Victor Chu

 3.3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Vaterliebe, Von der schwierigen Kunst, treu zu sein und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Victor Chu

Vaterliebe

Vaterliebe

 (2)
Erschienen am 20.02.2016
Von der schwierigen Kunst, treu zu sein

Von der schwierigen Kunst, treu zu sein

 (2)
Erschienen am 26.03.2008
Die Kunst, erwachsen zu sein

Die Kunst, erwachsen zu sein

 (1)
Erschienen am 16.09.2014
Lebenslügen und Familiengeheimnisse

Lebenslügen und Familiengeheimnisse

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Erschienen am 16.09.2014
ÜBERLEBEN IN DER LEBENSMITTE

ÜBERLEBEN IN DER LEBENSMITTE

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Erschienen am 12.09.2014
Liebe, Treue und Verrat

Liebe, Treue und Verrat

 (0)
Erschienen am 15.09.2014

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M

Rezension zu "Vaterliebe" von Victor Chu

Ein umfassender Blick auf eine lange Zeit vernachlässigte „Lebens-Wichtigkeit“
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Ein umfassender Blick auf eine lange Zeit vernachlässigte „Lebens-Wichtigkeit“

„Erziehung = Sache der Mütter“.

Das galt über Jahrhunderte, Jahrtausende lang. Doch selbst zu den Zeiten, als Väter sich am stärksten distanzierten und Väter als ferne, unnahbare Autoritätspersonen in den Augen der Kindern ihre Bahn zogen, „da draußen“ in der geheimnisvollen Welt der Arbeit, der Geschäfte, des Berufes, zu allen Zeiten hatten und haben Väter eine ebenso zentrale und wichtige Rolle in der Prägung ihrer Kinder, wie Mütter.

Die Frage ist nur, ob Väter diese Rolle für sich annehmen und gestalten.

Victor Chu hat sich in diesem vorliegenden Werk in umfassender Form mit „dem Vater“, konkreter noch der „Vaterliebe“ beschäftigt. Wohl kaum ein anderes Buch zum Thema biete eine solche Breite der Betrachtung, die in wichtige Klarheiten einmünden.

Beginnend damit, wie Kinder das Leben auch der Väter verändern, wie die eigene Kindheit wieder in den Blick tritt, wie aus einer geraden Linie des Lebens eine Spirale wird, und einem Vater eine neue, der eigenen Kindheit gegenüber komplementäre Rolle zuweist.

Komplexe innere Vorgänge der Erfahrung nun (statt nur des verstandesgemäßen Wissens), wie das Leben sich fortschreibt, wie man kommt, vorwärtsgeht und dann zurückbleibt, um das eigene Kind dann nach vorne eilen zu sehen. Wie bei einer Rakete (sehr treffend gelingt es Chu immer wieder, griffige Bilder für seine Aussagen zu finden) geht es um Schubkraft. Die „von hinten“ zu spüren ist und die nach vorne dann sich weitervermittelt.

Eine Kraft, die letztlich auch entscheidet, ob man Kinder bekommt oder nicht. Und dabei ist eben jene „Vaterliebe“ gerade für Männer ein entscheidendes Kriterium. Und das ist weit mehr, als die Stellung des Vaters bis in die Gegenwart hinein als für das Kind „notwendiges Übel“, als „Nebenrolle im Familiengefüge“.

Dem stellt Chu sich energisch gegenüber, führt vom grundlegenden Verständnis der Rolle von Vätern (im Kern für die Zeit seit dem ersten Weltkrieg) in die „ideelle Möglichkeit“ und die emotionale Breite der Vaterschaft, die sich in der Gegenwart abbildet, möglich ist und sich als Wunsch auch immer breiter artikuliert. Wobei er im Stil in bester Weise persönliche Erfahrungen und griffige Fallbeispiele einfließen lässt, denen er jeweils einen theoretischen Unterbau zur Seite stellt.

Intensiv und interessant ist so zu lesen, wie das aggressive, autoritäre und strenge Verhalten der „Kriegsväter“ in deren Lebenslauf und Lebenserfahrungen begründet ist, aber auch, welche Folgen diese innere Haltung und Entwicklung der Kriegsgenerationen nach sich zog.

Das Vater sein mehr ist, als materielle Versorgung zu sichern, erläutert Chu im Folgenden überzeugend. Als Vorbild, als „Hinweiser“ auf den Beruf, als „Stütze“ für Söhne und Töchter, als Entwickler und Ermöglicher, aber auch als eine Art intrensischer Antreiber. Wie sich die Arbeitshaltung des Vaters auf die Laufbahn der Kinder, die allgemeine Haltung zum Leben und zu Herausforderungen in der Weitergabe auch von Erwartungen manifestiert, das ist alles im Einzelnen vielleicht nicht unbekannt, ergibt aber gerade in dieser kongenialen und einfühlsamen Zusammenschau ein überaus klares und überzeugendes Bild.

Ein Bild, das den Leer auch emotional trifft (vor allem, wenn er Vater ist, aber auch im Blick auf den eigenen Vater“.

„Odyssee und Heimkehr es verlorenen Vaters – oder: Wie können Väter zu ihren Kindern zurückfinden“, dieses „Refathering“, so nüchtern sich Chu auch ausdrücken mag, lässt den Leser nicht unberührt sondern berührt tief existenzielle Beziehungen und Momente des eigenen Lebens.

„Obwohl mein Vater nun schon zwanzig Jahre tot ist, entwickelt sich unsere Beziehung immer weiter“. Und das ist kein Paradox, vollendet man die Lektüre des Buches in ihrer umfassenden Breite. Denn nicht nur gewinnt ein Mann, wenn er Vater wird, klare und konkrete Chancen der Entfaltung (die Chu strukturiert aufzählt und erläutert), sondern Vaterschaft endet eben nie (solange das Kind lebt und solange das Kind an eigene Kinder weitergibt, was an „Schubkraft“ gesetzt wurde).

Eine überzeugende, nüchtern-klar verfasste und dennoch berührende Anleitung und Motivation zum (bewussten) Vatersein als „Kraft zur Identität“ gerade, aber nicht nur, für die eigenen Söhne.

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Rezension zu "Von der schwierigen Kunst, treu zu sein" von Victor Chu

Leider eher schwach
Schelmuffskyvor 4 Jahren

Ich wollte ein Buch über (Un-)Treue lesen, fand aber leider einen Text vor, der sehr viele Klischees aneinanderreiht (Chef liebt Sekretärin ...), so dass ich mich oft gefragt habe, ob die erwähnten Beispiele aus der therapeutischen Praxis oder dem Vorabendprogramm stammen. Einen Konjunktiv sucht man in diesem Buch vergeblich, alles läuft nach dem Schema "Wenn...., dann...", alles scheint monokausal, und genauso eindimensional sind dann viele der Ratschläge, die Chu erteilt. Vielleicht gibt es Menschen, die daraus einen Gewinn ziehen. Ich fand nur wenige Anregungen, zu wenige.

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Rezension zu "Lebenslügen und Familiengeheimnisse: Sich selbst erkennen - freier leben" von Victor Chu

Warum es sich lohnt, Familiengeheimnissen auf die Spur zu kommen.
Aliravor 4 Jahren

Dieses Buch ist für Menschen gedacht, die unter einem Familiengeheimnis leiden, oder selbst Geheimnisträger innerhalb ihrer Familie sind.

Es zeigt anschaulich, wieviel Leid Familiengeheimnisse (immer!!) anrichten und gibt Unterstützung für die eigene Aufdeckung von Lügen und Geheimnissen.

Großer Nachteil: Dieses Buch ist leider nur noch antiquarisch erhältlich.



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