Veronika Puzio Spuren voll Poesie im Jahreskreis

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Inhaltsangabe zu „Spuren voll Poesie im Jahreskreis“ von Veronika Puzio

Der Jahreskreis beschreibt den Lauf der Sonne während eines Jahres und kann als eine Art Orientierungskarte angesehen werden, die man in vielen Kulturen wiederfindet (Es gibt allerdings regionale und kulturelle Unterschiede in den Zuordnungen, so weicht beispielsweise das indianische Medizinrad in manchen Bereichen von dem hier aufgezeigten System ab).
Das Licht der Sonne nimmt im Frühling langsam zu. So steht dieser für alles Beginnende, Keimende und vielleicht noch nicht Sichtbare. Das Sonnenlicht kommt im Sommer zu seiner stärksten Kraft, daher gehört alles, was zur höchsten Reife gelangt ist, hierher. Danach läßt die Kraft der Sonne nach. Alles, was am Vergehen, Abnehmen oder Beenden ist, ist dem Herbst zugehörig. Im Winter ist das Sonnenlicht in unseren Breiten sehr schwach, und so ist alles, was mit Ruhe, Innenschau, Tod oder Stille zu tun hat, diesem zuzurechnen.
Erweitert man das System um die Himmelsrichtungen, dann gehören Osten und Frühling zusammen, Süden und Sommer, Westen und Herbst und auch Norden und Winter.
So wie der Lauf der Sonne während des Jahres im Großen geschieht es während des Tages im Kleinen. Daher gehört der Morgen zum Frühling oder Osten, der Mittag zum Sommer oder Süden, der Abend zum Herbst oder Westen und die Nacht zum Winter oder Norden.
Die vier Elemente Luft, Feuer, Wasser und Erde lassen sich ebenfalls entsprechend zuordnen: Die Luft ist die Voraussetzung für das meiste Leben hier auf der Erde, daher gehört sie zum Frühling. Mit ihr beginnt auch das menschliche Leben. Nach der Geburt kommt der erste, tiefe Atemzug, der uns das Leben außerhalb des schützenden Mutterleibs ermöglicht. Das Feuer ist natürlich mit dem Sommer verbunden, wo die Sonne ihre feurigste Kraft entfaltet. Das Wasser wird dem Herbst zugeordnet. Wenn die Sonne langsam untergeht, steigt das Wasser als Luftfeuchtigkeit auf, macht sich breit und uns die Wäsche feucht. Eine kräftige Regenfront beendet den schönen, warmen Tag. Oft werden viele Tränen geweint, wenn etwas endet. Die Erde dagegen ist still, dunkel und voller Geheimnisse, so wie der Winter.
Wenn man also unser Leben hier auf der Erde genauer wahrnimmt, so lassen sich alle Lebensbereiche und Lebewesen irgendeiner dieser vier Jahreszeiten, den Himmelsrichtungen oder auch den vier Elementen zuordnen.
Und darum geht es in diesem Buch: Auf poetische Weise wird hier das Jahr in seinem Wandel dargestellt, um uns so wieder für die Kreisläufe in der Natur und in uns selbst zu sensibilisieren.

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