Vom Dazwischen

von Victoria Hohmann 
4,8 Sterne bei12 Bewertungen
Vom Dazwischen
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5* deluxe - davor und erst recht nicht dazwischen gibt es eine Alternative als Bewertung :-) Großes Wortkino!

J

Diese Geschichten mit ihrem ganz eigenen Schreibstil regen an, über unsere Gesellschaft nachzudenken.

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Inhaltsangabe zu "Vom Dazwischen"

Eine junge Frau in der Fremde, ein Maler in der Schaffenskrise, ein Mädchen, das sich zu seiner Homosexualität bekennt, ein Hasskommentare Schreiber, eine Frau im Griff einer Angsterkrankung, eine andere im Griff ihres Smartphones, ein frustrierter Familienvater, ein angetrunkener Existenzialist, sogar eine Unbekannte in einer Wand.
Getragen von einer assoziativen, bildreichen Sprache, entfaltet sich in zwölf Geschichten ein Mikrokosmos von Schicksalen, mit oftmals unverhofften Wendungen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783981862133
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:202 Seiten
Verlag:VHV-Verlag
Erscheinungsdatum:12.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    kingofmusics avatar
    kingofmusicvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: 5* deluxe - davor und erst recht nicht dazwischen gibt es eine Alternative als Bewertung :-) Großes Wortkino!
    Von einer, die auszog um das „Vom Dazwischen“ zu ergründen

    Tretet ein, liebe Leserinnen und Leser. Tretet ein, macht´s euch gemütlich, nehmt euch von den kostenlosen Getränken und Knabbereien. Gleich beginnt die Vorstellung.

    (Vorhang geht auf)

    Hallo und Herzlich Willkommen in der Rezension zu „Vom Dazwischen“ von Victoria Hohmann.


    „Dazwischen“ – ein kleines Wort mit so vielen Variations- und (Be-)Deutungsmöglichkeiten, wie es Sand am Meer gibt. Man sitzt „zwischen“ den Stühlen, liest „zwischen“ den Zeilen, steht „zwischen“ zwei Menschen – die Liste ließe sich endlos fortführen.


    Da das auch Victoria Hohmann klar war, hat sie sich auf 12 Geschichten „Vom Dazwischen“ konzentriert und in ihrem eigenen kleinen, aber feinen Verlag veröffentlicht. Das vorliegende Buch ist nach „Von Verwandlungen“ ihr zweites mit Kurzgeschichten, Kurzprosa und Erzählungen und zählt für mich wie bereits der Vorgänger zu den Highlights im jeweiligen Lesejahr.


    Victoria Hohmann gibt der Sprache eine ganz eigene Sprache. In manch einer ihrer Geschichten kümmert sie sich nicht um „gängige“ Sätze, sie setzt Satzzeichen dort, wo die Leserinnen und Leser sie niemals gesetzt hätten, jongliert innerhalb bzw. nach den Einwortsätzen mit den zuvor benutzten Worten, stellt sie um, stellt sie vor, stellt sie nach – mancher Wechsel ist rasant, zu schnell für das langsame Gehirn des Normallesers, um zu registrieren, was da gerade passiert ist. Von daher muss ich an dieser Stelle eine (ernst-, aber nicht zu ernstgemeinte) Warnung aussprechen: lest die (meisten) Texte niemals, hört ihr, niemals, wenn ihr müde, abgespannt, genervt oder krank seid. Sie erfordern eure ganze Aufmerksamkeit und sind beleidigt, wenn sie die nicht kriegen (ja, auch Texte haben eine Seele und reagieren sensibel, wenn man nicht angemessen auf sie eingeht – ich durfte es am eigenen Leib erfahren!). Ein Autor, auf den das ebenfalls zutrifft ist Franz Kafka!


    Apropos Kafka: Victoria Hohmann´s Texte sind an der ein oder anderen Stelle genauso kafkaesk wie die vom Meister selbst und deshalb für mich auch so faszinierend (wenn ich mich denn auf sie einlassen kann *g*). Wie bereits angemerkt, spielt die Autorin gerne mit Worten wie mit Jonglage-Bällen, schenkt den Leserinnen und Lesern (reinen) Wortwein ein („Fado – eine vollmundige Trunkenheit“ sei hier als bestes Beispiel genannt), so dass selbige verwirrt und „besoffen“ zurückbleiben und zunächst den Kopf schütteln ob der Wirren in den Windungen ihres Kopfes.


    Die Geschichten in „Vom Dazwischen“ sind so vielfältig wie das Leben, sie lassen einen lachen, sie lassen einen weinen, man denkt hier einmal nach, liest dort ein zweites (drittes, drölfzigstes Mal), denkt noch mal nach und kommt schlussendlich zu dem Schluss, dass einem die nicht alltäglichen Alltagsgeschichten doch verdammt bekannt vorkommen.


    Wer also nach nicht alltäglicher und vor allem lange nachhallender Literatur sucht, keine Angst vor Wortspielereien hat und eine indirekte „Nachfolgerin“ von Franz Kafka kennenlernen will, sollte sich „Vom Dazwischen“ zulegen.


    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!


    (Vorhang schließt sich)

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    J
    Julia_16vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Diese Geschichten mit ihrem ganz eigenen Schreibstil regen an, über unsere Gesellschaft nachzudenken.
    Dazwischen

    Dieses Buch enthält eine Reihe voneinander unabhängiger Geschichten über unseren Alltag. Natürlich gibt es schon einige solcher Bücher, aber ich kann versichern - keines ist wie dieses! Denn Victoria Hohmanns Sprache ist einzigartig. Grammatik spielt hier keine Rolle, es wirkt als wären die Geschichten ohne Beachtung jeglicher Normen aus ihrer Hand in das Blatt geflossen. Dieser Stil erlaubt es einem, die Erzählungen mitzufühlen und den Charakteren näher zu sein als in anderen Geschichten. 
    Alle Geschichten handeln von unserer Gesellschaft und regen stark zum Nachdenken an. 
    Ich empfehle dieses Buch allen, die ein einzigartiges Leseerlebnis suchen. Dieses Buch ist es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden.

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    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Erzählungen, die überraschen, zum Denken anregen und im Gedächtnis bleiben!
    Rezension: Vom Dazwischen

    Nachdem ich fast genau vor einem Jahr bereits Victoria Hohmanns erstes Werk „Von Verwandlungen“ im Zuge einer Lovelybooks Leserunde lesen durfte, wurde ich neulich gefragt, ob ich nicht auch ihr aktuelles Buch lesen möchte — was für eine Frage! „Von Verwandlungen“ hat mich letztes Jahr der Kurzprosa näher gebracht, nachdem ich mich bisher mit Kurzgeschichten und Erzählungen schwer getan hatte. „Vom Dazwischen“ liefert uns nun 12 neue Erzählungen, von der eine sogar eine Fortsetzung ist – nämlich vom wütenden Hater aus „Von Verwandlungen“. Während die einzelnen Stücke alle ein anderes Thema kritisch behandeln, habe ich mich doch gefreut, etwas wiederzuerkennen. Hohmanns neues Buch nimmt uns mit auf eine Reise in verschiedene Thematiken, zu verschiedenen Menschen und an diverse Orte. Die Erzählungen sind wahnsinnig vielseitig und Langeweile ist diesem Büchlein ein Fremdwort. Ob es Thematisch um das Coming-out, die permanente Vernetzung oder eine Angststörung geht, Victoria Hohmann schafft es wieder einmal, mich in die Geschichten hineinzuziehen.

    Die Vögel sangen: Amsel, Drossel, Fink und. Starr stand die Frau. Wachsfigur. Schmolz. Bei nur 22 Grad Außentemperatur.

    Die Themenwelt ist in „Vom Dazwischen“ breit gefächert. In Schwarzwäldersahnetorte, der ersten Erzählung, tauchen wir beispielsweise in das Leben einer jungen Frau ein, die sich bei einem Klassentreffen einige Jahre nach ihrer Schulzeit mit ihrer Homosexualität befassen muss bzw. sich den ehemaligen Klassenkameraden dazu bekennen möchte. Die Straße lässt uns in die Gedankenwelt einer Frau mit Angststörung springen, die jeden Tag zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt ihre angsthemmenden Medikamtente nehmen muss und sich jetzt in einem Experiment ihrer Angst stellen will: Die Straße zur Bahn ohne Tablette hinuntergehen, vielleicht sogar auf der anderen Straßenseite. Dass sich die Gedanken da überschlagen und die Angst ihr hässliches Haupt reckt, ist unausweichlich. Wie Geschosse schlagen Gedankenfetzen in den Kopf der Frau ein, es wird zur Zerreißprobe — nicht nur für sie, sondern auch für uns, den Leser. Die Erzählung Balanceakte führt uns in eine Büro-Umgebung zur Mittagspausenzeit. Ein Mann und eine Frau unterhalten sich. Dass der Mann vielleicht mehr an der Frau interessiert ist, als er sich eingestehen mag, davon merkt sie nichts. Und überhaupt macht ihm die überraschende Qualitätssicherung Sorgen. Der Stress, der uns Arbeitnehmer täglich umgibt, die Anforderung, auch ja mehr als genug zu leisten, all das spiegelt sich in dieser Kurzgeschichte wider. Zum Schluss möchte ich noch kurz auf die Erzählung Die Frau in der Wand eingehen. Hier bemerkt eine Frau in ihrem Büro von einem Moment auf den anderen eine scheinbar im Mauerwerk eingeschlossene Frau. Ist ihr Mund zu einem stummen Schrei geöffnet oder wollte sie noch etwas sagen? Ist sie lebendig? Hängt sie im Dimensionsschaum fest? Oder bildet sich unsere Protagonistin das alles nur ein?

    Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/victoria-hohmann-vom-dazwischen

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    0_Lavender_0s avatar
    0_Lavender_0vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sprachliches Meisterwerk zum Reflektieren, Fantasieren und Genießen
    Ein sprachlicher Leckerbissen garniert mit Gesellschaftskritik

    Vom Dazwischen_Victoria Hohmann


    Zum Cover:

    Es ist vom Schriftzug des Titels geprägt, pink auf grauem Hintergrund, schräg versetzt die Buchstaben in zarten gelben Strichen darüber…und es ist außergewöhnlich! Die Linien, die von Z und H weg waag- bzw. senkrecht zu zwei Rändern führen können vieles bedeuten. Auf jeden Fall steht zwischen ihnen das Zwischen, darüber erhebt sich das Da.

     

    Zum Inhalt:

    Obwohl das Buch 12 kurze Texte enthält, benötigt man Zeit, um die Wortgewaltigkeit, diese kleinen, aber feinen Wortspiele, diese Gesellschaftskritik und den Realismus in den Erzählungen so richtig wirken zu lassen. Der Stil der Autorin ist vieles: voller Variationen, Zwischentöne, Verwirrendem, Verspieltem und nachdenklich Machendem.

    Bei allen Geschichten bietet es sich an, sie wieder und wieder zu lesen, da Sprache hier nicht nur zum Transportieren von Inhalten eingesetzt wird, sondern als Kunst an und für sich zu verstehen ist.

     

     

    Fazit:

    Eine Rezension im herkömmlichen Sinn fällt schwer, da es sich bei diesem Buch um ein außergewöhnliches Werk handelt, zu dem man einen speziellen Zugang benötigt – nämlich Sprache als Genuss zu betrachten. Tut man dies, so kann man sich sicher sein, vom Hors d’oeuvre bis zum Dessert alles serviert zu bekommen.

     

    Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

     

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    felicityofbookss avatar
    felicityofbooksvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ums Neue konnte mich Victoria Hohmann begeistern und zum Nachdenken anregen!
    Dazwischen

    Danke an Victoria Hohmann, dass sie mir nach „Von Verwandlungen“ auch dieses Buch zugeschickt hat. Dazwischen. Was ist das? Für mich persönlich ist es das Unsichtbare. Zwischenräume von Gegenständen. Die Leere zwischen Dingen, die da sind. Die Nichtexistenz neben dem Existierenden. Aber auch die Verbindungen von Menschen. Die emotionale oder mentale Bindung dazwischen. Zwischen dem aus Fleisch und Blut. Auf die eigene Sichtweise ankommend kann man dieses Wort verschieden auffassen. Zwischen den Stühlen, zwischen Möglichkeiten, zwischen Welten ... Victoria Hohmann versucht in zwölf unabhängigen Geschichten das Dazwischen aufzufassen. Und es ist selten so schwer ein Buch, oder eher die Gedanken zu einer Geschichte, in Worte zu fassen. Es ist selten so schwer ein Buch, oder eher die Gedanken zu einer Geschichte, in Worte zu fassen. In dem Buch behandelt Victoria aber auch die Thematik der Angst und Sorge. Sie spricht von dem Glück und der Freude. Spiegelt Kulturschock und Diskriminierung wider. Und bringt einen immer wieder zum Nachdenken, in dem Versuch den Kopf des Lesers zu zerbrechen. In oft poetry-slam artiger Sprache lässt sie ihren Gedanken freien Lauf. Victoria spielt mit Worten, macht sich die verschiedenen Bedeutung zu Nutze und verändert durch das Hinzufügen eines Buchstaben die ganze Aussage. Manchmal verständigt sie sich mit einem fast lautlosen Flüstern und wechselt dann zu abgehackten Lauten, die einen förmlich ins Gesicht springen. In einigen Erzählungen findet man sich als Leser wieder wobei man in anderen vielleicht nach einer Bedeutung graben muss. Man trifft auf schemenhafte Gestalten und Geschichten, die klaren und deutlichen Aussagen gegenüber gestellt werden. Wie gesagt ist sehr schwer einen Ausdruck für diese Vielfalt an Worten, Ausdrucken und Geschichten zu finden. Auf jeden Fall wurde ich zu Beginn des Buches verschluckt und erst nachdem ich es weggelegt habe wieder ausgespuckt

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    camilla1303s avatar
    camilla1303vor 6 Monaten
    Ein Kurzgeschichten-Meisterwerk

    Die Sammlung von Erzählungen „Vom Dazwischen“ von Victoria Hohmann hat mich wirklich regelrecht begeistert. Die 12 Kurzgeschichten des Buches regen zum Nachdenken an und die Autorin hat es geschafft ein meisterhaftes Spiel mit der Sprache zu spielen.

    „Eine junge Frau in der Fremde, ein Maler in der Schaffenskrise, ein Mädchen, das sich zu seiner Homosexualität bekennt, ein Hasskommentare Schreiber, eine Frau im Griff einer Angsterkrankung, eine andere im Griff ihres Smartphones, ein frustrierter Familienvater, ein angetrunkener Existenzialist, sogar eine Unbekannte in einer Wand.
    Getragen von einer assoziativen, bildreichen Sprache, entfaltet sich in zwölf Geschichten ein Mikrokosmos von Schicksalen, mit oftmals unverhofften Wendungen.“, so der Klappentext zum Buch.

    Auf eindrucksvolle Art und Weise schafft es die Autorin ihre Erzählungen zum Leben zu erwecken. Jede Geschichte steht für sich. Durch unterschiedliche Schreibstile und Erzählweisen, bekommen die einzelnen ProtagonistInnen ein Gesicht und man kann sich beim Lesen der Zeilen wirklich in deren Gedankenwelt hineinversetzen. Alle 12 Geschichten sind dabei ein Stück wundervolle Prosa für sich. Mal steht die Sprache selbst, mal die Poesie und das Philosophieren im Mittelpunkt.

    Fazit: Ein wirklich lesenswertes Buch, das Lust auf andere Geschichten aus der Feder von Victoria Hohmann macht. Mir kam beim Lesen der Gedanke, dass ich das Büchlein unbedingt ein zweites oder gar ein drittes Mal lesen muss! Und auch Victoria Hohmanns Debüt „Von Verwandlungen“ steht schon auf meiner Lesewunschliste.

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    Kristall86s avatar
    Kristall86vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach nur fantastisch! Hohmann weiß den Leser zum nachdenken anzuregen!
    Vom Dazwischen

    In Victoria Hohmanns Buch „Vom Dazwischen“ haben 12 Kurzgeschichten ihren Auftritt. „Zwischen den Stühlen, zwischen zwei Lebensentwürfen, zwischen Herausforderungen, Möglichkeiten, Plänen, auch zwischen Welten - und zwischendurch einfach mal so richtig dazwischen. Dazwischen, weil innerlich zerrissen, durcheinander, unter Druck, nicht "normal". Aber was ist schon normal? Dazwischen im Sinne von nicht bei sich - aber doch auf dem Weg. Oder, aber?“. Dieser Auszug bzw. die kurze Zusammenfassung lässt bereits erahnen wieviel da dazwischen ist! Wortgewandt und gefühlsstark beschreibt Hohmann ihre Protagonisten. Der Schreibstil ist nunmal eben vergleichbar mit Prosa. Wer mal wieder nach nachdenklichen und besonderen Geschichten sucht, ist hier genau richtig! Dieses Buch hallt nach! Und ich kann es wahrlich nur empfehlen! Nach Hohmanns Debüt „Von Verwandlungen“ ist dies ein würdiger Nachfolger! Literarisch ist Victoria Hohmann den ganz Großen jedenfalls dicht auf den Fersen!

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    forgetfulvor 6 Monaten
    Zum Denken angeregt werden!

    Ich glaube, keine Rezi wird diesem Buch gerecht, da man es kaum beschreiben kann. Man muss es einfach selbst lesen um zu verstehen... 


    Die Autorin, Victoria Hohmann, liebt es mit Worten und mit alltäglichen Situationen zu spielen. Poetisch, Direkt, Verspielt, Verwirrend und doch so viel gebend. Jede Erzählung dieses Buches hat in mir einen Prozess ausgelöst. Einen Prozess des Nachdenkens. Die Autorin lässt viel Spielraum in ihren Texten, sodass man selbst sehr viel fantasieren, interpretieren und fühlen kann. Nicht nur deswegen verspürt man den Drang immer weiter lesen zu wollen, sonder auch die etliche Wortspiele die aus Victorias Feder stammen. Einfach fabelhaft wie man aus ein paar ganz einfachen Worten solch ein Spiel flechten kann. 

    Es ist garantiert für jeden was dabei, jedoch muss man sich auf die Kurzgeschichten einlassen können, ansonsten kann es schnell passieren, dass man nur Bahnhof versteht. 

    Auch ich musste feststellen, dass ich den Drang habe, die ein oder andere Geschichte nochmals lesen zu müssen. Somit ist es eine Lektüre für die Ewigkeit. 



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    Knigaljubs avatar
    Knigaljubvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzprosa, die eine einzigartige Leseerfahrung verspricht. Poetisch, tiefgründig, bewegend!
    Kurzprosa vom Feinsten!

    Selten passiert es, dass bei mir schon während des Lesens der Wunsch aufkommt, das Gelesene irgendwann nochmal lesen zu wollen – hier war das nicht nur der Fall, sondern ich bin auch sicher, dass es (ganz bald wieder) passieren wird. So viel gibt es da zu entdecken, das man vielleicht nicht gleich beim ersten Lesen aufnimmt. Victoria Hohmanns Kurzprosa ist eine echte Bereicherung!

    Zum Inhalt:
    Eine Frau, die beim Klassentreffen zwischen Damals und Heute pendelt; ein Hater im Selbstdilemma; eine Frau mit Angststörung; eine Männerfreundschaft und die Frage nach dem, was Glücklichsein bedeutet; eine Frau, ihr Hund und ihr Smartphone; Selfies und was sie mit uns machen; interkulturelle Begegnungen und die Balance im Job halten ... – die Themenwahl der zwölf Geschichten ist vielfältig und jede einzelne beschreibt ein anderes Schicksal, das zum Stichwort „dazwischen‟ passt.

    Meine Meinung:
    Obwohl ich eigentlich kein Kurzgeschichten-Leser bin, freue ich mich sehr, auf die Geschichten von Victoria Hohmann gestoßen zu sein, denn sie sind etwas ganz Besonderes, das ich so noch nie zuvor gelesen habe. Es sind nicht nur Geschichten, die wegen ihres Inhaltes zum Innehalten und Nachdenken anregen, sondern die auch von einer großen Fabulierlust und Freude am Umgang mit Sprache zeugen – der eine Text mehr erzählend, der andere mehr mit der Sprache spielend und den Sinn in den Hintergrund stellend, aber alle voller Poesie, mal mehr und mal weniger an Poetry Slam erinnernd, und bezogen auf aktuelle, teilweise sehr nahe gehende Themen. Victoria Hohmann schafft es, auf wenigen Seiten mit Hilfe der richtig gewählten Worte eine so gewaltige Stimmung zu erzeugen, dass sich jeder einzelne Text in meinem Kopf festgesetzt und etwas in mir bewegt hat. In manche Situation fühlte ich mich direkt hineingezogen, nickend, lächelnd oder auch zutiefst bewegt, weil ich so etwas schon einmal erlebt habe oder mir sehr gut vorstellen konnte. Andere Texte ließen mich ein wenig ratlos und mit dem Wunsch, sie nochmals zu lesen, zurück. Mancher Text war so poetisch, aktuell und gleichzeitig interpretationsoffen, dass ich seinen Einsatz im Deutschunterricht als sehr gewinnbringend empfinden würde – man kann sich mit den Texten also wirklich ausgiebig beschäftigen und hervorragend mit anderen über sie philosophieren, diskutieren und reden, aber sie funktionieren auch, wenn man einfach nur abtauchen und genießen möchte.

    Fazit:
    Zwölf kleine Sprach-Kunstwerke, die eine besondere Leseerfahrung versprechen – von mir gibt es eine volle Leseempfehlung!

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    Mary_Jace_Bookss avatar
    Mary_Jace_Booksvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ich denke jeder, der dieses Buch zu Hand nimmt, wird auf seine Kosten kommen.
    Für jeden was dabei!

    Handlung

    Die liebe Victoria hat in ihrem Buch einen wahrhaftigen Mix aus Erzählungen und Kurzprosa geschaffen, irgendwo zwischen diesen zwei Bereichen kann man es einordnen. In zwölf Kapitel greift sie unterschiedliche Themen auf vom berühmten Sein oder nicht Sein über Verlangen, Selbstbesessenheit, Angst, Glück, Diskriminierung und das Aufeinandertreffen von Kulturen, ist alles dabei. Manche Kapitel waren schwerer zu verstehen als andere, man muss doch jedes für sich Raum geben, sich zu entfalten. Sie regen zum Nachdenken, zum Schmunzeln und manchmal auch zum gedanklichen Verweilen ein. Jedes Kapitel ist eine unabhängige Erzählung und auch ihr Schreibstil verändert sich jedes Mal. Ist die eine Geschichte wirr, hektisch, verworren, ja fast schon verrückt ist die nächste sanft, gefühlvoll und/oder traurig. Wer eine lange Geschichte mit ausführlichem Enden erhofft, ist hier fehl am Platz. Victoria lässt dem Leser immer ein offenes Ende, damit sind es die eigenen Gedanken, die das Ende schreiben. Es hat wirklich Spaß gemacht, jede Erzählung für sich zu lesen und manche wurden für mich wie ein guter Freund. Ich denke jeder, der dieses Buch zu Hand nimmt, wird auf seine Kosten kommen, seine Lieblinge finden und in Gefühlen baden.

    Schreibstil:
    Wie schon erwähnt, ist Victorias Schreibstil einzigartig. Wüsste ich es nicht besser, würde ich meinen, die Kapitel wurden von vielen verschiedenen Menschen geschrieben. Manchmal ist die Sprache abgehackt, manchmal geschwollen, manchmal ist sie verständlich, fast schon klar und deutlich und manchmal ist sie angehaucht mit einer unausgesprochenen Bedeutung. Nicht jede Geschichte traf mich ins Herz, weil der Schreibstil mich verwirrte, oder ich die Botschaft vor lauter aneinandergereihten Worten, schwer entziffern konnte.

    Liebe Victoria du hast eine erstaunliche Art die Welt zu sehen und diese in Worte zu fassen. Manchmal erleichterst du es dem Leser manchmal wirfst du ihm ganz schön Steine in den Weg. Doch allem in allem hast du den Begriff „Dazwischen“ neu definiert. Man merkt, wie du jedes Kapitel für sich geschrieben hast, wie du es auf deine Art getan hast, unverwechselbar und einzigartig. Zumeist kamen die Gefühle rüber obwohl du wahnsinnig viel Spielraum gelassen hast. Es hat mir sehr viel Freude bereitet dein Buch zu lesen.    

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    VictoriaHohmanns avatar

    12 Geschichten zum Thema "Dazwischen".

    Zwischen den Stühlen, zwischen zwei Lebensentwürfen, zwischen Herausforderungen, Möglichkeiten, Plänen, auch zwischen Welten - und zwischendurch einfach mal so richtig dazwischen.
    Dazwischen, weil innerlich zerrissen, durcheinander, unter Druck, nicht "normal". Aber was ist schon normal? Dazwischen im Sinne von nicht bei sich - aber doch auf dem Weg. Oder, aber?

    Eine Vielzahl von Zwischenzuständen erwartet euch. Dazu unterschiedlichste Protagonist*innen.

    Der Klappentext weiß mehr: 

    Eine junge Frau in der Fremde, ein Maler in der Schaffenskrise, ein Mädchen, das sich zu seiner Homosexualität bekennt, ein Hasskommentare Schreiber, eine Frau im Griff einer Angsterkrankung, eine andere im Griff ihres Smartphones, ein frustrierter Familienvater, ein angetrunkener Existenzialist, sogar eine Unbekannte in einer Wand.

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