Victoria Suffrage Träume bleiben ohne Reue

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Inhaltsangabe zu „Träume bleiben ohne Reue“ von Victoria Suffrage

» Und wenn es bis zum Ende nur noch einen einzigen schönen Moment gibt, einen, wie ich unzählige in den letzten Tagen erlebt habe, dann hat es sich gelohnt.« (Edda Mochnitz)

Edda, schnodderige Ex-Puffmutter, lebt im Altenheim und pflegt ihr Image als Scheusal. Darin wird sie bestärkt, als sie die tödliche Diagnose ALS erhält. Innerlich beginnt Edda sofort, ihren Abgang zu planen. Wilma, Eddas neue Mitbewohnerin, begegnet deren Gehässigkeit mit Herzlichkeit. Nach Anfangsschwierigkeiten erklärt sich Wilma sogar bereit, Edda bei ihrem Abgang mithilfe der "Beklopptengang" zu unterstützen. Der Altenpflegeschüler Vincent nennt sie »mon général«, wühlt unerlaubt in Schränken, die Schülerin Laura hat auf nichts Bock und schleudert das Jesuskind an die Wand. Und was wollen der Herrgott in Eddas Badezimmer und der schwarze Vogel auf dem Fensterbrett?

Leserstimmen:

»Eine Story, die einem mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurücklässt.« www.facebook.com/Büchernerds

»Wenn ich groß bin, will ich wie Edda sein.« www.bücherheike.de

»Spritzig, unterhaltsam und doch nachdenklich. Kann nur Edda …« www.Lese-paradies.blogspot.com

»… und denkt gar nicht daran, den Lachmuskeln eine Pause zu gönnen.« www.facebook.com/TraumhafteLesewelt

Gehört für mich zu den Büchern, wo man unbedingt schnell zum Ende kommen will und dann traurig ist weil diese Reise vorbei ist

— Mogni
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  • Das Leben im Altenheim, hat mehr Seiten als man denkt

    Träume bleiben ohne Reue

    Mogni

    20. April 2018 um 19:06

    Ich habe das Buch diese Nacht angefangen und es ist was aus dem Leben gegriffen. Hab mit 16 angefangen im Altenheim zu arbeiten, dann die Ausbildung und jetzt seid 16 Jahren auf einer geriatrischen Reha, das heisst meine Patienten sind von 65 bis 102 und ihr könnt mir glauben, man erlebt da viel. Das Buch ist so geschrieben, dass ich sofort Kopfkino hatte und bekannte Personen in den einzeln Rollen gesehen habe. Die Kapitel sind kurz und knackig geschrieben, wollte nur eins lesen und dann schlafen. Aber dann war es doch Seite 54 wo das Licht ausging.Ich muss sagen, mit dem Ende hätte ich nie gerechnet, fand es schön geschrieben. Aber zu kurz, man hätte noch auf die andern Personen eingehen können, die "Beklopptengang". Denn jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen und hinter jeden Verhalten einer Person steckt eine Story. Wie zum Beispiel warum Schwester Rabiata so ist wie sie ist, es wird angeschnitten, aber warum wird es nicht ausgeschmückt.  Für mich hätte das Buch doppelt so dick sein können.Kannte ich Autorin überhaupt nicht und bin hellauf begeistert und werde es so mancher Freundin empfehlen.Es ist eins von den Büchern, dass man umgedingt zu Ende lesen will und dann traurig ist, dass es aus ist!

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  • Leserunde zu "Träume bleiben ohne Reue" von Victoria Suffrage

    Träume bleiben ohne Reue

    VictoriaSuffrage

    Liebe Leseverrückte,  mein nunmehr sechstes Buch ist da. Wollt ihr mitlesen?  Aber Achtung: Es gibt keine Werwölfe, keine Vampire und keinen Sex. :)  Klappentext:  Edda, schnodderige Ex-Puffmutter, lebt im Altenheim und pflegt ihr Image als Scheusal. Darin wird sie bestärkt, als sie die tödliche Diagnose ALS erhält. Innerlich beginnt Edda sofort, ihren Abgang zu planen. Wilma, Eddas neue Mitbewohnerin, begegnet deren Gehässigkeit mit Herzlichkeit. Nach Anfangsschwierigkeiten erklärt sich Wilma sogar bereit, Edda bei ihrem Abgang mithilfe der "Beklopptengang" zu unterstützen. Der Altenpflegeschüler Vincent nennt sie »mon général«, wühlt unerlaubt in Schränken, die Schülerin Laura hat auf nichts Bock und schleudert das Jesuskind an die Wand. Und was wollen der Herrgott in Eddas Badezimmer und der schwarze Vogel auf dem Fensterbrett?  Ich verlose 10 Print/10 Ebooks. Rezi gewünscht.  LG  Vic  UPDATE:  Ich weiß nicht, warum hier der Rest des Textes verschwunden war/ist/wieder sein wird. Ich probiere es halt immer wieder.

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  • Altwerden ist nicht einfach

    Träume bleiben ohne Reue

    Antek

    26. March 2018 um 18:42

    Unser Pflegesystem explodiert, der Zustand in unseren Alten- und Pflegeheimen ist oft genug beängstigend und die Frage ist, wird das noch einmal besser? Ich fürchte, eher nicht! Dem Thema alt, hilfsbedürftig zu werden und in eine solche Einrichtung zu müssen, nimmt sich die Autorin mit ihrer neuen Geschichte an. Wie auch mit allen ihren anderen Romanen gelingt es ihr ein schweres Thema mehr als gelungen und, trotz aller Tragik, mit Humor darzustellen.   „Ich kann es nicht genug beklagen. Leidet an seniler Bettflucht, diese Wilma!“ Seit einer Woche hat Edda eine neue Zimmernachbarin, die vierte, mal sehen wie schnell sich die rausekeln lässt! Da machen ihr aber sowohl die Leiterin des Heims, Frau Hörax mit den Worten, wenn sie sich nicht vertragen, muss ich sie rauswerfen, als auch Wilma einen Strich durch die Rechnung, denn so garstig kann nicht einmal eine Frau von Mochnitz sein, auch wenn sie zur Höchstform aufläuft. Aber diese wird nicht nur vom drohenden Rauswurf, sondern auch von der Diagnose Muskelschwund, die sich schon mit Lähmungen in den Armen und Beinen bemerkbar macht und mit Dahinvegetieren endet, ausgebremst.   Als Leser erfährt man durch Erinnerungen und Rückblenden vom bewegten Leben Eddas und erfährt so, warum sie sich wohl so einen harten Panzer zulegen musste, um bestehen zu können. Ich brauche niemand, das ist ihr Motto, so lange, bis sich Wilma zwischen sie, ihr Leid und die Diagnose. „Amyothropher Lateralsklerose“ quetscht und Eddas Leben gehörig auf den Kopf stellt. Als Leser wird man Zeuge, wie aus „Dann freundet man sich womöglich mit einem an und am nächsten Tag hat der sich vom Acker gemacht. Bin ich definitiv zu alt dafür!“ ein ich bin froh in der Beklopptengang zu sein wird und eine Blumenkinderparty alle ihre Gedanken bezüglich ihres Lebensendes in eine andere Richtung lenkt.    „Im Moment erscheint es mir begehrenswerter zu verblöden. Ich merke es ja nicht. Okay am Anfang vielleicht, später nicht mehr. Besser, als alles bewusst zu erleben.“ Auch ich habe mir die Frage schon oft gestellt. Was ist schlimmer? Geistig fit seinem Ende hingegen vegetieren, sich nicht mehr bewegen, nicht mehr selbst trinken und essen können, rund um die Uhr auf fremde Hilfe angewiesen sein, oder dement werden? Beides schrecklich und ich hoffe es wird nie soweit kommen. Ein Roman, der mich sehr bewegt und zum Nachdenken anregt hat.   Wieder einmal widmet sich die Autorin mit ihrem ganz besonderen Sprachwitz einem schwierigen Thema, nimmt den Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, lässt ihn durchaus auch mit den Protagonisten leiden, rührt stellenweise zu Tränen, unterhält aber auch mit so viel Komik, sodass das Lesen trotzallem ein Vergnügen ist. Spitze Dialoge wie, „Ich will kein Mitleid, Wilma.“, auf das ein „Das bekommt so eine garstige Alte wie du sowieso nicht“ folgt oder bei ihrer Zwiesprache mit Gott, von dem sie einen Beweis für seine Existenz einfordert, auf ein „Mach das Wasser hier zu Wein!“ die schlagfertige Antwort „Ich bin Gott, nicht Jesus“. Beschreibungen und Sprüche der Art „Katzendverdienstkreuz in Whiskas“ oder „von ihrem Gang will ich gar nicht sprechen, der muss der Metzger Schweinshaxen angenäht haben, ungegrillt.“, haben mir ebenfalls ganz oft ein breites Grinsen im Gesicht bereitet. „Mein Hirn scheint den Entkalker beim Waschgang vergessen zu haben“ oder „Meine Beine wollen nicht gehorchen. Arschlöcher. Ich habe Hypochonderbeine. Die hören, was kaputt ist, und machen aus Sympathie mit.“, ganz klar ist viel davon Galgenhumor und eine gehörige Portion Sarkasmus ist auch mit dabei, wenn Edda aus der Ich-Perspektive, was ist äußerst gelungen empfinde, berichten darf. Aber Altwerden ist eben nicht einfach.   Edda hat mich von Anfang an beeindruckt und ich mochte die sarkastische alte Dame so richtig gern. Sie hatte es nicht einfach im Leben, darum beneide ich sie nicht, toll, dass sie sich ihren Stolz behalten konnte und ich wünsche ihr von Herzen, dass sie ihn bis zum letzten Atemzug bewahren kann, trotz Krankheit. Aber auch Wilma hat mir von Seite zu Seite besser gefallen. Die Dame, die sich trotz Hürden ihre Gutmütigkeit bewahrt hat, ist mir richtig ans Herz gewachsen, ebenso wie Vincent. Bei dem läuft zwar nicht alles legal, aber er lebt als Pflegeschüler noch für seinen Beruf. Mit „Mon General“, wie er Edda liebevoll nennt, lässt er ihr doch ganz viel Würde, wenn er sie auch heimlich mit Zigaretten und nicht nur damit versorgt. Schwerer hat es da schon Monika, Schwester Rabbiata, die der Beruf und der große Druck schon zermürbt hat, am System zerbrochen, aber auch die hat ihre guten Seiten.   „Wenn es bis zum Ende nur noch einen einzigen schönen Moment gibt, einen wie ich ihn unzählige in den letzten Tagen erlebt habe, dann hat es sich gelohnt!“. Mit diesem Zitat, das mich zu Tränen gerührt hat, möchte ich enden. Wieder einmal ein Roman, der sich mit authentischen, liebenswürdigen Charakteren einfühlsam einem berührenden und aufwühlenden Thema widmet, dabei Überraschungen parat hat und auch noch mit Humor unterhält und deshalb fünf Sterne verdient.

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