Victor Hugo Der Glöckner von Notre-Dame

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Inhaltsangabe zu „Der Glöckner von Notre-Dame“ von Victor Hugo

Vielfach verfilmt und für die Bühne adaptiert hat Victor Hugos schillernder Roman 'Der Glöckner von Notre-Dame' (1831) einen festen Platz unter den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Hugos höchst kunstvolle Verbindung des historischen Sujets mit den poetischen Idealen der Romantik fand bis heute kaum ihresgleichen: Eingebettet in glänzende Schilderungen des mittelalterlichen Lebens in Paris erzählt der französische Dichter die Geschichte des missgestalteten Glöckners Quasimodo, dessen selbstlose, aber heimliche Liebe zu der feurig-schönen Esmeralda erst im Tod Erfüllung findet.

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, obwohl ich mich mit keiner Figur identifizieren kann. Aber die Tragik fesselt mich immer wieder!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein sehr spannendes und nachdenkliches Buch. Es lohnt sich, das Buch zu lesen.

— Ophiuchus
Ophiuchus

Gutes Buch! Hat mich nachhaltig beeindruckt.

— yafall
yafall

Ein wirklicher Klassiker und eine eindeutige Liebeserklärung an Paris und natürlich an Notre-Dame

— Tammy1982
Tammy1982

Muss man gelesen haben!

— Hallorin
Hallorin

Eine tragische Geschichte über Liebe,Hass u. Eifersucht und trotzdem musste ich des Öfteren, aufgrund des Humors und Sarkasmus Hugo's lachen

— Ambermoon
Ambermoon

Victor Hugo muss man lieben - oder es lassen! Die Geschichte des Glöckners ist nicht unbedingt leichte Kost, doh wunderschön und traurig!

— Wortteufel
Wortteufel

Schön düster und kein happy End ...

— gisellasanti
gisellasanti

Darstellung des Grotesken in Perfektion

— Vierteldeern
Vierteldeern

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  • Rezension ,,Der Glöckner von Notre-Dame''

    Der Glöckner von Notre-Dame
    Ophiuchus

    Ophiuchus

    05. August 2016 um 21:16

    ,,Als sie eines Morgens erwachte, sah sie in ihrem Fenster zwei Vasen mit Blumen stehen. Die eine war aus schönem, strahlendem Kristall, doch sie war zersprungen, das Wasser sickerte heraus, und ihre Blumen waren verwelkt. Die andere war aus grobem, gewöhnlichem Ton, doch das Wasser hatte sich in ihr gehalten, und ihre Blumen waren frisch und farbig. Ich weiss nicht, ob es Absicht war, aber die Esmeralda nahm den verwelkten Strauss und trug ihn den ganzen Tag an der Brust.'' (Aus dem 4. Kapitel Ton und Kristall) Der Glöckner von Notre-Dame ist ein historischer Roman, der 1831 erschienen ist, dass ein buntes und umfangreiches Bild des französischen Spätmittelalters aufzeigt.  Die Handlung spielt im 15. Jahrhundert in Paris. Der missgestaltete Quasimodo wird vor der Kirche Notre-Dame ausgesetzt. Der Domprobst Frollo nimmt ihn auf und lässt ihn später als Glöckner arbeiten. Eines Tages himmelt Frollo die Zigeunerin Esmeralda an, sodass er Esmeralda von Quasimodo entführen lässt. Dabei wird Quasimodo erwischt und landet im Gefängnis. Doch auch er selbst verliebt sich in die schöne Esmeralda. Der Roman beinhaltet einige Handlungsstränge, die nach und nach ineinanderfliessen. Die Geschichte vom hässlichen Glöckner Quasimodo, der sich in die bildschöne Zigeunerin Esmeralda verliebt, ist nur einer dieser Stränge. Aus diesem Grund kann der Anfang sehr beschwerlich sein. Besonders die Sprache und der Stil sind gewöhnungsbedürftig. Aber nach und nach erkennt man, dass der Roman ein Meisterwerk ist. Hugo schafft es, uns in die Charaktere hineinzuversetzen und uns in die französische Stadt herzubringen. Wir fühlen mit den Charakteren. Der Roman hat amüsante Szenen, ist voller philosophischer Fragen, lehrt uns die Architektur zu lieben und weist uns hin zur Erkenntnis der wahren Schönheit. Mein Fazit ist: Der Roman ,,Der Glöckner von Notre-Dame'' erzählt nicht nur eine tragische Liebesgeschichte, sondern er lehrt uns über die wahre Schönheit, die in uns allen steckt.  Für mich hat es sich eindeutig gelohnt das Buch zu lesen, weil es mich aus meiner Realität entführte und weil das letzte Kapitel, das schönste Ende war, das ich je gelesen habe. Ein Zitat aus dem Buch: „‚Wisst Ihr, was Freunschaft ist?‘ fragte er. ‚Ja‘, antwortete die Zigeunerin. ‚Freund sein heißt Bruder und Schwester sein, zwei Seelen, die sich berühren, ohne sich zu vermischen, zwei Finger an derselben Hand.‘ ‚Und die Liebe?‘ fuhr Gringoire fort. ‚Oh, die Liebe!‘ sagte sie mit zitternder Stimme und strahlenden Augen. ‚Sich lieben heißt zwei sein und doch eines sein. Ein Mann und eine Frau, die sich zum Engel verschmelzen. Die Liebe ist der Himmel.'“ (Aus dem 7. Kapitel eine Hochzeitsnacht)

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  • Nicht nur für die Schule

    Der Glöckner von Notre-Dame
    michaela_g

    michaela_g

    16. May 2016 um 11:41

    Der Käufer muss sich in der Tat bemühen, den Stoff zu lesen. Einverstanden, ist es kein leichter Stoff. Ganz ehrlich, ich liebe E-Books. Und jetzt brauche ich nur noch die Zeit alles zu lesen. Ich sage euch, nach sicherlich fünf Seiten setzt der Lesegenuss ein. Ich bin davon überzeugt, diese Geschichte verdient es. Zu Beginn ist es etwas anstrengend zu genießen, aber das gibt sich schnell.

  • Meine Rezension zu "Der Glöckner von Notre Dame"

    Der Glöckner von Notre-Dame
    Mizuiro

    Mizuiro

    27. January 2016 um 22:10

    Der Glöckner von Notre-Dame ist ein Klassiker. Und Klassiker sind - wenn auch nicht alle wohlgemerkt! - gerne mal langwierig und schwer zu lesen. Der Schreibstil ist meistens großartig, doch oft liegt die Genialität solcher Werke in Anspielungen und Denkanstößen, die für moderne Leser teilweise nicht so einfach nachzuvollziehen sind. Wer zum Vergnügen liest, hat heutzutage verständlicherweise nicht immer die Lust, sich mit Sekundärliteratur über sein Buch zu überhäufen. Und genau das ist der Blickwinkel aus dem ich meine Rezension schreibe...  Der Glöckner von Notre-Dame erfüllt seine Pflicht durch seitenlange Abhandlungen über Besonderheiten der Architektur oder Strömungen der Philosophie. Und natürlich besteht es aus vielen langen Sätzen, so wie es sich gehört. Weil Hugo den Anfang der Vorstellung verschiedenster Figuren widmet, wobei am Anfang nicht klar wird, welche nun für den Verlauf der Handlung wirklich für Bedeutung sein werden, habe ich ein bisschen gebraucht um in die Welt dieser Geschichte einzutauchen. Außerdem finden sich zahllose französische Namen, die vermutlich alle geistreiche Anspielungen auf irgendjemanden sind, die ich aber leider nicht verstanden habe... Auch wenn sich schon von Anfang an der großartige Schreibstil abzeichnet (ich liiebe lange Sätze!), war ich am Anfang nicht so überzeugt, dass dieses Werk es schaffen würde, mich fesseln zu können. Aber dann! Die anfängliche Anstrengung hat sich gelohnt und ungefähr nach 50 Seiten ist der Einstieg in ein großartiges Leseerlebnis gelungen. Stellenweise war Der Glöckner von Notre-Dame so spannend, dass ich es einfach nicht weglegen konnte! Wenn sich auch hin und wieder ein Kapitel einschleicht, dass wenig zur Handlung beiträgt und somit die Spannung unterbricht ist die Geschichte doch schlichtweg wunderbar erzählt. Die parallelen Handlungsstränge, die Erzählungen aus den Blickwinkeln verschiedener Figuren... Es ist kurzum: Wirklich meisterhaft. Das Buch hat wirklich alles, was man sich wünschen kann: Ich habe gelacht (ja, es ist stellenweise WIRKLICH, RICHTIG lustig), ich habe geweint und ich habe geflucht. Wenn man möchte kann man sich auf Spurensuche nach literarischen Querverweisen begeben und wenn nicht, kann man es bleiben lassen und trotzdem Spaß am Lesen haben. Fazit: Der Glöckner von Notre-Dame ist es durchaus wert, einfach nur zum Vergnügen gelesen zu werden und ich kann es wirklich nur empfehlen. Und jetzt mache ich mich auf die Suche nach der Disney-Filmversion des Buches, die ich nämlich nie gesehen habe und auf deren Umsetzung ich ja mal sehr gespannt bin. Denn für Kinder wurde dieses Buch wohl eher nicht geschrieben und ich frage mich, wer auf die Idee gekommen ist, daraus einen Kinderfilm zu machen... Fünf Sterne und weg

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  • Eine Reise in das finstere Mittelalter

    Der Glöckner von Notre-Dame
    blauerklaus

    blauerklaus

    „Ich habe in diesen Tagen… –Notre-Dame de Paris- gelesen und nicht geringe Geduld gebraucht, um die Qualen auszustehen, die diese Lektüre mir gemacht hat. Es ist das abscheulichste Buch, das je geschrieben worden!...“ . So urteilte Johann Wolfgang von Goethe im Juni 1831 über Hugos Roman. Auch wenn ich Goethes Meinung nicht teile, muss ich zugeben, dass man –zumindest in der ungekürzten Version- stellenweise Geduld braucht um in den Genuss dieses Romans zu kommen. Der Kern der Handlung dürfte den meisten bekannt sein: Die tragische Liebesgeschichte des buckligen Quaismodo zur Zigeunerin Esmeralda, die durch eine Intrige des ebenfalls in sie verliebten Domprobst Claude Frollo zum Tode verurteilt wird. Auf diese Geschichte beschränken sich auch die zahlreichen Adaptionen für Film und Fernsehen und wer den Disney-Film kennt wird hier wohl ziemlich geschockt über die literarische Vorlage sein. Der Originaltitel „Notre-Dame de Paris“ verrät bereits, dass es Hugo hier nicht allein um die Erzählung einer Liebesgeschichte geht. Vielmehr ist es für ihn eine Liebeserklärung an das Paris und die Kirche Notre-Dame im Jahre 1482. Mit sehr viel Empathie und Liebe zum Detail beschreibt Hugo das Paris im damals wirklich „finsteren“ Mittelalter. Man merkt, dass er intensiv über die damalige Architektur und Lebensverhältnisse in Paris recherchiert hat. Sehr interessant waren hierbei die Befürchtungen zu lesen, dass die seinerzeit aufkommende Buchdruckkunst die Kunst der Architektur zerstören könnte. Diese Detailverliebtheit mag wohl auch der größte Kritikpunkt sein . Ganze Kapitel, die sich mehr oder weniger wie ein historischer Stadtplan von Paris lesen, erfordern ein gewisses Durchhaltevermögen. Dazu kommen noch 354(!) Fußnoten, von denen eine Vielzahl eine Übersetzung von lateinischen Zitaten ist, die für mich nicht zur Geschichte beitragen. Dafür wird man jedoch auch mit viel Humor und Gesellschaftskritik an den feudalen Strukturen im Mittelalter belohnt. Hier schafft es Hugo wirklich stellenweise meisterhaft die aberwitzigen Auswüchse dieses Systems ad absurdum zu führen. Höhepunkt hier für mich die Beschreibung der Gerichtsverhandlung in der der taube Richter über den ebenfalls tauben Quasimodo zu urteilen hat. Das ist Satire vom Feinsten. Alles in allem ein heute noch aktueller Klasssiker, den ich (trotzdem) mit Genuss gelesen habe. Ganz so viel Spaß wie bei Dickens und Balzac hatte ich dann aber doch nicht, daher „nur“ vier Sterne.        Die Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe von Fischer-Klassik, übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Hugo Meier (Lizenzausgabe des Manesse-Verlages). Sehr lobenswert hier wieder die zusätzlichen Informationen (Anmerkungen, Daten zu Leben und Werk Victor Hugos, Auszug aus Kindlers Literatur-Lexikon zum Roman).

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    • 4
  • Paris nicht nur aus der Vogelschau

    Der Glöckner von Notre-Dame
    disadeli

    disadeli

    07. November 2015 um 00:02

    Zunächst war Hugos Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig. Das Durchhalten hat sich aber definitiv gelohnt. Ohne visuelle Unterstützung sind die Architektur- und Stadt-/Umgebung-beschreibenden Kapitel etwas anstrengend und dennoch sehr informativ. Hugo schreibst ausführlich, vorstellbar, kritisch und auf eine ganz eigene Art durchaus humorvoll. Die Geschehnisse sind sehr bewegend, dramatisch aufwühlend, häufig recht brutal. Hier wird nichts beschönigt. So erschrickt man manchmal vor dem Gebaren der Leute und kann sich vorstellen, warum es "das finstere Mittelalter" genannt wird, obschon wir in der Zeit, in der die Geschichte spielt, bereits am Wendepunkt zur Renaissance stehen. In diesem Buch konnte ich einiges, was mir bisher über das Leben zur damaligen Zeit noch nicht bekannt war, erfahren. Anderes wird hier einfach viel anschaulicher und besser nachempfindbar als anderswo dargestellt. Da vermutlich keine der bisherigen Verfilmungen diesem Buch gerecht wird, kann ich nur jedem empfehlen, es selbst zu lesen. Dabei ist anzumerken, dass es, neben den vollständigen Ausgaben, mehrere, vor allem um die Architekturkapitel gekürzte, Ausgaben gibt. Die hier vorliegende, ist eine sehr gelungene vollständige Ausgabe, die ich gerne weiterempfehle.

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  • Toller Klassiker, dem die Verfilmungen alle nicht gerecht werden

    Der Glöckner von Notre-Dame
    Tammy1982

    Tammy1982

    06. November 2015 um 10:55

    Victor Hugo hat in diesem Roman eine Hommage an Paris, aber vor allem an die Kathedrale Notre-Dame geschrieben. Die ersten Kapitel sind voll mit detaillierten Beschreibungen der Kathedrale oder von Paris aus verschiedenen Perspektiven und oft im Vergleich seiner Zeit zu dem Paris so im 15. bzw. 16. Jahrhundert. Auch wenn mir diese Ausführungen teiweise sehr langatmig vorkamen, muss ich doch sagen, dass ich die Beobachtungsgabe und die detaillierte Recherche von Hugo sehr bewundere. Da ich zum Glück schon mal in Paris war und natürlich auch Notre-Dame besichtigt habe, konnte ich dank seiner Beschreibungen Paris und die Kathedrale sehr gut vor meinem inneren Auge sehen und fand einige der Details, die er geliefert hat, sehr faszinierend. Auch sein bereits erwähnter Exkurs über den Vergleich von Baukunst zum Buchdruck, fand ich sehr spannend zu lesen und ein Gedankengang, der mir so noch nie in den Sinn gekommen ist, aber sehr interessant ist, um weiter darüber zu grübeln. "Grübeln" ist insgesamt ein Ausdruck, der für mich gut auf den Roman passt: Man kommt ins grübeln über Veränderungen, die mit Paris im Laufe der Jahre geschehen und natürlich kommt man ins Grübeln über die Protagonisten, die alle doch nur ein bisschen Glück wollen, aber denen dies leider nicht vergönnt ist. Die einzelnen Charaktere werden nach und nach eingeführt und Hugo webt schließlich ein schicksalhaftes Netz über sie alle, durch das sie alle verbunden sind und das ihnen fast allen am Ende zum Verhängnis wird. Man liest da von verzehrender an den Wahnsinn grenzender Liebe, Hass und Eifersucht, aber auch von aufoperungsvoller Liebe und Einfühlungsvermögen. Dabei werden teilweise auch sehr gut die Gegensätze zwischen äußerem Schein und tatsächlichem Sein dargestellt und auch aufgezeigt, dass leider doch immer noch das Äußere den Menschen viel mehr bestimmt, als sein tatsächliches Innenleben. Ich muss gestehen, von allen vorkommenen Charakteren, war dann am Ende aber doch Quasimodo derjenige, der mir am liebsten war und mit dem ich am meisten mitgelitten habe. Esmeralda ist zwar ein liebes Mädchen, aber leider viel zu naiv, wo ich das bei einer Zigeunerin schon fraglich empfinde. Phoebus ein selbstverliebter Knilch, der nur an sich selber denkt. Das Gleiche gilt für Jean Frollo. Außer Wein und Weiber hat er wirklich nichts im Kopf. Claude Frollo ist zum einen eine sehr bemitleidenswerte Seele, leider schafft er es nicht sich aus seinen eigenen Hölle zu befreien und bringt nur Unglück über alle Menschen, die er eigentlich liebt. Der Dichter Gringoire war mir zu Beginn auch noch sehr sympathisch, jedoch wandelte sich diese Sympathie im Laufe des Buches in komplette Abneigung: Gringoire lebt wohl eher nach dem Spruch: "Jeder ist sich selbst der Nächste!" Da ist somit nur noch Quasimodo: Und ja, er ist hässlich, jedoch ist das das Schöne an einem Buch. Man liest zwar über die Hässlichkeit, jedoch durch seine Taten gewinnt er in meinem Kopf und wird immer angenehmer anzusehen! Ihn fand ich die sympathischste und auch tragischste Figur in dem ganzen Buch. Ich gestehe, dass ich sowohl die Verfilmung von Walt Disney, als auch die Verfilmung mit Anthony Quinn gesehen habe und die Verfilmungen habe beide sehr wenig mit dem Buch zu tun. Walt Disney wollte einen Kinderfilm machen, was ihm auch gelungen ist, aber das Buch ist kein Kinderbuch. Es hat kein Happy End und schon gar nicht stellt der Glöckner die Hauptfigur dar, sondern die Hauptdarstellerin des Buches ist eindeutig die Kathedrale Notre-Dame von Paris. Insgesamt bin ich sehr froh darüber, dass ich das Buch endlich gelesen habe und trotz einiger sehr abschweifenden Beschreibungen von Hugo, hat es mir auch sehr gut gefallen! Ein wirklicher Klassiker und eine eindeutige Liebeserklärung an Paris und natürlich an Notre-Dame!

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  • Ein Klassiker der es wert ist gelesen zu werden

    Der Glöckner von Notre-Dame
    Ambermoon

    Ambermoon

    09. September 2015 um 10:31

    Diese Rezension bezieht sich nicht auf die vorliegende Ausgabe, sondern auf die gekürzte Ausgabe aus dem Jahr 1958. Aus dem Französischen von Arthur von Riha Illustrationen von Peter Straub Erschienen im Überreuter-Verlag Wien In dieser Ausgabe fehlt das gesamte 2. Buch mit den Kapiteln "Die Kirche Notre Dame" und "Paris aus der Vogelschau", d.h. keine architektonischen Ausschweifungen. Autor: Victor-Marie Hugo (26. Feb. 1802 - 22. Mai 1885) war ein franz. Schriftsteller, war Royalist und Revolutionär, Rebell in Kunst und Kirche, Reformer in Paris und Repuplikaner im Exil. Sein Schafen kann teils der Romantik, teils dem Realismus zugeordnet werden. Von ihm bekannt sind vor allem die Werke "Der Glöckner von Notre Dame" (1831) und "Die Elenden" (1862).                                            ------------------------------------------------- Die Meisten kennen die Geschichte des Glöckners aus verschiedenen Filmadaptionen, aber ich muss ehrlich sagen, dass absolut keine die ursprüngliche Romanhandlung wiedergibt. Dadurch dürfte die Handlung jedoch trotzdem weitgehend bekannt sein. Diese, dazumals schon als historischer Roman bezeichnete, Geschichte ist eine Hommage Victor Hugo's an die Kathedrale von Notre Dame. Entscheidende Handlungen spielen in ihr und in anderen Ausgaben wird die gotische Architektur über mehrere Seiten hinweg beschrieben. Mir blieb das mit dieser Ausgabe (leider) erspart, daher kam bei mir wohl an keinster Stelle dieses Buches Langeweile auf. Der Roman beinhaltet mehrere Handlungsstränge, in denen wir verschiedene Protagonisten begleiten. Da wären: Quasimodo - als Findelkind vor die Stufen der Kathedrale Notre Dame abgelegt, mißgestaltet, taub aufgrund des Glockengeläutes und dadurch auch meistens stumm, jedoch ein herzensguter Mensch. Dom Claude Frollo - Archidiakon von Notre Dame, ein zu Beginn freundlicher Mensch, der sich Quasimodo's annimmt und sich liebevoll um ihn kümmert, sich jedoch zu einem besessenen, haßerfüllten und frustrierten Pfaffen entwickelt. Esmeralda - ein hübsches und naives 16-jähriges Mädel, welches bei den Landstreichern und Zigeunern aufwuchs. Peter Gringoire - ein analphabetischer Dichter und Philosoph, tollpatschig und etwas vertrottelt im Benehmen, der unter skurrilen Umständen Mitglied des Landstreicher- und Zigeunerbundes wird. Johannes Frollo - Bruder von Dom Claude Frollo und von ihm aufgezogen, als ihre Eltern der Pest zum Opfer fielen. Student mit großer Klappe, immerzu pleite, aber auch genauso oft besoffen und immer in Kneipen und/oder in den Armen einer Dirne anzutreffen. Die Unglücksgeschichte handelt von der schönen Esmeralda, in die sich sowohl Claude Frollo, als auch Quasimodo verlieben. Esmeralda ist jedoch einem feschen Offizier verfallen. Als sie seinem Werben nachgibt, wird dieser jedoch vom eifersüchtigen Claude mit einem Dolch schwer verletzt. Dieser flüchtet nach dieser Tat und Esmeralda wird der Hexerei, der Unzucht und des Mordes angeklagt und soll gehenkt werden. Kurz vor der Vollstreckung wird sie von Quasimodo gerettet und in die Kathedrale Notre Dam gebracht. Und eigentlich beginnt ab hier das eigentliche Drama. Victor Hugo's Schreibstil ist einfach unglaublich genial. Er ist rasant, fesselnd und trieft vor Humor und Sarkasmus (ich habe selten so gelacht und geschmunzelt). Immer wieder wird die Handlung unterbrochen und Victor Hugo bringt seine Überlegungen und Anschauungen ein. Hierbei kommt seine Kritik gegenüber Gesellschaft und Kirche durch, seine Liebe zur gotischen Architektur und das Mißfallen über die Zerstörung dieser, sowie seine Ängste gegenüber der Buchdruckkunst. Er ist sozialkritisch und nimmt in der Geschichte auch die Prunksucht und Selbstbereicherung, sowie die Freunderlwirtschaft der Großen und Mächtigen aufs Korn. Das Spätmittelalter und das Leben darin wird von Hugo so bildgewaltig beschrieben, sodass man sich in die engen und schmutzigen Gassen von Paris katapultiert fühlt. Fazit: Es gibt wenig Klassiker, die mich so begeistert haben wie Victor Hugo's "Glöckner von Notre Dame". Ich habe gelacht, war traurig und auch schockiert. Es ist spannend, fesselnd und humorvoll geschrieben. Ein Klassiker, der es wert ist gelesen zu werden und den auch jeder einmal gelesen haben sollte.

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  • Zeitlos wie eine Kathedrale

    Der Glöckner von Notre-Dame
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    Wer kennt sie nicht, die tödlich- tragische Geschichte um den buckligen Glöckner Quasimodo, die schöne Esmeralda und den teuflischen Domprobst Claude Frollo. Zeitlos ist auch die Botschaft des Romans, dass die wahre Schönheit einer Seele ist nicht an Äußerlichkeiten zu erkennen ist. Oder um es mit den Worten von Antoine de Saint-Exupery zu sagen: „Nur mit dem Herzen sieht man gut“. So entpuppt sich der schöne Hauptmann Phoebus, in den sich Esmeralda tragisch und unsterblich verliebt, als oberflächig und selbstsüchtig. Der nach außen fromm und keusch auftretende Domprobst Frollo ist in Wahrheit ein von sexueller Gier getriebener Intrigant, der auch vor Vergewaltigung nicht zurückschreckt. Am Ende bleibt nur der hässliche Quasimodo, der als einziger Esmeralda selbstlos liebt und um ihre Rettung kämpft. Auch nach über 180 Jahren hat dieser Roman nichts von seiner monumentalen Wucht eingebüßt. Lebendig, unterhaltsam und leidenschaftlich kommt dieser dicke „Historienschmöker“ daher. Hugo erweckt durch mehrere Handlungsstränge eine ganze Reihe interessanter Charaktere zum Leben. Und Hugos Roman ist noch so viel mehr: Mehr als ein Roman, der im Mittelalter spielt, macht er das Mittelalter selbst zum Thema. Symbolisch stellt Hugo die im Original titelgebende Kathedrale ‚Notre Dame de Paris‘ in den Mittelpunkt der Ereignisse. Tief taucht Hugo ein in das mittelalterliche Paris, das die Kathedrale umgibt. Die Stadt und ihre Menschen sind für ihn weit mehr als eine Kulisse. Der Hugo beschreibt Straßen und Häuser, zeigt Sitten und Gebräuche, schildert das Alltagsleben unterschiedlicher Bevölkerungsschichten vom Bettler bis zum König, geht ins Gericht mit der Rechtsprechung und ihren düsteren Praktiken. Für den Leser von heute bringt die Lektüre von Hugos Roman sogar noch einen weiteren Bonuspunkt: Einerseits zeigt uns Hugo ein realistisches sehr gut recherchiertes Bild des Spätmittelalters (im Jahre 1482), andererseits präsentiert er sich uns, seinen Lesern des 21. Jahrhunderts, als ein moderner Autor seiner Zeit (der Roman erschien 1831). Es ist interessant wie viele seiner Ansichten noch heute aktuell sind. Für mich ist der Glöckner von Notre Dame ein Klassiker im besten Sinne des Wortes, der auch heute noch den Ansprüchen eines modernen Lesers gerecht wird.

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    • 6
  • Notre Dame

    Der Glöckner von Notre-Dame
    buchjunkie

    buchjunkie

    Die wunderbare Kathedrale steht im Mittelpunkt dieser Geschichte um Esmeralda, Quasimodo, dem Erzpriester Claude Frollo, dem Dichter Pierre Gringoure und dem Hauptmann Phöbus von Chateaupers.  Bestimmt hat jeder diesen tragischen Roman in irgendeiner Form mal kennen gelernt.  Die Botschaft, die darin steckt , ist auch heute noch aktuell: Nicht seine Äußeres macht einen Menschen aus, es zählt allein seine innere Persönlichkeit!  Eine Rezension zu solch einem Klassiker der Weltliteratur zu schreiben, ist meiner Meinung nach überflüssig.  Ich kann nur beschreiben, wie es mir beim Lesen dieses Buches erging.  Mit dem Einstieg tat ich mich anfangs schwer.Die etwas altertümliche Sprache und die langen verschachtelten Sätze forderten mir erst mal eine ganze Menge Konzentration ab.  Doch nachdem ich mich eingelesen hatte, ging es sehr flüssig weiter, nur langsamer als normal.  Plätze und Gebäude um Paris des Mittelalters beschreibt Victor Hugo sehr detailliert ohne langatmig zu werden. Er ließ das alte Paris sehr genau vor meinem geistigen Auge entstehen.  Immer wieder spricht Hugo den Leser an, was mir gut gefallen hat. Es ist, als würde man einem Geschichtenerzähler gegenüber sitzen.  „ Du bist einmal Kind gewesen, mein Leser, und vielleicht bist du so glücklich, es noch zu sein.“  Der Roman besteht aus vielen Handlungssträngen und Geschichten.  Es ist eine tragische Geschichte, die aber durchaus auch humorvolle Elemente in sich trägt.  Ich bin froh, das ich dieses wunderbare Buch jetzt gelesen habe und kann es jedem empfehlen, den die Geschichte interessiert.  Danke auch an Klaus, der es mir geliehen hat, und mir dadurch dieses großartige Leseerlebnis ermöglicht hat. Seine Ausgabe des Romans ist auch ein besonders schönes Exemplar mit Illustrationen gestaltet, die hervorragend dazu passen.  Wenn ich mal eine schöne Ausgabe finde, werde ich mir diesen Roman auch zulegen. Es ist keine Erzählung, die in ein Taschenbuchformat passt. Ihr gehört eine würdige Gestaltung!  Zum Abschluss noch eine kurze Beschreibung des Lebens von Quasimodo:  „Notre Dame war für ihn im Laufe seines Wachstums und seiner Entwicklung nacheinander alles,Nest,Haus, Vaterland und Weltall.

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    • 3
    Arun

    Arun

    23. March 2014 um 19:30
  • Gute Geschichte, aber schwer zu lesen

    Der Glöckner von Notre-Dame
    amalia_herzblatt

    amalia_herzblatt

    16. July 2013 um 18:10

    Gute Geschichte, aber schwer zu lesen. Natürlich handelt es sich hier um Weltliteratur. Und natürlich wird man irgendwann mal neugierig auf solche. Vielleicht versuche ich es das nächste Mal mit einer etwas "frischeren" Übersetzung, denn irgendwie ist es doch sehr anstregend, den Glöckner in so einer alten Übersetzung zu lesen. Aber da ich kein Französisch kann, kann ich nicht beurteilen, ob diese Übersetzung vom Sprachrhythmus und -gefühl nicht sogar am nähsten an Original dran ist. Daher immer noch vier Sterne.

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  • Rezension zu "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre-Dame
    stephi

    stephi

    12. November 2012 um 21:05

    Obwohl der Roman ein Literaturklassiker ist, habe ich es nicht geschafft über zehn Seiten hinaus zu kommen. Die Beschreibungen waren so furchtbar langweilig, dass meine Gedanken ständig abgeschweift sind. Respekt, wer dieses Buch zu Ende gelesen hat.

  • Rezension zu "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre-Dame
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. October 2012 um 13:57

    Liest man den Titel: "Der Glöckner von Notre-Dame", verbindet man mit ihm unzählige Kitsch- und Trickverfilmungen, hat vor Augen, wie der hässliche Quasimodo den Menschen Schrecken ein- und der schönen Esmeralda nachjagt. Welch buckliger Irrtum. Der Originaltitel des Romans "Notre-Dame de Paris" lässt schon darauf schließen, dass in der deutschen Übertragung des Titels jemand zur Hauptfigur ernannt wird, der eigentlich gar keine ist. Der in der Rezeptionsgeschichte so vereinnahmte Quasimodo bestimmt keineswegs die Handlung. Vielmehr ist er ein Instrument des Autors, das Hugo in vereinzelten Kapiteln einsetzt, um uns die Unaufgeklärtheit der Menschen des späten Mittelalters vor Augen zu führen oder wie eine bewegte Kamera durch die Kathedrale von Notre-Dame fliegen lässt, um die Architektur dem Leser näher zu bringen. Erst gegen Ende des Romans nähert er sich seinem Mythos an. Im Wesentlichen aber dreht sich der Roman um zwei Gegenstände: die Liebe des Priesters Dom Claude Frollo zur Zigeunerin Esmeralda, die er, der ganz nach aristotelischem Vorbild einer Hauptfigur geschaffen zu sein scheint, nicht besser zu bekämpfen weiß, als das schöne Mädchen an den Hexenpranger stellen zu lassen, und die Liebe des Autors zur Stadt Paris und deren mittelalterliche Baukunst, insbesondere der Gotik. Jene mag auch der Anlass gewesen sein, dass sich Hugo in diesem historischen Roman dem 15. Jahrhundert annahm, denn die Zeit in der das Werk entstand war geprägt von Zerstörungen und Diskussionen um eine Erneuerung der Stadt. Ein auktorialer Erzähler, der sich gerne erlaubt, den Leser auch mal persönlich anzusprechen, bringt uns das in dieser mittelalterlichen Form nun nicht mehr existierende Paris näher. Er besitzt die Freiheit vom eigentlichen Geschehen abzuschweifen, ja sogar durch die Jahrhunderte zu streifen, um Vergleiche anzustellen. Das treibt Hugo bis zur Exzesse, indem er ganze Kapitel allein der Architektur widmet und dabei das Erhabene ganz der Romantik eigen herausstellt. Manche Herausgeber sparen solche Kapitel aus, das ist in etwa so, als würde man Casanova kastrieren, es ist also darauf zu achten, für welche Ausgabe man sich entscheidet. Nach allen Anfangsbefürchtungen bleibt festzuhalten, dass eine Entscheidung für Victor Hugos "Der Glöckner von Notre-Dame" gar kein Fehler sein kann, denn ein Historischer Roman, der einer für uns selbst schon wieder historischen Epoche entstammt, die in ihn auch noch merklich mit einfließt, ist etwas ganz Besonderes und niemals Zeitverschwendung.

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  • Rezension zu "Der Glöckner von Notre Dame" von Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre-Dame
    Fia

    Fia

    04. October 2012 um 17:47

    Erster Eindruck: Der Glöckner von Notre Dame - von der Geschichte hat wahrscheinlich schon mal jeder gehört. Doch wie geht die Geschichte eigentlich genau? Genau das wollte ich wissen... Meine Meinung: Die Geschichte beginnt mit einem Feiertag, an dem ein großes Theaterstück aufgeführt werden soll. Doch das Volk ist mit der Aufführung Pierre Gringoires nicht zufrieden. Deshalb widmet sich schon bald keiner mehr dem Schauspiel, nachdem auch der anwesende Kardinal und seine Gefolgschaft keine Unterhaltung mehr bieten können. Stattdessen wählen sich die Bürger einen Narrenpapst - Quassimodo. Durch die Verschmähung seines Stückes gekränkt und ohne Gehalt in der Tasche folgt der Dichter Pierre Gringoire schließlich Esmeralda, einer jungen Zigeunerin. Er kann die Entführung der Esmeralda durch Quassimodo, der wiederum von Priester Frollo angestiftet wurde, verhindern. Als sich Pierre, Frollo und Qussimodo in Esmaralda verlieben, wird schnell klar, dass das nicht gut gehen kann... Die Handlung an sich ist eigentlich recht interessant. Besonders als man Pierre Gringoire durch das dunkle Paris folgt und er auf die Diebesbande trifft, wird es spannend. Auch die fehlgeschlagene Entführung der Esmeralda oder die Wahl Quassimodos zum Narrenpapst machen einen gespannt, wie es weiter geht. Allerdings sind dies nur wenige Stellen, an denen man weiter lesen möchte. Denn ansonsten weicht der Autor oft von der Handlung ab. Es beschreibt die Umgebung und das altertümliche Paris, als würde es nichts interessanteres geben. Wahrscheinlich war Victor Hugo von dem alten Paris fasziniert. Vielleicht liegt es auch an der Zeit, in der er das Buch schrieb. Mich als Leser können diese seitenlangen Beschreibungen jedenfalls nicht fesseln. Gleich zu Beginn bekommt man zum Beispiel die Bühne des Theaterstück bis ins kleinste Detail beschrieben. Dann treten der Kardinal und seine Gefolgschaft auf. Hierbei wird jeder der Adeligen beim Namen genannt und eventuell sogar noch beschrieben. Das dauert! Und später geht es Kapitelweise über Paris. Die einzelnen Stadttore werden benannt. Die Stadtteile genaustens beschrieben. Die einzelnen Straßennamen genannt und ihre Lage erläutert... Keine Frage, ich mag Paris. Aber so genau möchte ich es dann auch wieder nicht beschrieben haben. Vor allem schreitet hierbei die Handlung kein Stück vorran. Die Charaktere bleiben sozusagen in einer Starre, während der Autor sich in seinen Beschreibungen verliert. Über die Charaktere erfährt man zwar das ein oder andere, einen Draht kann man zu ihnen allerdings nicht aufbauen. Jedenfalls nicht bis zu der Stelle, an der ich das Buch abgebrochen habe. Während sich der Autor viel Zeit für die Umgebung lässt, erscheinen die Charakter fade und weit entfernt. Lediglich mit Pierre Gringoire kann man etwas mitfühlen. Mein Fazit: Mich konnte das Buch leider nicht fesseln, so dass ich es sogar abbrechen musste. Ich habe versucht, weiter zu lesen, mich oft regelrecht dazu gezwungen, aber irgendwann musste ich einfach aufhören. Wenn man eine Beschreibung von Paris im Mittelalter lesen möchte, ist man hier vermutlich genau richtig - an Unterhaltung ist dagegen (zumindest für mich) nicht zu denken.

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  • Rezension zu "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre-Dame
    Fleur91

    Fleur91

    20. July 2012 um 23:27

    Der Glöckner Quasimodo, unansehnlich, bucklig und einäugig, aber unendlich gutherzig, verliebt sich in die schöne Zigeunerin Esmeralda. Doch nicht nur sein Aussehen, sondern auch die beiden Widersacher, sein düsterer Herr Claude Frollo und der Hauptmann Phöbus, stehen dieser Liebe im Weg. Ich habe mich beim Lesen leider sehr schwer getan. Die ausschweifenden Beschreibungen in diesem Buch lenken leider sehr von der Geschichte ab, die leider auch viele unnötige Längen hat. Esmeralda war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch. Fans von Frankreich können dieses Buch aber getrost mal zur Hand nehmen.

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  • Rezension zu "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre-Dame
    MrsStinson

    MrsStinson

    05. December 2011 um 22:03

    Eine tolle Kindergeschichte, die wahrscheinlich jeder kennt. Immer schön zu lesen für groß und klein! :)

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