Veronika Lackerbauer Licht und Schatten

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Inhaltsangabe zu „Licht und Schatten“ von Veronika Lackerbauer

Die wechselhafte deutsche Geschichte von der Kaiserzeit, über die beiden Weltkriege, bis in das geteilte Deutschland durchlebt der Leser an der Seite der Schokoladenfabrikanten von Konsigny aus München. Band 1 beginnt in der Silvesternacht 1899 und begleitet die Familie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Das Fiktionale ist stärker als der historische Aspekt

— Jezebelle
Jezebelle

Eine wechselhafte Familiengeschichte in den Wirren der beiden Weltkriege.

— Waschbaerin
Waschbaerin

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  • Vom Schreibstil leider mehr Schatten als Licht

    Licht und Schatten
    Jezebelle

    Jezebelle

    01. July 2017 um 22:34

    Vor einigen Jahren hatte ich ein Seminar zu Thomas Manns Werken. Das mag insofern nicht ungewöhnlich sein, wenn es sich dabei um ein Literaturseminar gehandelt hätte. Es wurde aber vom historischen Institut angeboten. Und das zu Recht. Denn zum Einen kann man den Wandel dieses auch politischen Mannes in seinem Denken historisch betrachten. Zum Anderen steckt in seinen Werken selbst der Zeitgeist. Die „Buddenbrooks“ haben ja unter anderem dafür ihm auch den Literaturnobelpreisträger eingebracht. Ein Roman kann sich nämlich auch über eine Familiengeschichte einem ganzen Jahrhundert nähern. Dies probierte die Autorin mit ihrem Werk „Licht und Schatten“. Und das Erzählen der Familiengeschichte gelingt ihr aus meiner Sicht auch recht gut. Allerdings wirkt die Verknüpfung zwischen den zeitgeschichtlichen Ereignissen mit dieser Familiengeschichte oft etwas hölzern. So als lese man zwei Bücher in einem: ein leicht unterhaltsames, recht populärwissenschaftliches Buch über die Ereignisse eines Jahrhunderts und eben eine recht gut geschriebene Familiengeschichte. Die Kunst eines sehr guten historischen Romans besteht aus meiner Sicht in der Verbindung dieser beiden Aspekte, sodass man in Geschichte einsteigt und einen Blick auf eine Epoche bekommt, ohne es zu merken. Das gelingt diesem Roman nicht so gut. Ein wenig wird das schon im Titel klar. Das Buch möchte ein ganzes Jahrhundert auf relativ wenigen Seiten darstellen, und zwar mit seinen Licht- und Schattenseiten darstellen. Okay, es ist ein zweiter Teil vorgesehen, aber trotzdem ist das ein heroisches Unternehmen. Trotz meiner Kritik kann ich mir gut vorstellen, dass ich auch den zweiten Teil lese, denn die Geschichte der Familie ist gut erzählt. Man möchte gern wissen, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Daher mein Fazit: Wer sich, wie die Autorin für die Geschichte interessiert, aber eben nicht viel weiß, und dazu noch gern in Familiengeschichten versinkt, für den mag dieses Buch ein toller Einstieg sein und dann gezielt Lust auf mehr machen. Für alle anderen wird leider nicht viel Neues geboten. Aber dümmer wird man auch nicht.

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  • Leserunde zu "Licht und Schatten" von Veronika Lackerbauer

    Licht und Schatten
    veronika_lackerbauer

    veronika_lackerbauer

    Mein neues Buch ist da! Es handelt sich um einen historischen Roman, genauer gesagt ist es der Auftakt zu einem Zweiteiler, über das 20. Jahrhundert. Teil 1 führt uns von 1899 bis über den 2. Weltkrieg. Das verbindet die (fiktive) Lebensgeschichte einer Münchner Industriellenfamilien mit den Zeitgeschehnissen. So schlägt dieses Buch die Brücke zwischen Roman und Sachbuch. Mit viel Hintergrundrecherche und Leidenschaft vermittelt die Geschichte anhand ihrer Charaktere, wie das Leben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für die "normalen Leute" war. Hier gibt es demnächst eine Leserunde von und mit mir als Autorin! Von den Bewerbern möchte ich gerne wissen, was sie an historischen Romanen besonders schätzen, welche historischen Romane ihnen bisher gut gefallen haben und in welcher Zeit sie selbst gerne gelebt hätten (abgesehen von der heutigen).  Mit der Teilnahme an dieser Verlosung verpflichtet sich der Bewerber zum Lesen des Buches und zum Verfassen einer Rezension hier und auf Amazon.de! Ich wünsche allen Bewerbern viel Spaß und viel Glück und freue mich auf eine rege Leserunde! Eure Veronika Lackerbauer

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  • Aufstieg - Niedergang - Neubeginn

    Licht und Schatten
    Waschbaerin

    Waschbaerin

    08. April 2017 um 10:06

    Mit dem Buch "Licht und Schatten" führt uns die Autorin Veronika Lackerbauer in flüssigem und gekonntem Schreibstil auf eine aufregende Zeitreise. Wer gerne einen spannenden und interessanten Roman liest der nicht nur seicht dahin plätschert, sondern sich an realen Ereignissen orientiert, ist mit diesem Buch bestens bedient.Es ist der 1. Band einer Familiengeschichte, die in der Kaiserzeit Ende des 19. Jahrhunderts beginnt, in den Wirren des 1. Weltkrieges,  der Nachkriegszeit mit der Weltwirtschaftskrise ihren Niedergang erlebt. Doch die Familie hält zusammen und gemeinsam stehen die von Konsignys diese Probleme durch.  Der Aufstieg von Hitler bis zum Zusammenbruch 1945 wird zur ganz großen Bewährungsprobe für die Familie, Verwandte und Freunde. Wer nun fürchtet, ein Buch voller langatmiger, historischer Ereignisse zu lesen, der sieht sich schon nach wenigen Seiten angenehm überrascht. Zwar stellt die Autorin jedem Kapitel eine Kurzfassung der geschichtlichen Ereignisse der jeweiligen Zeit voran, was sich aber stets erfrischend liest und den Geist nicht überstrapaziert. Die kurzen historischen Hinweise dienen dazu, den jeweiligen Zeitgeist besser zu verstehen. Der Roman beginnt im Jetzt - genauer gesagt um die Jahrtausendwende, als Charly den Nachlass ihrer Großmutter Louise ordnet und deren Tagebücher zu lesen beginnt. Diese Aufzeichnungen gehen zurück in das Jahr 1899, also noch zu Kaisers Zeiten, "als die Welt noch in alter Ordnung war". Kommerzienrat Theo von Konsigny, ein Schokoladenfabrikant in München, verdient das Geld und seine Ehefrau Eleonor kümmert sich um die Erziehung der Kinder und gibt dem Hauspersonal Anweisungen. Die Familie lebte in begüterten Verhältnissen, hat eine Sommervilla im Grünen und für den Winter eine komfortable Wohnung nahe der Fabrik. Eleonor und Theo verkehren  in den besten gesellschaftlichen Kreisen. Es ist die Zeit, als der Mann noch das sprichwörtliche Oberhaupt der Familie war und alle hatten sich seinen Anweisungen zu beugen. Die Frauen ordneten sich unter, tolerierten die außerehelichen Affären ihres Mannes - was blieb ihnen sonst auch übrig. Sie waren finanziell abhängig, so auch Eleonor.Die große Wende im Leben der Familie von Konsigny bricht mit dem 1. Weltkrieg an. Theo bekommt seinen Stellungsbefehl, muss in den Krieg. Was geschieht nun mit der Fabrik? In dieses ganze Dilemma, welches durch die damaligen politischen Ereignisse über diese Familie hereinbricht, vermag die Autorin den Leser mitzunehmen. Man sitzt quasi mit den von Konsignys am Tisch, spürt deren Hunger im Bauch und fühlt deren Bestürzung über diese quälenden Lebensumstände, auf die sie nicht vorbereitet sind.Theo wird als vermisst gemeldet, aber das Leben muss weitergehen. In wievielen  Familien mag es zu dieser Zeit so ausgesehen haben? Der Krieg war überall spürbar. Zusammen mit ihrer Mutter Eleonor besorgt Louise den Haushalt und die Versorgung der Geschwister. Selbst noch ein Kind, wird sie um ihre eigene Kindheit betrogen und mit ihren 14 Jahren bereits zum "Kümmerer" in der Familie. Der Krieg ist schon lange zu Ende, als eines Tages Theo wieder vor der Tür steht. Niemand hat mehr mit seiner Rückkehr gerechnet. Doch seine Familie ist durch die Wirren selbständig geworden und hat sich ohne ihn weiterentwickelt. Theo jedoch, will in sein altes  Leben zurück, aus dem ihn seine Einberufung herausgerissen hatte. Er versteht die Welt nicht mehr.  Während ich dieses Kapitel las überlegte ich, wievielen Männern diesseits und jenseits der Grenzen es zu dieser Zeit so ergangen sein mag? Sie kamen aus der Hölle, hatten Tag für Tag den Tod vor Augen, nur der Gedanke an ihre Familien ließ sie nicht aufgeben. Endlich kehrten sie nach Hause zurück und nichts war so wie sie es sich in ihren Träumen ausgemalt und woran sie sich Tag für Tag und Nacht für Nacht festgehalten hatten. Ihre angestammten Plätze gab es nicht mehr. Das Leben war ohne sie weitergegangen. Sie fühlten sich überflüssig, da für sie keine Lücke mehr frei war. Wieviele Männer mag das Gefühlt überkommen sein, nicht mehr gebraucht zu werden? Überflüssig zu sein.  Als Leser leidet man mit Eleonor und ihren Kindern, versteht aber auch Theo in seiner Ausgegrenztheit. Was ein Dilemma!Gerade, als die Menschen wieder anfangen mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken, ziehen im Jahr 33 neue Schatten auf. Pro oder Kontra? Was zu Beginn dieser Zeitspanne Zuversicht verbreitet, wird im Laufe der Jahre zum schrecklichen Albtraum. Die Familie von Konsigny droht an den unterschiedlichen politischen Ansichten ihrer Mitglieder zu zerbrechen. Doch wenn es nicht mehr weiterzugehen scheint, ist immer wieder Louise mit ihrer prakmatischen und ausgleichenden Art zur Stelle. Sie packt an, vermittelte und schaffte es, die Gräben zwischen den ungleichen Geschwistern zu überbrücken. In schlimmen Zeiten braucht man einen Menschen wie diese Louise an seiner Seite. LouiseSie war eine außergewöhnliche Frau. Zuerst die angepasste und gehorchende Tochter - ganz ein Kind ihrer Zeit. Erst als alles Einlenken nichts nützte und ihr Lebensglück an dem Starrsinn ihres Vaters zu zerbrechen drohte, begehrte sie auf, sagte erstmals ICH. Von diesem Moment an wurde sie zu der Louise, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht und trotzdem immer Frau bleibt. Es ist wunderbar zu lesen, wie sie mit der Pfelgebedürftigkeit ihrer Schwiegermutter umging. Ich glaube jeder, der an seine evtl. Gebrechlichkeit im Alter denkt, wünscht sich für diesen Fall so einen Menschen in seiner Nähe. Wie oben schon erwähnt, Louise war der "Kümmerer" in der Familie von Konsigny und verfügte über diese besondere Gabe, sich den unumstößlichen Gegebenheiten des Lebens anzupassen.  Am Ende des Romans schreibt die Autorin: Fortsetzung folgt.....Ich bin schon sehr gespannt wie es weitergeht und begierig darauf, den 2. Band der Familiengeschichte der von Konsignys zu lesen.

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