Victoria Holt , Jean Plaidy Das Geheimnis des Königs.

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis des Königs.“ von Victoria Holt

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  • Das Geheimnis des Königs - Tudors, Klappe die Erste

    Das Geheimnis des Königs.

    Rainbow

    28. February 2014 um 17:09

    “Das Geheimnis des Königs” spielt zur Zeit der Tudors und erzählt die Geschichte von Heinrich VIII. und Katharina von Aragon. Als die Geschichte beginnt, liegt die Ehe der beiden schon im Argen aufgrund von Heinrichs Untreue und seiner Unzufriedenheit, da Katharina ihm keinen Sohn gebären konnte. Als dann Anne Boleyn auf den Plan tritt, ist das Geheimnis des Königs bald kein Geheimnis mehr. Eine Lösung muss her – und wer wäre der richtige Mann dafür als Heinrichs treuer Berater, Kardinal Wolsey? Zur Geschichte muss vermutlich nicht viel gesagt werden, da sie den meisten bekannt sein wird. Da kaum einmal Jahreszahlen erwähnt werden, ist es ein wenig schwer einzuordnen, wann genau das Buch beginnt. Das fand ich schade, gerade weil auch oft mehrere Jahre zwischen zwei Absätzen übersprungen werden, sodass man sich erst einmal wieder orientieren muss, wann das nun geschieht. Erzählt wird die Geschichte von Katharina, Heinrich und Thomas Wolsey – Anne Boleyn hat dagegen eher eine funktionale Rolle und tritt kaum auf. Wenn die Geschichte bekannt ist, muss die Charakterentwicklung und der Schreibstil umso mehr tragen und hier wurde ich bitter enttäuscht. Sympathieträger ist ganz klar Katharina und ihr Haushalt. Heinrich wird als verzogener Junge dargestellt, der unheimlich gut darin ist, sich selbst zu belügen und als Opfer zu sehen, während Kardinal Wolsey ein machtgieriger Kerl ist, der für den Prunk lebt. Das an sich ist kein Problem, allerdings gibt es so gut wie keine Charakterentwicklung. Sichtbar ist diese höchstens an Mary (wäre schlimm, wenn nicht; immerhin ist sie zu Beginn 6 und am Ende deutlich älter) und zu Teilen an Katharina. Sonst werden die jeweiligen Eigenschaften nur immer wieder wiederholt. Als Heinrich sich endlich eingestanden hat, dass er eine Scheidung will, bringt er immer wieder dieselbe Geschichte vor – sei es, vor sich selbst zur Gewissensberuhigung als auch vor seinen Beratern und schließlich den Gerichtsausschüssen, die seinen Willen durchsetzen sollen. Dadurch wiederholt sich vieles und das, was sich historisch schon lange hingezogen hat, wird für den Leser ebenfalls zu einem endlosen Debakel, das nicht mal besonders spannend erzählt wird. Zwar spielen auch die Kriege in Europa zu der Zeit und die Außen- und Innenpolitik Heinrichs eine Rolle, aber da es bis auf die 3 Hauptpersonen kaum besser charakterisierte Figuren gibt, hat man niemand, mit dem man als Leser mitfühlt, um den man bangt, der einen betroffen macht. Stattdessen sind diese Episoden eben da, aber mehr auch nicht. An der Stelle wurde viel Potential verschenkt. Der Schreibstil ist sehr ausführlich und deskriptiv, wobei das Augenmerk aber immer auf den gleichen Dingen zu liegen scheint. Es wirkt, als hätte die Autorin sich bewusst Mühe geben wollen, diese Zeit gut darzustellen, nur dass dabei die ganze Atmosphäre verloren gegangen ist. Stattdessen wirkt alles irgendwie blutleer und hohl. Möglich, dass das Buch interessant ist, wenn man die Geschichte von Heinrich VIII und Katharina noch nicht kennt, aber die Umsetzung hätte so viel besser sein können, sodass ich das Buch nicht empfehlen kann.

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