Vicky Dreiling

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von How to Seduce a Scoundrel, How to Marry a Duke und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Vicky Dreiling

Vicky DreilingHow to Seduce a Scoundrel
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How to Seduce a Scoundrel
How to Seduce a Scoundrel
 (1)
Erschienen am 28.06.2011
Vicky DreilingHow to Marry a Duke
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How to Marry a Duke
How to Marry a Duke
 (1)
Erschienen am 02.02.2011
Vicky DreilingHow to Ravish a Rake
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How to Ravish a Rake
How to Ravish a Rake
 (0)
Erschienen am 30.03.2012
Vicky DreilingWhat a Devilish Duke Desires
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What a Devilish Duke Desires
What a Devilish Duke Desires
 (0)
Erschienen am 24.02.2015

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Rezension zu "How to Marry a Duke" von Vicky Dreiling

Rezension zu "How to Marry a Duke" von Vicky Dreiling
hanavor 8 Jahren

Ich muss sagen, dass mich Vicky Dreiling mit ihrem Debütroman überzeugen konnte, trotz einiger Schwächen, die sich leider negativ auf die Gesamtwertung ausüben. Und da mir "How to Marry a Duke" so gut gefallen hat und seit längerem endlich wieder ein Historical war, der mich richtig fesseln konnte, musste ich mir auch den nächsten Roman von Vicky Dreiling vorbestellen und zwar "How to Seduce a Scoundrel", die Geschichte zwischen Julianne und Hawk. Hoffentlich schafft es Vicky Dreiling sich beim nächsten Teil noch zu steigern.

Sprachlich ist "How to Marry a Duke" relativ einfach gehalten, im Gegensatz zu anderen Historicals musste ich mich nicht mit einem Wörterbuch bewaffnet oder auch einem großen Fragezeichen über meinem Kopf durch die ersten Kapitel kämpfen, sondern habe sofort in die Geschichte hineingefunden. Englisch-Guru's mögen es zwar anders sehen, aber ich war froh über ein derartig entspanntes fremdsprachiges Lesen.

Die Idee hinter dem Roman ist originell und erinnert stark an "Der Bachlor", einer TV-Show in der Frauen um das Herz eines Mannes kämpfen, Zickereien und Intrigen sind natürlich auch bei "How to Marry a Duke" inklusive. ;-) Allerdings ist die Idee in Historicals wahrscheinlich deshalb so neu, weil es schwer ist das Thema in der damaligen Zeit glaubwürdig umsetzen und leider ist dies Vicky Dreiling auch nur mittelmäßig gelungen. Wenn ich ehrlich bin ist es ihr überhaupt nicht gelungen, obwohl ich kein Experte in Sachen "Regency" bin, fand ich einige Ideen einfach zu abgedreht, als das dies auch nur ansatzweise in der damaligen Zeit funktioniert hätte, so habe ich es zumindest empfunden. Zusammen mit der teilweise zu modernen Sprache und einigen anderen zeitlich unpassenden Szenen kam dann leider bei mir nicht ganz die gewünschte Atmosphäre an. Besonders nach Tristans Entscheidung am Ende fehlten mir ein paar Erklärungen von zwei bestimmten Seiten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass seine Entscheidung dort jubelnd aufgenommen wurde. Aber um ehrlich zu sein, das hat mir überhaupt nichts ausgemacht, der Roman war eine erfrischende Abwechselung zu anderen Historicals, aber immer muss ich derartige Geschichte dann doch nicht haben.

Vicky Dreiling hat teilweise versucht die Charaktere tiefgründig darzustellen, meiner Meinung ist es ihr aber nur mittelmäßig gelungen. Insgesamt gibt es in "How to Marry a Duke" nichts zwischen Schwarz und Weiß, auch wenn die Farbe einzelner Personen zu Beginn vielleicht nicht ganz klar sein sollte, am Ende ist jedoch klar in welche Kategorie (Gut oder Böse) man die einzelnen Personen einzusortieren hat. Dies fand ich etwas schade, da ich kein Freund von allzu farbloser Malerei bin.

Tristan vereint gleichzeitig alle möglichen Charaktereigenschaften in einer Person, wieso auch auf etwas festlegen, wenn man alles haben kann. ;-) Er wird als Rake dargestellt (Wieso eigentlich?), ist aufbrausend und bildet sich zu schnell eine Meinung, er ist pflichtbewusst, sanft und liebevoll, aber voller erotischer Energie, entscheidet sich jedoch schnell für ein zeitweiliges Zölibat, was ihm natürlich äußerst schwerfällt, und nimmt liebendgerne jegliche Schuld auf sich, eine ernstgemeinte Entschuldigung kommt ihm da natürlich auch flott über die Lippen. Er versucht die Ehre seiner Familie nicht zu beschmutzen, trifft sich aber trotzallem ohne Anstandsdame mit Tessa und fährt mit ihr allein in einer Kutsche. Also ich glaube in ihm findet jede Leserin etwas das ihr gefällt und ich muss sagen, ich fand ihn sympathisch. ^^
Lediglich Tessa bietet etwas mehr Facetten, nur an der Umsetzung hat es meiner Meinung nach gehapert. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Sache zwischen ihr und Richard am Ende eine größere Rolle gespielt hätte. Aber wie auch im Rest des Romans läuft in diesem Fall alles etwas zu perfekt ab, wer Friede, Freude und Eierkuchen liebt, hat in "How to Marry a Duke" den richtigen Roman gefunden. Egal wie groß das Hindernis auch sein mag, es stellt nicht lange ein Problem dar.

Die Beziehung zwischen Tessa und Tristan beruht mehr auf gegenseitiger sexueller Anziehung als auf romantischen Gefühlen, die bis zum Ende kaum eine Rolle spielen. Es ist nicht so, dass ich nicht nachvollziehen konnte, wieso sich die beiden ineinander verliebt haben, schließlich passen sie sehr gut zusammen, aber irgendwie fehlten mir romantische Szenen. Allerdings hat mich das Ende für den Mangel an Romantik entschädigt, den Heiratsantrag fand ich einfach unglaublich süß.

"How to Marry a Duke" war erotischer als andere Historicals, allerdings nicht so erotisch wie ich es erwartet hatte. Da eher die sexuelle Anziehung zwischen Tristan und Tessa im Vordergrund stand und dadurch die Romantik etwas untergegangen ist, hätte ich mir eindeutig mehr erotische Szenen versprochen. Wenn ich schon auf großartige Romantik verzichten muss, möchte ich auch etwas im Gegenzug geboten bekommen. ;-) Gefreut habe ich mich über eine heiße Szene in einer Kutsche, das letzte Mal, dass ich derartiges Lesen durfte ist schon viel zu lange her.

Auch wenn ich viel zu bemängeln hatte wurde ich von diesem Roman gefesselt und in den Bann gezogen, ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und wie Tristan und Tessa es am Ende schaffen zusammen zu sein. Es wäre mir zwar lieber gewesen, wenn die Dramatik und Spannung noch etwas intensiver gewesen wäre und nicht zu jedem Problem allzu schnell eine Lösung in Aussicht gestellt werden würde. Selbst wenn diese nicht immer direkt auf dem Silbertablett geliefert wurde, gaben Gespräche etc. schnell Aufschluss über den weiteren Verlauf der Geschichte.

Fazit:

Ein guter Debütroman, der mich aber trotz aller Schwächen fesseln konnte, es fehlte lediglich die historische Atmosphäre.

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