Victoria Suffrage ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

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Inhaltsangabe zu „... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends“ von Victoria Suffrage

Demenz, Alter, Verlust ... mit ihrem Buch nimmt sich die Autorin Victoria Suffrage schwieriger Themen an. Dennoch besticht das Buch durch seine Leichtigkeit und einen tiefsinnigen Humor. Mit dem Witwer Paul und dem Altenpfleger Alex zeichnet sie liebevolle Figuren, authentisch und nah.

Klappentext:
"Melde gehorsamst, ich bin blöd, Herr Oberlajtnant." ... meint Paul, knapp an die achtzig, mit Sonnenschein im Herzen und manchmal auch im Kopf. Obwohl das Leben ein Arschloch ist. Muss ja weitergehen, irgendwie. Seine Frau Lissy ist gestorben, wartet auf ihn "nachm Regenbogen um sechs Uhr abends". Und die 43-jährige Tochter schreit. Fast immer. Besonders, wenn Nuschi nicht da ist, das Katzenviech.
Könnte er aushalten, gäbe es nicht die teuflische Nachbarin. Oder ist sie der siebenköpfige Drache? Wenigstens ist da Alex, sein Winnetou und Altenpfleger mit Hingabe und Humor.
Dann ist Nuschi weg und es bleiben nur noch zwei Tage, bis Alex für immer gehen will.
Paul und Alex machen sich auf. Mit einer Kühltasche. Eine Abschiedsreise nach Prag zur Moldau?
Unterwegs lernen sie einen Tschechen kennen, den falschen "Gott".
Wird es die letzte Reise sein? Weiß Vojtech die Antwort auf alle Fragen, und welches Geheimnis bedrückt Alex?

Ein berührendes Buch mit Themen, die uns alle betreffen könnten

— MissSophi

Ein wunderbares Buch, das ernste Themen wie Alter, Demenz, Tod, Behinderung mit einer Leichtigkeit aufgreift, die mich staunen lässt.

— Enyak

Der Geschichte gelingt, ein ernstes Thema so zu erzählen, dass man Paul und Alex mit einem lachenden und einem weinenden Auge begleitet.

— Katharina_Rambeaud

Sehr berührend und es macht nachdenklich!

— Kuhni77

Bisher war mir diese Autorin unbekannt, aber das war einmal,

— GabiR

Berührendes Buch, das aber auch seine humorvollen Seiten hat und trotzdem zum Nachdenken anregt.

— SaintGermain

Mein Buch. ;)

— VictoriaSuffrage

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  • ein berührendes Buch

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    MissSophi

    12. October 2017 um 14:51

    Nein, es ist kein bequemes Buch - keines welches man lesen kann, ohne sich selbst damit auseinander zu setzen. Aber: es ist ein lohnendes Buch - ein Buch, welches den Leser beschenkt. Beschenkt mit Gedanken über das Alt-werden und -sein. Dadurch lernen wir "Paul" kennen, der mit seinen 78 Jahren noch täglich mit seiner Frau Zwiesprache hält, die ihn leider schon verlassen musste, er, der noch eine schwerstbehinderte Tochter pflegen muss. Mit ihr lebt er in einem Mehrfamilienhaus und wird von allen anderen Parteien im Haus massivst angegriffen. Wäre da nicht "Alex" - der nette junge Mann vom Pflegedienst, der nicht immer nur nach Vorschrift arbeitet.Dieses Buch hat mich beim Lesen so beschäftigt, dass ich noch die Nacht brauchte, um es im Schlaf zu verarbeiten. Victoria Suffrage nimmt sich Themen an, die lieber totgeschwiegen werden. Aber jeder von uns wird alt... eine Tatsache, der wir ins Auge blicken müssen. Wie sieht es dann mit der Selbstbestimmung aus? Wird man unser Leben in ein paar Sätzen zusammenfassen können und mehr waren wir nicht wert.Dieses Buch braucht Leser. Aufmerksame Leser, die sich aus ihrer trügerischen Ruhe aufschrecken lassen und beginnen, die Augen auf zu machen.Mich hat die Art, wie Victoria Suffrage es schafft, neben all der Schwere auch den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen, sehr beeindruckt - ich habe manchmal laut aufgelacht und Paul und alle richtig in mein Herz geschlossen.

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  • ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    Enyak

    26. September 2017 um 20:03

    „Also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends“, das ist Lissys Abschiedsgruß an Paul, bevor sie stirbt. Dort will sie auf ihn warten. Lissy, die auch nach ihrem Tod für Paul immer gegenwärtig ist. Lissy, die alle Antworten weiß, ohne dass Paul die Fragen kennt.Paul ist 78 Jahre alt, ein kauziger liebenswürdiger Mann, der trotz der Schwere in seinem Leben den Humor nicht verliert.Und so ist auch dieses Buch geschrieben, melancholisch, manchmal traurig, aber immer mit leisem Humor.Paul hat Ela, die schwerstbehinderte Tochter zusammen mit Lissy gepflegt. Ela, die oft schreit, ohne die Katze Nuschi nicht schlafen kann und die Grund ist, dass die Nachbarn Paul das Leben schwer machen. Nach Lissys Tod ist er allein mit dieser schweren Aufgabe, die ihn bis an den Rand seiner Kräfte bringt. Zum Glück ist da Alex, Elas Pfleger, der weit über das Nötige hinaus auch für Paul da ist, immer ein offenes Ohr hat. Und doch umgibt ihn ein Geheimnis.Paul vergisst einiges, ist manchmal hilflos, das Alter zeichnet Spuren. Aber auch wenn er sich „nachm Regenbogen“ und seiner Lissy sehnt, gibt er nicht auf.Als dann Nuschi weg ist, begeben sich Alex und Paul auf eine Reise nach Prag, bei der man sich als Leser fragt, ob es die Letzte sein wird. Auf dieser Reise treffen sie Gott, nein nicht DEN, sondern Vojtech, der Lieder von Karel Gott singt, der nervt, Antworten hat, die man nicht wissen will, der aber am Ende dafür sorgt, dass Paul und Alex die Hand, die das Leben ausstreckt, ergreifen können.Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, aus Sicht von Paul. Die Autorin hat eine wunderbare Erzählsprache, oft knapp, kein Wort ist zu viel, aber auch keines zu wenig.Sätze wie „Eine kleine Weile sind wir nur halb zusammen“ und „Augen standen hinter den Fenstern“ ließen mich als Leserin innehalten, Atem holen, staunen. Sehr schön auch die Anklänge an Kafka, Schwejk und Prag, die Victoria Suffrage einflicht.Die Menschen im Buch sind so authentisch, oft liebenswert, dass man sich ihnen nahe fühlt.Die Autorin hat sich kein leichtes Thema ausgesucht. Es geht um Alter, Demenz, das langsame Vergessen im Alltag, um Tod, Trauer, Schwerstbehinderung, aber vor allem auch um Mut, Hoffnung und Verstehen. Es ist bewundernswert, mit welcher Leichtigkeit Victoria Suffrage diese Themen aufarbeitet.All das wird noch lange in mir nachhallen. Eine absolute Leseempfehlung.

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  • Leserunde zu "... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends" von Victoria Suffrage

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    Enyak

    Liebe Leserinnen und Leser, hiermit lade ich euch herzlich zur Leserunde des Romans „Also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends" von Victoria Suffrage ein. Die Autorin hat hier ein ernstes Thema auf subtile Weise in Angriff genommen. Berührend, tiefgründig und doch mit leisem Humor und Witz. Hier der Klappentext, der euch die Entscheidung, euch zu bewerben, erleichtern soll: „Melde gehorsamst, ich bin blöd, Herr Oberlajtnant.“ … meint Paul, knapp an die achtzig, mit Sonnenschein im Herzen und manchmal auch im Kopf. Obwohl das Leben ein Arschloch ist. Muss ja weitergehen, irgendwie. Seine Frau Lissy ist gestorben, wartet auf ihn „nachm Regenbogen um sechs Uhr abends“. Und die 43-jährige Tochter schreit. Fast immer. Besonders, wenn Nuschi nicht da ist, das Katzenviech. Könnte er aushalten, gäbe es nicht die teuflische Nachbarin. Oder ist sie der siebenköpfige Drache? Wenigstens ist da Alex, sein Winnetou und Altenpfleger mit Hingabe und Humor. Dann ist Nuschi weg und es bleiben nur noch zwei Tage, bis Alex für immer gehen will. Paul und Alex machen sich auf. Mit einer Kühltasche.  Eine Abschiedsreise nach Prag zur Moldau? Unterwegs lernen sie einen Tschechen kennen, den falschen „Gott“. Wird es die letzte Reise sein? Weiß Vojtech die Antwort auf alle Fragen, und welches Geheimnis bedrückt Alex? Es gibt 20 Ebooks in den Formaten mobi, pdf oder epub. Die Bewerber werden ggf. ausgelost. Nach Ablauf der Leserunde verlost Victoria Suffrage noch drei Taschenbücher ihres Romans. Ich habe die Leserunde für sie angelegt und werde diese auch mit ihr zusammen betreuen. Während der Schreibphase habe ich sie begleitet. Zudem haben wir bereits zwei Bücher gemeinsam geschrieben und veröffentlicht.Zur Autorin: https://www.amazon.de/Victoria-Suffrage/e/B00H9DXBA2/ref=sr_ntt_srch_lnk_1?qid=1501250064&sr=8-1 Bewerbungsfrist endet am 11.8.2017 Viel Spaß! Enya Kummer

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  • ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    Enyak

    26. September 2017 um 19:52


  • ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    Enyak

    26. September 2017 um 19:47


  • regt zum Nachdenken an und ist sehr berührend

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    Kuhni77

    28. August 2017 um 18:39

    INHALT:Paul, knapp 80 Jahre alt, vermisst seine Frau Lissy sehr. Sie ist einfach gestorben und hat ihn mit der Tochter Ela alleine gelassen. Nun wartet sie auf ihn „nachm Regenbogen um sechs Uhr abends“. Nur wann ist „nachm Regenbogen“ und wie soll er alleine mit der kranken 43-jährigen Tochter zurechtkommen? Ela schreit fast immer – Tag und Nacht! Ganz besonders, wenn die Katze Nuschi nicht da ist.Paul merkt immer mehr, dass er sich an vieles nicht mehr erinnern kann und dass ihm der Alltag immer schwerer fällt. Aber seinen Humor verliert er dabei nicht. Es muss ja weitergehen, auch wenn der Kopf nicht mehr so mitmachen möchte.Gut, das es Alex den Altenpfleger gibt. Alex kümmert sich nicht nur rührend um Ela, sondern ist auch immer als Gesprächspartner für Paul da. Alex ist Pauls Winnetou und Altenpfleger mit Herz und Humor. Eines Tages erklärt ihm Alex, dass er nur noch 2 Tage kommen wird. Was soll er nur ohne Alex machen? Und warum kommt Nuschi auf einmal nicht mehr nach Hause?Paul und Alex begeben sich letztendlich auf eine Abschiedsreise nach Prag. Was werden sie in Prag machen? Wird es die letzte Reise werden und warum will Alex aufhören?MEINUNG:Mich hatte bei dem Buch der Klappentext sehr neugierig gemacht und ich musste das Buch einfach lesen. Ein Buch über Demenz ist nie einfach zu lesen, erfährt man doch, wie es den Betroffenen wirklich geht. Ich finde es ganz schlimm, wenn man alles vergisst und nur noch manchmal wache Momente hat.„Also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends“ ist ein Buch, das einen durch seinen Schreibstil einfach mitnimmt. Es packt einen, man fühlt mit Paul mit und macht sich wahnsinnig viele Gedanken um die Themen Krankheit, Demenz und Tod. Es hat kleine humorvolle Stellen, die das Buch etwas auflockern, ansonsten ist es einfach nur wahnsinnig berührend.Paul und Alex habe ich sofort ins Herz geschlossen. Paul mit seinem Humor auf der einen Seite und seiner Verzweiflung und Demenz auf der anderen Seite. Er liebt seine Tochter Ela wirklich sehr, aber weiß genau, dass er mit ihr überfordert ist. Hier konnte man immer wieder sehr stark herauslesen, wie sehr er doch seine Lissy vermisst. Seine Gedanken haben mich sehr berührt.Alex ist ein Altenpfleger, wie man es sich nur wünschen kann. Er macht seine Arbeit mit viel Herzblut und Liebe. Alex ist immer zur Stelle, wenn Paul und Ela seine Hilfe brauchen. Warum Alex nur noch 2 Tage bei Paul arbeiten kann, möchte ich hier nicht verraten. Aber ich glaube, er hat eine gute Nachfolgerin für sich gefunden. Rosy geht wirklich toll mit Ela um.Ela tut mir sehr leid. Was bekommt sie überhaupt von ihrem Leben mit? Schlimm, wenn man so krank ist, dass man eigentlich nur im Bett liegt und überhaupt nichts kann. Auf ihrer Reise nehmen sie noch den Anhalter Vojtech, den falschen „Gott“, mit. Hier muss ich sagen, dass er mir am Anfang wirklich sehr unsympathisch war und ich gehofft habe, dass sie ihn auch bald wieder ziehen lassen. Aber wie so oft sollte man sich nicht vom ersten Eindruck blenden lassen. Den Vojtech ist nicht so, wie man ihn eigentlich einschätzt.Mehr möchte ich eigentlich gar nicht schreiben, denn sonst verrate ich einfach zu viel vom Buch.FAZIT:Eine absolute Leseempfehlung von mir. Wer sich etwas mit dem Thema Demenz beschäftigen möchte, der sollte das Buch lesen. Die Gedanken von Paul sind es wert gelesen zu werden. Aber auch jedem anderem Leser kann ich dieses tolle Werk empfehlen.

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  • durchaus lesenswerte Darstellung aus der Sicht eines Betroffenen.

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    GabiR

    17. August 2017 um 19:26

    Schwierige, alltägliche Themen behandelt Victoria in ihrem neuesten Werk, es geht um Verlust, Demenz, Behinderung, Krankheit, Nachbarschaft und Abschied ..... Bisher war mir diese Autorin unbekannt, aber das war einmal, denn nun werde ich aufpassen, was sie in Zukunft noch so von sich gibt.  Trotz der belastenden Themen schreibt Victoria mit einer Leichtigkeit darüber, dass ich fast an einem Abend fertig wurde mit dem Büchlein.  Nichts ist so tierisch ernst wie es oft gesehen wird und es kann allem Negativen noch was Positives entgegen gehalten werden, so empfindet zumindest Paul, der seine Frau vorausgehen lassen musste und mit der behinderten Tochter alleine leben muss, sehr zum Leidwesen der Nachbarn.  Paul wäre auch schon lange verzweifelt, wenn da nicht Alex wäre, der Altenpfleger.  Nachdenken ließ mich das Buch, erinnerte mich an die Zeit, die ich als Helferin in einem Altenheim verbrachte.  Ich musste aber auch schmunzeln über den schwarzen Humor von Paul, den er ab und an durchblitzen ließ.  Und die Hoffnung, die stirbt ja zuletzt, denn hinterm Regenbogen wartet seine Lissy auf ihn, die er sehnlichst vermisst.  Fünf Chaospunkte für die durchaus lesenswerte Darstellung aus der Sicht eines Betroffenen.

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  • authentisch, berührend, zum Lachen und Weinen

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    SaintGermain

    15. August 2017 um 14:23

    Die Autorin erzählt die Geschichte in der Ich-Form aus Sicht von Paul, der 78 Jahre alt ist und dem das Leben gerade nicht sehr freundlich begegnet. Seine Frau Lissy, mit der er so in Liebe verbunden war, ist gestorben. Sie lässt ihn mit der schwer behinderten Tochter Ela zurück. Zum Glück ist da Alex, der Pfleger, der sich nicht nur um Ela kümmert, sondern auch Paul zur Seite steht.Das Cover des Buches ist einfach sehr gut gelungen. Der Nebel, aber auch die doch hoffnungsvollen Farben und darin versteckt die tschechische Fahne - das alles passt wundervoll zum Buch und sieht sehr gut aus.Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls perfekt. Sie weiß Emotionen bildhaft auszudrücken - ohne Schnörkel.Auch wenn ich ein paar Seiten brauchte um sehr gut in die Geschichte hineinzukommen (zu Beginn sind die Personen noch nicht genau beschrieben), konnte mich die Story dennoch fesseln (auch wenn sie leider etwas kurz war - auf meinem Reader 86 Seiten).Das Buch beinhaltet nicht nur den Umgang mit Demenz und Tod, nein auch den Umgang mit Krankheit und vergisst dabei nie den Humor, der oft genug hervorkommt.Fazit: Berührendes Buch, das aber auch seine humorvollen Seiten hat und trotzdem zum Nachdenken anregt. Absolute Lesempfehlung.

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  • nachm Regenbogen gibt es immer Hoffnung

    ... also nachm Regenbogen um sechs Uhr abends

    Antek

    13. August 2017 um 19:09

    Victoria Suffrage steht bei mir für aufrüttelnde, bewegende Romane, die sich stets an schwierige Themen trauen, bei denen es ganz viel Umsicht und Feingefühl bedarf um nicht daneben zu liegen. Auch mit ihrem neuesten Werk ist es ihr hervorragend gelungen, Trauer, Demenz, Sterben und Hoffnung in eine authentische, eindringliche und berührende Geschichte zu packen. Wir treffen uns „nachm Regenbogen um sechs Uhr abends" waren die letzten Worte von Lissy, als sie Paul alleine auf der Welt zurück gelassen hat. Nach 45 gemeinsamen glücklichen Ehejahren fehlt sie ihm sehr, seit sie gestorben ist, nicht nur wegen ihrer 43-jährigen Tochter Ela, die ständig schreit. Ein Lichtblick ist Alex, der sympathische junge Mann vom Pflegedienst, der sich nicht nur um Ela kümmert, wenn sie schreit, sondern es auch mit Frau Schneider, der kratzbürstigen Nachbarin, die Paul und Ela aus dem Haus werfen will, aufnimmt.  Als dieser Paul eröffnet, dass er nur noch drei Tage kommen wird, bricht für ihn eine Welt ein. Wie kann man den einzigen Pfleger mit Herz, Hingabe und Humor dazu bewegen zu bleiben? Kann man das überhaupt? Nachdem Nuschi, das Katzenvieh, das Ela so abgöttisch liebt, stirbt, packt Alex Paul kurzerhand ins Auto und macht sich mit ihm und Nuschi in der Kühltasche auf nach Prag. Wenig später haben sie einen singenden Anhalter an Bord, der sich „Gott“ Verschnitt nennt, wohin wird die Reise führen? Der Schreibstil der Autorin liest sich locker, leicht und ohne große Schnörkel lässt sie den 76-jährigen Paul aus der Ich Perspektive eine Geschichte erzählen, die einen emotional so richtig ins Boot holt. Fast schon philosophische Gedanken und Wünsche wie „Gott, ich brauche einen Fels, um darauf zu stehen in dieser fließenden Welt, ich brauche einen Boden, der nicht wankt in der bebenden Welt, ich brauche einen Weg, um mich nicht zu verirren in dieser verwüsteten Welt.“ wechseln sich ab mit humorvollen Sprüchen, wie „Ich brauche auch kein Wildschwein mehr, um satt zu werden“ oder „Ich komme schon, erst muss ich meine Freundin im Schrank verstecken.“, die mir ein Grinsen im Gesicht bereitet haben. Genau diese habe mir sehr gut gefallen, sind sie doch kleine Stimmungsaufheller in der bewegenden Geschichte, wenn das Schicksal besonders hart zuschlägt und die Frage „Wann ist denn endlich kurz nachm Regenbogen um halb sechs“ mehr als gerechtfertigt und nachvollziehbar erscheint. Oft schon habe ich mich gefragt wie viel Menschen selbst davon mit bekommen, wenn sie zunehmend an Demenz erkranken. Gedanken, die Paul durch den Kopf gehen, wie „Man kann auch mit einer dreckigen Brille lesen. Und mit dreckigen Ohren hören. Warum kann man mit einem dreckigen Gehirn nicht denken?, mein „Gehirn  denkt nicht los, bestimmt fehlt der Knoblauch, wie Lissy immer meinte.“, könnte sicher genau das sein, was in den Köpfen herumschwirrt. Ich habe Paul von Anfang an in mein Herz geschlossen. Täglich ein „Underberg, der ist auch schrecklich“ und sein Humor, den er sich trotz allem erhalten hat, macht ihn einfach zum liebenswürdigen Opa, den man mögen muss. Er kämpft mit seiner Demenz, seiner Trauer und mit den Aufgaben, die das Leben ihm stellt mehr als tapfer und dafür verdient er meinen größten Respekt. Alex hat mir von Anfang an gefallen. Er ist kein Pfleger, der nur seine Arbeit macht um auf einem Protokoll Häkchen machen zu können. Er fühlt mit den ihm anvertrauten Menschen, was man in bewegenden Erinnerungen erfährt. Dass Anhalter Vojtech an der Tanke stehen gelassen wurde, wundert mich bei dem miesen Meistersänger mit seinen schlechten Witzen überhaupt nicht, allerdings hat er mich mit „Hier Kiste für Nuschi. Für Regenbogenreise“, überzeugt, dass der erste Eindruck eben manchmal täuscht. Über Tochter Ela, wegen der Paul nicht nur einmal Schuldgefühle plagen, will ich an dieser Stelle gar nichts verraten, weil ich damit eine Überraschung, zumindest war es das für mich, vorweg nehmen würde. Ausgrenzung von Behinderten, Aufopferung bis an die Grenzen, Freundschaft, Krankheit, Trauer und Hoffnung, all das findet man hier und zwar in einem bewegenden Roman, der die Themen umsichtig, aber auch humorvoll aufgreift. Mir wird Paul, samt seinem schrecklichen Underberg, nicht zuletzt wegen seinem berührenden Brief an Lissy sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

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