Victoria Hislop Das Herz der Tänzerin

(18)

Lovelybooks Bewertung

  • 22 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 9 Rezensionen
(5)
(9)
(4)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Herz der Tänzerin“ von Victoria Hislop

Eine Liebe in Zeiten des Krieges, ein dunkles Geheimnis, das Generationen überdauert

Als Sonia nach Spanien reist, ahnt sie nicht, wie sehr die Geschichte des Landes auch das Schicksal ihrer Familie geprägt hat. Immer tiefer taucht Sonia ein in die Vergangenheit der Familie Ramírez, eine Vergangenheit, die auch für Sonia Folgen hat …

Spanien in den frühen dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts: Die vier Kinder der Familie Ramírez aus Granada sind dabei, ihre Träume zu verwirklichen. Mercedes, die jüngste Tochter, liebt den Tanz über alles. Aber erst als sie den Gitarristen Javier Montero trifft, wird sie durch seine Musik zur erfolgreichsten Flamencotänzerin des Landes. Jede Bewegung zeugt von ihrer Zuneigung füreinander, jede Note besingt ihre große Liebe. Doch nach der Machtübernahme Francos bleibt nichts, wie es war. Die Familie droht an den politischen Konflikten zu zerbrechen, Mercedes und Javier verlieren sich in den Wirren des Spanischen Bürgerkrieges. Fieberhaft begibt sich die Tänzerin auf die gefährliche Suche nach dem Geliebten …

Jahrzehnte später erfährt die zweiunddreißigjährige Sonia bei einem Spanienaufenthalt von der berührenden Liebe in Zeiten des Krieges. Fasziniert nimmt sie die Spuren der Vergangenheit auf, ohne zu wissen, wie sehr Mercedes’ Schicksal mit ihrem eigenen verwoben ist …

Stöbern in Romane

Und Marx stand still in Darwins Garten

Großartige Idee, sprachlich gut umgesetzt. Die Handlung bleibt jedoch belanglos.

Katharina99

Leere Herzen

starker Anfang, nur das Ende konnte mich nicht mitreissen

vielleser18

Wie man es vermasselt

Gute Ansätze, sehr amerikanisch.

sar89

Highway to heaven

Ein schöner Roman um eine alleinerziehende Mutter, die nach dem Auszug ihrer Tochter, einen neuen Lebensinhalt sucht.

Sigrid1

Ein wilder Schwan

Ich habe selten so einen Schwachsinn gelesen. Humorlos, unspannend, aber mit vielen sexuellen Anspielungen gespickt. Schade um das Geld!

frauendielesen

Die Wilden - Eine französische Hochzeit

So spannend kann Politik sein.

Buecherwurm1973

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine spannende Liebes- und Familiengeschihte

    Das Herz der Tänzerin

    yvonne13

    02. October 2014 um 08:53

    Dieser Roman erzählt zwei Geschichten, Die Geschichte von Sonia, einer unglücklich verheirateten Frau aus England im Jahr 2001 und von Mercedes einer spanischen Tänzerin in Zeiten des Bürgerkrieges in Spanien, Sonia reist mit ihrer Freundin nach Granada um einen Tanzkurs zu besuchen. Dort lernt sie den alten Mann Miguel, einem Café-Besitzer kennen, der ihr die Geschichte von Mercedes, ihrer Familie, ihrer Leidenschaft dem Tanzen und ihrer großen Liebe Javier erzählt.Sonia ist fasziniert von dieser jungen Frau und ihrem Leben und fängt an, ihre eigene Ehe zu überdenken und merkt, dass ihr Leben mit dem von Mercedes verbunden zu sein scheint. Eine spannende Liebes- und Familiengeschichte, vor dem Hintergrund des spanischen Bürgerkrieges ohne je ins Kitschige abzurutschen. 5 Sterne!!

    Mehr
  • Rezension zu "Das Herz der Tänzerin" von Victoria Hislop

    Das Herz der Tänzerin

    AllesSchwarz

    05. December 2010 um 20:52

    Dies war mein erstes Buch dieser Autorin, und bis auf wenige Ausnahmen hat es mir sehr gut gefallen. Es spielt in Spanien und London, ist eigentlich in zwei Teile unterteilt, einmal Gegenwart und einmal Vergangenheit. Es geht im Grunde um die eigenen Wurzeln, um das Verstehen, was die eigene Gegenwart mit der Vergangenheit zu tun hat und um die Macht des Tanzens. Sonia, eine junge Frau, die in London lebt, mit einem furchtbaren Kerl verheiratet ist, fährt mit ihrer besten Freundin nach Spanien, genauer nach Granada um dort einen Tanzkurz (Salsa) zu belegen. Durch Zufall lernt sie dort Miguel kennen. Er ist Besitzer einer Bar. Von dieser Bar hat sie sich sofort angezogen gefühlt. Dort hängen Flamenco-Plakate und irgendetwas fasziniert sie. Bei dem Tanzkurs lernt sie auch etwas über Flamenco und über Spanien. Sie ist fasziniert und dadurch, dass sie erfährt, dass ihre Mutter auch aus Granada war, lässt sie das nicht mehr los. Sie geht weiterhin in ihren Tanzkurs in London, auch gegen den Willen ihres Mannes. Dann kehrt sie noch einmal nach Granada zurück und dort offenbart sich ihr nun, was die Flamenco-Plakate mit ihrer eigenen Familiengeschichte zu tun haben... Diese Geschichte hat etwas mit der Familie Ramirez zu tun und vor allem mit der Tochter der Familie, Mercedes Ramirez, die eine großartige Flamenco-Tänzerin war..... Zu dieser Geschichte gehört auch der spanische Bürgerkrieg, und die Machtübernahme Francos. Ich fand es gut, dass sich zu den historischen Ereignissen immer die Romangeschichte weiterentwickelte, so dass es nicht nur eine Aneinanderreihung von historischen Fakten war. Manchmal wurde es ein wenig zu langatmig, aber das hielt sich glücklicherweise in Grenzen, so dass auch dieser Teil nie langweilig wurde. Victoria Hislop schreibt flüssig und nicht zu kompliziert, so dass das Lesen immer Spaß machte. Mir hat das Buch seeeehr gut gefallen und kann es bedenkenlos weiterempfehlen, so man sich für Spanien und das Tanzen interessiert!! Von mir gibts dafür 5 Sterne!!!

    Mehr
  • Rezension zu "Das Herz der Tänzerin" von Victoria Hislop

    Das Herz der Tänzerin

    schlumeline

    17. December 2009 um 16:34

    In diesem Buch der Autorin Victoria Hislop lernen wir zunächst die beiden Freundinnen Sonia und Maggie kennen, die gemeinsam nach Spanien gereist sind, um dort Maggies Geburtstag zu feiern. Sonia ist mit einem wesentlich älteren Mann verheiratet und merkt in letzter Zeit immer deutlicher, dass in ihrer Beziehung etwas ganz anders läuft als es sein sollte und auch als sie es sich vorstellt. In Granda besucht sie mit ihrer Freundin in einer Bar eine Flamenco Vorstellung und ist von dieser Art des Tanzes von da an sehr fasziniert. Neben Sonia und ihren Problemen gibt es aber noch eine weitere Protagonistin, Mercedes, eine junge Frau, deren Familiengeschichte Sonia über den jetzigen Barbesitzer Miguel kennenlernt. Mercedes wächst als Tochter der damaligen Barbesitzer Pablo und Concha auf. Die Familie von Mercedes, Familie Ramirez, ist groß, denn Mercedes hat noch mehrere Brüder: Emilio, Ignazio und Antonio. Mercedes ist bereits als Kind dem Flamencotanz verfallen. Eines Tages lernt sie den Gitaristen Javier kennen, der aus einer Zigeunerfamilie stammt. Mercedes ist von ihm fasziniert und tritt von da an gemeinsam mit ihm auf. Der aufkommende Bürgerkrieg in Spanien jedoch entzweit die Liebenden und stürzt auch die Familie Ramirez in ein immer größer werdendes familiäres Chaos. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt und die Familie zerbricht. Mercedes macht sich auf, ihre Liebe Javier wiederzufinden. Das Buch lebt also eigentlich von zwei unterschiedlichen Handlungssträngen, die direkt wenig miteinander zu tun haben. Die Geschichte um Sonia bildet den Beginn und das Ende des Buches und die Geschichte von Mercedes und ihrer Familie den Mittelteil. Dennoch gehören die beiden Teile irgendwie zusammen. Das Buch ist eine Mischung aus historischem Roman und Frauenroman, wobei man sagen muss, dass der historische Teil eindeutig überwiegt. In diesem Buch steckt auch eine klare Botschaft. Hier beschönigt die Autorin nicht und führt den Leser nicht hinein in eine schöne Geschichte, sondern erzählt schonungslos das Schicksal einer Familie und einer jungen Frau. Der Krieg ist eben was er ist: Zerstörerisch und brutal, gnadenlos gegenüber allem, was sich ihm in den Weg stellt. Mir persönlich ist die Geschichte der Sonia und ihrer Ehe hier etwas zu kurz gekommen. Aufgrund der kurzen Leseprobe, die ich zum Buch gelesen habe, ging meine Vorstellung wohl etwas in eine andere Richtung und aus diesem Grunde war ich auch zunächst etwas enttäuscht von der Handlung. Im Nachhinein muss ich sagen: Dieses Buch muss man auf sich wirken lassen, die Geschichte braucht Zeit sich zu entfalten und dann kann man sagen: Dieser Roman ist gefühlvoll, authentisch und traurig zugleich. Man sollte ihn in Ruhe lesen

    Mehr
  • Rezension zu "Das Herz der Tänzerin" von Victoria Hislop

    Das Herz der Tänzerin

    liebelein

    02. October 2009 um 16:41

    Das Herz der Tänzerin von Victoria Hislop Verlag: Diana Preis: 19,95 Euro ISBN: 978-3-453-29069-3 Seitenzahl: 512 Seiten, Gebundenes Buch Die Liebe, Kampf ums Überleben, das Schicksal und die schmerzhafte Trennung einer Familie mit verschiedenen politischen und somit gefährlichen Ansichten in den 30iger Jahren des 20.Jahrhunderts bilden die Grundlage der Geschichte um die Familie Ramirez während des spanischen Bürgerkriegs. Man taucht in die Erzählung ein, indem zunächst eine Rahmenhandlung aufgebaut wird. Sonia, eine unglücklich verheiratete Engländerin um die Dreißig, entdeckt ihre Liebe zum Tanz, indem sie mit ihrer Freundin Maggie während eines Urlaubs in Grenada einen Salsa-Tanzkurs belegt. In einer Bar lernt sie den älteren Besitzer Miguel kennen, dessen Erzählungen sie faszinieren. Sie lernt durch ihn die Geschichte der Familie Ramirez kennen, deren Sohn Ignacio als berühmter Matador auf einem Plakat in der Bar abgebildet ist. Die weiteren Söhne, Antonio – der älteste und Emilio – ein sensibler und feinfühliger Gitarrist sowie die im tänzerisch talentierte Tochter Mercedes wachsen in Grenada auf. Ihre Eltern, Pablo und Concha führen hier eine Bar. Mercedes ist in ihrem Leben dem Tanz verfallen, schon als Mädchen tanzt sie als Flamencotänzeri n und verliebt sich im jugendlichen Alter in Javier, einen ausgezeichneten Gitarristen. Die aufkommenden Wirren des Bürgerkriegs entzweien die Familie sowie Javier und Mercedes recht bald: Ignacio verteidigt seine faschistischen Standpunkte und gilt als Verräter seiner Freunde und Nachbarn, so dass er auf der Strasse von seinen Kontrahenten getötet wird. Emilio wird aufgrund seiner Homosexualität verhaftet und überlebt seine Gefangennahme nicht. Auch Pablo wird eingesperrt, weil seine Frau am Radio den falschen Sender eingestellt hat. Antonio macht sich mit Freunden auf, um an der Front gegen Franco zu kämpfen und Mercedes entscheidet, sich auf die Suche nach Javier zu begeben. Doch ihre lange Suche bleibt erfolglos und aufgrund der politischen Lage entscheidet sie sich zur Überfahrt und Bleibe in England. Ich gebe zu, dass ich aufgrund der Leseprobe eine etwas andere Vorstellung über diesen Roman hatte. Der Hauptbestandteil der Geschichte ist eindeutig der spanische Bürgerkrieg und das damit verbundene Leid und Elend der Menschen. An den Familienmitgliedern der Familie Ramirez wird erzählt, wie unterschiedlich der Krieg das Schicksal der Menschen lenkt. Verrat, Erschießungen, Hunger, Armut und Angst vor Folter, ausgelöst von einem Anführer (Franco), welches ein ganzes Land in sich zerbricht. Hier haben die Anfänge einer Liebesgeschicht e keine Chance, es wird deutlich, dass hier nur noch das Überleben zählt. Der Flamenco bildet hierzu eine wortlose Ausdrucksweise über die Verarbeitung der Ereignisse im Tanz und Aufarbeitung des erfahrenen Leids. Das Buch ist sehr gefühlvoll, wirkt auf mich aber auch sehr beklemmend aufgrund der Kriegsschilderungen. Es liest sich sehr flüssig, teilweise entstehen meines Erachtens jedoch Längen, die sich mir zu sehr im Kriegsgeschehen verlieren. Traurig ist auch die ziellose und hoffnungslose Suche von Mercedes nach Javier, welcher im Gefängnis festgehalten wird und seine Leidenschaft als „Guitarrista“ nicht mehr ausüben kann. Da hatte ich mir - leider- einen anderen Ausgang gewünscht. Das „Herz der Tänzerin“ kommt mir etwas zu kurz im Geschehen. Aber auch dies passt zu dem, was uns die Autorin vermutlich vermitteln möchte: Dass durch den Krieg alle Hoffnungen jeglicher Art gewaltsam zunichte gemacht werden… Sonia als Person bildet den Rahmen der Geschichte zu Beginn und am Ende. Ab und zu werden kurze Passagen von ihr eingesetzt. Erst spät bemerkt sie, dass auch ihr Leben mit der Familie Ramirez verstrickt ist und ihr weiteres Leben noch stark prägen wird. Mehr sei noch nicht verraten… Das Cover des Buches ist sehr freundlich gehalten, ein tanzendes Paar, umgeben von Blumen und Vögeln in frischen Pastellfarben vermittelt eine stimmungsvolle Fröhlichkeit. Dies steht etwas im Kontrast zur eigentlichen Geschichte, vielleicht ist es auch die Wehmut nach Liebe, Tanz und Zweisamkeit. Daher gefällt mir die Gestaltung grundsätzlich sehr gut. Fazit: Ein empfehlendwertes Buch, wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Ohne Frage ein sehr anspruchsvoller Roman, mit dem Krieg als gewichtiger Hintergrund einer Familiengeschichte, der ein normales Leben nicht zulässt.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Herz der Tänzerin" von Victoria Hislop

    Das Herz der Tänzerin

    Solifera

    15. September 2009 um 15:15

    ** Kurzinhalt ** Sonia reist mit ihrer Freundin Maggie nach Granada um dort deren Geburtstag zu feiern, aber auch um ein wenig Abstand vom verstaubten Eheleben mit James in England zu verbringen. Doch ihr Urlaub ist nur von kurzer Dauer und sie müssen beide zurück, voll von den schönen und faszinierenden Eindrücken der Stadt. Maggie beschließt kurz darauf England komplett zu verlassen und in Spanien neu anzufangen. Als Sonia sie dort besucht, trifft sie den alten Barbesitzer Miguel wieder und er erzählt ihr von den ehemaligen Besitzern der Bar, der Familie Ramirez, denen in den 30er Jahren während des spanischen Bürgerkrieges Schreckliches widerfahren ist. Das Ehepaar Ramirez hatte vier Kinder: drei Söhne Antonio, Ignacio und Emilio, und als Nesthäkchen eine Tochter, Mercedes. Sie ist total begeistert vom Tanzen, dem Flamenco im Speziellen und so verliebt sie sich in den Gitarrenspieler Javier. Als der Bürgerkrieg immer weiter fortschreitet, verliert Mutter Ramirez nach uns nach alle: zwei Söhne sterben und der Vater wird verhaftet, der dritte Sohn will an der Front kämpfen um so etwas zu erreichen und Tochter Mercedes will unbedingt ihren geliebten Javier wieder finden. So bleibt die Mutter alleine in Granada. Die Zeit vergeht und der Krieg wird immer brutaler und grausamer. Wird sie die Familie wieder in die Arme schließen können? Werden Mercedes und Javier sich wiederfinden? Gibt es ein Happy End in der Brutalität der Kriegswirren? Am Ende löst sich alles auf, offene Fragen werden geklärt und der Kreis schließt sich. Und so erkennt auch Sonia, warum sie bei der Geschichte um Familie Ramirez so mitgefühlt hat. ** Stil und Sprache ** Das Buch lässt sich flüssig lesen. Nur die bisweilen unklaren spanischen Begriffe könnten als ein wenig störend empfunden werden. Dass sowohl Sonia aber auch vor allem Mercedes das Tanzen im Blut liegt, merkt man auch an der Sprache. Sie ist fast ebenso leichtfüßig und tänzerisch wie die Protagonistinnen selbst. Als jedoch der Bürgerkrieg seinen Lauf nimmt, wird die Erdzählweise immer beklemmender. Man spürt das Elend, die Angst, das Bangen und Hoffen der Menschen. Die Autoren versteht es hier wirklich mit gekonnt stilsicherer Erzählweise dem Leser zu vermitteln, er wäre selbst mitten in den Kriegswirren der 30er Jahre. Dennoch hat das Buch als Gesamttendenz eine sehr tiefgehende gefühlvolle Wirkung, was nicht zuletzt durch die unerschütterliche Liebe von Mercedes zu Javier zustande kommt, die ihm durch ganz Spanien hinterher reist. ** Figuren ** Da sind zum Einen Sonia und ihre Freundin Maggie. Sonia ist mit James verheiratet, den Maggie „total verstaubt“ findet. Oberflächlich betrachtet war eigentlich alles perfekt … außer … ja außer dass der gute James ein Alkoholproblem hat und ein leicht aggressives Verhalten an den Tag legt. Außerdem versteht er ihr Leidenschaft fürs Tanzen kein bisschen. Dann haben wir die Familie Ramirez, Mutter Concha, Vater Pablo und die vier Kinder. Antonio, der Älteste ist ein ruhiger Typ, Ignacio ein überzeugter Nationalist und ambitionierter Stierkämpfer und Emilio ist musikalisch begabt, er begleitet den Tanz von Mercedes auf der Gitarre. Als Mercedes den Gitarrenspieler Javier kennen und lieben lernt, verbringt sie weniger Zeit mit Emilio, was diesen auch ein bisschen eifersüchtig macht. Die Charaktere der gesamten Familie Ramirez und auch ihrer Freunde/Bekannten sind sehr gut gelungen und absolut glaubwürdig, wohingegen die von Sonia und Maggie eher an der Oberfläche bleiben und nicht in die Tiefe gehen. ** Persönliche Meinung ** Das Buch, in dessen Mittelpunkt eindeutig der spanische Bürgerkrieg der 30er Jahre steht, überzeugt mich sowohl inhaltlich als auch sprachlich vollkommen. Immer wieder spielt das Tanzen, der Flamenco, eine Rolle, zum einen, um Leidenschaft auszudrücken, zum anderen, um in den harten Zeiten des Krieges die bösen Gedanken zu vertreiben. Ohne Frage ist es ein sehr anspruchsvoller Roman, der die Grausamkeiten unter der Herrschaft von Franco gnadenlos und ohne Schönmacherei aufdeckt und dokumentiert, interessant und fesselnd zugleich.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Herz der Tänzerin" von Victoria Hislop

    Das Herz der Tänzerin

    anette1809

    04. September 2009 um 09:07

    Victoria Hislop erzählt in ihrem Roman "Das Herz des Tänzerin" die Geschichte der Familie Ramirez zur Zeit des Franco-Regimes in Spanien. Die Autorin hat damit ein großes Tabu der Geschichte Spaniens aufgegriffen und anhand einer Familiengeschichte die Tragweite des Geschehens und die menschlichen Tragödien greifbar gemacht! Der Ausgangspunkt für die Geschichte liegt im Jahre 2001, als Sonia - eine Engländerin mit spanischen Wurzeln - mit ihrer Freundin Urlaub in Granada macht, dem Geburtsort ihrer Mutter. In Granada vertieft sie ihre Liebe zum Tanz, lernt den netten älteren Kellner Miguel kennen, und stößt per Zufall auf ihre Vergangenheit in Spanien... Zurück in die Vergangenheit, in die Zeit des Bürgerkrieges, führt sie der Kellner Miguel mit Geschichten über die Familie Ramirez, insbesondere über deren Tochter Mercedes, die eine begeisterte Flamencotänzerin war & in den Wirren des Krieges ihren Liebsten aus den Augen verloren hat... Für mich steht in diesem Roman eindeutig die Geschichte Spaniens im Vordergrund, die Jahre 1936 bis 1939, in denen ein grauenvoller Bürgerkrieg herrschte. Die ausschmückende Geschichte der Familie Ramirez ist gut konstruiert und fügt sich perfekt in den geschichtlichen Rahmen ein. Man kann zwar nach einer Weile erahnen, was es mit der Verbindung zwischen Miguel und der Familie Ramirez auf sich hat, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Das dunkle Kapitel aus Spaniens noch relativ junger Vergangenheit hat mich schockiert - nicht nur wegen den Gräueln, die während dieser 3 Jahre am spanischen Volk verübt wurden, sondern vor allem deshalb, weil dieses Stück Vergangenheit so lange totgeschwiegen wurde. Dieses Buch ist nicht nur ein Roman für Leser(innen) von Familien- und Liebesromanen, sondern vor allen Dingen ein Stück Literatur über die Geschichte Spaniens, das die Zeit des Bürgerkriegs interessant & fesselnd aufgearbeitet hat und hoffentlich nicht so schnell wieder in Vergessenheit geraten lässt!

    Mehr
  • Rezension zu "Das Herz der Tänzerin" von Victoria Hislop

    Das Herz der Tänzerin

    Belladonna

    23. August 2009 um 19:06

    Kurze Beschreibung: °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Sonia reist mit ihrer besten Freundin Maggie nach Spanien in den Ort Granada um Maggie’s Geburstag ausgiebig zu feiern und Abstand von ihrem Eheleben zu bekommen. Noch ein Grund der beiden Freundinnen weshalb sie gerade nach Spanien fliegen ist ihre Leidenschaft des tanzens. Als Sonia eines Morgens in einem kleinen Cafè Bekannschaft mit dem ältern Herr Miguele macht zieht er sie mit seinen Erzählungen über das Leben in Spanien zur Zeit des Bürgerkries in ihren Bann. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Sonia noch nicht in wie weit die Geschichte der Familie Ramírez Auswirkungen auf ihr eigenes Leben haben wird… Meine Meinung: °°°°°°°°°°°°°°°°°° Victoria Hislop versetzt die Leser in ihrem Roman direkt in das Spanien der frühen dreißiger Jahren des 20. Jahrunderts als dort der Bürgerkrieg tobte. Die ergreifende Geschichte der Familie Ramírez wird von dem Lokalbesitzer Miguele der Engländerin Sonia erzählt. Sie selbst begreift erst später warum sie diese Geschichte so fesselt und ergreift. In einem schönen und einfach gehaltenen Schreibstil bekommt man die Geschichte der Familie näher gebracht. Die jüngste Tochter Mercedez Ramírez prägt schon seit frühster Kindheit die Leidenschaft zu tanzen und verliebt sich auch bei so einer Veranstaltung unsterblich in den Gitarrenspieler Javier Montero. Der damilige brutale Bürgerkrieg zwischen Nationalisten und Republikanern wird immer brutaler und trennt schließlich auch das junge Liebespaar. Victoria Hislop schildert eindrücklich wie nach und nach die Familie auseinandergerießen und zerstört wird. Allerdings kamen mir die vielen und ausgiebigen Passagen über den Bürgerkrieg doch ziemlich langatmig vor. So wird teilweise kapitelweise über die Kämpfe die Mercedes Bruder Antonio bewältigen musste vor. Die langen Passagen über die Kämpfe, die ja durchaus zur Geschichte gehören, kamen im Gegensatz zu den Abschnitte in denen über den weiteren Verlauf von Mercedez Leben berichtet wird einfach viel zu kurz. Alles in allem schildert die Autorin jedoch sehr authentisch die Schrecken des Bürgerkriegs und vermittelt so ein zerrüttetes Bild Spaniens. Die Gefühle der äußerst symphatischen Protagonistin Mercedez werden meistens eindrucksvoll über ihren leidenschaftlichen Tanz geschildert. Sehr ergeifend war auch ihre ständige Willenskraft und die lange Suche nach ihrem geliebten Javier Mein Fazit: °°°°°°°°°°°°° Mir ist es besonders schwer gefallen für diese Buch eine Rezension zu schreiben da ich eineseits begeistert von der detailreich geschilderten Geschichte bin. Andererseits aber durch einige langatmige Kapitel gelangweilt wurde. Das Buch hat mir im Großen und Ganzen aber ziemlich gut gefallen da es sehr realistisch den Bürgerkieg darstellt und eine besondere Beziehung des spanischen Tanzes aufzeigt. Victoria Hislop beschreibt in ihrem Roman treffend die Liebe einer jungen Spanierin zum Folkstanz Flamenco. Leider ist mir die Erzählung über den Bürgerkrieg im Vergleich zu der interessanten Darstellung von Mercedez Leben einfach zu kurz gekommen. Ich hätte auch gerne noch mehr über Sonia und über die letztendlichen Auswirkungen der Geschichte auf sie erfahren. Deshalb gebe ich dem Roman Das Herz der Tänzerin nur 3 Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Herz der Tänzerin" von Victoria Hislop

    Das Herz der Tänzerin

    Leserrezension_2009

    19. August 2009 um 17:44

    Bei diesem Buch handelt es sich um einen mehrschichtigen, gut lesbaren Roman, der die Grenzen zwischen Unterhaltung und anspruchsvoller Literatur mit relevantem historischem Background verwischt. Der Mittelteil des Romans zeigt das Leben der Familie Ramirez in Granada, Spanien in den dreißiger Jahren. Pablo und Concha Ramirez haben vier Kinder, der älteste Antonio, der später gegen Franco im Krieg kämpfen wird, sein Bruder Ignacio, ein Macho und Stierkämpfer hingegen lässt sich von den faschistischen Ideen faszinieren. Darunter zu leiden hat der jüngste Bruder Emilio, der als Homosexueller in der spanischen Gesellschaft keine Chance bekommt. Er schwärmt für den Dichter Federico Garcia Lorca, der seine Homosexualität offen auslebte und zu den ersten Opfern des Faschismus in Spanien gehörte. Die jüngste und eigentliche Hauptfigur ist Mercedes, die sich in Javier verliebt und eine begeisterte und talentierte Flamencotänzerin wird. Diese Handlungsteil ist durch eine umfangreiche Rahmenhandlung mit der englischen Spanientouristen Sonia eingeleitet. Sonia hält sich in der heutigen Zeit in Granada auf um zu tanzen und ihren ungeliebten Mann zu entfliehen. Sie hatte eine spanische Mutter, aber über den spanischen Bürgerkrieg weiß sie wenig genaues. Vielleicht wird sie das mit nicht wenigen Lesern teilen, die Spanien nur als Badestrand und Urlaubsland kennen. Daher bietet Sonia sich als gute Identifikationsfigur an und ein alter Mann in einer Bar in Grenada erzählt ihr die Geschichte der Familienmitglieder Ramirez und die einer unerfüllten Liebe. Diese Erzählperspektive wird konsequent durchgehalten und funktioniert gut. Wenn sich ein Unterhaltungsroman einem schwierigen Thema wie dem spanischen Bürgerkrieg annimmt, ist nicht selten Kitsch zu erwarten, der die Ereignisse als Kulisse verwendet und dabei auch noch ungenau in den Details ist. Bei Victoria Hislops „Das Herz der Tänzerin“ hingegen, wird der Krieg nicht als Schauplatz für heroische Taten von Held und Heldin verwendet. Im Gegenteil verdeutlicht sie die Folgen für Spanien durch Bombardierung und Faschismus, indem sie zeigt, wie das Land sowie ganze Familien geteilt werden und was das für den Einzelnen bedeutet. Francos Putsch und der folgende Bürgerkrieg lässt auf den Seiten der Republikaner nur Verlierer zurück. Wer gegen Franco war, wird getötet oder unterdrückt. Das setzte sich auch noch nach Beendigung des Krieges fort. (Franco lebte bis 1975, die Bevölkerung brauchte lange, um die schlimmen Ereignisse und Folgen des Bürgerkriegs auch nur annähernd zu verarbeiten.) Es wird deutlich, dass das Schicksal der Familie Ramirez, die hier im Mittelpunkt stehen, letztendlich exemplarisch ist. Alle republikanischen Familien mussten leiden, Gefängnis und Folter, Massaker und Einschüchterungen waren an der Tagesordnung. In der Masse wirkt das ebenso beklemmend, wie die einzelnen Szenen des Kriegsgeschehens. Die Autorin wendet aber direkt keine Betroffenheitsmethode beim Erzählen an. Ihr Erzählstil besitzt sogar Lakonie, wenn sie trocken einen Satz einschiebt, wie: „Am 1.April 1939 verkündete Franco seinen Sieg. Er erhielt ein Glückwunschtelegramm vom Papst“ (Seite 411) Selbst die Liebesgeschichte ist relativ klein, sie kommt genau genommen kaum zustande, da die Liebenden durch den Krieg dauerhaft von einander getrennt sind. Javier landet im Gefängnis, Mercedes sucht Jahre nach ihm. Es bleibt der Flamenco als Musik und Tanz, der seinen Ausdruck im Individualismus findet, eine Form des inneren Widerstandes gegen die Zwänge von außen. Die Handlung in Spanien ist komplex, straff erzählt und auch spannend. Spät kehrt der Roman in die heutige Zeit zu Sonia zurück. Sonia erkennt ihre Wurzeln und der Originaltitel The Return enthält mehr Substanz als der inhaltslose deutsche Titel. Ansonsten ist die deutsche Übersetzung aber, soweit beurteilbar, stimmungsvoll und gefühlsmäßig gelungen. Durch den Aufbau der positiv besetzten Hauptfiguren und den Beschreibungen des Flamenco, der für Mercedes eine Befreiung bedeutet, baut die Autorin viel Atmosphäre auf und nimmt dem Roman so teilweise die Düsternis. Dazu passt dann auch das in schönen Farben gehaltene helle Cover. Bei „Das Herz der Tänzerin" handelt es sich um einen der selten Fälle, in dem wirklich anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur zustande gekommen ist. Diese Rezension wurde von Klaus H. eingereicht.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Herz der Tänzerin" von Victoria Hislop

    Das Herz der Tänzerin

    Träumerin

    02. August 2009 um 16:42

    Familiensaga zur Zeit des spanischen Bürgerkrieges. Erstmalig bekommt man aufgezeigt was Tanzen und Musik den Spaniern bedeutet und was der Kirieg damals anrichten konnte.
    Wer Miguel letztendlich ist, war zwar sehr vorhersehbar aber alles in allem schöne Geschichte.

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks