Vesna Goldsworthy Heimweh nach Nirgendwo

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Inhaltsangabe zu „Heimweh nach Nirgendwo“ von Vesna Goldsworthy

Als Vesna Goldsworthy an Krebs erkrankt und um ihr Leben fürchten muss, schreibt sie für ihren kleinen Sohn ihre Geschichte auf. Ausgehend von dem Moment, als sie zur Zeit der Tschernobyl-Katastrophe Erdbeeren gegessen hat, ausgehend vom Keim der Krankheit in ihrem Körper, berichtet sie so amüsant und unterhaltsam wie eindringlich, was ihr widerfahren ist: vom Alltag in Jugoslawien, ihrer Journalistenkarriere, dem Leben als Fremde in einem anderen Land, einem anderen Gesellschaftssystem.

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  • Rezension zu "Heimweh nach Nirgendwo" von Vesna Goldsworthy

    Heimweh nach Nirgendwo
    literat

    literat

    25. February 2013 um 19:56

    Dias Buch ist sehr bewegend und sehr schön zu lesen. Die Autorin ist Serbin, in Belgrad ziemlich privilegiert aufgewachsen und hat nach England geheiratet. Sie hat einen kleinen Sohn als sie erfährt, dass sie Krebs hat. Für ihren Sohn und auch für sich selbst schreibt sie ihre Biographie auf. Vor allem über ihre osteuropäische Familie und ihre Kindheit schriebt sie.

  • Rezension zu "Heimweh nach Nirgendwo Eine Lebensgeschichte" von Vesna Goldsworthy

    Heimweh nach Nirgendwo
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    22. September 2011 um 12:38

    Eine junge, gerade einmal 41-jährige Frau, Mutter eines dreijährigen Sohnes, erkrankt lebensgefährlich an einem Brustkrebs. Nach einer schwierigen Operation mit sehr unsicheren Heilungschancen beschließt sie, hauptsächlich für ihren Sohn Alexander ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Frau und Schriftstellerin. Vesna Goldsworthy wird 1961 in Serbien geboren und wächst als klassisches Kind des jugoslawischen Kommunismus auf. Einer Spielart der Diktatur, die bis in die siebziger Jahre auch in linken SPD-Kreisen als lobenswerte Alternative zum Betonkommunismus Moskauer oder Pekinger Prägung hochgelobt und durch Besuche hochrangiger Funktionäre auch lange unterstützt wurde. In ihren Erinnerungen, die sie bewusst nicht chronologisch angelegt hat, verfolgt sie ihre Wurzeln in der väterlichen und der mütterlichen Linie. Sie stellt Zusammenhänge her mit ihrem eigenen Leben, ihren Wünschen und Träumen. Schon früh fängt sie an Gedichte zu schreiben und macht innerhalb der kommunistischen Jugend literarisch Karriere. Anders als so viele andere im Kommunismus aufgewachsene Schriftsteller denunziert sich aber ihre Vergangenheit nicht, sondern stellt sich ihr. Auch den blutigen und archaischen Konflikt in ihrem geliebten Jugoslawien, der schon vor ihrer Auswanderung nach England absehbar ist, beschriebt sie aus der Distanz betont sachlich und doch ist in jeder Zeile der unendliche Schmerz darüber zu spüren, was sich Menschen da gegenseitig antun, mit denen sie aufgewachsen ist, mit denen sie ihre Träume und Hoffnungen geteilt hat. Vesna Goldsworthy kommt in ihrer Lebensgeschichte vollkommen ohne Schuldzuweisungen aus. Es sind für sie nicht die Serben oder die Bosnier, die den Konflikt zu verantworten haben. Sie beschreibt , das, was sie sieht und spürt eine großes und tiefes „Heimweh nach Nirgendwo“. Als sie beginnt in England wirklich heimisch zu werden, nachdem sie 1986 nach der Heirat mit einem Journalistenkollegen , den sie auf einem Seminar in Sofia kennengelernt hat, dorthin ausgewandert, erkrankt sie an einem Brustkrebs, der sie fast das Leben kostet. Als sie ihr Manuskript abschließt (wohl 2004) atmet ihre Sprache ein wenig Hoffnung, doch sie rechnet damit, bald zu sterben. Vesna Goldsworthys Buch ist ein bewegendes Zeugnis aus dem Herzen von Europa, ein trauriges Epos über den Verlust einer Kultur, die für die Betroffenen eben doch mehr war als ein liberal-kommunistischer Überwachungsstaat, ein Land, das auch Heimat war und ihr Wurzeln schenkte, die im neuen Land nur mühsam wieder wachsen können. Wie schön wäre es, wenn diese wunderbare Schriftstellerin weiterleben könnte und uns noch weitere Bücher mit dieser wunderbaren Sprachmacht schenken könnte !

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  • Rezension zu "Heimweh nach Nirgendwo" von Miriam Mandelkow

    Heimweh nach Nirgendwo
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    29. July 2011 um 14:34

    Eine junge, gerade einmal 41-jährige Frau, Mutter eines dreijährigen Sohnes, erkrankt lebensgefährlich an einem Brustkrebs. Nach einer schwierigen Operation mit sehr unsicheren Heilungschancen beschließt sie, hauptsächlich für ihren Sohn Alexander ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Frau und Schriftstellerin. Vesna Goldsworthy wird 1961 in Serbien geboren und wächst als klassisches Kind des jugoslawischen Kommunismus auf. Einer Spielart der Diktatur, die bis in die siebziger Jahre auch in linken SPD-Kreisen als lobenswerte Alternative zum Betonkommunismus Moskauer oder Pekinger Prägung hochgelobt und durch Besuche hochrangiger Funktionäre auch lange unterstützt wurde. In ihren Erinnerungen, die sie bewusst nicht chronologisch angelegt hat, verfolgt sie ihre Wurzeln in der väterlichen und der mütterlichen Linie. Sie stellt Zusammenhänge her mit ihrem eigenen Leben, ihren Wünschen und Träumen. Schon früh fängt sie an Gedichte zu schreiben und macht innerhalb der kommunistischen Jugend literarisch Karriere. Anders als so viele andere im Kommunismus aufgewachsene Schriftsteller denunziert sich aber ihre Vergangenheit nicht, sondern stellt sich ihr. Auch den blutigen und archaischen Konflikt in ihrem geliebten Jugoslawien, der schon vor ihrer Auswanderung nach England absehbar ist, beschriebt sie aus der Distanz betont sachlich und doch ist in jeder Zeile der unendliche Schmerz darüber zu spüren, was sich Menschen da gegenseitig antun, mit denen sie aufgewachsen ist, mit denen sie ihre Träume und Hoffnungen geteilt hat. Vesna Goldsworthy kommt in ihrer Lebensgeschichte vollkommen ohne Schuldzuweisungen aus. Es sind für sie nicht die Serben oder die Bosnier, die den Konflikt zu verantworten haben. Sie beschreibt , das, was sie sieht und spürt eine großes und tiefes „Heimweh nach Nirgendwo“. Als sie beginnt in England wirklich heimisch zu werden, nachdem sie 1986 nach der Heirat mit einem Journalistenkollegen , den sie auf einem Seminar in Sofia kennengelernt hat, dorthin ausgewandert, erkrankt sie an einem Brustkrebs, der sie fast das Leben kostet. Als sie ihr Manuskript abschließt (wohl 2004) atmet ihre Sprache ein wenig Hoffnung, doch sie rechnet damit, bald zu sterben. Vesna Goldsworthys Buch ist ein bewegendes Zeugnis aus dem Herzen von Europa, ein trauriges Epos über den Verlust einer Kultur, die für die Betroffenen eben doch mehr war als ein liberal-kommunistischer Überwachungsstaat, ein Land, das auch Heimat war und ihr Wurzeln schenkte, die im neuen Land nur mühsam wieder wachsen können. Wie schön wäre es, wenn diese wunderbare Schriftstellerin weiterleben könnte und uns noch weitere Bücher mit dieser wunderbaren Sprachmacht schenken könnte !

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