Veronika Fischer , Manfred Maurenbrecher Das Lügenlied vom Glück

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Inhaltsangabe zu „Das Lügenlied vom Glück“ von Veronika Fischer

Die bewegende Autobiografie der erfolgreichsten Sängerin der DDR Veronika Fischer war ein Star in der DDR und eine Künstlerin mit Haltung. Nie wollte sie sich verbiegen lassen. Als dies im Osten immer schwerer wird, wagt sie den Neuanfang im Westen und muss erkennen, dass auch dort versucht wird, sie von ihrem Weg abzubringen. In ihrer packenden Autobiografie lässt sie die ost- und westdeutsche Musikszene der 70er- und 80er-Jahre wieder aufleben und erzählt die Geschichte einer starken Frau, deren Leben von den Widersprüchen und der Dramatik des geteilten Deutschlands geprägt ist. Sie stand als Leadsängerin von Panta Rhei mit den Musikern der späteren Band Karat auf der Bühne, 1974 startete sie mit Veronika Fischer & Band kometenhaft durch. Ihre Fans lieben sie für ihre unverwechselbare Stimme und ihre musikalische Vielseitigkeit. Ihre Musik verkaufte sich millionenfach, immer wieder war sie Nr. 1 in den Rundfunkcharts. Mit Liedern wie 'Dass ich eine Schneeflocke wär' und 'Auf der Wiese' schuf Veronika Fischer echte Evergreens. Mitreißend erzählt, blickt sie nun zurück auf ihre Kindheit in Thüringen, die wilden 70er-Jahre mit unzähligen Festivalauftritten und Tourneen, die zunehmenden Repressalien durch das DDR-System und die schwere Entscheidung, 1981 mit Mann und Sohn nach Westberlin zu ziehen und alles hinter sich zu lassen. Sehr ehrlich beschreibt sie, mit welchen Herausforderungen sie im Freiheit versprechenden Westen zu kämpfen hatte – und wie sie ihren aufrechten Gang trotz allem bewahrt hat.

Gemeinsam mit Veronika Fischer in Erinnerungen (DDR, Wende, Ost-Musik) schwelgen ...

— fuffel
fuffel

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    Das Lügenlied vom Glück
    fuffel

    fuffel

    15. October 2014 um 14:56

    Buch: 1974 startete sie mit "Veronika Fischer & Band" kometenhaft durch. Ihre Fans lieben sie für ihre unverwechselbare Stimme und ihre musikalische Vielseitigkeit. Ihre Musik verkaufte sich millionenfach, immer wieder war sie Nr.1. in den Rundfunkcharts. Mit Liedern wie "Dass ich eine Schneeflocke wär" und "Auf der Wiese" schuf Veronika Fischer echte Evergreens. Mitreißend erzählt, blickt sie nun zurück auf ihre Kindheit in Thüringen, die wilden 70er-Jahre mit unzähligen Festivalauftritten und Tourneen, die zunehmenden Repressalien durch das DDR-System und die schwere Entscheidung, 1981 mit Mann und Sohn nach Westberlin zu ziehen und alles hinter sich zu lassen. Sehr offen und persönlich beschreibt sie, mit welchen Herausforderungen sie im Freiheit versprechenden Westen zu kämpfen hatte - und wie sie ihren Maximen bis heute treu geblieben ist.     Fazit: In ihrer Autobiografie befasst sich Veronika Fischer mit ihrer Kindheit, Familienleben und Musikkarriere.  Da Veronika in vielen verschiedenen Bands und Bandkonstellationen gespielt hat, trifft der Leser auch auf andere bis heute bekannte Musiker. Unter anderem führte sie mit Herbert Dreilich (später Mitglied der deutschen Rockband Karat) einen Konkurrenzkampf um die Sängerposition in der gemeinsamen Band. Nach dem Beide in anderen Musikgruppen sangen, verstanden sie sich ausgezeichnet.   Es ist sehr interessant über das Leben einer DDR-Sängerin und ihrer Wegbegleiter zu lesen. Beispielsweise hatten Veronika und ihre Band ein Valuta-Konto, mit diesem Konto konnten sie die DDR-Mark in die stärkere Währung eintauschen. Das Konto stand den Bandmitgliedern zur Verfügung, um sich im Ausland zu verpflegen. Darauf verzichteten Veronika und ihre Bandkollegen, Sie nahmen ihr Essen und alles Nötige (Tütensuppe, Geschirrspülmittel, ...) lieber mit, um fleißig für ihre Träume zu sparen. Im Fall von Veronika Fischer war es das West-Auto. Den Volvo hat sie sich dann tatsächlich gemeinsam mit ihren Mann gekauft. Nach ihrer Ausreise war es für Veronika schwer im West-Musikgeschäft Fuß zu fassen. Hier gab es jede Menge Schlagersänger und so musste sie einen Neustart hinlegen - was natürlich nicht einfach war.  Der Schreibstil ist einfach uns daher auch leicht zu lesen. Sie schildert die damalige Zeit sehr genau ohne über die DDR bzw. den Westen herzuziehen und zu übertreiben. Als DDR-Bürger erinnert man sich gerne mit. Egal ob es das ewige Anstehen an der Telefonzelle oder der überwältigende erste Auslandsaufenthalt ist. Die kurzweilige und lesenswerte Autobiografie lässt den Leser sowohl in das Musiker-Leben der DDR als auch den Westen blicken.   

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  • Sich nicht verbiegen lassen

    Das Lügenlied vom Glück
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    14. May 2013 um 15:06

      Schon der Titel trägt in sich ja bereits hintergründig provozierende Botschaften. In einem Beruf, zu dem auch Schlager gehören (auch wenn Veronika Fischer nie einem einzigen Genre ganz zuzuordnen war und durchaus Vielfalt in ihrem Stil entwickelt hat), die Lieder von Liebe, Romantik und Glück mit der Überschrift eines „Lügendliedes“ zu kokettieren macht neugierig auf mehr.   Wenn zudem bei der Lektüre deutlich wird, dass Veronika Fischer nicht nur einzelne „schmachtvolle“ Texte, sondern eine ganze Schlagermusikindustrie samt ihrer unverhohlenen Neigung, „Images“ zu erschaffen mit in den Blick nimmt und „von innen“ her beleuchtet (nicht immer zum Besten der „Macher“ dieses Kulturfeldes), darf der Leser getrost mehr erwarten als eine Lobhudelei mit andächtigen Tränen über die eigene Karriere und „wie viel Glück und Dankbarkeit“ man doch ins ich trägt. Samt Lobesreden auf Manger und andere Mitstreiter.   Der Lebensweg Fischers spricht ja von außen betrachtet schon eine andere Sprache. Nicht viele, die so erfolgreich zum „Kultur Establishment“ eines Landes gehören, gehen freiwillig und treten schon zuvor in manche Konfrontation. Und „ganz oben“ war Veronika Fischer in der ehemaligen DDR ja durchaus, vergleichbar vielleicht noch mit einem Frank Schoebel, Manfred Krug oder Armin Müller-Stahl. Auch ein deutsches Schicksal ist es, das Veronika Fischer noch einmal vor Augen führt.   Das Leben in der DDR, auch als erfolgreiche Künstlerin nicht einfach, ein Neuanfang im Westen Deutschlands (Ende der 70er Jahre), in dem sie als Künstlerin noch lange nicht so bekannt war, wie in der alten Heimat. Und nicht nur ein Neustart, ein „sich durchbeißen“ steht im Raum, auch der Wert, den Fischer auf ihren Stil, auf ihre musikalische Überzeugung legte und mit dem sie durchaus auch im „freien Westen“ Reibung erzeugte.   Ereignisse, von denen Fischer im Buch chronologisch berichtet, ihren Werdegang mit frühen Erfolgen, Höhen und Tiefen, eigenem Stil und eigenem Kopf vor Augen führt. Allein schon, wie sie sich überhaupt eine „eigene Zeit“ solo auf der Bühne erstritt im Rahmen der damaligen Band zeigt auf, das Veronika Fischer früh ihren Weg gehen wollte und sich auch von „spöttischer Ablehnung“ weder entmutigen noch unterbekommen ließ. Ein Weg übrigens, der zumindest mit vielen der damaligen Kollegen (von denen einige bis heute mit gewissem Bekanntheitsgrad noch aktiv sind) in enge Verbindung trat und bleibende Beziehungen entstehen ließ.   Auch dies ist ein interessanter Aspekt des Buches, der Einblick in die ostdeutsche, beginnende Rock- und Popszene und die Gratwanderung zwischen Aussagewilligkeit und Zensur, zwischen musikalischer Begeisterung und Einpassung ins damalige System. Einer musikalischen Aufbruchstimmung, in der am Staat nicht vorbeizukommen war (anders als in der Entwicklung Rock- und Popmusik der westlichen Länder). Das aber schon bald darauf im Westen ohne wirtschaftliche Interessen in der Musikindustrie nichts mehr ging und wider klare Vorgaben im Raum standen, auch das erzählt Fischer offen und prägnant im Buch.   Alles in allem eine interessante Biographie über eine „deutsche Karriere“ in beiden ehemaligen Staaten und ein durchaus kritischer Einblick in die kommerzielle Musikindustrie.

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