Victoria Álvarez

 3.9 Sterne bei 38 Bewertungen

Alle Bücher von Victoria Álvarez

Cover des Buches Das Flüstern der Seelen9783404168859

Das Flüstern der Seelen

 (30)
Erschienen am 13.03.2014
Cover des Buches Das Mädchen mit dem kalten Herzen9783404171309

Das Mädchen mit dem kalten Herzen

 (8)
Erschienen am 15.01.2015
Cover des Buches Contra la fuerza del viento9788426401526

Contra la fuerza del viento

 (0)
Erschienen am 10.02.2015

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Rezension zu "Das Flüstern der Seelen" von Victoria Álvarez

Eine Liebe zwischen zwei Welten
tragalibrosvor einem Jahr

London 1888: Die kleine Annabel wächst auf dem Friedhof Highgate auf, schläft in einem Sarg und rechnet damit, dass ihr Herzleiden ihrem kurzen Leben bald ein Ende setzen wird. Vielleicht ist dieses Dasein zwischen Leben und Tod schuld daran, dass sie mit Geistern in Kontakt treten kann. Zehn Jahre später ist Annabel zum gefragtesten Medium Englands geworden, selbst Königin Victoria hat ihre Dienste schon in Anspruch genommen. Doch ihre Gabe ist gefährlich: Annabel deckt dunkle Geheimnisse auf und wird von Scotland Yard verfolgt. Einzig der Geist von Lord Victor Rosenfield steht ihr bei.


Ich habe sehr, sehr lange gezögert, bis ich mir dieses Buch vorgenommen habe. Wieso kann ich gar nicht mehr genau sagen, allerdings sehe ich mich nun, nach Beendigung des Buches, darin bestätigt, dass es mir nicht zu 100% gefallen hat. 
Es sollte natürlich angemerkt werden, dass es sich hier um den Debütroman der Autorin handelt und somit sicher der eine oder andere "Fehler" zu verzeihen ist, trotzdem möchte ich ehrlich sein.

Der Beginn der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Der Leser lernt Annabel kennen, eine feinfühlige und mit übernatürlichen Gaben ausgestattete Sechsjährige, die an einem schweren Herzfehler leider. Schnell baut man Sympathie zu diesem wunderbar dargestellten Charakter auf. Auch die Handlung ist in diesem ersten von drei großen Abschnitten vielversprechend. 
Doch bereits beim folgenden Abschnitt ließ der Schwung der Geschichte merklich nach. Zwar war die Idee weiterhin toll, doch die Umsetzung wurde schlechter und schlechter. Zu viele Passagen wiesen unnötige Längen auf, die mir viel von meiner anfänglichen Lesefreude genommen haben. Auch der letzte Part in diesem Roman wurde nicht besser. Hier wurden die Abschweifungen derart langwierig, dass ich mehr als einmal versucht war den Text querzulesen. 
Auch die Tatsache, dass die beiden Handlungsstränge, die die Autorin erdacht hat, im Grunde kaum Berührungspunkte haben und nicht wirklich miteinander verwoben werden, wirkt sich leider negativ auf meine Bewertung aus. 

Was die Charaktere in dieser Geschichte angeht, möchte ich aber ein großes Lob aussprechen. Hier wurden viele verschiedene Akteure ersonnen, die sich wunderbar in die Handlung einfügten und so detailiert und fein herausgearbeitet waren, dass es eine Freude war, über sie zu lesen. Ich hatte sehr schnell meine Lieblinge, sodass ich, trotz der vielen Längen, gern an ihren Schicksalen teilgenommen habe. 

Aus diesem Grund möchte ich drei Sterne vergeben ("Gut"). 
Das Buch hat seine Höhen und Tiefen, seine guten und schlechten Seiten. Und auch wenn es viele Kapitel gab, die mich gedanklich haben abschweifen lassen, war die Idee wirklich wunderschön. 

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Rezension zu "Das Flüstern der Seelen" von Victoria Álvarez

Paranormales mit Klasse!
Asbeahvor 3 Jahren

Paranormales mit Klasse! Es ist schwierig in diesem Genre eine Geistergeschichte in gehobener Qualität zu finden. Hier ist es gelungen. Wunderbar geschrieben, die Autorin hat ein gutes Gespür für Sprache und Atmosphäre. Kaum zu glauben, dass es sich um einen Debütroman handelt. Das Buch hält, was das schöne, mystische Cover verspricht.

Die Geschichtes des Mediums Annabel Lovelace ist in drei Teile gegliedert. Besonders schön und atmosphärisch ist Teil 1, der die Kindheit Annabels auf dem eindrucksvollen Highgate Friedhof beschreibt. Teil 2 beginnt 15 Jahre später und umreißt leider nur kurz, was in den vorherigen Jahren geschah. Der dritte Teil ist dann quasi der Showdown, wo Annabelle immer tiefer verstrickt wird in die Welt der Geister und sich Feinde schafft, unter den Lebenden wie unter den Toten. Manches fand ich da nicht ganz schlüssig, es tat der Spannung aber keinen Abbruch.

Diesen Roman kann man wohl zurecht als durchgehend morbide bezeichnen - ob es sich nun um  Beschreibungen halbverfallener Umgebungen handelt, oder um die schwer herzkranke Protagonisten die immer mit einem Fuß im Grab steht, oder um den dekadenten Londoner Adel und die psychopathische Entgleisung von Jack the Ripper, der ebenfalls eine Rolle spielt, ebenso wie Scotland Yard. Besonders geheimnissvoll ist der mysteriöse Geist des Lord Rosenfield. Weshalb hat er ein persönliches Interesse an Annabelle, ist er der Ripper, ist er der Mörder ihrer Mutter oder gar ihr unbekannter Vater? Oder ist er was er sagt - ein Schutzgeist? Man stellt seine eigenen Vermutungen an und kommt letztendlich zu einem bewegenden Ende das mir Tränen abgerungen hat.

Mein Fazit: Fesselnd, düster und geheimnisvoll. Ein Buch zum Abtauchen. Runde 5 Sterne von mir.



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Rezension zu "Das Flüstern der Seelen" von Victoria Álvarez

Die Toten kennen nur die Sprache der Blumen, also schweigen sie.
Zane2604vor 4 Jahren

Das Flüstern der Seelen ist ein Roman von Victoria Alvarez und am 13.03.2014 beim Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Annabel wächst bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf dem Friedhof Highgate auf. Sie hat ein Herzleiden und rechnet damit, dass ihr kurzes Leben bald zu Ende ist. Vielleicht ist das Dasein zwischen Leben und Tod dafür verantwortlich, dass sie mit Geistern sprechen kann.

Zehn Jahre später ist sie ein gefragtes Medium...

Annabel lernen wir als sechsjährige kennen. Wir bekommen einen kurzen Einblick zu ihrem Leben in Highgate bei ihrem Onkel und ihrer Tante Zusammen mit ihrer Tante verlässt Annabelle Highgate und sie gehen nach London. Zehn Jahre später trifft sie auf Nathan Willoughby, auf den sie als Kind bereits schon einmal getroffen ist.

Tom ist Totengräber in Highgate und der Onkel von Annabel. Er kann Annabel nicht ausstehen und lässt sie spüren, dass er sie nach dem Tod ihrer Mutter nicht bei sich haben will. Auch mit seiner Frau ist er nicht glücklich und lässt seinen Frust immer wieder an ihr aus. Dann stellt er fest, dass er mit Annabel und ihrer „GABE“ Geld verdienen kann, bis es bei einem Termin nicht so läuft wie er es sich vorgestellt hat.

Heather ist die Schwester von Annabels Mutter und mit Tom verheiratet. Die Ehe ist kinderlos und Heather liebt und schützt Annabel wie ihr eigenes Kind. Tom lässt regelmäßig seinen Frust an ihr aus und als Annabel bei einem Termin nicht nicht sagt was die reichen Auftraggeber hören wollen, eskaliert die Situation im Hause Lovelace.

Nathan Willoughby begegnet Annabel das erste Mal als Junge. Er begleitet seine Großmutter zu einer Sitzung bei Annabel. Als seine Großmutter dabei aber eine Ausführung zu hören bekommt die nicht in ihr perfektes Leben passt, eskaliert die Situation. Zehn Jahre später arbeitet Nathan für Scotland Yard und er begleitet seine Großmutter erneut zu einer spirituellen Sitzung. Beide wissen nicht, dass sie erneut auf Annabel treffen.

Auf Lord Victor Rosenfield trifft Annabel, als sie mit ihrer Tante auf der Flucht vor Tom ist. Er zeigt ihr einen Ausweg aus Highgate. Zehn Jahre später erscheint auch er ebenfalls wieder in Annabels Leben. Annbel verliebt sich in Lord Rosenfield.

Der Schreibstil von Victoria Alvarez ist ganz flüssig und das Buch lässt sich ziemlich einfach lesen. Man merkt an einigen Übergängen oder Szenenwechseln aber schon, dass es sich um ein Debüt handelt. Hier wurde es an einigen Stellen doch holprig.

Die Atmosphäre und Stimmung bringt sie gut rüber. Unterstützt wird dies durch die ausgesuchten Handlungsorte Highgate und London.

Die Idee das Annabel auf Grund eines Herzfehlers die Geister der Toten sehen und sprechen kann, finde ich ja ganz gut. Aber umgesetzt wurde das ganze meines Erachtens zu flach. Hier lag mit dem Angebot von Nathan Willoughby ja schon quasi eine interessante Geschichte in der Luft, aber statt dessen wurde ein eher seichter und langweiliger Handlungsstrang gewählt. Diese Handlung hätte man meiner Meinung nach als Nebenhandlung laufen lassen können, zumal die Liebe zwischen den zwei Welten für meinen Geschmack auch zu kitschig war.

Freunden von kitschigen Romanzen mit einem Hauch Fantasy wird dieses Buch sicher gefallen, aber alle die bei dem Namen Jack the Ripper Spannung erwarten, werden hier enttäuscht sein.

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