Veronika Rieger

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Specht im Schilcherland, Waidmannsheil, Specht! und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Veronika Rieger

Veronika Rieger, geb. 1959, aufgewachsen im südlichen Niederösterreich. Universitätslehrgang an der Wirtschaftsuniversität Wien, danach verschiedene berufliche Stationen. Hat sich mit dem Schreiben von Kriminalromanen einen Jugendtraum erfüllt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Veronika Rieger

Cover des Buches Specht im Schilcherland (ISBN:9783903144644)

Specht im Schilcherland

 (1)
Erschienen am 01.09.2018
Cover des Buches Specht auf Kur (ISBN:9783902901651)

Specht auf Kur

 (1)
Erschienen am 19.03.2015
Cover des Buches Sa sdorowje, Specht! (ISBN:9783902901507)

Sa sdorowje, Specht!

 (1)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches Waidmannsheil, Specht! (ISBN:9783902901910)

Waidmannsheil, Specht!

 (1)
Erschienen am 11.05.2016

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Rezension zu "Specht auf Kur" von Veronika Rieger

Was haben die beiden Todesfälle miteinander zu tun?
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Bruno Specht reist mit Gemahlin Anna nach Warmbad Villach, um sich in der dortigen Kuranstalt so richtig zu erholen. Nun ja, ganz so ist es nicht, denn zwischen Parafango-Packungen, Massagen und Ernährungstipps, findet der pensionierte Polizist die Leiche seines Zimmernachbars Karl-Heinz Petutschnig. Der ist der Sohn eines umtriebigen Kärntner Geschäftsmannes und Bruder eines Landespolitikers.

Zum Glück hat Bruno auch hier in Villach einen Freund, Gernot Oschuschnig, bei der Polizei, der auch gleich die Ermittlungen zum Tod von Petutschnig jr. leitet. Allerdings wird Gernot recht bald „von oben“ zurückgepfiffen und soll keine weiteren Ermittlungen anstellen. Ein bedauerlicher Unfall! Für Gernot und Bruno steht fest: Der alte Petutschnig hat interveniert! 

Man könnte ja beinahe die Unfallversion glauben, ja wenn, sich zuvor nicht der Ehemann von Karl-Heinz’ Geschäftspartnerin erschossen hätte und beide Tote nicht in unsaubere Geschäfte verwickelt gewesen wären. Für Spürnase Bruno Specht sind das ein wenig zu viele Zufälle.  

So beginnt Specht vorsichtig nachzuforschen. Das Ergebnis seiner Ermittlungen ist ein zehn Jahre zurückliegendes Verbrechen, das nun eine echte Tragödie auslöst. 

Meine Meinung: 

Das Autoren-Duo hat wieder einen tollen Krimi mit viel Lokalkolorit geschrieben. Bruno und seine Frau logieren im Kurheim in der Kadischenallee in Warmbad Villach und machen häufig Ausflüge ins Umland. Wie immer mit Bahn und Bus, das sie kein Auto besitzen - ein sympathisches Paar.  

Der Schreibstil ist frisch und locker. Immer wieder flechten die Autoren Dialektpassagen ein. Die Krimis mit Bruno Specht sind eher gemütlich. Wer atemlose Spannung und Action sucht, ist hier nicht richtig. Specht löst seine Fälle (oder die der Kollegen) mit Köpfchen und Intuition. 

Auch wenn das Autoren-Duo versichert, die Handlungen und Personen sind frei erfunden, könnte die eine oder andere Anregung aus der Politik gekommen sein. 

Für mich, die ich dieser Gegend verwandtschaftlich verbunden bin, daher gut kenne und selbst hier schon auf Kur war, ist dieser Krimi wie „heimkommen“ für mich. 

Fazit: 

Wieder ein entspannender Krimi aus der Feder von Krieger & Krieger. Das Leben ist aufregend genug! Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezension zu "Specht im Schilcherland" von Veronika Rieger

Die 6 Ws der Kriminalistik: Wer?Was?Wann?Wie?Warum? und Womit?
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Der pensionierte Chefinspektor Bruno Specht aus Wien verbringt auf Einladung seines Cousins Dr. Paul Brandner gemeinsam mit seiner Frau Anna, ein paar Urlaubstage im weststeirischen Stainz. Die Urlaubsfreuden werden recht bald durch die Ermordung der jungen Maria Jauk getrübt. Bruno Spechts Lebensmotto ist „einmal Polizist, immer Polizist“ und so macht er sich Gedanken, wer die hübsche Maria ermordet haben könnte. Ungut fällt ihm die Anwesenheit des ehemaligen Polizisten Vydrochil in Stainz auf, der seinerzeit in einen unklaren Todesfall einer Bardame verwickelt war, anschließend den Polizeidienst quittiert und auf der anderen Seite des Gesetzes üppige Geschäfte machte. Nun führt er als Robert Oberhuber ein bekanntes Immobilienbüro in Graz. Hat Oberhuber/Vydrochil mit dem Tod von Maria zu tun?

 

Als dann noch Marias Vater bei einem Autounfall mit Fahrerflucht stirbt, läuten bei allen die Alarmglocken, zumal der als Alkoholiker bekannte Jauk, im Wirtshaus eine unbedachte Äußerung von sich gibt.

 

Anhand der berühmten 6 W der Kriminalistik = „Wer hat Was, Wann, Wie, Warum und Womit gemacht?“ (S.87) hakt Bruno Specht gemeinsam mit Paul und Staatsanwalt Michael Jamanek, einem ehemaligen Schulfreund alle Möglichkeiten ab.

 

Meine Meinung:

 

Das Autoren-Duo hat wieder einen tollen Regio-Krimi geschrieben, der uns in eine der lieblichsten Gegenden der Steiermark führt – ins Schilcherland. Wir erfahren einiges aus der Geschichte von Stainz. Das Schloss Stainz mit seinen 365 Fenstern steht noch immer in Besitz der Familie Meran, den Nachkommen von Erzherzog Johann und Anna Plochl, seiner Postmeisterstochter. Der Sohn Kaiser Franz II./I. hatte viel für die Region übrig und die „Blaue Wildbachertraube“, aus der der köstliche Schilcher gekeltert wird, hier eingeführt. Wir streifen durch die Lokale von Stainz und laben uns an steirischen Köstlichkeiten.

 

Neben dem recht unterschwellig, weil in die Handlung eingebaut, Lokalkolorit wird uns auch der oft mühsame Alltag auf dem Land erzählt. Anna und Bruno haben schon mehrfach überlegt, der Großstadt Wien den Rücken zu kehren und aufs Land zu ziehen. Doch mangelnde öffentliche Verkehrsmittel bzw. wenige kulturelle Veranstaltungen lassen sie immer wieder zögern.

 

Die Krimihandlung selbst besticht durch mehrere falsche Fährten. Gut dargestellt ist das Verhalten der Dorfgemeinschaft, wenn ein Verdächtiger aus ihren Reihen kommt: Man schneidet ihn und seine gesamte Familie. Da hat man es in der anonymen Großstadt leichter.

 

Fazit:

 

Da ich Stainz und sein Umland kenne, hat mir der Krimi besonders gut gefallen. Daher erhält er 5 Sterne.

 

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Rezension zu "Waidmannsheil, Specht!" von Veronika Rieger

Bruno Specht ermittelt in Niederösterreich
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Bruno Specht ermittelt wieder – diesmal in Waldberg, jenem kleinen Ort im südlichen Niederrösterreich aus dem seine Frau  stammt. Wie es dazu kommt?

 

Anna Specht ist nach einem Sturz und einer gebrochenen Schulter noch ein wenig rekonvaleszent und so nutzt das Ehepaar die Zeit, Annas Verwandtschaft zu besuchen. Als in dem kleinen Ort eine kopflose Leiche gefunden wird, ergibt sich die Dorfbevölkerung allerlei Spekulationen über das Opfer. Bruno, der bei Annas Schwager im Wirtshaus aushilft, erfährt einige Dinge, die es wert sind, diesen nachzugehen.

 

Die offizielle Ermittlertruppe ist naturgemäß wenig begeistert, dass sich ein ehemaliger Kriminalbeamter, noch dazu ein Wiener, in ihre Arbeit einmischt. Bruno lässt sich natürlich davon nicht abhalten und stochert in allerlei Geheimnissen herum, die zur Aufklärung der Identität des Toten führen.

 

Meine Meinung:

 

Das Autoren-Duo hat wieder einen fesselnden Krimi geschrieben, der unaufdringlich und leise daherkommt. Es ist die Geschichte von jahrelangen Kränkungen und Zurückweisungen, die letztlich ausschlaggebend sind. Geschickt werden den Leser mehrere Spuren präsentiert, wobei die eine oder andere in eine Sackgasse führt.

 

Die Charaktere sind wieder gut gezeichnet. Der Leser kann sich die einzelnen Personen gut vorstellen: halb verkrachte Existenzen, Jäger und Menschen, denen das Leben übel mitgespielt hat. Auch die dörfliche Wirtshausatmosphäre ist gut eingefangen. Der Geruch von abgestandenem Rauch, schalem Bier und den Düften von köstlichen, aber deftigen Gerichten, machen das Lokalkolorit so richtig stimmig.

 

Fazit:

 

Mir gefällt Bruno Specht mit seiner oft unkonventionellen Ermittlungsmethode, die auf wilde Action verzichtet, sehr gut.

Gerne gebe ich wieder 4 Sterne.

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