Victor Klemperer Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten

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Inhaltsangabe zu „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ von Victor Klemperer

Der jüdische Romanist Victor Klemperer, Gelehrter von Weltruf, blieb, weil seine Auswanderungspläne scheiterten, in Nazi-Deutschland. Sein Überleben verdankt er der nichtjüdischen Ehefrau. "Für die Zeit danach" hielt er seinen Alltag fest, schrieb auf, was er sah und hörte: Gerüchte, Witze, Frontnachrichten. Immer erbärmlicher wurden die Bedingungen, unter denen er seiner Chronistenpflicht nachkam: Er litt an der zunehmenden Vereinsamung, an Hunger, an dem entwürdigenden Dasein im Judenhaus, aus dem ein Mitbewohner nach dem anderen verschwand. (Quelle:'Fester Einband')

ohne Pathos geschrieben - ein beeindruckendes Zeitdokument

— Lysander

ein wichtiges zeitzeugnis, empfehlenswert - sollte man einmal gelesen haben!

— Nele

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    Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten

    UWEDUIS

    09. October 2016 um 06:51

    Victor Klemperer 135. Geburtstag von Victor Klemperer*09.Oktober 1881 † 11.Februar 1960 Klemperer beschreibt sehr genau den Alltag in Dresden während des Nationalsozialismus. Er verlor seine Professur und musste mit seiner Frau in sogenannten Judenhäusern leben. Die tägliche Angst, von der Gestapo ins Konzentrationslager deportiert zu werden. Das Tagebuch beschreibt auch die Bombardierung Dresdens, am 13.Februar 1945. Die Bombardierung rettete Klemperer vor der Deportation ins Konzentrationslager, die drei Tage später erfolgen sollte. Diese Tagebücher sind ein wichtiges Zeitdokument, deshalb unbedingt lesen !

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  • Rezension zu "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten" von Victor Klemperer

    Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten

    berka

    06. September 2008 um 11:24

    Ein Besuch in Dresden war für mich Anlass dies Buch zu lesen. Es bietet eine Auswahl aus dem zweibändigen Tagebuch Viktor Klemperers während des 3. Reichs. Er beschreibt sehr eindringlich und minutiös die Auswirkungen der Maßnahmen des NS-Regimes auf das Leben eines jüdischen Professors, der seit 1903 Protestant war. Mir wurde bisher noch nirgends so gut vor Augen geführt, in wievielen kleinen Schritten dies vollzogen wurde. Große Einschnitte wie der Entzug der Lehrerlaubnis oder die Vertreibung aus dem eigenen Haus stehen unglaublichen Kleinigkeiten gegenüber: das Verbot Blumen zu kaufen oder Liegestühle (!) zu benutzen. Kurios, dass die Zerstörung Dresdens Klemperer rettet. Die eindringliche Beschreibung dieser Nacht bildet einen der Höhepunkte des Buches. Die Auswahl bevorzugt die Beschreibungen des Alltagslebens, berufliche Aspekte - Klemperer ist Romanist - wurden gekürzt. Gleich zu Beginn beschreibt er die Unerträglichkeit des Regimes und seine reale Hoffnung auf dessen Beendigung. Später werden Auschwitz, Buchenwald und Theresienstadt mehrfach erwähnt im Zusammenhang mit der immer konkreter werdenden Ahnung was dort Grauenhaftes geschieht. Wem die über 1000 Seiten des Originals zuviel sind gewinnt hier einen guten, wenn auch bedrückenden Überblick über das Werk.

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  • Rezension zu "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten" von Victor Klemperer

    Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten

    petronella

    06. June 2007 um 21:45

    Diese Tagebücher haben mich schon extrem beeindruckt. Wie man unter katastrophalen Bedingungen und angesichts des Grauens um einen herum eine Chronik der banalen Alltäglichkeiten schreiben kann - das ist wirklich im höchsten Maße erstaunlich und bewunderungswürdig. Wenn schon das Lesen phasenweise beinahe eine richtige Qual ist - wie muss das erst qualvoll für den Schreiber gewesen sein. Man muss sich anfangs ein wenig einlesen, er berichtet viel, von dem ich keine Ahnung habe, und viele andere Leser sicher auch nicht, Dinge, die sein persönliches Umfeld und seine persönlichen Kontakte betreffen. Aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich dran und liest über vieles auch hinweg. Wiederholungen sind natürlich nicht zu vermeiden und manchmal nervt auch das allzu detailgetreue Berichten. Aber alles in Allem ein Buch, das mich nachhaltig berührt hat.

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  • Rezension zu "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten" von Victor Klemperer

    Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten

    Sokrates

    09. February 2007 um 22:37

    Die Tagebücher des Victor Klemperer sollte jeder einmal gelesen haben. Klemperer erzählt seine Erlebnisse während des Nationalsozialismus in einer sehr eigenwilligen Art; kurze Sätze, Reduziertheit auf das Allernotwendigste. Die Schikanen der Nationalsozialisten gegenüber den Juden werden in einen - für den Leser - krassen Gegensatz zu den anfänglich schon fast naiven Alltagsproblemen Klemperers gesetzt: ein Großteil des Freundeskreises und der Familie sind bereits ins Ausland emigriert, da bauen Klemperers noch ein Haus, verschulden sich und und Klemperer selbst lernt Auto fahren. Aber vielleicht lässt dieser Gegensatz dem Leser umso schmerzlicher bewusst werden, welche Qual es war zu damaliger Zeit als Verfolgter unter den Nazis leben zu müssen. Ein tieftrauriges und beklemmendes Zeugnis von menschlicher Qual und persönlichem Elend.

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