Ihr Vater ist ein Mönch, ihre Mutter stammt aus einer alten tibetischen Familie – für die chinesischen Machthaber Grund genug, Soname und ihre Familie zu verfolgen. Im Alter von sechs Jahren wird sie nach Lhasa geschickt, wo sie in einem Haushalt Sklavendienste leisten muss. Zehn Jahre lang wird das kleine Mädchen wie eine Gefangene gehalten. Doch ihren Willen kann niemand brechen. Eines Tages ergreift sie die Gelegenheit zur Flucht über den Himalaya ...
Die Geschichte einer jungen Frau, die sich auf einen langen Weg begibt, um die Freiheit und sich selbst zu finden. (Quelle: Amazon)
Vor dem Erscheinen ihrer zweiten Biografie wollte ich noch mal dieses Buch lesen, das meine Mutter mir vor Jahren geschenkt hat.
Sonames Biografie hat mir gefallen. Sie war spannend zu lesen und ihr Leben vom Kind zur erwachsenen Frau von schweren Schicksalsschlägen geprägt. Um der harten Arbeit auf dem Land zu entgehen, wird sie von ihrer Mutter zu Verwandten nach Lhasa geschickt, welche das junge Kind schamlos als Dienstmädchen ausnutzen. Fluchtversuche scheitern und Soname wird erneut zurückgeschickt. Als ihr schließlich doch die Flucht gelingt, führt sie diese über den Himalaya nach Indien und schließlich nach Frankreich und von dort aus nach England, wo sie schlussendlich aus ihrem Talent dem Singen profitiert.
Soname ist sympathisch und unverblümt berichtet sie über ihr Leben und ihre Eindrücke in anderen Ländern. Sie erzählt von ihrer tibetischen Familie und den Traditionen sowie den Differenzen zwischen Tibet und China. Man erfährt mehr über ihr ständiges auf und ab mit wechselnden Jobs, Männern und später über ihren Kampf ihrer Tochter näher zu kommen, die sich über die Jahre von Soname entfremdet hat.
Ich fand es sehr ergreifend wie mutig Soname sich immer wieder aufgerappelt hat, nachdem es mal schlechter für sie lief und wie viel Glück sie hatte, dass sie immer genau die richtigen Leute kennen gelernt hat, die ihr weiterhalfen. Sie hat viel erlebt und beide Seiten des Lebens kennengelernt. Von tiefster Armut bis zu Reichtum in einem späteren Bekanntenkreis.
Sonames Musik habe ich mir auf Youtube angehört und vor allem Sun and Moon, Running Like Children und Spirit Within haben mir besonders gefallen. Ich höre zwar sehr viel asiatische Musik, aber das war mein erstes Mal, dass ich in tibetische Musik reingehört habe und war begeistert. Die Songs sind traditionell, haben einen harmonischen Klang und sind eher ruhig gehalten. Soname hat eine tolle Stimme und ich finde beim Lesen hat es super gepasst.
Eine interessante und bewegende Biografie einer Tibeterin, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Ich fand es toll, wie unbekümmert Soname durchs Leben geht und sich nicht unterkriegen lässt. Ganz nebenbei gibt es auch noch Einblicke in verschiedene Länder und zwischendurch gibt es immer mal wieder ein paar schwarz-weiß Fotos, die die Biografie passend unterstreichen.
Eine gewagte Flucht



