Veronika Peters Das Meer in Gold und Grau

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Inhaltsangabe zu „Das Meer in Gold und Grau“ von Veronika Peters

Katia Werner steht kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag, als sie von einem auf den anderen Tag ihren Job samt Wohnung verliert. In dem Bedürfnis, alles hinter sich zu lassen, macht sie sich kurzerhand auf den Weg zu ihrer alten Tante – einer Halbschwester ihres Vaters, die sie bisher noch nicht kennt. Tante Ruth betreibt das malerisch abgelegene „Strandhotel Palau“ an der Ostsee, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Seine reichlich betagten Bewohner und vor allem die ebenso ruppige wie auf ihre ganz eigene Weise beeindruckende Tante sorgen dafür, dass aus dem spontanen Wochenendbesuch viele Monate werden. Nach chaotischen Beziehungen und zahllosen Fluchten lässt Katia sich zum ersten Mal auf das Wagnis des Bleibens ein – und ahnt doch nicht, dass sie damit die größte Herausforderung ihres Lebens annimmt.

Ich liebe es, besonders die beiden Hauptfiguren, die sich respektvoll immer näher kommen.

— MarciaViola

In einem bestimmten Ton schön erzählte Ostseegeschichte. Liebe sie.

— wandablue

Einfühlsam, mit einem funken Humor. Ein tolles Buch.

— chrikri

Eine besondere Familiengeschichte, wunderbar von Veronika Peters erzählt.

— DieBerta

Hat sich gut weggelesen, aber die Story ist recht simpel und vorhersehbar.

— FrauGonzo

Eine Geschichte, wie ein langer ruhiger Fluss,...man muss sich treiben lassen...

— Rees

Eine sehr bewegende Geschichte, in der Lachen und Weinen ihren Platz finden

— Kelo24

Ein sprachliches Fest voller Naturverbundenheit und Menschlichkeit aber ohne Emotionalität.

— jenvo82

Der Funke wollte einfach nicht bei mir rüberspringen!

— schokoloko29

Eine wunderbar weise, warmherzige und unaufdringlich lebensbejahende Geschichte, die sich auch dem Tabuthema "Tod" nicht entzieht.

— Elfenblume

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Bibliomarie

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    Das Meer in Gold und Grau

    MarciaViola

    05. October 2017 um 17:38

    Was für en schönes Buch für die Seele! Mein Herz wird sowieso schon warm, wenn ich so treffende Beschreibungen einer meiner Lieblingslandschaften, der Ostsee, lese. Die Landschaftsbeschreibungen sind alles andere als kitschig, gehen auch nicht zu sehr in Detail, spiegeln aber die sich ständig ändernde und manchmal rauhe Natur wieder. Besonders die Sturmbeschreibungen sind klasse. Das beste aber sind die Zeichnugen der verschiedenen Personen. So verschieden und griffig habe ich selten Charaktere in Büchern kennengelernt. Ich hab die handelnden Personen geradezu sprechen gehörd, so klar ist alles beschrieben. Außerdem machen mir die überwiegend nordeutschen Menschen einfach großen Spaß, ich liebe den oft sparsamen Humor, die auf den zweiten Blick erkennbare Leidenschaft der Menschen für das, was ihre Profession oder ihr Beruf ist und natürlich die Bücherliebe, die eine große Rolle spielt. Überspannendes Thema ist aber das behutsame Kennenlernen, das sich nach und nach Einleben und das ebenso intensive Abschiednehmen mit allen Konsequenzen. Ganz viel Herz und Leidenschaft sind sowohl bei den beschriebenen Personen als auch bei der Autorin spürbar. Eine Freude!

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1264
  • Wunderschön!

    Das Meer in Gold und Grau

    wandablue

    19. February 2017 um 19:39

    Wunderschön! Veronika Peters Figuren sind Antihelden. Deshalb mag ich sie womöglich so. Sie kennen das Scheitern besser als das Siegen, deshalb wirken sie echt. Das Meer in Gold und Grau ist eine fast unromantische Ostseegeschichte, wie ich sie liebe. Da stimmt alles, die Melodie, die Atmosphäre, die Protagonisten, die manche Absonderlichkeit aufweisen, ohne dass sie gemacht erscheinen. Es kommen in der Story Stapel an Büchern vor, ein Generationenkonflikt, gescheiterte Liebe, Neuanfang, Brandung, Katzen, schöne Dialoge, die wirklich gesprochen werden könnten, ein kleines Hotel am Strand, schnörkelig und schnuckelig. Ich mag einfach den Ton, den Veronika Peters mit ihrer Hauptfigur Katia Werner anschlägt. Was mir nicht zusagen würde, da könnte ein Hotelchen noch so heimelig sein und die Aussicht noch so atemberaubend, wäre ein Haus voller nikotingetränkter Papierseiten. Doch sagen wir mal so, es war einmal vor langer Zeit, da galt das Inhalieren von Nikotin als intellektuell und schick. Fazit: Das Meer in Gold und Grau ist genau so, grau und gold und wunderschön. Kategorie: Unterhaltung, Verlag: Goldmann, 3. Aufl. 2013

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    • 5
  • Eine tolle Familiengeschichte

    Das Meer in Gold und Grau

    chrikri

    11. September 2016 um 12:17

    Ein kleines Hotel (vielleicht gibt es solche tatsächlich noch )an der Ostsee ist der Schauplatz dieses Romans. Katja, fast 30 jahre jung, verliert ihren Job in Hamburg. Völlig ohne Plan macht sie sich auf den weg zu einer alten Tante die sie garnicht kennt und landet in einem kleinen Strandhotel.Die etwas merkwürdigen Bewohner sowie die Tante sorgen für eine abwechslungsreiche Zeit. Die Autorin hat hier nicht nur die Ostseelandschaft eindrucksvoll beschrieben sondern auch das Hotel. Ich konnte mir genau vorstellen wie es aussieht und wo es ist. Auch jede einzelne Person ist so toll beschrieben das ich ohne probleme mich in jede reinversetzen  konnte.Aus einer anfänglichen "Urlaubs Lektüre " wurde dann doch eine Geschichte die viele Emotionen freig gab.Lachen, weinen und auch nachdenklich. Das Ende war für mich nicht vorhersehbar. Mir hat der flüssige schreibstil sehr gefallen.Dieser Roman ist auf jeden fall zu empfehlen 

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  • Das Meer in Gold und Grau

    Das Meer in Gold und Grau

    Rees

    Ich mag Bücher die an der Ostsee spielen und hab mir das Buch deswegen gekauft. Auch Titel und Cover sprachen mich sehr an, sowie die Inhaltsangabe. Es dauerte dann aber eine gefühlte Ewigkeit , bis ich im Buch ankam und es mich berührte. Doch als das geschah, wurde ich darin immer heimischer und fühlte mich ausgesprochen wohl in der Geschichte drin. Zum Inhalt : Katia flieht aus ihrem Leben , in dem so einiges schief gelaufen ist und besucht eine Tante , die sie zwar nicht kennt, von der sie aber irgend etwas erhofft, was ihrem Leben eine neue Richtung gibt, Sinn oder Ziel. Im Gasthaus Palau angekommen tastet sie sich unsicher an ihre Tante heran , die es ihr nicht leicht macht mit ihrer launischen und etwas schroffen Art. Doch hat Tante Ruth durchaus einen weichen Kern , den sie hinter ihrer rauen Schale verbirgt und anscheinend auch wohlwollende Gefühle zu ihrer Nichte. Die alternde Crew des Hotels ist durchwegs liebenswert und nehmen die junge Frau gerne in ihrer Mitte auf. So macht sich Katia nützlich und wird immer mehr Teil davon, erlebt ein lehrreiches Jahr mit vielen Höhen und Tiefen und ist bald nicht mehr wegzudenken. Doch leider kann es nicht immer so weitergehen und das wird bald allen schmerzlich bewusst, als Tante Ruth ernsthaft erkrankt. Die Geschichte hat mich behutsam mitgenommen , wie ein fliessendes Gewässer,... unspektakulär aber ehrlich , so wie das Leben manchmal eben ist.

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    • 3
  • Die Berührungspunkte zweier Lebenswege

    Das Meer in Gold und Grau

    jenvo82

    Nachdem Katia Werner eine Auszeit von ihrem bisherigen Leben braucht und sich für ein geplantes verlängertes Wochenende zu ihrer bis dato unbekannten Tante an die Ostsee begibt, beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt denn aus zwei Tagen werden fast zwei Jahre. An der holsteinischen Ostseeküste betreibt ihre betagte Tante Ruth ein eher altmodisches doch gemütliches kleines Strandhotel. Gemeinsam mit einer bunten Mischung aus Personal, die fast alle im Rentenalter sind, trotzt sie Wind, Wetter und Veränderungen. Katia und Ruth finden Gefallen aneinander und die junge Frau bringt sich immer mehr in den Hotelbetrieb ein, so dass Ruths „Palau“ in neuem Glanz erstrahlt. Doch während die Lebenskräfte der einen nun zur vollen Entfaltung kommen, lassen die der alten Frau immer mehr nach und so entsteht eine spezielle Verbundenheit zwischen den Generationen, die ähnlich wie die Wellen am Strand einem ständigen Auf und Ab unterworfen ist. Veronica Peters entwirft in diesem Roman, der bereits mein zweiter der Autorin ist, eine wunderschöne, sehr bildliche Sprache. Sie verpackt Gedanken, Lebensweisheiten und Naturbeschreibungen in einem anspruchsvollen Schreibstil, der das Lesen zum Erlebnis werden lässt. Die beiden Hauptprotagonisten aber auch alle anderen auftretenden Charaktere werden umfassend und liebevoll beschrieben, so dass man als Leser definitiv um die Stärken und Schwächen der entsprechenden Person weiß. Man fühlt sich ihnen verbunden und nah, fast so als würde man neben ihnen stehen und eigene Beurteilungen abgeben. Dieser Detailtreue und Aufmerksamkeit ist es auch zu verdanken, dass ich das Buch gerne gelesen habe, obwohl mich die eigentliche Geschichte nicht packen konnte. Die Thematik von Neubeginn und Abschied, von Bestand und Veränderung, von Lebenssinn und Lebensabend wurde hier relativ emotionslos behandelt. Sowohl Katia als auch Ruth behalten sich ein Hintertürchen offen und gehen nur ein Stück des gemeinsamen Weges zusammen, bevor sich beide wieder oder nicht mehr in ein eigenes Leben verabschieden. Die beiden starken Frauen des Romans sind Einzelgänger, gewesen und geblieben, daran konnte ihre Bekanntschaft leider nichts ändern und ihre ganz individuelle Art von Liebe, die sie sicherlich füreinander empfunden haben, war für mich nur schwer nachvollziehbar. Fazit: Ich vergebe 3,5 Sterne für einen sprachgewaltigen, sehr speziellen Roman, der meine Liebe zur Literatur ausgesprochen gut widerspiegelt, aber dessen Handlung für meinen Geschmack zu wenig greifbare Liebe, zu wenig Herzlichkeit, zu wenig Emotionalität besaß. Die Bücher von Veronica Peters lesen sich einfach wundervoll und aus diesem Grund freue ich mich darauf ihren aktuellen Roman „ Aller Anfang fällt vom Himmel“ bald kennenzulernen.

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    • 9

    Cridilla

    02. February 2016 um 05:41
    Floh schreibt Das hört sich trotz deiner ehrlichen Kritik ganz wunderbar an. Danke!

    Geht mir ähnlich !

  • Verschollene Verwandtschaft

    Das Meer in Gold und Grau

    schokoloko29

    21. November 2015 um 11:14

    Inhalt des Buches: Katia befindet sich in einem Wendepunkt ihres Lebens. Sie hat ihren Job verloren und auch ihre Wohnung in Hamburg musste sie Knall über Fall aufgeben. So beschließt sie zu ihrer verschollenen Tante an die Ostsee zu reisen. Sie kennt sie nicht persönlich und war in ihrer Familie ein totgeschwiegendes Geheimnis, dass es sie gibt. Ihre Tante besitzt ein Hotel an der Ostsee und Katia beschließt bei ihrer Tante zu bleiben und im Hotel auszuhelfen. Sie entwickelt sich zu einem angesehenes Mitglied in der Crew. Dann erfährt sie, dass ihre Tante unheilbar an Krebs erkrankt ist und beschließt diese zu pflegen. Eigene Meinung: Ich wollte das Buch schon immer lesen, da mich der Inhalte sehr angesprochen hat. Leider hat es mir nicht so gut gefallen. Die Charaktere sind unpersönlich geschrieben und ich konnte keinen Bezug zu ihnen aufnehmen. Z. B. konnte ich Katias Beweggründe überhaupt nicht als Leser nachvollziehen. Auch blieb mir die Tante und ihre beste Freundin unsympatisch und ich konnte nicht nachvollziehen, was Katia an diesen Menschen mochte. Fazit: Ich hatte mir mehr vom Buch versprochen. Doch der Funke wollte einfach nicht rüberspringen und die Protagonisten blieben für mich blass und austauschbar. Schade

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  • Buchverlosung zu "Das Meer in Gold und Grau" von Veronika Peters

    Das Meer in Gold und Grau

    VeronikaPeters

    Zum Welttag des Buches verlose ich meine beiden Romane aus der "Katia-Werner-Reihe" - und zwar jeweils im Doppelpack und das fünf mal. Meldet Euch, wenn Ihr "Die Liebe in Grenzen und "Das Meer in Gold und Grau" handsigniert gewinnen möchtet! In den Lostopf kommt, wer mir den Titel meines neuen Romans nennt, der im September erscheinen soll ... Wie Ihr das herausfindet? Mit etwas detektivischem Einsatz auf meiner Website ... Viel Glück! www.veronika-peters.com

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    • 104
  • Untypische, nachdenklich machende Geschichte...

    Das Meer in Gold und Grau

    Schuemel

    16. July 2014 um 09:27

    Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es ist nicht die Handlung, die mich mitgerissen hat, denn eigentlich passiert nicht wirklich viel. Es ist die Botschaft, die beim Leser ankommt, die das Buch zu etwas Besonderem macht. Außerdem empfand ich den Erzählstil sehr angenehm.

    Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der eine untyptische, nachdenklich machende Geschichte lesen möchte.

  • Am Meer

    Das Meer in Gold und Grau

    Saphir610

    Fast dreißig Jahre alt, da verliert Katia Werner ihren Job und ihre Wohnung. Sie weiß nicht, wie es weitergehen soll und ihr fällt eine Halbschwester ihres Vaters ein, die ein Hotel an der Ostseeküste betreibt. Katia lernt ihre Tante Ruth kennen, die von ihrer Art etwas speziell ist, doch auch ihre liebenswerten Seiten hat. Die weiteren Bewohner des Hotels Palau sind ebenfalls schon betagter und jeder hat seine Eigenarten. Aus einem Wochenendaufenthalt werden viele Monate und Katia lässt sich auf ihre Tante, und dem vor dem Konkurs stehenden Hotel ein und steht damit vor der größten Herausforderung ihres Lebens und dem Erwachsenwerden. Zu Anfang kam mir die Geschichte etwas dünn vor, die fast dreißigjährige Katia, die keinen Plan für ihr Leben hat und bei ihrer bisher unbekannten Tante unterkriecht. Doch die Bewohner des Hotel Palau sind absolut gut dargestellt und in ihrer Art liebenswert. Sie lassen sich nicht mehr verbiegen, kennen die Eigenheiten der anderen und gehen damit gut um. Katia wächst langsam mit hinein, übernimmt Aufgaben, kann helfen, und wird akzeptiert und von ihrer Tante lieb gewonnen, auch wenn diese das nicht sehr deutlich zeigt. Dass sich leise und langsam Unangenehmes abzeichnet spürt man als Leser während des Lesens deutlich. Doch das Leben geht weiter, auch erstmal im Palau. Veronika Peters hat eine schöne Art diese Dinge zu beschreiben, gefühlvoll, aber nicht überzogen. Traurige Lebensseiten, aber nicht melodramatisch und dass daraus auch Stärke wachsen kann. Ein leiser Roman, der nachwirkt und sich gut lesen lässt.

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    • 2

    wandablue

    12. June 2014 um 09:54
  • ungewöhnlich, aber gut

    Das Meer in Gold und Grau

    sanrafael

    03. June 2014 um 08:39

    Katia flüchtet regelrecht aus der Stadt. Ohne Plan fährt sie zu ihrer unbekannten Tante Ruth (die Halbschwester ihres Vaters) die ein kleines Strandhotel an der Ostsee betreibt. Begrüßt wird sie mit: „Sagen Sie bloß nicht, Sie haben reserviert.“ ‚Ich starrte Tante Ruth an, und mein erster Gedanke war: Gut das ich auf bewährte Mitbringsel wie Gerbera und Weinbrandbohnen verzichtet habe.‘ Ruth ist schroff, launisch und etwas kauzig. Sie nennt sie ‚Tante‘ und Ruth sie ‚Nichte‘. Doch Katia will bleiben, macht sich nützlich, packt mit an. Im Strandhotel, mit dem Namen ‚Palau‘, leben aber auch noch Sergej (der Koch), 2 polnische Schwestern (die Zimmermädchen), Elisabeth (eine alte Freundin von Ruth) und Heinrich (alt, Dauergast und geduldet). Und so lebt Katia sich ein, bekommt Abstand zu ihrer Affäre mit einem verheirateten Mann bei dem sie Kindermädchen war… bis alles aufgeflogen ist. „Gefasel von unglücklicher Ehe und innerer Einsamkeit… ich fiel darauf herein. Die Frau Professor verlor tags drauf… die Contenance und hatte binnen einer Stunde ihren Mann vor sich auf den Knien.“ Doch das ‚Palau‘ plagen Geldsorgen und rückläufige Besucherzahlen, da sich die zwei alten Damen (Ruth und Elisabeth) vehement gegen den Fortschritt (Hotel-Website, E-Mail, Werbung) gesträubt haben. Als Katia all das einleiten will, ist es jedoch schon zu spät. Eine Geschichte an die man sich erst gewöhnen muss, mit einer ungewöhnlichen Sprache, die ihre volle Kraft erst ganz zum Schluss entfaltet.

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  • Gehaltvoll und leise

    Das Meer in Gold und Grau

    alasca

    Gehaltvoll und leise Katia Werner ist noch keine Dreißig und scheint schon am Ende: Kein Job, keine Bleibe, keine Perspektive. Da erinnert sie sich an eine Halbschwester ihres Vaters, die an der Ostsee ein Hotel mit dem wunderlichen Namen „Strandhotel Palau“ betreibt, und beschließt, dort für ein paar Tage unterzukriechen. Das Palau und die Tante entpuppen sich als ganz anders als erwartet, und aus den Tagen werden Monate. Diese Monate bewirken bei Katia eine Neuorientierung und innere Veränderung. Maßgeblich verantwortlich dafür ist die alles andere als tantenhafte Ruth. Ruth ist zupackend, unsentimental, aufbrausend, oft schmerzhaft direkt. Katia, die grundsätzlich Widerspenstige, erfährt eine allmähliche Zähmung. Sie gibt, weil plötzlich überflüssig, ihren Antagonismus auf, lernt, sich anzupassen, weil sie sich dafür nicht verbiegen muss, findet ihren Platz und hat zum ersten Mal in ihrem Leben das schöne Gefühl, gebraucht zu werden. Und da gibt es noch Frank, den – O-Ton Katia – „abgehalfterten Pseudo-Charmeur“… Buch und Hotel quellen über vor originellem Personal – vom resoluten polnischen Putzfrauen-Duo mit Berufsehre bis hin zum professoralen Dauergast, der Hotelgäste und Leserin mit profundem Wissen über Flora und Fauna der Ostsee versorgt. Aber nicht nur die Figuren sind wunderbar gezeichnet, auch das Setting ist ideenreich und stimmig. Der verschlafene Ort; das Palau mit seinem künstlerischen Interieur und altmodischen Anspruch; der Garten mit dem Strandkorbcafé; der Blick auf die gar nicht so harmlose Ostsee… man möchte sofort die Koffer packen und sich auf unbeschränkte Zeit im Palau einmieten. Dabei gleitet das Ganze niemals in romantische Untiefen ab, denn es geht nicht nur um den richtigen Weg ins Leben, sondern auch um den rechten Weg hinaus. Kann ein Miteinander von Jung und Alt funktionieren? Wie will ich im Alter leben? Wie sieht ein würdevolles Sterben aus? Ganz nebenbei wird auch noch das aktuelle Thema Arbeitsmigration gestreift. Es ist beeindruckend, wie die Autorin hier mit leichter Hand große existenzielle Themen so aufarbeitet, dass es ein Vergnügen ist, ihr zu folgen. Dazu liest sich Peters´ klare, manchmal fast lyrische Sprache wie von selbst. Der Titel mit seinem Zweiklang von Gold und Grau spiegelt perfekt die heiter-melancholische Stimmung des Romans – ein sehr schönes, leises Buch, das man mit einem Lächeln aus der Hand legt.

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    • 4
  • Das Meer in Gold und Grau

    Das Meer in Gold und Grau

    Bella5

    Dank Lovelybooks habe ich die Autorin Veronika Peters für mich entdeckt. Schon der Roman "Die Liebe in Grenzen" hat mich beeindruckt, nun liegt mit "Das Meer in Gold und Grau" der Folgeband vor, den man aufgrund des Erzähltalents der Autorin auch als Einzelband lesen kann (es kann aber nicht schaden, auch die "Liebe in Grenzen" zu lesen, da es ein tolles Buch ist). Dieser zweite Bd. ist mitnichten ein schnöder Abklatsch des ersten, obschon auch hier wieder eine (vermeintliche) Randgruppe im Focus steht. Waren es in Bd 1 noch "Kranke" (aber was ist schon gesund und was krank), stehen hier ältere Leute im Zentrum. Mit Krankheit, Alter, Tod beschäftigt sich eine Gesellschaft im Jugendwahn und -kult nicht gern. Jung, gesund, fit, unsterblich ? Besonders gefallen hat mir die feinsinnige Sprache, die Klugheit zwischen den Zeilen. Dramatik ohne Kitsch. Ein feiner Roman. Die Protagonistin Katia steht mit Ende zwanzig quasi vor dem Nichts - Job verloren, Wohnung weg, und eine Liebe war auch nicht die Rettung. Sprich, als Katia sich verliebte, gab es kein happy ending, was mir sehr gut gefiel. Katia sucht einen Ausweg und erinnert sich an die Verwandte Ruth, die ein Hotel an der Ostsee betreibt. Bei ihrer Ankunft ist die Protagonistin von der damenhaften Hotelwirtin beeindruckt, nur leider ist die hübsche Frau nicht ihre Tante Ruth, sondern Elisabeth. Ruth selbst ist ein echtes Original. Mit ihrer etwas ruppigen Art gelingt es ihr jedoch, zu Katia, die seit dem Verlust der Mutter entwurzelt und eine stets Suchende ist, durchzudringen. Katia findet so etwas wie ein Zuhause, doch das Glück ist nicht von langer Dauer. Nichtsdestotrotz geht die Protagonistin gereift aus der Erfahrung mit den alten Leuten hervor ... Der Roman hat mir sehr gut gefallen, da die Autorin komplett auf Kitsch verzichtet und alle Klischeeklippen umschifft. Besonders gelungen fand ich die Entwicklung der Figuren, auch wenn mein 'Liebling' Katia etwas in den Hintergrund rückte. Wer auf der Suche nach einer tiefsinnigen und zugleich unterhaltsamen Geschichte ist, sollte unbedingt zu diesem Roman greifen.

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    • 2
  • Leserunde zu "An Paris hat niemand gedacht" von Veronika Peters

    An Paris hat niemand gedacht

    Buchraettin

    Leserundenbeginn 15 März

    Achtung, es gibt keine Bücher zu gewinnen. Wer dieses Buch gern in einer Leserunde in Begleitung der Autorin ( Veronika Peters ) lesen mochte, kann sich hier gern anmelden.
    Beginn wird ca Anfang März sein, das können wir noch absprechen.
    Ich hoffe, es finden sich ein paar Mitleser.
    Ich hänge die anderen Bücher der Autorin mal an

    • 59
  • Wenig Spannung, viel Charakter

    Das Meer in Gold und Grau

    buechermaus88

    30. March 2014 um 14:46

    Katja Werner ist dreißig und weiß nichts mit ihrem Leben anzufangen. Nach einer geheimen Affäre, die aufgedeckt wurde, flieht sie zu ihrer noch unbekannten Tante. Diese hat eine ganz eigene Art, ist stur, aber im Grunde Katja sehr ähnlich. Nach und nach freunden sich beide an. Ein Roman für zwischendurch. Das Buch fing im Prinzip am Schluss der Geschichte an und man wusste, wie das Buch unvermeidlich enden würde. Das mag ich bei Büchern eigentlich weniger, weil es mir die Spannung nimmt, aber hier wurde wirklich gut zu dem eigentlichen Ende dann hingeführt und das gefiel mir. Besonders nett fand ich auch die einzelnen Charaktere. Jeder hat etwas Besonderes an sich und das Buch ließ sich lesen, als wenn man im Urlaub ist und die Zeit an einem vorbei schleicht. Es machte Spaß. Allerdings ging es mir zum Schluss etwas zu schnell. Da ich nichts vorwegnehmen möchte, werde ich darauf nicht genauer eingehen, nur so viel: Ich habe erwartet, dass einige Personen anders reagieren und das nahm etwas die Berührung, die ich erwartet hatte.

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