In Hitze lässt Victor Jestin uns einen Sommer lang durch die Augen des 15-jährigen Leo schauen – einen Jungen, der sich zwischen Campingplatz-Soziologie, Erwartungen von außen und seinem eigenen Fremdsein bewegt.
Als Leo eines Nachts einen Selbstmord beobachtet, den er vielleicht hätte verhindern können, beginnt ein intensives Ringen mit Schuld, Gewissen und der Frage, wie man mit einer Last lebt, für die man keine Worte hat.
Der Roman erzählt aber auch ehrlich und ungeschönt von Sex unter Jugendlichen, vom Stolpern zwischen Lust und Begehren, Unsicherheit und dem tastenden Versuch, erwachsen zu werden.
Jestin braucht nur 156 Seiten, um diese dichte, glühende Coming-of-Age-Geschichte zu entfalten – geschrieben hat er sie selbst noch ganz jung, mit Mitte 20. Vielleicht trifft das Buch deshalb so unmittelbar: Es brennt, es zögert, es sucht – genau wie seine Figuren.
Ein Sommer, der nachglüht.











