Victoria Schlederer Fortunas Flug

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Inhaltsangabe zu „Fortunas Flug“ von Victoria Schlederer

Jenseits der Wolken… entdecken Sie eine völlig neue Welt! Wien 1913: Klatschkolumnistin Stella Schönthal ist eigentlich nur dem neuesten Skandal der Wiener K.-u.-k.-Gesellschaft auf der Spur, als sie Zeugin einer Bluttat wird. Der geniale Konstrukteur des Luftschiffes „Fortuna” nimmt sich vor ihren Augen das Leben. Neugierig beginnt Stella Nachforschungen anzustellen. Hängt sein Tod mit dem bevorstehenden Jungfernflug der „Fortuna” zusammen? Welches Geheimnis umgibt das Luftschiff? Und was will der mysteriöse Graf Trubic von Stella? Ihre Ermittlungen führen sie bis nach Prag und schließlich über die Grenzen unserer Welt hinaus ...

Nach 70 Seiten abgebrochen...und selbst die empfand ich als äußerste Qual...Kein Witz...so was zähes habe ich schon lange nicht mehr gelesen

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  • Was für eine Qual..... >.<

    Fortunas Flug

    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    Art: Fantasy Für: mhh...Leute, die gerne eine Mischung aus Historie & Fantasy lesen Seiten: 478 Heute verzichte ich mal auf ein Zitat und die übliche Vorgehensweise... Meine Meinung: Ich öiebe Fantasy und ich liebe es, wenn es im historischen Gewand ist...hier empfand ich es einfach nur als Qual... Da ich das Bch nach 70 Seiten abgebrochen habe, werde ich mich urz fassen. Der Anfang las sich sehr interessant, es kam sogar eine schöne Gruselstimmung auf....aber danach... Ich kam einfach nicht in die Geschichte rein und der Schreibstil war einfach nur schwerfällig und kein Stück flüssig.. Ich erwarte ja keine seichte Story...habe auch schon Austen und Stoker gelesen,,,,aber das hier war von der Sprache her eher eine Qual als die Klassiker besagter Personen... Die Story schaffte es einfach nicht, mich zum Lesen zu motivieren und so beschloss ich nach 70 Seiten dieses Buch abzubrechen... Ebenso so wenig konnten mich die Charaktere oder das Setting begeistern...ich hatte das Gefühl, mich kein Stück darauf konzentrieren zu könne und so stellte ich keinerlei Bindung zu den Elementen her... Bewertung: Schade...es klang so interessant, aber es war nicht mein Fall.. Deswegen kann ich "nur" die folgende Punktezahl geben, da ich leider nichts positives finden kann.... 1 von 5 Sternen

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    • 3

    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    14. November 2015 um 08:47
  • Leserunde zu "Kinder des Meeres" von Charlotte Lyne

    Kinder des Meeres

    Buecherwurm1973

    Wer historische Romane liebt, landet irgendwann bei den Büchern von Charlotte Lyne. Sie versteht  es, ihre Leser in die fernen Zeitepochen zu entführen. Der Schauplatz ist diesmal der Hafen von Portsmouth. Es ist bereits ihr zweiter Roman, in dem Henry VIII. eine tragende Rolle spielt.   Inhalt:     England 1509. Die Werftkinder Fenella, Anthony und Sylvester wachsen gemeinsam in Portsmouth auf. Es ist die Zeit der Regentschaft Henrys VIII., eine Zeit des Umbruchs. Während Sylvester in den Verheißungen der neuen Zeit aufblüht, gerät der hochbegabte Anthony immer wieder in Schwierigkeiten. Freunde bleiben sie dennoch – bis sie erkennen, dass sie beide Fenella innig lieben. Die Ereignisse spitzen sich zu, als die Franzosen den Hafen angreifen. Anthony und Sylvester befinden sich an Bord der Mary Rose, des Lieblingsschiffs des Königs. Es wird in dieser Schlacht untergehen, zusammen mit 700 Menschen, und nur einer der beiden Männer wird überleben …   Lebenslauf der Autorin: Charlotte Lyne wurde 1965 in Berlin geboren. Sie studierte Germanistik, Latein, Anglistik und italienische Literatur in Berlin, Neapel und London. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in London und arbeitet als Lektorin, Autorin und Übersetzerin. Durch ihre Großeltern aus Riga und Danzig kam sie zur Verbundenheit mit der Ostsee und die Leidenschaft für die Geschichte und die damit verbundene Sagenwelt des norddeutschen Meeres. Neben historischen Romanen, Sachbüchern und einem historischen Krimi, der unter dem Pseudonym Lilli Klausen veröffentlicht wurde, hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Alan Lyne zwei Langenscheidt Lernkrimis geschrieben.     Habt ihr Lust euch an den Hafen von Portsmouth zu entführen lassen? Die drei Freunde kennenzulernen? Vielleicht Henry VIII. mal von einer anderen Seite zu sehen?  Dann bewerbt euch auf eines von 15 Exemplare, die der Bastei Lübbe Verlag zur Verfügung stellt: Ist euch Henry VIII. bekannt? Was wisst ihr über ihn?   Charlotte Lyne wird die Leserunde begleiten. *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.

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    • 828
  • Ein ruhiger Krimi

    Fortunas Flug

    Originaldibbler

    07. May 2014 um 01:12

    "Fortunas Flug" von Victoria Schlederer spielt in der gleichen "Welt" wie ihr Debütroman "Des Teufels Maskerade". Es kommen auch einige Figuren aus dem ersten Roman wieder vor, doch die Kenntnis des ersten Romans ist zum Verständnis nicht erforderlich. Worum geht es? "Fortunas Flug" spielt im Wien des frühen 19. Jhd. Allerdings nicht im tatsächlichen Wien sondern im Wien einer Welt in der es so manches Übernatürliches gibt. Soviel sogar, dass sich die k.-u.-k-Monarchie sogar ein Büro für Übernatürliche Angelegenheiten leistet. Die Geschichte nimmt ihren Anfang als Klaschkolumnistin Stella Schönthal Zeugin eines Selbstmordes wird. Warum hat sich der Konstrukteur des Luftschiffs "Fortuna" das Leben genommen? Was hat es mit dem Luftschiff auf sich? Was meinte er mit seinen letzten Worten, dass Stella eine von ihnen sei? Von diesem Ausgangspunkt entspannt sich ein Krimi, der meines Erachtens weniger von der Spannung als viel mehr von der Entwicklung der Charaktere und ihrer Beziehungen untereinander lebt. In vieler Hinsicht ist "Fortunas Flug" eher das, was manche ein "Frauenbuch" nennen mögen, als ein Krimi. Da ich eindeutig nicht zur Zielgruppe, dieses Buches gehöre, tue ich mich mit einem Fazit schwer, denke aber, dass es für die Zielgruppe ein durchaus gelungenes Buch ist.

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  • Rezension zu "Fortunas Flug" von Victoria Schlederer

    Fortunas Flug

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. February 2013 um 23:40

    Mehr Rezensionen von mir findet ihr auf meinem Blog: anima-libri.de Meinung: Wer Schlederers Debüt „Des Teufels Maskerade” gelesen hat, weiß, was ihn erwartet. Wer das erste Buch um das Departement für okkulte Angelegenheiten nicht kennt, der sollte sich darauf einstellen, in „Fortunas Flug“ einem Schreibstil zu begegnen, den man so vermutlich noch gar nicht kennt. Das Buch hat alles, was ein gutes Buch braucht: Die Charaktere sind vielschichtig, realistisch und unglaublich sympathisch. Ihre Beziehungen untereinander sind ebenso gut geschildert wie ihre inneren Konflikte. Besonders die knisternden Gefühle zwischen Felix und Dejan, deren romantische Beziehung nie in konkrete Worte gefasst wird, sind unglaublich gut dargestellt. Die Geschichte fesselt von der ersten Seite an. Die Geschichte ist spannend, schnell und unglaublich stimmungsvoll. Die Mischung von Realität und Fantasy vor einem beeindruckenden historischen Hintergrund ist wahnsinnig gut gelungen und die Welt, die die Autorin hier schafft, wird schon nach wenigen Sätzen vor dem inneren Auge des Lesers lebendig. Und Schlederers Schreibstil ist einfach ein ganz eigener. Er ist definitiv gewöhnungsbedürftig und nicht ganz einfach, dafür aber umso atmosphärischer und einfach unglaublich passend für das Setting im Wien und Prag des frühen 20. Jahrhundert. Er verpasst der Geschichte den letzten Schliff, um das historische Setting lebendig werden zu lassen. Alles in allem ein Buch, das rundum empfehlenswert ist! Es empfiehlt sich allerdings „Des Teufels Maskerade“ zuerst zu lesen, um die Charaktere kennen zu lernen.

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  • Rezension zu "Fortunas Flug" von Victoria Schlederer

    Fortunas Flug

    Mascha_Vassena

    19. October 2012 um 18:43

    Ich gestehe gleich, dass ich die Autorin persönlich kenne, was aber nicht bedeutet, dass dies eine Gefälligkeitsrezension ist. Wenn die Werke von Autorenkollegen mir nicht gefallen, behalte ich das für mich. Es ist also pure Begeisterung für diesen Roman, die mich antreibt. "Fortunas Flug" vebindet einen intelligenten Plot, hinreißende Figuren und wunderbare Sprache zu einem Höhepunkt der deutschsprachigen Phantastischen Literatur. Es gibt ein Wiedersehen mit dem dank Vampirbiss verjüngten Graf Felix Trubic (unwiderstehlich!), der dieses Mal undercover agieren muss, weil er offiziell vom Dienst beim Wiener Bureau für okkulte Angelegenheiten suspendiert wurde und auch noch in den eigenen Reihen ermitteln muss: Wer oder was hat den Konstrukteur des neuartigen Luftschiffs "Fortuna" dazu gebracht, Selbstmord zu begehen? Trubic ahnt nicht, mit was für einem Gegner er sich da anlegt und bekommt es bald mit mächtiger Schwarzer Magie zu tun. Glücklicherweise steht ihm eine junge Dame zur Seite: Stella Schönthal, die sich als Klatschkolumnistin und Gesellschafterin einer alternden Kokotte durchschlägt, jedoch feststellen muss, dass in ihr verborgene Fähigkeiten schlummern, die auch dem Bureau für okkulte Angelegenheiten nicht lange verborgen bleiben. Unterstützt vom schneidigen Baron Dejan Sirco und dem sprechenden Otter Lysander (ebenfalls bekannt aus "Des Teufels Maskerade") machen Stella und Felix sich gemeinsam daran, das Rätsel um die "Fortuna" zu lösen. Geschrieben ist das alles ganz wunderbar im Ton der Zeit (1913), mit viel (schrägem) Humor und einem Personal, das bis zur kleinsten Nebenfigur liebevoll ausgearbeitet ist. Man meint nach dem Lesen, diese Leute (und sonstigen Wesen) tatsächlich getroffen zu haben, und nicht nur das hebt "Fortunas Flug" himmelhoch über die vielen Fantasyromane, in denen zweidimensionale Pappkameraden herumstolpern. Man merkt, dass die Autorin eine hochintelligente junge Frau ist, die ihren Stoff kennt und dank ihres Politikwissenschafts-, Geschichts- und Slawistikstudiums die phantastische Handlung gekonnt mit zeitgeschichtlichen Fakten verknüpft. Ein tolles, durch und durch unterhaltsames Buch im besten Sinne!

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  • Rezension zu "Fortunas Flug" von Victoria Schlederer

    Fortunas Flug

    Markus Walther

    10. September 2012 um 06:19

    Das zweite Werk von Victoria Schlederer knüpft am Vorgänger an: "Des Teufels Maskerade". Allerdings wird die Geschichte nun aus der Perspektive einer neuen Protagonistin erzählt. Trotzdem kommen die altbekannten Gesichter wieder zum Tragen. Das Bureau für Okkulte Angelegenheiten ermittelt im Wien. Die Zeit um 1900. Bemerkenswert dabei ist, dass der Fantasy-Krimi nicht nur im hervorragend recherchierten Setting spielt, sondern sich auch sprachlich an diese Zeit orientiert. Das macht den Text mitunter schwer zu lesen. Wer aber Romane aus diesen alten Zeiten mag, wird hiermit wunderbar bedient. Keine zwischendurch zu lesende Lektüre. Man sollte sich Zeit nehmen und das Buch in möglichst großen Etappen lesen. Lesenswert für Vielleser die sprachlich anspruchsvolle Texte mögen!

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  • Rezension zu "Fortunas Flug" von Victoria Schlederer

    Fortunas Flug

    Windflug

    24. May 2012 um 21:20

    Wien 1913. Stella Schönthal, Klatschreporterin und Gesellschafterin einer alternden Halbweltsdame, wollte eigentlich nur bei der Skandalhochzeit des Jahres dabei sein - aber dann verblassen Romantik und Skandal angesichts des Suizids, den sie dabei miterlebt. Dank ihrer Neugier ist sie bald mitten drin in den geheimnisvollen Geschehnissen rund um das Luftschiff "Fortuna", dessen Konstrukteur der Selbstmörder war, und gerät an das "Bureau für Okkulte Angelegenheiten", diverse eigenwillige Charaktere, die dort arbeiten und mehr Magie, Abenteuer und Gefahr, als sie sich jemals hätte träumen lassen ... Also, ich mochte ja schon "Des Teufels Maskerade" wirklich gern, von daher hatte ich mich sehr auf dieses zweite Buch der Autorin gefreut - und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich glaube, ich mag dieses sogar noch lieber. Es hat die gleichen tollen Charaktere (Etliche Bekannte tauchen auch auf - vor allem Graf Felix Trubic und Sir Lysander!), die gleiche wunderbare Sprache und eine ebenso spannende Handlung - aber diese Handlung verläuft geradliniger und ist in den meisten Hintergründen auch beim ersten Mal lesen durchschaubar (im Gegensatz zur "Maskerade", die noch auf einen zweiten Durchlauf wartet, bei dem ich dann hoffentlich eher die Zusammenhänge begreifen werde). Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt - einmal Stella, die in der Ich-Form schreibt, und dann Felix Trubic, der, passend zu seinem etwas undurchdringlichen Charakter, etwas distanzierter in der dritten Person geschrieben wurde. Man gewöhnt sich an diese Wechsel schneller, als man im ersten Moment denkt. Oh, und dann muss ich ja mal ein bisschen "hach" machen - die im Hintergrund laufende, nur ganz selten zur Sprache kommende Liebesgeschichte des ersten Teils findet hier ihre Fortsetzung, und wieder möchte man die beiden schütteln und einander in die Arme schubsen, aber wieder weiß man, dass das so einfach nicht geht, nicht bei diesen beiden, und bleibt ein bisschen schniefig zurück - aber gleichzeitig froh, dass die Autorin auch an dieser Stelle so einfühlsam mit ihren Figuren umgeht und sie nicht zueinander zwingt. Hach. Tolles Buch - zu schade, dass sowas nicht bekannter ist und mehr beworben wird. Statt dessen stehen der hundertste Aufguss von Vampirschmonzette und Standard-Fantasy in den Displays im Buchladen und auf der Startseite der Onlinehändler. Seufz.

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  • Rezension zu "Fortunas Flug" von Victoria Schlederer

    Fortunas Flug

    hproentgen

    02. April 2012 um 10:32

    »Alin Vasilescu hatte indessen die beiden Degenstücke sorgfältigtig auf dem Altartisch abgelegt und war an dem Pater vorbei die beiden Stufen hinab ins Kirchenschiff getreten, ohne auch nur einen Blick auf das unglückliche Mädchen, das bis vor wenigen Minuten seine Braut gewesen war, zu werfen. »Ich bin«, erklärte er mit volltönender Tenorstimme, »eine Schande. Eine Schande für meine Familie, meinen Namen, mein Regiment«, und klang dabei unbestreitbar zufrieden. »Ja, das bist du allerdings«, murmelte der Gigant zu meiner Rechten. Schweißperlen standen ihm auf der breiten Stirn. »Ich bin eine Schande«, wiederholte Oberleutnant Vasilescu. »Und das Spektakel hier erkläre ich für beendet.« Mit diesen Worten wirbelte er auf dem Absatz herum und stürzte ins Freie, gefolgt von einem der Trauzeugen und einigen anderen Kameraden, die wohl berechtigterweise fürchten mochten, die Schande des Regiments wolle sich Unheil antun. « Dass ein Bräutigam vor dem Altar erklärt, dass er die Braut nicht ehelichen wolle, ist ungewöhnlich, dass anschließend ein Luftschiffkonstrukteur Selbstmord verübt, ein gefundenes Fressen für die Klatschkolumnistin Stella Schönthal. Doch statt einfach den Skandal zu schildern, wie es ihr Chefredakteur will, untersucht sie den Selbstmord und fragt sich und ihre Leser: War es wirklich Selbstmord? Damit gerät die junge Dame ins Visier staatlicher Organisationen, die uns der Geschichtsunterricht bisher vorherenthalten hat. Das Büro für okkulte Angelegenheiten, vertreten durch den Agenten Graf Trubic, der eigentlich im Moment gar kein Agent ist, aber irgendwie doch beauftragt, spricht die junge Dame an, die sich bisher mit Geschichten aus der k.u.k. Prominenz und als Gesellschafterin einer alternden Kokotte über Wasser hielt. Bald stellt sich heraus, dass der Konstrukteur an einem neuen Luftschiff arbeitete, der Fortuna, die neben den üblichen Eigenschaften eines Luftschiffes auch einige unübliche schwarzmagische aufweist, die es aber vor dem Generalstab zu verbergen gilt; Fräulein Schönthal entdeckt, dass sie Spiegel durch Willenskraft zerbrechen kann, wird von einem Magietheoretiker in Magie unterrichtet, der unglücklicherweise in den Körper eines Fischotter verbannt wurde und da ist noch der Prager Baron, der so unverschämt gut aussieht und ebenfalls Agent mit Lizenz zum Okkulten ist. Allein durch die Sprache schafft die Autorin es schon, uns ins Wien der Jahrhundertwende zurückzuversetzen; mit seiner Dekadenz; seinen Offizieren und Dandys, Kokotten und Adligen; den politischen Spannungen in dem VIelvölkerstaat, stellt uns eine Vielzahl eindrücklicher Figuren vor, von der kecken, gleichzeitig aber unsicheren Klatschkolumnistin über den Dandy Graf Trubic, der ein dunkles Geheimnis mitschleppt bis zu dem Dienstmädchen Chi-Chi, das ein fescher Offizier benutzt, um seinen Vater zu ärgern. Ein wenig gemütlich geht es schon zu, wienerisch eben, aber wie es so mit der wienerischen Gemütlichkeit ist: Man darf ihr nicht trauen. So bietet uns die Geschichte immer wieder neue Überraschungen, verwickelt die Autorin uns in immer neue Rätsel, versteht es aber, die Fäden in der Hand zu behalten, mit denen sie uns umgarnt. „Imperium“ von Christian Kracht fällt mir da ein, der den Leser ebenfalls durch seine Sprache in die Zeit der Jahrhundertwende - in dem Fall des wilhelminischen Kolonialreichs - zurückführt, auch wenn Fortunas Flug natürlich eine ganz andere Geschichte ist, viel mehr auf Handlung und Personen bezogen und von daher einfacher zu lesen, aber keineswegs inhaltsleer. Wie aber beide Bücher durch Sprache eine vergangene Zeit lebendig werden lassen, ist mehr als eindrucksvoll. Fortunas Flug ist jedenfalls eine spannende Abenteuergeschichte; eine urban Fantasy und gleichzeitig ein historischer Roman mit viel Zeitkolorit. Lesenswert. Leseprobe: http://www.randomhouse.de/Paperback/Fortunas-Flug-Roman/Victoria-Schlederer/e351900.rhd?mid=4&serviceAvailable=true&edi=351900&showpdf=false#tabbox Fortunas Flug, Fantasy, Victoria Schlederer, Heyne, März 2012 ISBN-13: 978-3-453-52763-8, Tb, 480 Seiten, Euro 14,99

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  • Rezension zu "Fortunas Flug" von Victoria Schlederer

    Fortunas Flug

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. March 2012 um 18:25

    Vorsicht: Milde Spoiler für alle, die "Des Teufels Maskerade" vorher nicht gelesen haben!!! Wien 1913. Stella ist Gesellschafterin und schreibt nebenbei Klatschkolumnen für ein Wiener Schmierblatt. Zufälligerweise ist sie immer an Orten, an denen Leute, die mit dem Luftschiff "Fortuna" in Verbindung standen, den Freitod begehen. Sie möchte herausfinden, weshalb diese Leute das tun und was sie mit all dem zu tun hat, denn seltsamerweise fühlt sie eine gewisse Verbundenheit zu den seltsamen Geschehnissen. Noch seltsamer wird es, als das Departement für okkulte Angelegenheiten auf sie aufmerksam wird... Bereits Victoria Schlederers erster Roman - "Des Teufels Maskerade" - hat mich total begeistert, ebenso war es nun auch mit dem Nachfolger "Fortunas Flug". Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach wunderbar. Sie fängt Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein: die Stimmung, die Redensart der Leute...als Leser hatte ich das Gefühl, dabei zu sein, es zu sehen, zu hören, zu fühlen. Die Autorin schreibt nicht nur flüssig, sondern auf ihre Art auch einzigartig. Die Geschichte ist ebenfalls wieder einmal rasant und spannend, muss wieder einmal ein magisches Geheimnis gelöst werden. Stella wird hier als neuer Charakter eingeführt, sie erzählt einige Passagen auch immer aus ihrer Sicht. Ansonsten trifft der Leser hier auf die altbekannten und liebgewonnen Charaktere aus dem ersten Band Felix, Dejan, Lysander und Esther. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass es mich gefreut hat, dass Felix den Großteil der Handlung trägt....ABER es war wunderbar, ihn und Dejan auch wieder gemeinsam zu erleben. Die Beiden sind einfach.....♥....vor allem, weil die Gefühle zwischen ihnen nie wirklich ausgesprochen, hier aber sehr eindeutig klar gemacht werden. Das lässt das Fangirl-Herz natürlich höher schlagen. Mich hat vor allem wieder das tolle historische Setting verzaubert. Die Autorin versteht es, ihre Geschichte so zu erzählen, dass sie vor meinem inneren Auge zum Leben erwacht. Ich habe eine genaue Vorstellung der Charaktere und auch des Schauplatzes gehabt, alleine nur durch ihre Beschreibungen. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der historische Fantasy mag, muss aber dazu sagen, dass man auf jeden Fall auch den ersten Band lesen sollte, einfach um die Charaktere besser zu verstehen. 5 Sterne für eine aufregende, spannende Unterhaltung und unbeschreiblich tollen Charakteren!!! Ich hoffe sehr, es wird noch ein weiteres Abenteuer um Felix, Dejan, Lysander und Co. geben!!!!

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