen, aber selten ist mir etwas so Abstruses untergekommen.


    Dabei bin ich schon absichtlich mit geringen Erwartungen an „Allegiant“ herangegangen. Mir war klar, dass ich es nicht mit einer Perle der Weltliteratur zu tun haben würde, aber zumindest unterhaltsam würde es doch werden? Wäre das Buch nur langweilig gewesen, hätte ich das irgendwie akzeptiert. Aber es gibt so viele Logikfehler, dass es wehtat.


    Hier kommen die Punkte, die ich besonders implausibel  fand.


    - Genetik

    Während des Lesens, dachte ich, ich sei einfach zu doof, um die Sache mit den Genen zu kapieren. Trotzdem musste ich irgendwann stutzen. Veronica Roth hat ja selbst zugegeben, dass sie beim Schreiben von „Divergent“ noch nicht wusste, wie die ganze Geschichte ausgehen soll.  Es ergibt keinen Sinn, Menschen in Fraktionen aufwachsen zu lassen und dann zu hoffen, dass sich die genetischen „Defekte“ nach ein paar Generationen neutralisieren. Und wenn man schon die Technologie besitzt, um jemandem "gute" Gene einzupflanzen--wieso heilt man die Menschen nicht gleich komplett?

    Wenn die Menschen in Chicago geheilt werden und wieder "gesunde" Menschen werden sollen, wieso werden in den Fraktionen die unterscheidenden Werte und Merkmale auch noch gefördeert? So wird zB den Amity von klein auf beigebracht, friedliebend, sanft und neutral zu sein--dabei soll doch genau diese Passivität aus den Amity "herausgezüchtet" werden!

    Kurzum: Das Fraktionssystem aus Buch 1 passt einfach nicht zu dem Gen-Plot aus Buch 3.

     
    - Die Charaktere

    Ich habe die ersten beiden Bücher gelesen wegen der Handlung, wegen den Fraktionen, wegen des Geheimnisses, das sich hinter dem Zaun verbirgt. Die Charaktere sind mir nie ans Herz gewachsen, mir von Anfang bis Ende zu eindimensional und langweilig gewesen. Daher hat es mich emotional nicht berührt, wenn sich in "Allegiant" Hauptfiguren streiten, voneinander entfernen und der ein oder andere am Ende sein Leben lassen muss. Die einzige emotionale Reaktion, die zB Tris mir entlocken konnte, war Abscheu ... weil sie sich unreif, unethisch, uneinsichtig und selbstgerecht verhält. Und als sie dann etwas Gutes tut, ist es messianisch bis zum Äußersten. Und – wie sich später herausstellt – völlig unnötig und sinnlos. Nicht emotional habe ich mich betrogen gefühlt, sondern intellektuell.

    Christina, Peter, Caleb – die sind irgendwie da, sagen ab und zu mal was und verschwinden wieder von der Bildfläche. Schade! Ich hätte gerne mehr über Peter erfahren, er war als einer der wenigen interessant und ausbaufähig. Caleb soll zumindest gegen Ende eine größere Aufgabe zufallen, aber Schwesterchen kann nicht zulassen, dass er sich heroischer als sie verhält und schnappt ihm die letzte Chance Buße zu tun vor der Nase weg.

    Und Four? Ist nicht mehr er selbst. Ein Fähnlein im Wind. Eigentlich ist es fast interessant … sein ganzes Selbstverständnis beruht auf seiner Zugehörigkeit zu Dauntless und der Loyalität der Stadt gegenüber. Nimmt man ihm die Fraktion UND die Stadt, in der es sich so sicher gelebt hat, ist es eigentlich nur logisch, dass er sich ändert. Aber wie aus einem selbstbewussten Anführer ein Mitläufer wird, der sich einfach so in die nächste Rebellion stürzt … das kann man einfach nicht machen . Meiner Meinung nach wollte Veronica Roth bestimmte Handlungsstränge unbedingt umsetzen, auch wenn das bedeutete, Hauptfiguren komplett zu „verbiegen“.

     
    - Sinnlose Beschreibungen

    „Person A fuhr sich durch die Haare.“ Person B biss in einen Apfel“. „Person C schaute aus dem Fenster.“
    Okay. Und was soll ich damit nun anfangen? In den ersten paar Kapiteln dachte ich noch, auf solche Details achten zu müssen. Es wird ja wohl irgendeine Bedeutung haben müssen oder eine Vorahnung sein, wenn beschrieben wird, dass und wie jemand etwas tut. Aber Fehlanzeige. Diese Beobachtungen halfen noch nicht einmal dabei, die Stimmung/Atmosphäre näher zu schildern, da es null, wirklich null Bedeutung hat, wenn Four auf einer Pritsche sitzt und sich durch die Haare fährt. Oder Christina irgendetwas isst. All das dient nur dazu, Seiten zu füllen.


    Sonstiges:


    •Fehlende Neugier: Was ist mit dem Rest der Welt? Ich fand es extrem unbefriedigend, dass nicht erwähnt wird, was rund um den Globus geschehen ist. Eine ganze Welt steht den Kids nun offen, aber sie beschränken ihren Gedankenhorizont auf kleinliche Rebellionen. Ebenso wenig verstehe ich, wieso sich in 200 Jahren niemand getraut hat, die Stadt zu verlassen.

     

    •Dafür, dass der Roman Jahrhunderte in der Zukunft spielt, ähneln Sprache und Kultur dem heutigen Nord-Amerika einfach zu sehr. Es ist, als ob es kaum Entwicklung gegeben hätte. Stellen wir uns mal vor, Leute aus dem Jahr 1816 würden in unsere Zeit reisen--würden die sich auch so schnell akklimatisieren wie Tris und Co.?

     

    •Bonus: ACHTUNG SPOILER bezügl. Peter: Gegen Ende will Peter das Vergessens-Serum trinken. Er fragt Four (sinngemäß) "Wie viel soll ich trinken, was meinst du?" Und Four antwortet "Das wird wohl egal sein." FACEPALM! Wenn es egal wäre, wieso besteht eine Ration dann aus mehreren Millilitern? Das ist zwar nur eine Nebensächlichkeit, die aber exemplarisch dafür ist, wie wenig durchdacht dieser Roman ist – im Großen wie im Kleinen.


    Kann man eigentlich etwas Positives sagen? Eigentlich müsste man nur einen Punkt vergeben. Einen Trostpunkt gibt es aber dafür, dass endlich mal ein Mädchen im Mittelpunkt eines Science Fiction-/Actionromans steht.

    Ich selbst bin wahrscheinlich zu sehr "Candor" und "Erudite" um diesem Buch viel abzugewinnen. Leid tun mir die wahren Fans, die so ein Ende der Trilogie nicht verdient haben.

    Abschließend empfehle ich folgende großartige (englischsprachige) Rezension, die die unerfreulichen Schwächen des Buches detailliert aufzeigt:

    http://www.amazon.com/gp/customer-reviews/RX9IWT6KYAJHR

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    Lonechastesouls avatar
    Lonechastesoulvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: I wish this book didn't make me regret reading the whole series.
    I feel disappointed. And betrayed.

    I had my hopes set so high, and it just... I just feel really crushed right now. Veronica Roth is a cruel woman. I just don't understand how she thought this was a successful way of ending the series that defined her.

    I actually quite enjoyed Divergent, and I wasn't a fan of Insurgent, but I was really hoping that Allegiant would amaze me. It didn't. None of it worked for me — the story, the world building, the main characters, and especially not that bastard awful ending.

    I wish this book didn't make me regret reading the whole series. :(

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Nicht das Ende, was ich erwartet und mir erhofft hatte. Aber trotzdem ein guter Abschluss.
    Allegiant von Veronica Roth

    "Allegiant" stellt den letzten Teil von Veronica Roths Dystopie-Trilogie dar. Während der erste Teil "Divergent" mir supergut gefallen hat und ich es toll fand, wie sich Tris und Four langsam angenähert haben und sich die Beziehung zwischen ihnen entwickelt hat, konnte mich der zweite Teil "Insurgent" nicht wirklich überzeugen und mitreißen. Deshalb hatte ich mir beim letzten Teil wieder mehr erhofft. "Allegiant" ist auf jeden Fall eine bessere Fortsetzung als der zweite Teil und konnte aus meiner Sicht mit mehr Spannung aufwarten, gerade weil man erfährt, was sich außerhalb der Stadt befindet. Mir fällt es jedoch schwer, mir eine klare Meinung zum direkten Ende der Trilogie zu lesen. Wer dieses noch nicht erfahren will, sollte jetzt nicht weiterlesen! ;-) Ich hatte mir natürlich ein Happy End gewünscht, vor allem natürlich für Tris und Four, dass sie zusammen glücklich werden. Tja... Weit gefehlt! Natürlich ist es nicht realistisch, dass Romane immer gut ausgehen, schließlich ist das im wahren Leben auch nicht so. Doch ich bin ein Leser, der es favorisiert, wenn die Geschichten ein gutes und glückliches Ende nehmen. Deshalb kann ich Tris' Tod nur schwer akzeptieren. Bevor ich "Allegiant" gelesen habe, habe ich schon solche "Gerüchte" gehört, dass sie nicht überleben wird. Doch daran wollte ich nicht wirklich glauben und selbst nachdem es im Roman offenkundig war, dass sie tot ist, hatte ich noch immer auf ein kleines Wunder und eine Wendung in der Handlung gehofft. Ich wurde leider "enttäuscht". Ich hätte Tris und Four so sehr ihr gemeinsames Glück gewünscht. Aber von dieser persönlichen Ansicht mal abgesehen, dass das Ende nicht zufriedenstellend war, fand ich den Rest des Romans gut. Ich habe ihn in kurzer Zeit durchgelesen, weil ich sehr gespannt auf dessen Ausgang war. Alle drei Bände zusammen betrachtet, kann ich die Divergent-Trilogie auf jeden Fall weiterempfehlen und werde sie bald nochmal lesen! Und auch all jene, denen der zweite Teil vielleicht auch nicht so gut gefallen hat, sollten sich trotzdem aufrappeln und den letzten Teil lesen! :)

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    jessysmomentes avatar
    jessysmomentevor 3 Jahren
    Gutes Finale

    Der dritte Teil hat mir nach dem verwirrenden zweiten wieder sehr gut gefallen, ein wenig besser sogar noch als der erste. Ich mochte die Reihe von Anfang an, besonders wegen der Figuren und Beziehungen, doch nun konnte mich endlich auch die Handlung komplett überzeugen. Spannende Situationen werden durchgespielt und interessante und relevante Informationen geboten. Die Welt und die Stadt werden endlich erklärt und ich konnte das Buch völlig genießen.

    Die Figuren wurden mir noch lieber als in den vorigen Teilen, die Zuneigungen ihnen gegenüber werden, wenn möglich, noch größer. Auch unter den neu eingeführten Personen lassen sich Sympathieträger finden und sie warten mit vielschichtigen Charakterzügen auf.

    Die kleine Kritik, dass es in den Büchern keine Verschnaufpause zwischen den ganzen Aktionen gibt, muss hier, in nochmals verminderter Form, auch angebracht werden. Ständig geschieht etwas, doch ein paar langsamere und intensivere Passagen entschleunigen die Geschichte, was mir gut gefallen hat. 

    Bei einem dritten und finalen Teil, besonders bei diesem, ist es schwierig, ohne Spoiler auf positive und negative Aspekte einzugehen. Zusammengefasst hat also meiner Meinung nach die Autorin mit der Handlung einen großen Schritt nach vorne gemacht und somit gefällt mir dieses Buch besonders gut. Es lohnt sich wirklich, diese Trilogie bis zum Ende zu lesen!

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    Cyfedias avatar
    Cyfediavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: So much feels...
    Ich bin zu Tränen gerührt...

    Inhalt:
    Die Fraktionen gibt es nicht mehr. Chicago besteht aus Chaos und ist ein brodelnder Topf der droht auseinander zu brechen. Tris und Four machen sich gemeinsam auf den Weg die Welt jenseits der Mauer zu erkunden und erfahren dabei, dass ihr Leben eine Einzige Lüge war. Das die Welt so viel größer ist und so viel grausamer wie erwartet.

    Meinung:
    Im Vergleich zu den zwei Vorgänger-Büchern war ich vom dritten Teil zunächst nicht sehr angetan. Es ging am Anfang einfach nicht wirklich vorwärts und die Spannung hat in der ersten Hälfte erheblich gefehlt. Hinzu kam dann auch noch das es zwischen Tris und Four mal wieder kriselt. Puh wie oft müssen wir diese Geschichte noch durchmachen, können die zwei nicht einmal ein harmonisches Team bilden? Manchmal habe ich echt das Gefühl, das die beiden sich gar nicht lieben. Die Beziehung scheint, mir zumindest, meist nicht sehr innig.

    Man wird ziemlich mit Fakten überhäuft und das ihre Welt nur eine Lüge war, ein Experiment. Die Regierung betrachtet alles nur auf genetischer Ebene, was mit den Menschen wirklich los ist, ist Ihnen egal. Im Großen und Ganzen eine traurige Hintergrundstory, aber ich hätte gerne noch mehr über den Reinheits-Krieg damals erfahren. Warum er überhaupt zu Stande kam und wie die Menschen, das alles auf die Genetik schließen?!

    Ab der Hälfte ging es dann spannender weiter, da endlich nicht nur geredet sondern auch mal gehandelt wird. Leider geht es nicht ganz so rasant wie in den ersten Teilen zu, alles ein wenig träger. Das Ende konnte ich die nächsten paar Minuten nicht fassen. Ich meine wieso? Wieso muss das so geschehen? Ich bin hin und her gerissen zwischen phänomenal und enttäuschend, sofern das geht. Einerseits ist es schockierend und ungewöhnlich klar, aber wenn wir das mal auf einer anderen Ebene betrachten, so ist hier wirklich Schluss. Ein sehr harter und markanter Schluss, aber einer der jedem in Erinnerung bleibt.

    Schreibstil:
    Verwirrend! Das trifft es glaube ich mit einem Wort. Das Buch wurde abwechselnd aus Tris‘ und Tobias‘ Blickwinkel geschrieben. Einerseits super, da man auch endlich mal in Fours/Tobias Gedankenwelt abtaucht und sieht wie er fühlt und denkt. Andererseits war ich oft auch einfach nur verwirrt und musste überlegen in wem ich gerade nochmal drin stecke.

    Fazit:
    Spannend, Mitreißend und Emotional. Ein wundervoller wenn auch trauriger Abschluss der Trilogie, der einen noch eine Weile danach beschäftigt und berührt.

    Da es anfangs etwas schleppend war und die Krisen zwischen Tobias und Tris mir allmählich auf den Geist gingen, ein Stern abzug.

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