Vesna Goldsworthy

 3.9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Heimweh nach Nirgendwo, Gorsky und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Vesna Goldsworthy

Vesna GoldsworthyHeimweh nach Nirgendwo
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Heimweh nach Nirgendwo
Heimweh nach Nirgendwo
 (10)
Erschienen am 02.07.2007
Vesna GoldsworthyGorsky
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Gorsky
Gorsky
 (2)
Erschienen am 01.02.2016
Vesna GoldsworthyInventing Ruritania
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Inventing Ruritania
Inventing Ruritania
 (0)
Erschienen am 15.01.2013
Vesna GoldsworthyGorsky
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Gorsky
Gorsky
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Erschienen am 03.09.2015
Vesna GoldsworthyChernobyl Strawberries
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Chernobyl Strawberries
Chernobyl Strawberries
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Erschienen am 09.03.2006
Vesna GoldsworthyTHE NORWICH EXCHANGES
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THE NORWICH EXCHANGES
THE NORWICH EXCHANGES
 (0)
Erschienen am 11.04.2006

Neue Rezensionen zu Vesna Goldsworthy

Neu
W

Rezension zu "Gorsky" von Vesna Goldsworthy

Große Sprachkunst
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Über Vesna Goldsworthys erste auf Deutsch erschienenes Buch „Heimweh nach Nirgendwo“ (2005) schirbe ch damalks begeistert in einer Rezension:
„Vesna Goldsworthys Buch ist ein bewegendes Zeugnis aus dem Herzen von Europa, ein trauriges Epos über den Verlust einer Kultur, die für die Betroffenen eben doch mehr war als ein liberal-kommunistischer Überwachungsstaat, ein Land, das auch Heimat war und ihr Wurzeln schenkte, die im neuen Land nur mühsam wieder wachsen können.
Wie schön wäre es, wenn diese wunderbare Schriftstellerin weiterleben könnte und uns noch weitere Bücher mit dieser wunderbaren Sprachmacht schenken könnte!“

Leider fanden ihre beiden nächsten Bücher offenbar keinen Verleger im deutschsprachigen Raum. „Inventing Ruritania“ blieb bisher leider ebenso unübersetzt wie ihr Gedichtband „The Angel of Salonika“ (2011). Wenn man die bisher spärliche Kritikerreaktion auf ihr neues Buch berücksichtigt, stehen die Chancen wohl auch sehr schlecht, dass in absehbarer Zeit sich daran etwas ändert.

Dabei ist der Roman „Gorsky“, der 2015 in England erschienen ist und nun bei Deuticke in der Übersetzung von Henriette Heise vorliegt, wieder voller Eleganz und sprachlicher Anmut verfasst. Inspiriert unter anderem von F. Scott Fitzgeralds „The Great Gatsby“ und voller Verehrung für die russische Literatur erzählt sie eine Geschichte, die beiden viel verdankt.

Es geht um Roman Gorsky, einen russischen Oligarchen, der so reich ist, dass er selbst nicht genau weiß, wieviel Geld er hat. Er besitzt unter anderem mitten in London ein großes und repräsentatives Anwesen. Er lässt es auf eine Weise renovieren und umbauen, die jegliche Vorstellungskraft sprengt und alles, was London diesbezüglich bisher erlebt, übersteigt.

Das Zentrum dieses Anwesens, um das sich alles andere dreht und anordnet, ist eine riesige Bibliothek, die alexandrinische Ausmaße annehmen soll. Er beauftragt den Buchhändler und Ich-Erzähler des Roman Nikola mit der Zusammenstellung der Bibliothek. Gorsky will mit diesem Werk voller bibliophilen Raritäten, bei dem ihn Nikola fachkundig unterstützen soll, eine von ihm verehrte und angebetete Frau namens Natalia aus Russland beeindrucken und von seiner Liebe zu ihr überzeugen.

Nikola ist in den neunziger Jahren vor dem Krieg aus Serbien geflohen und der Auftrag, den er erhält, fasziniert ihn, weil nicht nur er, sondern auch der Leser mit einer Fülle ganz besonderer und wertvoller Literatur, oft in Erstausgaben in Verbindung kommt. Doch die Welt des Oligarchen, mit der er dadurch in Kontakt kommt, stößt ihn auch ab.

Vesna Goldsworthy hat in „Gorsky“ eine spannende und hintergründige Geschichte erzählt über einen reichen und einsamen Mann und seine Welt. Einen Mann, dem sein ganzes Geld nichts nutzt und das ihn nicht glücklich macht und der Erfüllung seiner großen Liebe regelrecht im Weg steht.

Ich habe das Buch gerne und mit großer Begeisterung über die Sprachkunst der Autorin gelesen.





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Rezension zu "Heimweh nach Nirgendwo" von Vesna Goldsworthy

Rezension zu "Heimweh nach Nirgendwo" von Vesna Goldsworthy
literatvor 6 Jahren

Dias Buch ist sehr bewegend und sehr schön zu lesen. Die Autorin ist Serbin, in Belgrad ziemlich privilegiert aufgewachsen und hat nach England geheiratet. Sie hat einen kleinen Sohn als sie erfährt, dass sie Krebs hat. Für ihren Sohn und auch für sich selbst schreibt sie ihre Biographie auf. Vor allem über ihre osteuropäische Familie und ihre Kindheit schriebt sie.

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W

Rezension zu "Heimweh nach Nirgendwo Eine Lebensgeschichte" von Vesna Goldsworthy

Rezension zu "Heimweh nach Nirgendwo Eine Lebensgeschichte" von Vesna Goldsworthy
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Eine junge, gerade einmal 41-jährige Frau, Mutter eines dreijährigen Sohnes, erkrankt lebensgefährlich an einem Brustkrebs. Nach einer schwierigen Operation mit sehr unsicheren Heilungschancen beschließt sie, hauptsächlich für ihren Sohn Alexander ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Frau und Schriftstellerin.

Vesna Goldsworthy wird 1961 in Serbien geboren und wächst als klassisches Kind des jugoslawischen Kommunismus auf. Einer Spielart der Diktatur, die bis in die siebziger Jahre auch in linken SPD-Kreisen als lobenswerte Alternative zum Betonkommunismus Moskauer oder Pekinger Prägung hochgelobt und durch Besuche hochrangiger Funktionäre auch lange unterstützt wurde.

In ihren Erinnerungen, die sie bewusst nicht chronologisch angelegt hat, verfolgt sie ihre Wurzeln in der väterlichen und der mütterlichen Linie. Sie stellt Zusammenhänge her mit ihrem eigenen Leben, ihren Wünschen und Träumen.

Schon früh fängt sie an Gedichte zu schreiben und macht innerhalb der kommunistischen Jugend literarisch Karriere. Anders als so viele andere im Kommunismus aufgewachsene Schriftsteller denunziert sich aber ihre Vergangenheit nicht, sondern stellt sich ihr. Auch den blutigen und archaischen Konflikt in ihrem geliebten Jugoslawien, der schon vor ihrer Auswanderung nach England absehbar ist, beschriebt sie aus der Distanz betont sachlich und doch ist in jeder Zeile der unendliche Schmerz darüber zu spüren, was sich Menschen da gegenseitig antun, mit denen sie aufgewachsen ist, mit denen sie ihre Träume und Hoffnungen geteilt hat.

Vesna Goldsworthy kommt in ihrer Lebensgeschichte vollkommen ohne Schuldzuweisungen aus. Es sind für sie nicht die Serben oder die Bosnier, die den Konflikt zu verantworten haben. Sie beschreibt , das, was sie sieht und spürt eine großes und tiefes „Heimweh nach Nirgendwo“.

Als sie beginnt in England wirklich heimisch zu werden, nachdem sie 1986 nach der Heirat mit einem Journalistenkollegen , den sie auf einem Seminar in Sofia kennengelernt hat, dorthin ausgewandert, erkrankt sie an einem Brustkrebs, der sie fast das Leben kostet. Als sie ihr Manuskript abschließt (wohl 2004) atmet ihre Sprache ein wenig Hoffnung, doch sie rechnet damit, bald zu sterben.

Vesna Goldsworthys Buch ist ein bewegendes Zeugnis aus dem Herzen von Europa, ein trauriges Epos über den Verlust einer Kultur, die für die Betroffenen eben doch mehr war als ein liberal-kommunistischer Überwachungsstaat, ein Land, das auch Heimat war und ihr Wurzeln schenkte, die im neuen Land nur mühsam wieder wachsen können.

Wie schön wäre es, wenn diese wunderbare Schriftstellerin weiterleben könnte und uns noch weitere Bücher mit dieser wunderbaren Sprachmacht schenken könnte !

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