Victoria Glendinning Vita Sackville-West

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Inhaltsangabe zu „Vita Sackville-West“ von Victoria Glendinning

Das Leben der Vita Sackville-West liest sich wie ein Roman: Geboren wurde sie 1892 als einziges Kind von Lord Sackville und seiner halbspanischen Ehefrau Victoria auf Schloß Knole in Kent. Mit vierzehn Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, und bis zu ihrem Tod war sie nur dann zufrieden mit sich selbst, "wenn sie ein Buch in Arbeit hatte". 1913 heiratete sie den Diplomaten Harold Nicolson, mit demn sie um Sissinghurst Castle einen der schönsten Gärten Englands gestaltete. Die Ehe, die wohl die ungewöhnlichste Verbindung dieses Jahrhunderts war, bestand über neunundvierzig Jahre. Beide Partner hatten im Laufe der Zeit viele Affären, die aber ihrer Verbundenheit nichts anhaben konnten. Detailgetreu und fesselnd geschrieben, zeichnet Victoria Glendinning das auch kulturgeschichtlich aufschlußreiche Leben dieser unkonventionellen Frau auf: Vitas außerordentliche Entschiedenheit, mehr sein zu wollen als eine "verheiratete Frau", ihre Liebesbeziehungen zu Virginia Woolf , Violet Trefusis und andere, ihre schriftstellerischen Leistungen und Erfolge, ihre gelassene Heiterkeit und ihre nie nachlassende Wärme in der Beziehung zu ihrem Mann und ihren Söhnen. Vita Sackville-West, deren Romane in hohen Auflagen und in vielen Sprachen erschienen sind, lebte selbst einen Roman - ihren Roman.

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  • Rezension zu "Vita Sackville-West" von Victoria Glendinning

    Vita Sackville-West

    Sokrates

    15. October 2011 um 18:02

    Wem der Name Vita Sackville-West nichts sagt, dem sei zunächst erklärt, dass es sich hier um eine englische Schriftstellerin handelt, deren Werk in heutiger Zeit eher vergessen scheint. Anders steht es allerdings um ihren Garten – Sissinghurst Castle – der mit zu den schönsten Gärten Englands gezählt wird. Kennern hingegen ist Vita Sackville-West durch ihre Freundschaft / Liebschaft (?) zu Virginia Woolf ein Begriff. . Mir persönlich war Vita irgendwie immer unsympathisch. Diesen Eindruck konnte die vorliegende, sehr gut recherchierte Biographie auch nicht revidieren. Vita ist dank Adel und guter Heirat begütert, hat Geld, kann sich durch Schreiben problemlos ihren Lebensunterhalt „hinzuverdienen“. Ihr Mann ist Diplomat und für die englische Krone in der ganzen Welt unterwegs, so auch im Orient, wo ihm Vita einige Male hin folgt – es entstehen bekannte Reisebeschreibungen. Irgendwann lernt sie Clive Bell kennen, Ehemann von Vanessa Bell, geb. Stephen, Schwester von Virginia Woolf. Zu diesem Zeit-punkt hat sie mit ihrem Ehemann bereits zwei Kinder. Nichtsdestotrotz ist Vita weniger Frau denn „Mannsweib“; grob, derb, tiefe Stimme mit einer Neigung zum Doppelkinn. Bereits unmittelbar nach der Geburt ihres zweiten Kindes geht sie eine gleichgeschlechtliche Beziehung zu Violet Trefusis ein, die Ehe mit ihrem Mann wird im beiderseitigen Einvernehmen zu einer „offenen Ehe“. So sucht in Zukunft jeder außerhalb der eigentlichen Ehe seine sexuelle bzw. emotionale Befriedigung. Vita wird – auch von Virginia – als emotional sprunghaft beschrieben. So hart und raubeinig, wie sie durch Briefe und Beschreibungen ihrer Zeitgenossen vor dem inneren Auge des Lesers erscheint, so scheint sie tatsächlich auch gewesen zu sein; und gerade mit dieser Raubeinigkeit kann beispielsweise eine feinfühlige Virginia Woolf nichts anfangen. Vitas literarische Ambitionen sind erfolgversprechend: sie kann eine Reihe gutgehender Romane publizieren, erarbeitet sich schließlich einen Namen in der englischen Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mir jedoch konnten ihre Werke (drei habe ich bislang gelesen) nur bedingt Lob entlocken. Sie bleibt mir zu trivial, zu oberflächlich. . Victoria Glendenning hat durch den jüngsten Sohn von Vita Sackville-West die Möglichkeit eingeräumt bekommen, das umfangreiche Familienarchiv für ihre Recherchen nutzen zu können. So hatte sie Zugang zu diversen, bislang noch unveröffentlichten Briefe oder Manuskripten. All dies hat sie in ihrer stattlichen Biographie verarbeitet. Mir jedoch blieb das Buch zu trocken. Sprachlich bleibt es recht hölzern, wobei dies auch einer ungenügenden Übersetzung geschuldet sein kann. Leider fehlen dem Buch auch Abbildungen, obwohl eine Menge verfügbar gewesen wären. Insgesamt daher nur ein mittelmäßiges Leseerlebnis.

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