Victor Hugo Victor Hugo: Gavroche

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Inhaltsangabe zu „Victor Hugo: Gavroche“ von Victor Hugo

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  • Leserunde zu "Die Elenden (Les Misérables) - Vollständige Ausgabe" von Victor Hugo

    Die Elenden (Les Misérables) - Vollständige Ausgabe

    NiWa

    Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden.  Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.  Für den Juni haben wir uns ein wirklich großes Werk vorgenommen Les Misérables - Die Elenden von Victor Hugo. Klappentext: Nach neunzehn Jahren Haft kehrt Jean Valjean nach Frankreich zurück. Ein freundlicher Bischof nimmt ihn auf und hält sogar noch zu ihm, als er selbst von ihm bestohlen wird. Dankbar beschließt Valjean, nunmehr anständig zu leben. Er verschafft sich eine neue Identität, wird reich und unterstützt Arme und Entrechtete. Alles setzt er daran, die todkranke Arbeiterin Fantine und ihre kleine Tochter Cosette zu retten. Da holt ihn seine Vergangenheit ein. – 'Die Elenden' ist unter dem Originaltitel 'Les Misérables' auch als Film und Musical sehr bekannt. Victor Hugo hat sein leidenschaftliches Plädoyer für Humanität in ein gewaltiges Epos gefasst. Beginnen werden wir am 1. Juni und freuen uns über jeden, der sich mit uns an dieses große Werk wagen will. :-) Wichtig ist, dass es von diesem Buch sehr viele verschiedene, und vor allem gekürzte Versionen, gibt. Wir haben uns für die Ausgabe vom Anaconda-Verlag entschieden, weil sie mit ihren 1342 Seiten derzeit die vollständigste Ausgabe am Markt scheint. (Ja, 1342 Seiten - da haben wir uns einiges vorgenommen.) Dementsprechend wurde auch die Kapiteleinteilung für die Leserunde daraus entnommen. Mit anderen Ausgaben könnt ihr natürlich gerne mitlesen, soweit man sich dann eben selbst innerhalb der Leserunde orientieren kann. Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen - denn gerade bei so einem umfangreichen Werk, kann man gemeinsam mehr erreichen! Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde - gerade bei diesem Seitenumfang - übersichtlich bleibt. Übrigens, wer sich für weitere Klassiker-Leserunden interessiert, auch bei unserer großen Schwesterngruppe werden fleißig Klassiker der Weltliteratur gelesen. Anmerkungen zur Kapiteleinteilung Der Inhalt ist in insgesamt 5 Teile gegliedert: Fantine Cosette Marius Eine Idylle und eine Epopöe Jean Valjean Diese 5 Teile sind dann in weitere Bücher unterteilt. Der Einfachheit halber wurde Eine Idylle und eine Epopöe mit EPOPÖE und Jean Valjean mit JEAN abgekürzt. 

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  • Rezension zu "Victor Hugo: Gavroche" von Victor Hugo

    Victor Hugo: Gavroche

    RogerSuffo

    01. December 2012 um 17:43

    Victor Hugo ist mir der Altmeister des Kolportage-Romans, ein emotionaler Revolutionär dazu. Bei seinnem Buch „Die Elenden“ musste ich über Einiges hinwegsehen – es klang nicht nur in einem Sinn „abenteuerlich“. Vieles erinnert an den Graf von „Monte Cristo“. So kann man den Roman auch lesen. Ein „gestohlenes“ Brot verursacht eine Kette wilder Abenteuer und Intrigen. Als ich diesen Roman in der DDR-Reihe „Bibliothek der Weltliteratur“ las, ahnte ich nicht, dass der Text nachlektoriert, also leicht gestrafft worden war. Man griff also „Wesentliches“ heraus. „Gavroche“ wiederum ist innerhalb dessen etwas Herausgegriffenes, das die DDR-Verantwortlichen für geeignet hielten, es zur Herausbildung eines revolutionären Geistes der Schüler zu verwenden. Wie da in einem großen Roman herumgeschnippelt wurde, fällt einem Schüler nicht auf. Und es ist richtig: Auch heute ist der Text für jedes Alter lesbar. „Kolportage“, man könnte auch sagen, hier hat der Autor richtig fett in die Psychokiste gegriffen, finde ich Folgendes: Gavroches Vater erkennt seinen Sohn nicht, als der ihn bei der Flucht aus dem Knast hilft – obwohl er darauf angesprochen wird und der 11jährige den Vater sofort erkannt hatte – Gavroche sorgt für einen Tag und eine Nacht für seine kleinen Brüder, ohne deren Identität zu ahnen, … und sein „revolutionärer Geist“ ist noch willkürlicher erfunden wie die Szene, in der erals Mischung aus Hans im Glück und Heiligem Martin einen Dieb beklaut, um einen bedürftigen Alten zu beschenken, ohne selbst etwas von der Beute zu behalten. Hugo versucht dabei eine zutiefst menschliche Ethik fassbar zu machen: Gavroche hat einfach Spaß daran, heimlich einen anderen glücklich zu sehen, von dem er meint, der wäre zu schwach, um sich selbst um sein Glück zu kümmern und überhaupt sei es toll, damit groß tun zu können, Schwächeren zu helfen. Gut. Eigentlich ist auch der letzte Auftritt nur ein künstlerisches Bild. Ein Kind, das singt, während es intensiv beschossen wird und wertvolle Munition im Schussfeld zwischen den Fronten sammelt, ist … ich weiß nicht was, aber eigentlich nur ein Versuch, dem traurigen Tod etwas Heroisches zu geben. Während der Gesamtroman „Die Elenden“ ein sehr umfassendes Personen-Netz spinnt, bleibt bei „Gavroche“ eine Verwunderungsbotschaft übrig: Im übelsten menschlich verkommenen Schlamm erblühen Wesen, die nur einer freundlichen Welt bedürften, dann wären sie ganz Große, so sind sie tragische Große. Gavroche, der freche Pariser Junge (sein „Name“ heißt das auch), ist verblüffend wissbegierig und wissend und trotz der persönlich erfahrenen Schlechtigkeiten einfach „gut“ - man sieht es nur nicht auf den ersten Blick. Lassen wir weg, dass das Buch 1832 spielt und dass es bestimmte drastische Formen der Armut in den europäischen Metropolen nicht mehr so gibt, so bleibt doch trotzdem: Die Verhältnisse, gegen die der Junge aufbegehrte, sind noch nicht beseitigt. Die DDR, die aus diesem Stück Abenteuerbuch ein Stück moralische Reifung hatte machen wollte, hat den Versuch nicht zum erfolgreichen Ende gebracht. Eine Tradition, an die es anzuknüpften lohnt, hat Hugo aber auf jeden Fall begründet ...

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