Vicki Baum

 4 Sterne bei 181 Bewertungen
Autorin von Menschen im Hotel, Vor Rehen wird gewarnt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Vicki Baum

Vicki Baum (Hedwig Baum): † 29. August 1960 in Hollywood, Los Angeles Musikerin (Harfenistin) und Schriftstellerin

Neue Bücher

Cover des Buches Vor Rehen wird gewarnt (ISBN: 9783716040324)

Vor Rehen wird gewarnt

Neu erschienen am 23.04.2021 als Taschenbuch bei Arche Literatur Verlag AG.
Cover des Buches Hotel Berlin (ISBN: 9783803128409)

Hotel Berlin

Neu erschienen am 04.03.2021 als Taschenbuch bei Wagenbach, K.

Alle Bücher von Vicki Baum

Cover des Buches Menschen im Hotel (ISBN: 9783462308938)

Menschen im Hotel

 (88)
Erschienen am 11.01.2018
Cover des Buches Vor Rehen wird gewarnt (ISBN: 9783716027844)

Vor Rehen wird gewarnt

 (28)
Erschienen am 21.02.2020
Cover des Buches Pariser Platz 13 (ISBN: 9783932338502)

Pariser Platz 13

 (17)
Erschienen am 08.03.2012
Cover des Buches Liebe und Tod auf Bali (ISBN: 9783462308945)

Liebe und Tod auf Bali

 (15)
Erschienen am 11.01.2018
Cover des Buches Hotel Shanghai (ISBN: 9783462308952)

Hotel Shanghai

 (7)
Erschienen am 11.01.2018
Cover des Buches Flut und Flamme. (ISBN: B00207PUIS)

Flut und Flamme.

 (4)
Erschienen am 01.01.1985
Cover des Buches Verpfändetes Leben (ISBN: B002O4HXEG)

Verpfändetes Leben

 (3)
Erschienen am 01.01.1970
Cover des Buches Cahuchu - Strom der Tränen (ISBN: 9783763201181)

Cahuchu - Strom der Tränen

 (2)
Erschienen am 01.01.1975

Neue Rezensionen zu Vicki Baum

Cover des Buches Vor Rehen wird gewarnt (ISBN: 9783716027844)zoegrrrs avatar

Rezension zu "Vor Rehen wird gewarnt" von Vicki Baum

Fulminante Geschichte über eine Frau, die man nur lieben und hassen kann
zoegrrrvor 3 Monaten

Die Geschichte führt uns nach Wien, wo Ann Ambros die Liebe ihres Lebens trifft, den Star-Geiger  Florian Ambros, der Anns Schwester Maud heiraten wird. Wien hatte als Geburtstort von Vicki Baum eine besondere Rolle, zugleich sieht man durch Anns Augen ein Europa, dem jeglicher Glanz abgeht, das nichts Anziehendes an sich trägt außer ein paar alter wertvoller Kommoden. Sicher kein Zufall, da Baum als Jüdin bereits zu Beginn der 30er Jahr in die Vereinigten Staaten aussiedelte. Dort schrieb sie nur noch in englischer Sprache.

Vermeintliches Glück findet Ann schließlich in San Francisco zu Anfang des 20.Jahrhunderts. Nicht nur die Stadt geht schließlich in Flammen auf, sondern auch das Glück anderer. Ann profitiert. Macht sie das zu einer Schuldigen? Die wechselvolle Beziehung zu Mauds Tochter Joy kulminiert in einem dramatischen showdown.

Warum verlieben wir uns eigentlich in Figuren, die wir ganz abscheulich finden?  Ann Ambros möchte ich nicht als Feindin haben, geschweige denn als Freundin - denn mit ihren Liebsten springt sie besonders übel um. Der Schwester den Mann klauen? Und das Kind gleich dazu? Ann kennt da nichts.

 Und doch ist es für mich mit ihr Liebe auf den ersten Blick. Vielleicht, weil sie mich so an Scarlett O'Hara erinnert, die Heldin aus einem meiner Lieblingsbücher? Beide Frauen sind umwerfend hübsch und zart, charmant, (wenn sie es wollen), zwar im klassischen Sinne ungebildet, aber absolut gewitzt und von jener Intelligenz, die man nicht lernen kann.  Was Ann und Scarlett haben ist ihr absoluter Wille. Sie kriegen, was sie wollen. Immer. Sie sind bereit, für ihr Ziel alles zu riskieren und gehen notfalls über Leichen. Sie werden angebetet, aber zugleich gehasst und nie fügen sie sich wirklich ein. 

Wirklich erstrebenswert ist das für die meisten von uns ja nun eigentlich nicht und doch bewundern wir sie. Für ihren Mut, ihren starken Willen, dass sie sich trauen, anders zu sein und vor allem, alleine zu sein.  Wir lieben wohl einfach Figuren, die Dinge tun, die ganz tief in uns im Geheimen schon mal gebrodelt haben, wir uns aber nie trauen würden. Die unsere bösen, kleinen Wünsche ausleben, rücksichtslos und egoistisch. 

Und wenn man schließlich nach so viel Leid und Schmerz und Glück aus der Welt der Lektüre wieder an die Oberfläche der Realität auftaucht (maaaan, immer noch Corona), denkt man sich: Ich bin ja doch froh, dass ich nicht so bin. Aber dufte is se schon!  

Nebenbei habe ich auch noch eine neue Lieblingsschriftstellerin entdeckt. Vicki Baum schreibt fantastisch lebendig und spannend, ich bin absolut begeistert.

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Cover des Buches Menschen im Hotel (ISBN: 9783462308938)Ambermoons avatar

Rezension zu "Menschen im Hotel" von Vicki Baum

Die Drehtür des Lebens
Ambermoonvor 5 Monaten

Menschen im Hotel, erschienen im Jahr 1929, machte Vicki Baum weltberühmt. Der mit leichter Hand, Poesie und subtilem Witz erzählte Roman führt eine Handvoll Menschen im Grand Hotel zusammen, zeigt sie in ihren Krisen, Träumen und Enttäuschungen und liefert ein atmosphärisch dichtes Bild vom Berlin der 20er-Jahre… (Klappentext)

❃❃❃❃❃

„Hier traf die Jazzmusik des Tea-Rooms mit dem Geigenschmachten des Wintergartens zusammen, dazwischen rieselte dünn der illuminierte Springbrunnen in ein unechtes venezianisches Becken, dazwischen klirren Gläser auf Tischchen, knisterten Korbstühle, und als dünnstes Geräusch schmolz das zarte Sausen, mit dem Frauen in Pelzen und Seidenkleidern sich bewegen, in den Zusammenklang. Bei der Drehtüre schraubte sich Märzkühle in kleinen Stößen herein, sooft der Page Gäste ein- und ausließ.“
(S. 6)

Stellt Euch vor Ihr befindet Euch im Berlin der 20er Jahre. Ihr betretet ehrfurchtsvoll das Grand Hotel, schreitet durch das Foyer und bestaunt die pompöse Ausstattung, die Pagen, die geschäftig herumlaufen und die illustren Gäste.
Alle möglichen Weltsprachen schwirren Euch um die Ohren und der Duft von alter Möbelpolitur und Zigarren steigt Euch in die Nase. Ihr setzt Euch in einen der tiefen Ledersessel im Foyer und beginnt so manche Gäste zu beobachten.
Euch schräg gegenüber sitzt ein etwas schrulliger Herr, dessen eine Gesichtshälfte entstellt ist und der mürrisch und abwesend vor sich hin murmelt. Kriegsveteran vermutet Ihr.
Dann huscht ein älterer Herr mit abgetragener Kleidung direkt vom Eingang zur Rezeption und versucht in hitzigem Ton unbedingt ein Zimmer im Hotel zu ergattern. Ihr überlegt, ob sich dieser Herr hier überhaupt ein Zimmer leisten kann, denn er passt so gar nicht zu den übrigen Gästen.
Euer Blick schweift weiter durch das Foyer und plötzlich schreitet eine elegante Dame an Euch vorbei, begleitet von einem Schwarm persönlicher Assistenten. Ihr nehmt an, dass dies wohl einer dieser Filmdiven sein muss, so wie sie umschwärmt wird und folgt ihr mit bewunderndem Blick.
Dabei entdeckt Ihr einen jungen und äußerst gut aussehenden und elegant gekleideten Mann. Selbstsicher und mit einem spitzbübischem Lächeln um die Lippen stolziert er ebenfalls der Drehtür zu. Der bewohnt sicher einer der teuersten Suiten, mutmaßt Ihr.
Dann hetzt ein älterer wohlgenährter Herr herein. Koffer und Aktenkoffer in den Händen, teurer Anzug und Hut, der etwas schief auf dem Kopf des schwitzenden und rotgesichtigen Mannes sitzt. Das kann nur ein Geschäftsmann sein, denkt Ihr.

Und dann…

„Dann schließen sich die Türen im Hotel, Doppeltüren fallen hinter jedem Menschen ins Schloß und lassen ihn allein mit sich und seinen Geheimnissen.“
(S. 56)

Vicki Baum lässt uns LeserInnen jedoch nicht mutmaßend im eleganten Foyer sitzen, sondern lässt uns hinter die Türen und die Geheimnisse dieser Gäste blicken.
So erfahren wir, dass der mürrische und in Selbstgespräche vertiefte Herr ein gewisser Doktor Otternschlag ist und im Hotel ein kleines Zimmer bewohnt. Er ist des Lebens überdrüssig und findet alles schrecklich und furchtbar langweilig, kann sich jedoch nicht aufraffen auch nur aus dem Hotel zu gehen, um etwas zu erleben.
Der Herr mit der abgetragenen Kleidung ist Herr Kringelein. Dieser hat vor Kurzem eine schlimme Diagnose erhalten – er hat nicht mehr lange zu leben. Er beschließt sein ganzes Geld zusammenzukratzen, die Familie zu verlassen und endlich nicht immer nur zu schuften, sondern so viel wie möglich zu erleben … er will endlich LEBEN und nicht immer nur an die anderen denken. Er will all das, was sein Firmenchef Herr Preysing auch hat und dieser residiert immerhin auch regelmässig in diesem Grand Hotel.

„Er kenne wenig vom Leben, aber nun möchte er es kennenlernen, er möchte das wirklich große Leben kennenlernen, eigens dazu sei er hier.
>>Aber<<, so sagte Kringelein, >>wo ist das wirkliche Leben? Ich habe es noch nicht erwischt. Ich war im Kasino, ich sitze hier mitten im teuersten Hotel, aber es ist immer noch nicht richtig. Ich habe immer den Verdacht, das richtige, das wirkliche, das eigentliche Leben spielt sich ganz woanders ab, das sieht ganz anders aus.<<“ (S. 50)

Herr Preysing residiert tatsächlich ebenfalls hier. Er ist dieser abgehetzte Geschäftsmann. Doch bei ihm verläuft nicht alles so glänzend und pompös, wie Herr Kringelein denkt. Seine Firma ist dabei zu Grunde zu gehen und es hängt alles von dieser Geschäftsreise ab.
Die elegante Diva ist die russische Primaballerina Grusinskaja. Auf den ersten Blick wirkt die Dame arrogant und herrisch, spricht sie doch hauptsächlich im Kommandoton. Doch ihr wird zunehmend klar, dass sie mit ihrem Alter langsam aber sicher ausgetanzt hat und was bleibt ihr dann noch? Gleichzeitig ist sie ausgelaugt und müde … so müde.

Last, but not least, der junge gut aussehende Herr. Das ist Baron Gaigern, welcher jedoch nicht wirklich ein Baron ist, sondern ein Hochstapler und Dieb, der mit seinem Charme jeden um den Finger wickeln kann. Er hat es auf die wertvollen Perlen der Primaballerina abgesehen und ist fest entschlossen sich diese anzueignen.

„Was im großen Hotel erlebt wird, das sind keine runden, vollen, abgeschlossenen Schicksale. Es sind nur Bruchstücke, Fetzen, Teile; hinter den Türen wohnen Menschen, gleichgültige oder merkwürdige, Menschen im Aufstieg, Menschen im Niedergang; Glückseligkeiten und Katastrophen wohnen Wand an Wand.
Die Drehtür dreht sich, und was zwischen Ankunft und Abreise erlebt wird, das ist nichts Ganzes.“
(S. 309)

Diese Gäste stehen alle an einem Wendepunkt ihres Lebens, treffen im Verlauf aufeinander, die Dominosteine fallen und am Ende ist nichts mehr so wie es vor dem Aufenthalt war.

Die Autorin entwarf hier ein atmosphärisches Sittengemälde der 20er Jahre und der oberen Gesellschaft.
Die Figuren stehen hierbei natürlich im Vordergrund und diese sind äußerst vielschichtig gezeichnet, während einem das Setting des Grand Hotels umgibt.
Mit einem flüssigen Schreib- und ruhigen Erzählstil, welcher direkt und poetisch zugleich ist, wird man in den Bann gezogen und blickt hinter so manche Türen des Grand Hotels. Man ist heimlicher Beobachter und erlebt die Gäste in ihren persönlichsten und intimsten Momenten – Momente, welche sie vor der Öffentlichkeit geheim halten und nur für sie bestimmt sind und somit wirft man einen Blick hinter all den Schein, welchen diese Figuren unbedingt aufrecht erhalten wollen.
Dabei wird einem klar, dass man Personen niemals nach dem äußeren Schein beurteilen sollte und jeder seine Kämpfe auszutragen hat. 

„Zehn Minuten nach neun fegt das unausgeschlafene Stubenmädchen in Numero 68 flüchtig den Staub fort, es wirft die welken Blumenarrangements weg, trägt die Teetasse hinaus, und zuletzt bringt es neue Bettwäsche – noch feucht vom Bügeln – für den nächsten Gast…“ (S. 163)

Fazit:
Mit diesem Buch tauchte ich in eine atmosphärische und auch tragische Geschichte ein, bzw. in tragische GeschichtEN.
Das Flair der 20er Jahre und des imposanten Grand Hotels umgaben mich und die Figuren zogen mich in ihren Bann. Wer auf ein Happy End hofft wird wohl nach dem Beenden des Buches enttäuscht sein, doch meiner Meinung nach war dieses Ende perfekt und authentisch, denn die Geschichte erzählt die Geschichte des Lebens.
Und am Ende sitzt man eventuell mit dem Buch in der Hand da und denkt über das Leben nach.
Das wird für mich mit Sicherheit nicht das letzte Buch von Vicki Baum sein.

© Pink Anemone (mit Bildern aus dem Buch, Autoren-Info, Link zu meinem Retro-Christmas-Special und Info zu den Verfilmungen)

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Cover des Buches Menschen im Hotel (ISBN: 9783462037982)AndreasKuecks avatar

Rezension zu "Menschen im Hotel" von Vicki Baum

Anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur: ein gelungenes Sittengemälde…!
AndreasKueckvor 8 Monaten

Die Drehtür des Berliner Grand Hotels rotiert: Gäste checken ein, checken aus, begegnen sich in der Lobby, im Tearoom oder im Wintergarten, und für einen kurzen Moment kreuzen sich ihre Lebensbahnen. Da haben wir den Generaldirektor Preysing, der sich voller Verzweiflung in Verhandlungen stürzt, um seine Firma zu retten. Im Nebenzimmer logiert der totkranke Buchhalter Otto Kringelein, der, nach einem unbedeutenden Dasein des Sparens und Darbens, noch einmal leben möchte. Der smarte Baron Gaigern ist ihm nicht ganz uneigennützig behilflich, eine gehörige Portion „Leben“ zu erfahren. Immer knapp bei Kasse aber auf großem Fuß lebend, schlägt er sich „hauptberuflich“ als Fassadenkletterer durch. Bei einem dieser Aktionen landet er im Zimmer der alternden und lebensmüden Primaballerina Grusinskaja. Doch anstatt ihr ihre berühmten Perlen zu stellen, findet er in ihr eine verwandte Seele auf der Suche nach Zuneigung und Glück. Ein kleines Stückchen Glück wünscht sich auch die kokette Sekretärin Flämmchen, die auf ihrer Suche danach durchaus gewillt ist, das unmoralische Angebot von Generaldirektor Preysing anzunehmen. Wenige Tage später, manchmal auch nur nach wenigen Stunden trennen sich diese Menschen wieder, doch ihre Begegnungen haben Spuren im Lebenslauf der anderen hinterlassen…!

Vicki Baums Roman „Menschen im Hotel“ erschien im Jahre 1929 mit dem treffenden Untertitel Kolportageroman mit Hintergründen: Jede*r ihrer Held*innen trägt eine Last auf den Schultern und droht, wie durch einen Mühlstein, der um den Hals gebunden ist, von ihr in den Abgrund gezogen zu werden. Jede*r versucht sich von dieser Last zu befreien, oder zumindest ein wenig Erleichterung zu erfahren. Ihre Schicksale liefern die nachvollziehbaren Beweggründe für die jeweiligen Taten, für die jeweiligen Entscheidungen. Das Nobelhotel, dieser Ort des Wohlstands und des Glamours dient als Projektionsfläche der Wünsche und Sehnsüchte: Hier scheint jede*r aus der Gewohnheit entflohen. Werte werden neu definiert.

Dieser über 90 Jahre alte Roman hatte mich schon nach wenigen Seiten gepackt: Ich war überrascht, mit welcher modern anmutenden Frische Vicki Baum ihre Sätze formulierte. Bar jeglicher Sentimentalität aber mit viel Einfühlungsvermögen offenbarte sie die Geschichten ihrer Held*innen und zeigte dabei viel Sympathie für deren Handlungen. So waren auch mir als Leser die Charaktere nie unsympathisch: Vielmehr verspürte ich Mitgefühl und Verständnis. Jeder Charakter war gleichsam interessant. Geschickt verwebte die Autorin die Handlungsstränge von Hotel-Gästen und -Personal miteinander und lieferte ein wechselvolles Sittenbild der damaligen Gesellschaft.

Der Roman wirkte auf mich, als würde ich einen Blick durch ein buntes Kaleidoskop wagen: nur eine kurze Drehung/ nur wenige Seiten und ein neues Bild entsteht. Gerade diese Vielschichtigkeit und das Hoffen auf Unvorhersehbares erzeugten für mich als Leser die Spannung bei der Lektüre. Ich konnte durchaus nachvollziehen, warum dieser Roman bei seiner Veröffentlichung so außerordentlich erfolgreich war und auch weiterhin seine Leserschaft verdient.

Vicki Baums Heldinnen & Helden haben das Hotel längst verlassen. Neue Gäste sind eingetroffen. Es herrscht ein emsiges Kommen und Gehen, und die Drehtür rotiert weiter und weiter und weiter…!

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Gespräche aus der Community

Wir möchten eine aufregende literarische Wiederentdeckung mit euch teilen und laden ein zur Leserunde zu Vicki Baums Roman »Vor Rehen wird gewarnt«.

Wir vergeben für diese Leserunde insgesamt 15 Rezensionsexemplare in Print.

Willkommen Bücherfreundinnen und –freunde,

 

wir laden euch herzlich zu einer neuen Leserunde ein. Diesmal haben wir euch einen großartigen Klassiker mitgebracht: »Vor Rehen wird gewarnt« von Vicki Baum. Der Roman wurde erstmals 1951 veröffentlicht und geriet dann in Vergessenheit. Wir finden, es ist höchste Zeit, diesen Text und die sensationelle Erzählerin Vicki Baum wiederzuentdecken. 

Wir suchen für diesen Roman 15 begeisterte Leserinnen und Leser mit ausreichend Zeit für die Leserunde (ab KW 9). Ihr könnt euch dafür bis 19. Februar 2020 bewerben. Schreibt uns gerne warum ihr »Vor Rehen wird gewarnt« mitlesen möchtet.

 

» Vor Rehen wird gewarnt.« Diesen Satz, den er einmal in einem Wildpark gelesen hat, kann Rechtsanwalt Watts nur jedem entgegnen, der von der zarten und aufopferungsvollen Ann Ambros spricht. Denn so rehäugig Ann auch durchs Leben geht, so rücksichtslos nimmt sie sich, was sie will. Sie verführt den Mann ihrer Schwester, treibt nicht nur San Francisco, sondern auch Wien zur Verzweiflung, sorgt dafür, dass sie stets das Beste bekommt und dass man ihr noch dankbar ist, wenn man ihr das letzte Hemd schenken darf. Vicki Baum erzählt von einer Frau, der man nicht in die Quere kommen will – und deren Bann man sich doch bis zur letzten Seite nicht entziehen kann.

 

Wir freuen uns darauf, unsere Begeisterung für diese Entdeckung mit euch zu teilen!

 

Die Autorin

Vicki Baum, geboren 1888 in Wien, zählt zu den größten Erzählerinnen der deutschen Literaturgeschichte. Im Berlin der Zwanzigerjahre war sie ein Medienstar – und reflektierte den Rummel doch immer ironisch. Ihr Roman ›Menschen im Hotel‹ wurde mit Greta Garbo in der Hauptrolle verfilmt. In Deutschland wurden Baums Bücher von den Nazis verbrannt und als »jüdische Asphaltliteratur« verfemt, weshalb sie 1931 nach Hollywood auswanderte. Im Exil schrieb Vicki Baum nur noch auf Englisch; nach Deutschland oder Österreich kehrte sie nie zurück. Mit ›Vor Rehen wird gewarnt‹ liegt ihr bester und lange Zeit vergessener Roman endlich wieder vor – und präsentiert Vicki Baum in neuem Licht als literarische Meistererzählerin.

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Letzter Beitrag von  SternchenBlauvor einem Jahr

Zusätzliche Informationen

Vicki Baum wurde am 24. Januar 1888 in Wien (Österreich) geboren.

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