Cover des Buches Die Bestimmung (ISBN: 9783570161319)F
Rezension zu Die Bestimmung von Veronica Roth

Rezension zu "Die Bestimmung" von Veronica Roth

von flyingelle vor 10 Jahren

Review

F
flyingellevor 10 Jahren
Sobald ich den Klappentext von Die Bestimmung gelesen hatte, war ich neugierig. Als ich dann anfing zu lesen, war ich begeistert! Innerhalb von Sekunden war ich völlig von dieser Welt eingenommen, innerhalb von einigen Stunden war ich schließlich fertig mit dem Buch. Aufmachung: Das Cover finde ich echt schön. Es ist eher schlicht, aber mit einem großen, auffälligem Zeichen, was, glaube ich, das Zeichen der Ferox darstellen soll oder auf jeden Fall mit ihnen zusammenhängt. Ich persönlich hätte es toll gefunden, wenn die anderen Zeichen ebenfalls irgendwo Platz gefunden hätte, immerhin gehören sie auch dazu. Trotzdem gefällt mir das Cover gerade wegen dem schlichtem so gut, es passt einfach zum Buch. Genauso wie der Titel, der, wenn man sich nur konzentriert, ganz schön zum nachdenken anregt. Meine Gedankengänge hierzu werde ich allerdings nicht aufschreiben. Auf jeden Fall ist alles stimmig in seiner Schlichtheit und passt gut zum Buch. Idee & Umsetzung: Die Idee der 5 Nationen fand ich aufregend anders. Das ist mal ein völlig neues Szenario, dass die Welt, oder zumindest einen abgegrenzten Teil davon, in Gruppen aufteilt, die sich völlig anders als die übrigen 4 verhalten. Man überlegt sich selber, in welche Nation man wohl am besten passen würde und begleitet Tris in eine der 5. Die Aufnahmeprüfungen fand ich toll, genauso wie die ganze Gestaltung der Ferox. Dort ging es auf jeden Fall brutal zu, was eigentlich das ganze Buch so bleibt. Auf der einen Seite fand ich es gut, denn es war angebracht in der Lage und realistisch. Auf der anderen Seite war es dann doch ein wenig heftig, ich bin an etwas seichtere Bücher, in denen nicht ganz so viele Menschen sterben gewohnt. Trotzdem hat es an der Stimmung nichts weggenommen, sondern eigentlich nur noch drauf gelegt. Die großartige Idee wurde wirklich großartig umgesetzt und hat mich einfach nur begeistert! Die Liebe zwischen den beiden Protagonisten hat mir ebenfalls zugesagt. Es hat ganz schön lange gedauert, bis die beiden auch nur ihren ersten Annäherungsversuch hatten, aber sie haben einfach toll zusammen gepasst und waren schließlich unglaublich süß zusammen. Und ganz besonders gefallen hat mir, dass Tobias Tris mal zur Abwechslung nicht gesagt hat, sie sei wunderschön, obwohl sie sich doch hässlich findet, denn das kommt wirklich in jedem Buch vor. Tobias hat viel schönere Worte gefunden, um seine Zuneigung auszudrücken und kam so auch viel besser rüber. Schreibstil: Veronica Roth weiß ihre Leser zu fesseln. Ab der ersten Seite war ich im Buch drinnen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es gibt kleine Verwirrungen, am Anfang musste ich immer nachgucken, welche Fraktion sich denn wie verhält, aber bald konnte ich es im Schlaf aufsagen und mich einfach nur aufs Buch konzentrieren. Die Geschichte wird von Veronica Roths Beschreibungen untermalt, sie bildet ein ganz eigenes, leicht düsteres Szenario. Mir sind besonders die schönen Darstellungen der Personen aufgefallen, die alle unterschiedlich und nicht dem typischen Schönheitsideal entsprachen. Aber auch die Orte wurden so beschrieben, dass man sie sich vorstellen konnte. Flüssig wird man durch das gesamte Buch geführt, die Spannung ist durchweg da und dreht zum Ende nochmal gehörig auf. Charaktere: Ehrlich gesagt bin ich mir bei meiner Meinung über Tris, die Protagonistin, nicht so sicher. Zu Anfang war sie mir mehr als sympathisch, sie war einfach ein Mädchen, dass den Wunsch nach Freiheit hatte und stärker werden wollte. Das könnte genauso gut ich sein. Doch mit der Zeit erreichte Tris ihr Ziel: Sie wurde Stärker. Und ich fand, dass sie so damit auch ein wenig herzlos wurde. Egal was für einen schrecklichen Schicksalsschlag sie erleiden musste, sie gab sich "5 Sekunden der Schwäche" (Ein Zitat, genauso stand es da!) und machte weiter. Das war der Moment, wo es für mich ein wenig unrealistisch wurde, denn Tris wurde zunehmender gefühllos und wahnsinnig egoistisch. Trotzdem konnte ich ihre Handlungen teilweise eins zu eins nachempfinden und -vollziehen, es gab nur einige Momente in denen sie sich meiner Meinung nach schrecklich verhielt. Das schwenkte ebenfalls öfters, so dass ich mich nicht festlegen konnte, ob ich sie nun total sympathisch oder schrecklich finden sollte. Tatsächlich waren die Szenen, in der ich sie wirklich gerne mochte, mit Tobias. Die beiden sind total süß zusammen, sie führten wirklich amüsante Gespräche und waren ein tolles Paar. Sowieso mochte ich Tobias total gerne, die Sympathie wuchs nur noch mehr, je weiter ich bei dem Buch voran kam und er entwickelte sich bald zu meinem Lieblingscharakter in diesem Buch. Aber auch die anderen Charaktere fand ich toll: Tris Freunde bzw. Bekannte von den Ferox sowie ihre Familie hatten alle etwas für sich und waren interessante Personen. Manche blieben etwas an der Oberfläche und ich hätte mir mehr Erklärungen besonders seitens der "Bösen" gewünscht, aber vielleicht folgt das ja noch. Ende: Kein Cliffhänger, aber definitiv ein spannendes Ende! Ich frage mich, was wohl als nächstes passieren wird, denn auf den letzten Seiten ist alles offen. Es hat sich definitiv etwas verändert, die große Katastrophe wurde zwar halbwegs abgewehrt, doch man fragt sich wirklich, wie es jetzt noch weiter geht. Der 2. Teil wird sehnlichst erwartet! Fazit: Ein tolles Buch, das mich von Anfang an gefesselt hat. Gerade die außergewöhnliche Idee hat mich zum weiterlesen bewegt, ich war einfach nur komplett begeistert. Das Buch kann ich 100 % weiterempfehlen, der zweite Band soll bitte schleunigst kommen! Für dieses Buch vergebe ich 5 fliegende Bücher. Zitate: Dann, mit einem leisen Aufschrei, den ich nicht unterdrücken kann, strecke ich die Hand aus - und mein Blut tropft zischend auf die Kohlen. Ich bin nicht selbstlos. Ich bin mutig. - Seite 51 ... Mein Problem ist wahrscheinlich eher, dass ich, selbst wenn ich nach Hause ginge, nicht dorthin passen würde, zu den Menschen, die geben, ohne lange nachzudenken, und die sich um andere kümmern, ohne lange zu fragen. - Seite 77 "Die Ängste verschwinden also nicht?" "Manche verschwinden, manche werden durch neue ersetzt." Er hakt seine Daumen in die Gürtelschlaufen. "Aber es geht nicht darum, all seine Ängste loszuwerden. Das ist unmöglich. Es geht darum zu lernen, seine Ängste zu beherrschen und sich von ihnen unabhängig zu machen. Das ist der springende Punkt." - Seite 236 Wer er auch sein mag, ich mag ihn sehr. Jetzt fällt es mir leicht, es einzugestehen, hier im Dunkeln, nach allem, was passiert ist. Er ist weder süß noch liebenswürdig, und schon gar nicht besonders nett. Aber er ist klug und tapfer, und obwohl er mich gerettet hat, hat er mich behandelt, als wäre ich stark. Allein das reicht mir schon. Mehr brauche ich über ihn gar nicht zu wissen. - Seite 284 Jetzt bin ich wieder mehr ich selbst. Mehr brauche ich nicht: Ich muss mir nur sicher sein, wer ich bin. - Seite 340
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