Veronika Peters Aller Anfang fällt vom Himmel

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Inhaltsangabe zu „Aller Anfang fällt vom Himmel“ von Veronika Peters

Was geschieht, wenn eine junge Ausreißerin und ein pedantischer Witwer aufeinanderprallen? Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt ..

Ein Buch - schön zu lesen!

— Linda-Marie
Linda-Marie

Viel Potenzial, leider größtenteils verschenkt.

— littleowl
littleowl

Ein warmherziges Buch, das zeigt was Einsamkeit aus Menschen machen kann - Korbinian mir sehr an Herz gewachsen.

— BLINDI
BLINDI

Himmlisch...

— Line88
Line88

Die Geschichte einer einzigartigen Freundschaft

— Kelo24
Kelo24

Leide überhaupt nicht mein Fall

— leseratte69
leseratte69

Ein Buch über eine einzigartige Freundschaft

— FairytaleLivres
FairytaleLivres

Wundervolles warmes Buch, über den Verlust, der Trauer und einem Neubeginn ...

— 19angelika63
19angelika63

Ein wundervolles und noch unausgelutschtes Thema, über das man öfters Nachdenken sollte!

— Ladylike0
Ladylike0

Ein lesenswertes Buch über eine ganz besondere Freundschaft

— Hexchen123
Hexchen123

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  • Aller Anfang fällt vom Himmel

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    marjana_

    marjana_

    29. August 2016 um 14:16

    Klappentext: Was geschieht, wenn eine junge Ausreißerin und ein pedantischer Witwer aufeinanderprallen? Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt .. Meine Meinung: Als erstes fällt dieses wunderschöne Cover auf, mit den tollen Pastellfarben und den verzerrten Blumen sieht es großartig im Regal aus. Außerdem strahlt es Ruhe aus und erinnert mich an den Frühling. Das Buch geht ruhig voran und kommt ganz ohne Action aus. Die Charaktere sind detaillreich ausgearbeitet und ich habe mich schnell mit Bella und Korbinian anfreundet. Die beiden haben durchaus ihre Macken und und sind dabei sehr unterschiedlich und leben praktisch in verschiedenen Welten. Die Autorin schafft es die Figuren zueinander zu führen ohne das es gezwungen wirkt. Man kann sich gut in die Charaktere hinein versetzen und ich konnte nachvollzeihen warum Korbinian und Bella in manchen Situationen manchmal eigenwillig handeln. Auch habe ich mit den beiden mitgefühlt, was mir manchmal Tränen in die Augen beschert hat. Das Buch ließ sich flüssig und angenehm lesen. Es war eine sehr emotionale Geschichte, bei der man danach sich Gedanken macht und einem wieder mal klar wird anderen Menschen nicht gleich mit Vorurteilen gegenüber zu treten und das wenn man etwas gibt etwas wunderbares, wie eine Freundschaft entstehen kann. Obwohl ich manchmal Tränen in den Augen hatte, hat mich das Buch auch zum Lachen gebracht Einen kleinen Kritikpunkt hab ich. Manches läuft gefühlt zu einfach ab, in der Realität wären sicher größere Hindernisse, jedoch ist es auch mal gut wenn nicht alles verkompliziert wird. Fazit: Ein emotionales Buch über wahre Freundschaft zweier ganz unterschiedlicher Menschen. Die Geschichte übermittelt wichtige Werte.

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  • Eine nahegehende Geschichte

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    24. August 2016 um 16:03

    Korbinian Gerhard wohnt seit 8 Jahren allein in einer viel zu großen Wohnung. Die Wohnung hatte seinerzeit seine Frau ausgesucht und eingerichtet, er hat nichts verändert, ihre Zimmer jedoch hat er nach ihrem Tod abgeschlossen und nie wieder betreten.Er ist Grundschullehrer, ein Einzelgänger und unterläuft in seinem Leben einem geordneten Plan. Ordnung ist für ihn die Richtlinie, Abweichungen sind nicht gut, also gibt es keine.Seit dem Tod seiner Frau geht er morgens zur Schule und anschließen in eine Gaststätte das Tagesgericht essen, ohne dass er es extra aussuchen muss. Er ist festgefahren in seiner Einsamkeit und in seinem Leben.Eines Tages trifft er auf Billa, einem Mädchen, das vor einem Supermarkt zusammengesunken sitzt. Er kauft ihr etwas zu essen und merkt später nicht, dass sie ihm nach Hause folgt. Als es ihm bewusst wird, gestattet er ihr, im Hausflur zu nächtigen. Aber so ganz geheuer ist ihm die Sache nicht und er bittet seine Schwester um Hilfe. Es dauert auch nicht lange und sie steht bei ihm auf der Matte und stellt fest, dass das Mädchen Fieber hat und es nicht sein kann, dass sie dort im Flur übernachtet. Kurzerhand zieht sie für ein paar Tage zu ihrem Bruder, das Mädchen Billa ebenfalls.Eine Entscheidung, die Leben veränderte...Solange das Mädchen krank ist, geht das schon mal, denkt sich Korbinian. Auch dass seine Schwester vorerst mit bei ihm einzieht, findet er ok, denn das Gerede, was entstehen würde, wenn er als Grundschullehrer ein junges Mädchen bei sich aufnimmt, mag er sich gar nicht erst vorstellen.Es ist aber tatsächlich so, dass er sich stellenweise wie ein Fremdkörper in seiner Wohnung vorkommt. Die beiden Frauen okkupieren die Wohnung, seine tägliche Routine wurde empfindlich gestört und er sehnt den Tag herbei, an dem er wieder für sich allein ist und er der Einsamkeit frönen kann.Obwohl Korbinians Schwester in der Nähe lebt und einen Buchhandel betreibt, verbindet ihn sonst nichts mit ihr. Er hat keine Ahnung, wie sie lebt und was für ein Mensch sie ist. Sie haben sich irgendwann zwischen der Kinderzeit und dem Heute verloren. Keine Telefonate, keine Besuche, keine Kontakte und doch ist sie sofort zur Stelle, als er sie um Hilfe bittet. Jeder der Protagonisten hat sein Päckchen zu tragen, keiner von ihnen hat es leicht. Die Probleme der einzelnen kommen erst nach und nach ans Licht.Obwohl sie völlig verschieden sind, kommen sie sich näher, verstehen sich. Sie sind füreinander da.Was anfangs undenkbar erscheint, das Korbinian aus seinem Schneckenhaus herauskommt, das passiert.Die Autorin hat verletzliche Protagonisten geschaffen, die ihren Weg gehen. Aber auch die Personen, die am Rande mitmischen, sind sehr gut und treffend gezeichnet. Der Kneipenwirt, der beobachtet und gut zuhören kann sowie die Freunde von Billa. Bei denen war ich mir lange nicht schlüssig, ob ich sie mag oder nicht, wechselte meine Sympathie mit Antipathie.Es ist eine wunderbar nahegehende Geschichte über Menschen, die einsam sind, nicht wegsehen und für einander da sind. Die ihre Bedürfnisse zugunsten anderer zurückstellen, was ihnen nicht leicht fällt.Der Roman hat mich noch eine ganze Zeit nicht losgelassen, ich habe mich gefragt, wie ich wohl reagiert hätte.Ein wunderbares Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

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  • Toller Schreibstil

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    ChristineChristl

    ChristineChristl

    25. April 2016 um 18:14

    Kurzbeschreibung: Was geschieht, wenn eine junge Ausreißerin undein pedantischer Witwer aufeinanderprallen?Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt ... Titel‣ Aller Anfang fällt vom HimmelAutor‣ Veronika PetersVerlag‣ GoldmanSprache‣ DeutschErscheinungsdatum‣ 21. September . 2015Seiten‣ 288 Seiten / HC Preis‣ D- 19,99 € A- 20,60€ISBN‣ Reihe‣ NeinGenre‣ Roman, FreundschaftDer Prolog beginnt Neun Monate vorher, und dieser ist schon sehr interessant. Ein toller, leichter Schreibstil der einem schon ab der ersten Seite auffällt. Sofort war ich im Buch und die Autorin hatte mich am Hacken, schnell wollte ich weiter lesen und wollte auch wissen von was die drei da sprachen und wie alles begann. Schnell kommt man mit diesem Buch voran, es ist gut geschrieben, zieht sich zwar doch ein kleines Bisschen am Anfang, das macht aber, wie schon gesagt, der flotte und leichte Schreibstil wieder wett.Ich finde es wundervoll, einmal ein Buch zu lesen was nicht diesem derzeitigem Hype folgt: Erotik, Dreiecks Beziehungen, liebes Beziehungen und Jugendliche Dramatik verpackt mit Fantasy. Oh nein, dieses Buch ist so ganz anders, so erfrischend. Eine "unmögliche" Freundschaft mit einen Witwer, die Story sowohl voller Charme als auch Witz gepaart mit einem locker flockigem, schnellen Schreibstil. Ein Buch sicherlich etwas für alle die, zwischen durch mal etwas neues lesen möchtenIch möchte eigentlich gar nicht viel auf den Inhalt eingehen, da ich finde man sollte es einfach selbst lesen und genießen, mit lachen und mit weinen. Je nach dem :)Die Protagonisten sind alle toll beschrieben und man lernt ihre Macken und Ecken und Kanten kennen. Es gibt in dem ganzen Buch nicht wirklich etwas "außergewöhnliches" zu finden, nicht bei der Story und auch nicht bei den Protagonisten, aber es ist ein wirklich wunderschönes Buch was ich gerne und mit gutem gewissen weiter empfehle.Das Cover finde ich wunderschön, der Farbverlauf des Titels sowie die Blumen sind sehr harmonisch und sind mir sofort ins Auge gesprungen.Durch den tollen Schreibstil liest man die fast 300 Seiten in einem Rutsch und sehr schnell durch. Die Story ist warmherzig, liebevoll und witzig deshalb auch total gut geeignet für zwischendurch und/oder unterwegs. Für alle Fans eines solchen Genres sicherlich ein MUSS, und für alle die etwas "anderes" mal lesen wollen, die keine Dreiecks - Liebes Geschichten mehr lesen können - definitiv das richtige Buch! Es hat zwar ab und an seine "längen" aber durch den guten Schreibstil gleicht sich das alles wieder aus. Tolle Story, liebevolle Geschichte die man auch Re-Readen kann! Daher bekommt das Buch von mir 4 von 5 Masken.

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  • Aller Anfang fällt vom Himmel

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    16. March 2016 um 17:08

    Korbinian Gerhard war für viele schon immer etwas sonderlich. Doch seitdem seine Frau verstorben ist, lebt er komplett zurückgezogen und ist noch kauziger geworden. Er hat das Gefühl, dass er sein Leben lediglich dann im Griff hat, wenn er alleine ist und alles seine Ordnung hat. Spontanen Planänderungen kann er absolut gar nichts abgewinnen. Doch dann trifft Korbinian auf die 17-jährige Billa, eine Ausreißerin, und eher er so recht weiß, wie es um ihn geschieht, wohnen sie und seine Schwester plötzlich mit in seiner Wohnung und seine schöne Ordnung ist dahin.Als ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich eine Story á la "Das Rosie-Projekt" von Graeme Simsion erwartet und ich muss zugeben, ich habe mich auf einen Protagonisten wie Don Tillmann gefreut. Schnell musste ich dann jedoch erkennen, dass dieser Vergleich keine wirklichen Ähnlichkeiten hergibt. Ja, Korbinian ist kauzig und kontrollsüchtig, aber lange nicht so sozial inkompetent wie Don. Zunächst war ich daher etwas enttäuscht, konnte mich dann aber trotzdem auf die Story und die Charaktere einlassen und habe daran Gefallen gefunden.Veronika Peters hat eine herrliche Art zu beschreiben, wie sich Korbinians Leben plötzlich verändert und vor allem wie er damit umgeht und immer wieder versucht die Änderung rückgängig zu machen und in seinen alten Trott zurückzufinden. Jedoch lassen die beiden Frauen das nicht wirklich zu, denn Korbinians eigenbrötlerisches Leben muss aufhören. Irgendwann muss doch auch Korbinian erkennt, dass das Leben allein keinen Spaß bringt und Freundschaft etwas sehr Wichtiges ist und das Leben enorm bereichert, oder?Fazit: Korbinian und Billa gefallen mir als Figuren sehr gut, auch wenn ich Korbinian gerne noch etwas krasser dargestellt gehabt hätte. Manchmal fühlt sich das Buch eher ruhig an, so dass ich mir ein bisschen mehr Aktion gewünscht hätte. Trotzdem habe ich mich mit diesem Roman gut unterhalten gefühlt, wozu auch der flüssige Schreibstil beigetragen hat. Gebundene Ausgabe: 288 Seiten Verlag: Goldmann Verlag (21. September 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 344231321X ISBN-13: 978-3442313211

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  • Chaos trifft auf Struktur und Ordnung

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    19angelika63

    19angelika63

    Klappentext Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Gewitter durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt … „Er fühlt sich nur dann wohl, wenn alles um ihn herum verlässlich strukturiert war, wenn die Welt ihre Ordnung hatte, und sei es nur in Form perfekt positionierter Filzpantoffel in der Morgenfrühe.“ (Seite 17) „Nachdem seine Frau so völlig unerwartet gestorben war, hatte er sich das Alleinsein wie einen Mantel umgelegt (…)“ (Seite 18) Korbinian lebt seit dem frühen Tod seiner Frau allein. Er hat sich nie die Zeit genommen wirklich um sie zu trauern. Im Gegenteil … er ist nach der Beerdigung direkt zur Tagesordnung übergegangen. Sein Tagesablauf ist strukturiert und durchgeplant. Kleineste Abweichungen bringen ihn aus dem Trott bzw. werden erst gar nicht zugelassen. So wird er unweigerlich zu einem Menschen, der mit der Gesellschaft anderer Menschen nichts mehr anzufangen weiß. Er mag es allein zu sein … mit sich und seinen Gedanken. Andere Menschen zerstören nur seine Struktur. „Alleinsein und Ordnung, das waren die beiden Pfeiler, auf denen Korbinians Existenz als Witwer bis zu diesem vierzehnten November aufgestellt war, Alleinsein und Ordnung hielten ihn beieinander, und genauso wäre es bis an sein Lebensende geblieben, wenn er selbst zu bestimmen gehabt hätte.“ (Seite 18/19) Doch eines Tages stürzt Billa in sein Leben, und die bringt es mehr als nur durcheinander. Sie bringt das pure Chaos. Billa lebt auf der Straße, sie ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Vater. In einer kalten Nacht gewährt Korbinian der kranken Billa Unterschlupf in der Nähe seiner Wohnung. Doch im Laufe der Nacht geht es Billa immer schlechter und Korbinian ruft in seiner Hilflosigkeit seiner Schwester an. Emilia und Korbinian haben sich auch schon Jahre nicht mehr gesehen, obwohl sie nur ein paar Straßen auseinander wohnen.  Doch Emilia kommt sofort und bringt einen Arzt mit. Dieser stellt eine schwere Grippe bei Billa fest und verordnet Bettruhe. Nun muss Korbinian sein Gästezimmer für Billa opfern und sein Schlafzimmer für Emilia, die auch über Nacht bleiben will. Das Chaos nimmt seinen Lauf und Korbinians gewohntes Leben droht aus den Fugen zu geraten … „Hier war etwas im Gang, das ihm die Kontrolle über sein eigenes Leben zu entreißen drohte. Dagegen musste dringend etwas unternommen werden, bevor vollständig entmachtet war. Korbinian hatte jedoch nicht die geringste Idee, was das sein könnte. (Seite 78) Ich habe schon einige Bücher von Veronika Peters gelesen. Bücher die manchmal voller Leichtigkeit daher kamen oder eine Sehnsucht auslösten. Doch dieses Buch ist anders. Ich kann es eigentlich nicht wirklich beschreiben. Es ist ein stilles und manchmal auch nachdenkliches Buch. Die Geschichte von Korbinian und seinem Verlust macht mich traurig. Er lässt seine Trauer um seine Frau nicht zu und flüchtet sich in Ordnung und Struktur. Alles muss nach einem bestimmten Schema ablaufen. Tagein und Tagaus. Gefühle haben keinen Raum, keinen Platz. Selbst die Beziehung zu seiner Schwester kappte er, aus Angst vor Gefühlen. Denn Gefühle jeglicher Art könnten dazu führen, dass er sich der Trauer und dem Verlust seiner Frau stellen muss. „Für einen Bruchteil einer Sekunde dachte Korbinian daran, Emilia spontan in den Arme zu nehmen. Weil das aber genau die Art von Gefühlsregung freisetzen konnte, die ihn womöglich die Fassung kostete, ließ er es bleiben und ging in den Flur, um Schuhe und Mantel anzuziehen.“ (Seite 172) Billa ist eine Jugendliche, die kein schönes Elternhaus hat. Sie lebt auf der Straße, weil der Vater trinkt und sie prügelt. Eine Jugendliche, die sich nach Liebe und Geborgenheit eines Elternhauses sehnt. Nun treffen diese beiden Charaktere aufeinander. Die eine sucht die Liebe/ Nähe/ Geborgenheit, der andere möchte nichts damit zu tun haben. Und dennoch nähern sich beide immer mehr an. „Sie sah ihn mit großen Augen an, voller Unschuld, Zuneigung und Vertrauen. Schockiert stellte Korbinian fest, dass er anscheinend irgendwann damit begonnen hatte, dieses kleine durchtrieben Biest gern zu haben.“ (Seite 192) Mir gefällt dieser wunderschöne ruhige und leise Roman sehr gut. Ich denke jeder Mensch verarbeitet seine Trauer anders. Korbinian war nicht in der Lage seine zuzulassen um sie dann verarbeiten zu können. Es bedurfte erst einer Billa, die wie ein Wirbelwind in sein Leben rauscht und es auf den Kopf stellt. Durch sie lernt er wieder mit Menschen und Gefühlen zu leben. Aber auch Billa lernt, nämlich dass es sich lohnt den Menschen zu vertrauen. Ein wundervolles Buch über die Trauer, den Verlust und einem Neubeginn! Danke liebe Veronika!

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    • 7
    Sabine17

    Sabine17

    12. March 2016 um 18:22
    parden schreibt Das klingt mal wieder nach einem Buch für mich...

    Geht mir auch so.

  • Aller Anfang fällt vom Himmel

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    littleowl

    littleowl

    23. February 2016 um 08:48

    Worum geht’s? Seitdem seine Frau Marie gestorben ist, hat Lehrer Korbinian jede Lebensfreude verloren. Sein pedantisch durchstrukturierter Tagesablauf ist ganz darauf ausgerichtet, unnötigen Kontakt mit seinen Mitmenschen möglichst zu vermeiden. Als er eines Abends ein obdachloses Mädchen vor dem Supermarkt sitzen sieht, kauft er ihr, um sein Gewissen zu beruhigen, etwas zu essen. Für Korbinian hat sich die Sache damit erledigt, doch nur wenig später stellt er entsetzt fest, dass sie ihm nachhause gefolgt ist. Auf das Drängen seiner Schwester Emilia hin nimmt er das Mädchen, das sich als Billa vorstellt, widerwillig bei sich auf. Anfangs möchte Korbinian die junge Ausreißerin, die sein ganzes Leben durcheinanderbringt, einfach nur so schnell wie möglich wieder loswerden. Doch schneller als gedacht schließt er das Mädchen ins Herz und findet irgendwie sogar Gefallen an so viel frischem Wind in seinem wohlgeordneten Alltag. Meine Meinung Zu Beginn dieses Romans dachte ich wirklich noch, dass er mir gefallen würde. Die Geschichte fing genauso interessant und vielversprechend an, wie ich gehofft hatte. Leider flaute meine Begeisterung dann aber ziemlich schnell ab, nachdem Korbinian sich bereiterklärt hatte, Billa und wenig später auch Emilia bei sich wohnen zu lassen. Ab diesem Zeitpunkt verliert die Story rapide an Fahrt, der Rest des Romans hat sich für mich sehr gezogen. Die Ausgangssituation bietet ja im Grunde mehr als genug Stoff für Konflikte, aber die Autorin schöpft dieses Potenzial bei weitem nicht aus. Den Schluss fand ich dementsprechend unbefriedigend, es bleiben einfach zu viele offene Enden. Ich hatte zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht das Gefühl, dass Korbinians und besonders Billas Geschichte schon zu Ende erzählt ist. Ich denke, Geschichten über ungewöhnliche Freundschaften in allen Variationen sind unter anderem deshalb sehr beliebt in der Literatur, weil im Idealfall auf beiden Seiten eine positive Weiterentwicklung stattfindet. Bei „Aller Anfang fällt vom Himmel“ hat das leider nicht so ganz geklappt: Während Korbinian eine enorme Wandlung durchmacht, ändert sich nur Billas Situation, nicht sie selbst. Gerade darauf hatte ich jedoch sehr gehofft, weil ich von Anfang an nicht mit ihr warmgeworden bin. Billa ist extrem unzuverlässig, emotional vollkommen abhängig von ihrem Freund Manni und bis zum Ende nicht bereit, Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen. Protagonist Korbinian war mir da wesentlich sympathischer. Der Witwer will eigentlich bloß von allen in Ruhe gelassen werden oder glaubt zumindest, dass er das will. Seinen Alltag pedantisch zu ordnen und zu strukturieren war für ihn der einzige Weg, um nach dem Tod seiner Frau nicht an der Trauer zu zerbrechen. Doch auch unabhängig von der aktuellen Situation ist er ein Mensch, der viel Freiraum braucht. Im Laufe des Romans findet Korbinian zu neuer Lebensfreude, aber dieser zentrale Charakterzug bleibt bestehen. Von den Nebenfiguren habe ich vor allem Korbinians selbstbewusste Schwester Emilia und seinen besten Freund, Kneipenwirt Schiller, ins Herz geschlossen. Billas Freund Manni und dessen Komplizen Ron fand ich dagegen nicht nur unsympathisch, sondern auch bodenlos unverschämt. Die Autorin hat sich sehr bemüht, Billa und ihre Freunde Jugendsprache sprechen zu lassen, der Versuch ist leider kräftig danebengegangen. Statt authentisch klingt Peters‘ Version von „Gossensprache“ eher lächerlich. Ansonsten hat mir der Schreibstil ganz gut gefallen, in einigen gelungenen Szenen beweist die Autorin sogar echtes komödiantisches Talent. Fazit Eine Grundidee, die eigentlich sehr viel Potenzial gehabt hätte, das aber leider fast völlig verschenkt wird. Nach einem vielversprechenden Start plätschert die Geschichte vor sich hin, auch der wirklich sympathische Protagonist kann den Roman nicht retten.

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  • Potenzial leider nicht ausgeschöpft

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    leseratte69

    leseratte69

    Klappentext Was geschieht, wenn eine junge Ausreißerin und ein pedantischer Witwer aufeinanderprallen? Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt ... Die Autorin Veronika Peters, geboren 1966 in Gießen, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika. Im Alter von fünfzehn Jahren verließ sie ihr Elternhaus, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin. Sie arbeitete in einem psychiatrischen Jugendheim, bis sie 1987 in ein Kloster eintrat, wo sie beinahe zwölf Jahre verbrachte. Veronika Peters ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt als freie Autorin in Berlin. Meine Meinung Story Das Buch fing sehr vielversprechend an, doch schon bald wurde es eher langatmig. Ich hatte mir laut des Klappentextes eine emotionsgeladene Story erhofft, die mich in ihren Bann ziehen würde, leider blieben die Emotionen bei dem Buch auf der Strecke. Die Geschichte dümpelt so vor sich hin und total voraussehbar.und es passiert nichts Spektakuläres, was mich begeistern konnte. Die Autorin weiß schon was sie mit diesem Buch für eine Botschaft vermitteln will, nämlich das man nicht alles Obdachlosen bzw. Straßenkinder, über einen Kamm scheren sollte und das sich auch ein Mann, der seit acht Jahren völlig zurückgezogen lebt und um seine Frau trauert noch verändern kann. Aber das war es eigentlich auch schon, mehr kommt einfach nicht. Schade drum, aber da es ein Rezensionsexemplar war, muss ich mich nicht ärgern. Schreibstil Den Schreibstil der Autorin ist eigentlich sehr leicht und flüssig zu lesen und wird immer aus der Perspektive von Korbinian erzählt, was ich schade fand. Ich hätte gerne mal einen Einblick in Billas Gefühle und Gedanken gehabt. Charaktere Bei den Charakteren kann ich nicht viel schreiben. Sie waren sehr unspektakulär und blass und weckten bei mir absolut keine Gefühle, was ich eigentlich bei diesem Buch erwartet hatte. Korbinian war zwar ein netter Charakter, der sich durch Billa zum positiven verändert, doch mehr kam auch nicht rüber. Ich mochte am meisten Korbinians Schwester Emilia, die ich mit ihrer aufgeweckten und sehr positiven Art, sehr mochte. Billa ging mir teilweise mit ihrer Gossensprache auf die Nerven. Sie mochte ich nicht wirklich und habe auch keinen Bezug zu ihr gefunden. Mein Fazit Eine Geschichte mit viel Potenzial, dass leider nicht ausgeschöpft wurde. Die Handlung ist sehr langatmig und unspektakulär und konnte mich überhaupt nicht mitreißen. Die Charaktere blieben zum größten Teil unspektakulär und konnten mich nicht wirklich in ihren Bann ziehen. Ich vergebe gerade noch zwei von fünf Sternen.

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    • 3
  • Eine humorvolle und sehr echte Wohlfühlgeschichte

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    Damaris

    Damaris

    08. December 2015 um 15:57

    Ein junges Mädchen stellt das Leben eines kauzigen Witwers auf den Kopf - das ist eine herrliche Vorlage für ein turbulentes Wohlfühlleseerlebnis. Aber, nun ja, es könnte auch der (leicht erotische) Stoff sein, aus dem oberflächliche New Adult-Geschichten gestrickt sind. Zum Glück trifft bei "Aller Anfang fällt vom Himmel" ersteres zu. Zwar nicht ganz so turbulent wie gedacht, aber dennoch verschroben-liebevoll und mit Wohlfühlcharakter. Korbinian ist schon älteren Semesters, lustloser Lehrer und Einzelgänger. Er hat seinen Tagesablauf durchgeplant, wohnt alleine in einer riesigen Wohnung mitten in Berlin, in der mehrere Zimmer seit Jahren verschlossen sind, und geht persönlichen Kontakten aus dem Weg. Nur so kann er den Tod seiner Frau ertragen. Sein Leben ändert sich, als er die 17-jährige Billa, obdachlos und krank, in seinem Treppenhaus findet. Wer auf eine Liebesgeschichte zwischen Korbinian und Billa spekuliert, geht mit den falschen Erwartungen an dieses Buch. Hier geht es um viel mehr. Nämlich um zwei vollkommen unterschiedliche Menschen, deren Leben sich durch den jeweils anderen ändert. Beide haben einen traumatischen Hintergrund, der Fokus liegt aber auf dem pedantischen und eigenbrötlerischen Korbinian. Sehr subtil ändert sich sein Leben und auch seine Ansichten. Das liegt nicht nur an Billa, sondern auch an seiner Schwester, die einen wundervollen Part in der Geschichte einnimmt. Die Geschichte lebt von ehrlichen und bisweilen speziellen Charakteren. Korbinians Gefühle sind deutlich ausgearbeitet, als Leserin konnte ich mitfühlen, hatte ebenso viel zu schmunzeln und war von seiner Wandlung positiv überrascht, da der alte Mann sich im Grunde treu bleibt. Die Sprache des Romans ist hervorragend. Sie ist gehoben, humorvoll und hat mich vereinnahmt. Die Handlung ist linear aus Korbinians Sicht geschildert. Dagegen ist Billas Tonfall ist eine echte Berliner Schnauze und wird perfekt wiedergegeben. Es passiert ständig etwas, obwohl dem Buch der große Knall (oder die große Wendung) fehlt. Es ist durchweg ansprechend zu lesen und damit ein echtes Wohlfühlbuch. Korbinians Reaktionen haben mich manchmal gewundert, da er einige Dinge zu sang- und klanglos über sich hat ergehen lassen. Seine Gefühle konnte ich nachvollziehen, Szenen, bei denen er komplett unerwartet reagiert, oder auf den Tisch haut, waren mir die liebsten. Fazit "Aller Anfang fällt vom Himmel" ist tatsächlich die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft (keine Liebesgeschichte!). Sie hat einen humorvollen Unterton, der einen wundervollen Kontrast zur enthaltenen Tragik bietet. Die lebendigen, echten und durchaus eigensinnigen Charaktere üben eine starke Faszination auf den Leser aus. Und obwohl die Geschichte nicht mit Konflikten spart, diese manchmal aber im Sand verlaufen, wirkt sie überaus unaufgeregt. Ein schönes Buch, mit dem man sich komplett wohlfühlen kann. Dafür 4 von 5 Punkte von mir.

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  • Wenn dir ein Neuanfang vor die Nase knallt. Ergreifst du ihn?

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    Ladylike0

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    "Aller Anfang fällt vom Himmel" - von Veronika Peters Klappentext: „Was geschieht, wenn eine junge Ausreißerin und ein pedantischer Witwer aufeinanderprallen? Korbinian Gerhard lebt seit dem Tod seiner Frau alleine und legt größten Wert auf Ordnung. Doch von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr, wie es vorher war. Denn als völlig überraschend die heimatlose Billa bei ihm strandet, bricht das Chaos in seinem Leben aus. Und Korbinian, der stets darauf bedacht war, die Menschen von sich fernzuhalten, ist auf einmal verstrickt in äußerst turbulente Ereignisse. Dabei merkt er erst sehr spät, dass er längst seine alten Pfade verlassen hat und im Begriff ist, sich auf eine ganz neue, unerwartete Reise zu begeben… Die wunderbare Geschichte einer unmöglichen Freundschaft – humorvoll, warmherzig, klug.“ Meinung: Was habe ich am Anfang hier nur erwartet? Irgendwie eine Romanze. Da steht doch ganz fett Freundschaft dran, wie komme ich dann nur schrägerweise auf eine Liebesgeschichte?? Aber das macht überhaupt nichts, denn obwohl ich ein wenig überrascht war, habe ich eine so schöne und total andersartige Geschichte bekommen. Mal ganz ehrlich, so etwas habe ich noch nie (!) gelesen. Diese Themengebiete, die Grundidee und Umsetzung waren für mich vollkommenes Neuland und endlich mal wieder kein (nicht mal noch so kleiner) Abklatsch. Am Anfang hatte ich so meine kleinen Probleme damit mich mit dem Schreibstil anzufreunden. Es ist weder schlecht geschrieben, noch sind ein Haufen Fachbegriffe drin, aber es klang in meinen Ohren wie die Erzählung eines passiven Betrachters. Deshalb haben mich die lebhaften Dialoge anfangs auch noch überraschen können. Im Laufe der Geschichte hat sich das Alles sowieso sehr aufgelockert und der komplette Schreibstil war sehr angenehm. Die Dialoge waren für mich ja schon sofort ein Genuss. Die Kulisse in diesem Buch schmückt größtenteils Berlin und unverhofft auf meine Lieblingsstadt zu treffen, gibt dem Buch schon gleich gute Karten. Wie schön es war ein paar Orte und ganz besonders den genialen Dialekt wiederzutreffen. Natürlich zieht sich der Dialekt nicht durch alle Dialoge (wogegen ich ehrlich gesagt überhaupt nichts gehabt hätte), nur hier und da hat ein Charakter ihn zugeschrieben bekommen. Kommen wir zu den Charakteren, die ich bis zum Ende so gut wie komplett ins Herz schließen musste. Den griesgrämigen Korbinian, den jeder nur Korb nennt und ihr könnt euch sicher vorstellen wie sehr ihn das auf den Wecker geht, lernt man in seinem komplett geordneten Leben kennen. Zumindest geordnet, wenn man nicht genauer hinschaut. Alles läuft nach einem Muster ab und ein Tag ist genau wie der andere. Doch dann kommt die junge Billa und wirbelt jedes Muster, jede mögliche Situation und sein ganzes Leben durcheinander.  Weil Korb mit einem pubertierenden und auch noch fremden Teenager nicht alleine klarkommt, ruft er kurzerhand noch seine jüngere Schwester hinzu. Für sie ist Ordnung ein Fremdwort und das spiegelt sich auch in ihrem kultigen Klamottengeschmack wieder. Trotzdem ist sie eine starke und selbstbewusste Frau, die man einfach gerne haben muss, gleich ab ihrem ersten Auftritt in einem pinken Plüschpyjama, in dem sie durch strömenden Regen zu ihrem Bruder zur Hilfe gelaufen ist. Hier könnte ich eine lange Liste fortführen mit all den tollen und authentischen Charakteren, die man hier kennenlernen durfte. Selbst einen Hund schließt man ins Herz, der für mich eine besondere Erwähnung verdient hat. Angie du knautschige Bulldogge, du bist der Wahnsinn! ♥ Bis zum Schluss habe ich aber noch auf diesen einen besonderen Knaller oder DIE dramatische Wendung gehofft, die einfach nicht kommen wollte. Grundlage dafür hatte dieses Buch zu genüge, aber auch ohne das, hat die Autorin geschafft durch ihre eigene und ruhige Erzählart, emotional zu werden. Ich persönlich hätte trotzdem gerade am Ende noch gerne ein wenig mehr davon gehabt. Fazit: Mit dieser einzigartigen und zum Nachdenken anregenden Grundidee, den zuckersüßen und verrückten Haufen und den Entwicklungen in der Geschichte, hat die Autorin hier ein komplettes Wohlfühlbuch für mich kreiert. Meine Finger schwirrten immer in die Richtung des Buches, weil ich zurück in die Geschichte wollte, um herauszufinden was die Billa wohl als nächstes losgetreten hat. Ein Buch voller Überraschungen, mit dem ich auch eine bleibende Verbindung aufbauen konnte. Zitat:  "Insellehrer, das wäre der perfekte Job für ihn gewesen. Aber Marie hatte die Stadt gebraucht, den Trubel, die Geschäfte, die Kinos und Theater, all die Möglichkeiten, ihre freie Zeit mit tausenderlei Aktivitäten zu füllen. Und Korbinian hatte Marie gebraucht, mehr als alles andere." 

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    • 4
  • Ein Buch über eine einzigartige Freundschaft

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    FairytaleLivres

    FairytaleLivres

    27. November 2015 um 16:25

    Es geht um den Lehrer Korbinian Gerhard, der nach dem Tod seiner Frau seinen Alltag mit festen Ritualen bestreitet, über die er die vollste Kontrolle hat. Eines Tages trifft er auf die Obdachlose Billa. die er etwas zu essen gibt. Damit war für ihn die Sache eigentlich erledigt, doch als er nach Hause geht und sieht das Billa hinter ihm ist nimmt er sie widerwillig bei sich auf. Ab diesem Zeitpunkt verändert Billa das Leben von Korbinian und es ist nichts mehr wie vorher. Erst einmal finde ich das Cover wunderschön. Ich liebe das leicht florale Design und die pastellfarben. Um ehrlich zu sein bin ich nur auf Grund des Covers auf dieses Buch aufmerksam geworden. Das Buch selbst ist ja nicht besonders dick und durch den Schreibstil, der wirklich schön zu lesen ist, lässt sich das Buch auch gut durchlesen. Wenn man mit dem lesen beginnt, erfährt man im Prolog direkt wie die Geschichte ausgeht. Man kann jedoch natürlich noch nicht einen Zusammenhang zwischen den Einzelnen Personen herstellen. Ich finde, dass die Autorin die Charaktere sehr authentisch herausgearbeitet hat. Die ganzen Macken die Korbinian hat wirken sehr realistisch und nicht daher gegriffen. Man kann sich vorstellen, das man genau solch eine Person wie Korbinian auch im wahren Leben kennen könnte.  Aber auch Billa und Korbinians Schwester waren gut herausgearbeitet. Meiner Meinung nach jedoch nicht so gut wie der mürrische Korbinian. Die Geschichte ist meiner Meinung nach super für Zwischendurch. Sie hat zwar keinen riesigen Spannungsbogen, ( was meiner Meinung nach aber auch nicht geschadet hat) aber sie ist einfach super süß erzählt. Besonders für die jetzige Jahreszeit eine tolle Story um sich mit einer Tasse Tee unter die Decke zu kuscheln.

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  • Null Charakterentwicklung und eine langweilige Handlung.

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    Johannisbeerchen

    Johannisbeerchen

    26. November 2015 um 19:50

    Meinung: Das Buch wurde mir ungefragt vom Verlag zugeschickt, andernfalls hätte ich es wohl auch nicht gelesen, da mich schon der Klappentext zu 100 % überzeugen konnte. Koribinian lebt seit dem Tod seiner Frau alleine und vereinsamt mehr und mehr. Er entwickelt Spleens und Ticks und hat kaum noch Kontakt zu anderen Menschen. Eines Abends spendiert er einer abgehauenen Jugendlich Essen und Trinken und sie verfolgt ihn. Gemeinsam mit seiner Schwester päppelt er Billa auf und seine Welt gerat ins Wanken. Wie schon geschrieben, fand ich die Handlung nicht so spannend. Der Einstieg gefiel mir gut, da die Autorin einen angenehmen Schreibstil hat. Aber mit der Zeit passierte einfach immer weniger. Die Probleme häufen sich, die Lösungen liegen vor Augen und keiner übernimmt Verantwortung. Schlussendlich haut noch einer ab und flieht vor den ganzen Problemen. Tolle Lösung und ein super Beispiel für uns. Die Charaktere entwickeln sich zudem kein Stück weiter und emotional gesehen, war das Buch ein Reinfall. Besonders Billa ging mir extrem auf die Nerven, mit ihrer Aussprache war sie ein perfektes Beispiel für Jugendslang. Von Alter bis Depp ist da alles dabei. Fazit: Null Charakterentwicklung und eine langweilige Handlung.

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  • Leserunde zu "Aller Anfang fällt vom Himmel" von Veronika Peters

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    Goldmann_Verlag

    Goldmann_Verlag

    Liebe Lovelybooker, heute starten wir eine Leserunde über eine wunderbare Freundschaft zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Der kauzige und pedantische Grundschullehrer Korbinian Gerhard trifft auf Billa, eine rebellische 17-Jährige, die von zu Hause abgehauen ist. Wie ein Wirbelwind fegt sie durch Korbinians Leben und scheut sich nicht, seine vermeintlichen Gewissheiten frech auf den Kopf zu stellen. Korbinians Wohnung wird zum Schauplatz geselliger Zusammenkünfte ihrer Clique, und inmitten des ausufernden Chaos entdeckt der Witwer ganz neue Seiten an sich... „Aller Anfang fällt vom Himmel“ heißt der neue Roman von Veronika Peters, der eines der schönsten Themen des Lebens beleuchtet: Freundschaft.  Und das Beste: Die Autorin selbst nimmt an der Leserunde teil und steht euch jederzeit Rede und Antwort. Wollt ihr eines der 25 Verlosungsexemplare gewinnen? Dann schreibt uns wie ihr über Freundschaften denkt. Habt ihr eine beste Freundin, einen besten Freund? Seid ihr euch ähnlich, oder ganz und gar nicht? Was verbindet euch? Die Bewerbungsphase für die Bücher endet am 30.9.2015, um 24 Uhr. Mit spielerischer Leichtigkeit spürt Veronika Peters in „Aller Anfang fällt vom Himmel“ der Frage nach, was dem Dasein Sinn und Glanz verleiht, was Menschen glücklich macht. Dabei fühlt sie der Gesellschaft auf den Zahn und findet in ihrem ganz eigenen Erzählton unkonventionelle Antworten.  Weitere Informationen zur Autorin und ihren Romanen gibt es auf www.veronika-peters.com. Eine Leseprobe findet ihr auf unserer Homepage.

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    VeronikaPeters

    VeronikaPeters

    26. November 2015 um 10:04
  • Wahre Freundschaft kennt keine Unterschiede!

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    Samy86

    Samy86

    23. November 2015 um 20:48

    Inhalt:   Korbinian Gerhard ist ein Einzelgänger wie er im Buche steht. Einzige Kontakte sind seine Schüler und deren Eltern, seine Kollegen und der Barmann seines Stammresteraunt. Seit dem Tod seiner geliebten Frau meidet er sämtlichen Kontakt zu Menschen. So unwahrscheinlicher ist es, dass gerade er, der kauzige, kontrollsüchtige und pedantische Alleingänger ausgerechnet der jungen rebellischen Ausreißerin Billa einen Platz in seiner warmen Wohnung, einen Snack zur Stärkung und am Ende sein Herz & seine Freundschaft gewehrt. Doch bis es dazu kommt gibt es einige Komplikationen und einem großen Abenteuer mit dem sich Beide auseinandersetzen müssen… Meine Meinung: Dieses Buch ist wirklich sehr schön geschrieben, mit sehr sympathischen Charakteren gespickt und einer tollen Botschaft rund um das Thema Freundschaft. Es ist sehr schwer, dass man dieses Buch nicht liebt und genießt. Korbinian war mir sofort trotz seiner kauzigen Art sympathisch. Wenn man ihn während der Handlung näher kennen lernt, kann man sich sehr gut in seine Lebensart hinein versetzen und versteht auch seine Wahl der Einsamkeit mit der er sein Leben beschreitet. Billa ist ein außergewöhnlicher Charakter, der nicht nur Korbinian um den Finger wickelt, sondern auch locker den Leser gleich mit. Ihre unterschiedliche Lebensweise macht diese Handlung sehr sympathisch. Es treffen zwei Welten zusammen, die eigentlich nicht zusammen gehören und nach und nach wachsen genau diese zu einer Einheit zusammen, die untrennbar scheint. Der Schreibstil ist flüssig, charakterstark und sehr aussagekräftig. Man fühlt jede Emotion die die Charaktere erleben, das Leid von Korbinian, die Lebensfreude von Billa usw. Einfach nur ein tolles Gefühl ihre Geschichte zu lesen und zu erleben. Einzige Knackpunkt dieses wundervollen Buches ist, dass manche Passagen sehr langatmig wirken und gerade in diesen sehr wenig passiert. Man wünscht sich eine kleine Überraschung oder Wendung, die die Stimmung anhebt und das stocken langsam abflauen lässt. Leider gelingt dies nicht immer. Das Cover ist einfach traumhaft. Verträumt, himmlisch und sehr gefühlvoll. Es passt sehr gut zu der Thematik und Aufmachung des Buches. Fazit: Ein wundervoller Roman über die Freundschaft zweier Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können und dennoch einen Weg miteinander finden, der sie miteinander verbindet und das größte Abenteuer ihres Lebens bestreiten lässt.

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  • Korbinians Weg zurück ins Leben

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    bookgirl

    bookgirl

    13. November 2015 um 15:21

    Inhalt Unterschiedlicher könnten zwei Menschen wohl kaum sein. Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit ein paar Jahren Witwer. Billa ist siebzehn Jahre alt und von zu Hause abgehauen. Als Korbinian Billa an einem kalten Winterabend frierend und hungrig vor einem Supermarkt sieht, nimmt er sie mit zu sich nach Hause. Völlig überfordert ruft Korbinian seiner Schwester Emilia zur Hilfe und ehe er sich's versieht ist sein Leben ein einziges Chaos. Meine Meinung Jeder Mensch geht wohl anders mit Trauer um. Der eine ergibt sich der Traurigkeit und möchte dem Verstorbenen am liebsten in den Tod folgen, manch einer erkennt keinen Sinn mehr im Leben und wird darüber depressiv und dann gibt es noch Menschen wie Korbinian, die die Trauer nicht zulassen wollen. Sie errichten Mauern um ihr Herz, lehnen jede Unterstützung ab und richten sich in ihrer selbst gewählten Einsamkeit mehr schlecht als recht ein. Und dann, ja dann, geschieht etwas was ihr Konstrukt zum Wanken bringt und ihr Leben gehörig aufrüttelt. So wie auch bei Korbinian, der eigentlich nur ein paar Einkäufe erledigen will und dann auf Billa trifft. Billa ist ein siebzehnjähriges Mädchen, welches auf der Straße lebt, weil die Zustände zu Hause unerträglich geworden sind. Billa rührt etwas in Korbinian, was ihn dazu bewegt sie zu sich nach Hause mitzunehmen und ihr Unterschlupf zu gewähren. Mit der Situation völlig überfordert, ruft er seine Schwester zu Hilfe und bittet sie sogar aus lauter Verzweiflung bei ihm einzuziehen, obwohl er doch sehr viel lieber in einem Bildband schmökern und seine Ruhe haben möchte. Die ungewöhnliche Wohngemeinschaft schafft es nicht nur, dass das Leben von Korbinian gehörig durcheinander gewirbelt wird, sondern schafft es, dass er an diesem wieder teilnimmt und ganz nebenbei auch das von Billa und Emilia schöner macht. Nach "Die Liebe in Grenzen" und "Das Meer in Gold und Grau" ist dies mein drittes Buch von Veronika Peters. Im Vergleich zu den anderen Romanen ist "Aller Anfang fällt vom Himmel" nicht ganz so ruhig und melancholisch, aber dennoch hat es mich emotional berührt. Es hat Tiefgang, hat mich aber auch immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Selbst bei dem Thema "Trauer" gelingt es der Autorin eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte zu bringen, die der Handlung gut getan hat. Korbinian, Billa und Emilia sind authentisch und sympathisch skizzierte Figuren, die man sofort in sein Herz schließt. Es war schön zu beobachten, wie sich die Drei im Verlauf des Geschehens weiter entwickelt und zurück ins Leben gefunden haben. Nicht vergessen möchte ich jedoch "Schiller", der meine liebste Nebenfigur in der Geschichte ist. Er ist Wirt in "Bolles Ochsenglück" und pflegt mit Korbinian zunächst eine Freundschaft ganz ohne Worte, um ihm nach dem ersten Gespräch eine noch wichtigere Bezugsperson zu werden. Fazit "Aller Anfang fällt vom Himmel" ist ein Roman, der Trauer leicht, aber nicht ohne Tiefgang zum Thema macht. Es ist eine Geschichte über den Weg zurück ins Leben und welche Wege das Schicksal manchmal wählt, um diesen möglich zu machen. Von mir gibt es eine klare Lese-Empfehlung!

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  • Zurück ins Leben, dank einer besonderen Freundschaft

    Aller Anfang fällt vom Himmel
    Hexchen123

    Hexchen123

    12. November 2015 um 14:49

    Der Lehrer Korbinian Gerhard lebt seit dem plötzlichen Tod seiner Frau in seiner eigenen Welt. Einer ruhigen Welt, voller Gleichmäßigkeiten und Rituale, jedoch ohne Gefühle. Diese Schutzmauer musste sein, denn sonst wäre er am Verlust von Marie zerbrochen. Dass diese Mauer Spuren hinterlässt, dürfte jedem klar sein und deshalb wundert es auch nicht, dass er griesgrämig und schimpfend durchs Leben stapft. Doch eines Tages, als er gerade in seinen Supermarkt gehen wollte, fällt ihm eine Gestalt auf, welche vor dem Markt sitzt. Schmal, hustend und eingefallen sitzt sie da. Korbinian folgt einem inneren Impuls und kauft dieser Person etwas zu essen. Jedoch hatte er nicht damit gerechnet, dass dieses Mädchen ihm bis zu seinem Zuhause folgen wird. Da Billa krank ist und auch noch Fieber hat, gewährt er ihr Unterschlupf im Treppenhaus seiner Wohnung. Da ihm aber doch mulmig ist, beschließt er, seine Schwester Emilia anzurufen, um deren Rat zu hören. Und so kam es, dass plötzlich zwei Frauen bei Korbinian in seiner Wohnung leben, obwohl ihm das gar nicht passt. Doch mit der Zeit taut er immer mehr auf und genießt sogar den frischen Wind in seinem immer gleichen Alltag und findet so langsam wieder zurück ins Leben. Veronika Peters hat in ihrem Roman „Aller Anfang fällt vom Himmel“ eine lockere, leichte Geschichte geschrieben, welche aber auch den Tiefgang nicht vermissen lässt. Der Schreibstil ist sehr lebendig, so dass man sehr gut durch die Seiten kommt. Da ist zum einen Korbinian, ein älterer, griesgrämiger Lehrer, der am liebsten nur seine Ruhe möchte. Den Tod seiner Frau hat er nie verwunden. Selbst in seiner Stammkneipe ist er acht Jahre ohne Worte ausgekommen und hat sich stets auf einen Platz hinter einer Zimmerpflanze verkrümelt. Nur nicht sprechen müssen. Auch seinen Job in der Schule erledigt er mehr aus Pflichtgefühl. Billa, eine 17-jährige Jugendliche, ist von zu Hause abgehauen, da sie von ihrem Vater bedroht wurde. Vorübergehend konnte sie bei ihrem Freund wohnen, musste jedoch flüchten, da bei ihm Drogen gefunden wurden. So kam es, dass sie auf der Straße lebte und krank wurde. Ihre Art ist spritzig und leicht aufmüpfig, was aber der ganzen Geschichte einfach nur gut tut. Und schließlich noch Emilia, die Schwester von Korbinian, welche ein Blumengeschäft führt und notdürftig im hinteren Teil des Ladens wohnt, da es finanziell eher schlecht läuft. Sie ist sehr liebenswürdig und ist am Anfang die große Samariterin, welche sich für Billa einsetzt. Alle Charaktere sind auf ihre Art liebenswert und authentisch und ich habe sie alle in mein Herz geschlossen. Es ist so schön, wenn man miterleben kann, wie ein verbitteter Mensch wieder ins Leben findet. Alt und Jung werden zusammengeführt und jeder merkt, dass so manche Vorurteile der anderen Generation gegenüber, einfach falsch sind. Mein Fazit Diese Geschichte ist vielleicht nichts Neues, aber dennoch lesenswert. Der Roman ist einfach liebenswert und lässt einen so manchmal schmunzeln. Auch die nötige Tiefe ist vorhanden, so dass es nicht nur ein oberflächliches Geplätscher ist. Mir hat es sehr gut gefallen. Genau richtig für Zwischendurch!

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