Victoire Dauxerre Size Zero

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Size Zero“ von Victoire Dauxerre

Victoire steht kurz vor dem Abitur, als sie mit 17 von einem Modelscout angesprochen wird. Sie unterschreibt bei der renommierten Agentur ELITE. Damals wiegt sie 56 Kilo bei einer Körpergröße von 1,78 m – zu viel! Um den tyrannischen Forderungen der Branche zu entsprechen, beugt sie sich dem Diätwahn und erkrankt schließlich an Anorexie. Prompt wird sie eines der gefragtesten Models und läuft für Häuser wie Céline oder Miu Miu. Hinter dieser schillernden Fassade erkennt Victoire schnell ein gnadenloses System, in dem junge Frauen nicht mehr sind als seelenlose Kleiderständer. Sieben Monate nach ihrem Model-Debüt versucht sie, Selbstmord zu begehen. Seitdem kämpft sie gegen den unmenschlichen Magerwahn in der Modebranche.

Stöbern in Biografie

Max

Ein wirklich intensiver Roman, aus dessen Sätzen einem die Leidenschaft für Kunst, Liebe und Sein förmlich entgegenspringt... LESENSWERT!

SomeBody

Slawa und seine Frauen

Autobiographisches Debüt. Nett zu lesen, aber wenige Highlights einer deutsch-ukrainischen Familienzusammenführung.

AnTheia

Gegen alle Regeln

biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"

Buchmagie

Eisgesang

Toller Reisebericht, der auch Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Autorin gibt.

MissPommes

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Witzige Einblicke in Lauren Grahams Leben. Als wäre man mit ihr in Lukes Diner zum Kaffee verabredet. Herrlich!

I_like_stories

Neben der Spur, aber auf dem Weg

Ein tolles Buch, das ADS endlich auch für nichtbetroffene Greifbar und Erklärbar macht und das betroffenen Mut gibt. Danke!

I_like_stories

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Einblick in die Modelwelt

    Size Zero
    Blacksally

    Blacksally

    30. May 2017 um 10:58

    CoverIch finde das das Cover sehr viel aussagt. Man sieht sehr gut wie abgemagert die Autorin auf dem Bild aussieht und auch die Größe des Titels ist gut gewählt, denn es ist ein wichtiges Thema.ProtagonistinVictoire wird von einem Modelscout beim Einkaufen entdeckt, damit beginnt die ganze Geschichte. Ein Traum sollte man denken, doch dem ist nicht so. Victoire wird in die Magersucht getrieben, auch von ihrem eigenen (wohl etwas zu großen) Ehrgeiz. Mit 17 Jahren kommt sie mir dennoch eher Naiv vor und sie ist auch jemand der nicht sehr selbstständig ist. Ständig ist Mama mit von der Partie und ohne diese hätte sie wahrscheinlich garnicht erst so lange durchgehalten. Ich fand es etwas schade, denn eigentlich dachte ich, das es sich hier um eine Selbstbewusste junge Frau handelt. SchreibstilDer Schreibstil ist Tagebuchartig geschrieben und hat mir gut gefallen. Die Autorin zeigt wie schlimm es hinter den Kulissen der Modewelt zugeht und man bekommt schockierende Einblicke in das ganze. Ich selbst kann mir das alles schon sehr gut vorstellen und bedauere jede junge Frau, die sich entscheidet Model zu werden. Im mittleren Teil des Buches findet man ein Foto-Tagebuch der Autorin, das mir sehr gut gefallen hat.  Die Autorin kenne ich als Model übrigens nicht, da ich hier nicht so auf dem laufenden bin.AutorinVictoire Dauxerre wurde 1992 in Paris geboren. Vor wenigen Jahren war sie eines der meistgebuchten Laufsteg-Models und absolvierte Modeschauen in Paris, Mailand und New York für zahlreiche große Designer. Nach einem harten Kampf gegen die Magersucht studiert sie heute Schauspielerei und Theater in England. Seit ihr Buch in Frankreich erschienen ist, setzt sie sich medienwirksam gegen das fragwürdige Schönheitsideal im Modelbusiness ein.FazitEin Buch das einem die Augen öffnet, wenn man bereit dazu ist, hinter die Kulissen zu sehen. Ich fand es sehr informativ und gut geschrieben

    Mehr
  • Erschreckende Einblicke

    Size Zero
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    24. February 2017 um 14:34

    Erschreckende Einblicke Wenn wenigstens am Ende der Selbstkasteiung dann so richtig was herausgesprungen wäre…. Aber das war wohl von vorne herein klar, dass auch in der Modebranche, oder gerade da, auch finanziell sich jeder selbst der Nächste ist und Sätze wie: „Das strecken wir vor“ kritisch gehört werden müssen. Was nicht einfach ist, wenn man gerade 18 Jahre alt ist und einem die Zukunft als Model in den schönsten Farben geschildert wird. Und am Ende? Nach knapp einer Saison, einem Titelbild auf einer Modezeitschrift, Dutzenden von Castings und durchaus einer erklecklichen Zahl von „Gebucht Werden“ in New York, Mailand, Paris? „Zog man die Provisionen für dieses und jenes ab, dann war die Bilanz niederschmetternd“. Und nicht nur das, niemand hatte gesagt, dass die kleinen „Geschenke“ der Designer am Ende der Modenschauen eben das Honorar darstellten, nicht als Zugabe gedacht waren. Hektik, in den Betrieb der weltweiten Mode eingeschleust werden, funktionieren müssen. Vor allem aber Größe 0 tragen können und dafür abnehmen, abnehmen, abnehmen. Und prima ist das für die Agentur und den Agenten, wenn jemand wie Victoire Dauxerre sich von sich aus darauf einlässt, jeden Bissen kontrolliert, zwanghaft auf die Waage starrt und sich, bereits bemitleidenswert dünn, immer noch „zu fett fühlt“. Die Schilderungen des ehemaligen Models lassen da den Leser nicht kalt. Das immerwährende Gefühl von Kälte. Die drei Äpfel am Tag als Nahrung, hier und a ein Stückchen Hühnerfleisch. Die Eindrücke „hinter den Kulissen“. Wenn das Fernsehen kommt, dann greifen sich die Models flugs Muffins, die umgehend auf der Toilette wieder entsorgt werden, wenn die Kameras den Raum verlassen haben. Nur der schöne Schein ist es, der zählt, in jeder Hinsicht. „Busse, Bussi“, solange man funktioniert, Geld bringt, nicht aufmuckt und nicht anstrengend wird. Ein Pseudo-Familie, die nun gerade für junge Mädchen einzuschätzen und auszubalancieren ist, denn der Wunsch zu gefallen, die Lust an der versprochenen Karriere, die vielen Eindrücke, das deckt sich mit dem „Gefallen wollen“, mit der Bereitschaft, sich ganz einzubringen. Und auch das spürt man ja bei allem kritischen Unterton des Buches, der Stoltz, die Erinnerungen an Modeschauen gerade im Bildteil des Buches. Gut, dass Dauxerre dem entkommen ist, ebenso klar aber, dass es eine prägende Zeit für das Model war. Was Dauxerre angeht mit einem dramatischen Schlusspunkt, den sie unprätentiös schildert, der aber gerade deswegen den Leser nicht so leicht wieder loslässt. Und auf den Punkt bringt, was vom „Sein“ hinter dem schönen und ach so einander zugewandtem „Schein“ wirklich zu halten ist. Ein Buch, nach dessen Lektüre man jedes Verbot magerer Models bestens versteht.

    Mehr