Träume bleiben ohne Reue

von Victoria Suffrage 
4,9 Sterne bei16 Bewertungen
Träume bleiben ohne Reue
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KerstinMCs avatar

Die Protagonisten muss man einfach lieben.

Elsa_Riegers avatar

Ein wunderbares Buch!

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Inhaltsangabe zu "Träume bleiben ohne Reue"

Edda, schnodderige Ex-Puffmutter, lebt im Altenheim und pflegt ihr Image als Scheusal. Darin wird sie bestärkt, als sie die tödliche Diagnose ALS erhält. Innerlich beginnt Edda sofort, ihren Abgang zu planen. Wilma, Eddas neue Mitbewohnerin, begegnet deren Gehässigkeit mit Herzlichkeit. Nach Anfangsschwierigkeiten erklärt sich Wilma sogar bereit, Edda bei ihrem Abgang mithilfe der "Beklopptengang" zu unterstützen. Der Altenpflegeschüler Vincent nennt sie »mon général«, wühlt unerlaubt in Schränken, die Schülerin Laura hat auf nichts Bock und schleudert das Jesuskind an die Wand. Und was wollen der Herrgott in Eddas Badezimmer und der schwarze Vogel auf dem Fensterbrett?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783740745134
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:TWENTYSIX
Erscheinungsdatum:09.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    KerstinMCs avatar
    KerstinMCvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Die Protagonisten muss man einfach lieben.
    Der Roman hat etwas ganz besonderes.

    Das Cover hat mich direkt eingeladen selbst ein bisschen zu Zeichnen, wie du auf meinem Sketchnote weiter unten sehen kannst. Der Hintergrund ist bräunlich gehalten. Man kann die Silhouette eines Baumes erkennen. Im Vordergrund sind wunderschöne rote Mohnblumen gemalt. Der Titel ist im Handlettering Stil gestaltet. Für mich ein absoluter Hingucker, einfach mal was anderes. Ich finde das Cover passend zur Geschichte, denn die Mohnblumen spielen für die Protagonisten eine ganz spezielle Rolle.

    Der Roman sprudelt nur so vor nackten Tatsachen, im übertragenen Sinne. Wie du im Klappentext lesen kannst ist die Protagonisten Edda eine Ex- Puffmutter. Da musste ich sofort an die Reeperbahn in Hamburg denken. Wobei der Roman ganz wo anders spielt. Edda ist ein Mensch, den ich einfach gern haben muss. Ohne Rücksicht auf Verluste knallt sie einem die Wahrheit vor den Kopf, ob man sie nun hören möchte oder nicht. Auf ihre ganz spezielle Art erzählt sie als Ich- Erzähler aus ihrem Alltag in der „Altenabsteige“ und ihrem Leben im Puff. Dabei legt sie viel Wert auf die richtige Etikette und schnauzt jeden an, der sie nich „von Mochnitz“ nennt. Mit der Diagnose ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) ist das Leben für Edda schlagartig vorbei. Wie sie damit umgeht und welche Menschen und Wesen ihr dabei begegnen musst du am besten selber lesen.

    Ein Wort sprang mich beim Lesen immer wieder an: Lottelei. Diesen Begriff verwendet Edda in vielen Situationen. Es hat ein bisschen was von Lotterleben. Aber so richtig kann ich den Begriff nicht übersetzen. Er sorgte bei mir für regelmäßiges schmunzeln. Was würdest du dir unter dem Begriff „Lottelei“ vorstellen?

    Der Roman hat etwas ganz besonderes. Die Sprache ist auf die Protagonistin abgestimmt. Und so finden sich viele abwertende und schnottrige Ausdrücke. Kennst du das Ohnsorg Theater? Ich hatte sofort ein Bild von Heidi Mahler im Kopf, die hat eine ganz besondere Stimmlage und in so manchen Stücken so richtig schön geflucht und gelästert. Genauso stelle ich mir Edda vor. Übrigens finde ich, das Buch eignet sich sehr gut für die Bühne. Man kann das Geschehen im Prinzip auf zwei Orte einschränken. Zum Einen gibt es die Erzählungen aus Eddas Vergangenheit. Diese gibt sie zu meist aus ihrer „Alterszelle“ zum Besten. Und zum Anderen der Gemeinschaftsraum des Altenheims. Dort trifft sie auf ihre Leidensgenossen. Dort könnte man die ein oder andere Szene hin versetzen, um nicht so oft das Bühnenbild zu verändern. In meinem Kopf sehe ich das Zimmer von Edda schon genau vor mir.

    Dem entsprechend schafft Victoria Suffrage es sehr gut, mit ihrem Erzählstil direkt Bilder im Kopf des Leser zu projizieren. Bei mir hat es zumindest sofort geklappt. Hätte Edda auf einmal neben mir gestanden, ich hätte mich nicht gewundert. So realistisch kam mir das Geschehen vor.

    Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung. Die Themen leben im Altenheim, Vergangenheit als Puff- Mutter und die Erkrankung ALS finde ich sehr gut und unterhaltsam umgesetzt. Wer bei diesem Buch nicht laut lachen muss ist selber schuld.

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    Buecherheikes avatar
    Buecherheikevor einem Monat
    Manchmal verliebt man sich in ein Buch

    Manchmal hat man das Glück, auf etwas ganz besonderes zu stoßen. Etwas, das sich zwischen einem Klappentext und einem Cover versteckt und einen völlig umhaut.

    Etwas großes. Ganz wundervolles. Etwas zum Lachen. Zum Weinen. Zum Nachdenken. Zum glücklich sein. Zum traurig sein.

    So etwas habe ich hier gefunden. Zum heulen schön. Mehr gibt es über das Buch nicht zu sagen.

    Oder doch: wenn ich groß bin, möchte ich wie Edda sein.

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    frenzelchen90vor 5 Monaten
    Man sollte sich bis zum Schluss seinen Humor bewahren!

    Meine Meinung: Die Hauptdarstellerin blickt, "gefangen" im Altersheim nach der Diagnose einer unheilbaren und tödlichen Krankheit, auf ihr doch sehr bewegtes Leben zurück und plant gleichzeitig ihren Abgang. Dabei strotzen die Erzählungen vor Humor, der an vielen Stellen sehr schwarz ist und daher bei vielen Mitbewohnern aneckt. Das ist ihr aber egal, da sie eher ihre Ruhe haben möchte. Sogar Gott, der ihr des Öfteren erscheint, geht ihr gewaltig auf den Keks. Trotzdem fehlt es dem Buch nicht an Ernsthaftigkeit. Schließlich wird auch nebenbei die Pflegesituation in Deutschland und der Wunsch nach dem selbstgewählten Tod thematisiert. Das regt einem beim Lesen zum Nachdenken an. Schließlich wird man selbst mal alt oder hat möglicherweise ältere Menschen in der Familie, die pflegebedürftig sind.

    Mein Fazit: Ein tolles Buch, das zum Nachdenken anregt und sehr gut unterhält!

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    Kaffeetasses avatar
    Kaffeetassevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: einfühlsam, ernst, nachdenklich und dennoch humorvoll
    einfühlsam, ernst, nachdenklich und dennoch humorvoll

    Edda lebt im Altenheim und ist am liebsten mit sich selbst alleine, ihre Art ist unkonventionell, schwarz-humorig, direkt und sie nimmt wirklich kein Blatt vor den Mund. Doch dann bekommt sie eine neue Zimmergenossin und die Diagnose ALS. Richtig blöd. Doch die "Neue" erklärt sich sogar bereit Edda beim "Abtreten" zu helfen....

    Diese Geschichte hat mich berührt, denn hier wurden ernste Themen angesprochen, neben dem Altern auch Krankheit und das Leben als Ex-Puffmutter. Ich habe durchaus ein paar Tränen verdrückt, aber dank Eddas unkonventioneller Art musste ich das eine oder andere Mal auch schmunzeln. Der Autorin ist hier eine wirklich gute Mischung geglückt. Doch das Buch hat mich stellenweise auch nachdenklich gestimmt und so ist es eines, welches noch längere Zeit in meinem Kopf rumspuken wird- was ich aber nicht negativ werte, eher im Gegenteil.

    Durch den flüssigen Schreibstil kam ich auch sehr gut durch die relativ kurze Geschichte und entsprechend kann ich das Buch auch definitiv weiterempfehlen :)

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    Yassmin_Ems avatar
    Yassmin_Emvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Hinterlässt einen bleibenden Eindruck, welcher mithilfe eines Januskopfes symbolisiert werden kann: Einerseits humorvoll und amüsant, andere
    Rezension zu "Träume bleiben ohne Reue"

    Hinterlässt einen bleibenden Eindruck, welcher mithilfe eines Januskopfes symbolisiert werden kann: Einerseits humorvoll und amüsant, andererseits melancholisch und trübsinnig.

    Inhalt
    Edda scheint ein tristes Leben zu führen, in welchem sie ständig mit prekären Thematiken wie dem Tod zu tun hat, nicht zuletzt auch, weil sie im Altenheim lebt und genervt von allem und jedem ist. Als Edda eine neue Zimmernachbarin bekommt, will sie diese, wie auch alle Zimmernachbarn vor ihr, so schnell wie möglich loswerden. Leider macht ihr nicht nur die Pflegeheimleiterin, sondern auch die bei ihr diagnostizierte Krankheit ALS einen Strich durch die Rechnung. Mit der Zeit merkt Edda, dass sie ihre neue Zimmergenossin, Wilma, falsch eingeschätzt hat. So nimmt eine tiefe Freundschaft ihren Anfang und es ergeben sich einige Veränderungen in Eddas Leben...


    Meine Meinung
    Ich muss sagen, dass dieses ziemlich dünne Buch mich emotional mehr als nur hat Achterbahn fahren lassen. Durch unsere, mit einem ungezügelten Temperament und einer Affinität zu schwarzem Humor gesegneten, Protagonistin Edda, wurden die betrübenden Inhalte so schelmisch und amüsant dargestellt, dass der Rezipient gar keine andere Wahl hatte, als die Geschichte zu lieben. Trotz Eddas belustigender Art sind dem Buch einige traurige und zum Nachdenken anregende Komponenten eigen, was der ganzen Handlung einen sehr ergreifenden Tiefgang gibt. Ich habe laut auflachen, weinen, aufseufzen, wie auch schmunzeln müssen und war hin und weg. Leider ist es so schnell von der Hand gegangen, dass ich es echt bedauere, dass das Buch schon zuende ist. Diesen Effekt hat auch das überraschende Ende nur unterstützt. Die Feder der Autorin hat dabei nur ihr bestes getan und ein müheloses Lesen ermöglicht.


    All in all, it can be said that...
    Eine wunderbare und vor allem - im positiven Sinne - andersartige Geschichte für zwischendurch, welche einem so viel mehr gibt, als man erwartet. Absolut zu empfehlen!


    An dieser Stelle:
    Vielen lieben Dank an die liebe Autorin,  Victoria Suffrage , (in Kooperation mit  LovelyBooks ) für dieses Rezensionsexemplar!

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    Biests avatar
    Biestvor 5 Monaten
    Humorvoll und ernst zugleich

    Inhalt:

    Edda, schnodderige Ex-Puffmutter, lebt im Altenheim und pflegt ihr Image als Scheusal. Darin wird sie bestärkt, als sie die tödliche Diagnose ALS erhält. Innerlich beginnt Edda sofort, ihren Abgang zu planen. Wilma, Eddas neue Mitbewohnerin, begegnet deren Gehässigkeit mit Herzlichkeit. Nach Anfangsschwierigkeiten erklärt sich Wilma sogar bereit, Edda bei ihrem Abgang mithilfe der "Beklopptengang" zu unterstützen. Der Altenpflegeschüler Vincent nennt sie »mon général«, wühlt unerlaubt in Schränken, die Schülerin Laura hat auf nichts Bock und schleudert das Jesuskind an die Wand. Und was wollen der Herrgott in Eddas Badezimmer und der schwarze Vogel auf dem Fensterbrett?

    Meine Meinung:

    Victoria Suffrage hat mich mit ihrer offenen Art und ihrem fantastischen Schreibstil sofort gepackt.

    Mit einem Galgenhumor erzählt sie eine ernste Geschichte, berührend und voller Witz zugleich.

    Edda lebt im Altenheim, lässt sich aber von nichts und niemandem unterkriegen. Ihr Humor ist einfach köstlich. Ihr Charakter hat mir sehr gut gefallen. Aber auch ihre Freundin Wilma und der Rest der „Beklopptengang“ sowie das Pflegepersonal waren super gezeichnet und sehr realistisch dargestellt.

    Wichtige Themen in diesem Buch sind unter anderem Liebe, Muttersein, das Altwerden, Krankheit und der Tod. Trotz der vielen ernsten Themen ist die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig.

    Die Autorin versteht es, ihre Leser humorvoll mit ernsten Themen in Kontakt zu bringen.

    Am Anfang der Geschichte überwiegt der Humor und Eddas sarkastische Art. Doch man merkt deutlich wie die Stimmung sich mit jeder weiteren gelesenen Seite verändert. Es wird ernster. Edda wollte nie eine Freundin, sie wollte immer nur ihre Ruhe. Doch mit Wilma tritt eine Frau in ihr Leben, die das so einfach nicht akzeptieren will. Edda lässt sich auf sie ein und es entsteht eine wundervolle, wenn auch kurze Freundschaft. Mit der Diagnose ALS will sich Edda auch nicht so einfach zufrieden geben. Sie hat Angst. Dann erscheint ihr auch noch der Herrgott…

    Mich hat die Geschichte köstlich amüsiert und gerührt.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ließ sich super flott lesen.

    Auch das Cover passt perfekt zur Geschichte. Die Farben harmonieren sehr schön miteinander.

    Fazit:

    Hier kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Eine toller Roman, der humorvoll an ernste Themen heranführt.

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    Luviardavor 6 Monaten
    Edda von Mochnitz

    So eine tolle Geschichte, mit einer Protagonistin, die man nur gern haben kann! Edda lebt im Altenheim und ist lieber für sich und das lässt sie die anderen Bewohner auch spüren. Ihre Sprüche und ihre Art sind super witzig, ich musste ständig über sie lachen. Aber auch Edda hat eine Vergangenheit, die einen schockiert und traurig werden lässt. Was sie dann mit der neuen Mitbewohnerin erlebt und was alles passiert ist herzergreifend schön! 

    Eine wunderschöne Geschichte die mit viel Humor und Witz erzählt wird und doch auch viel zum Nachdenken anregt.
    Toller und leichter Schreibstil. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich auf die Fortsetzung. 

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    buecherGotts avatar
    buecherGottvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Einfühlsame Geschichte, guter Schreibstil mit einer Portion Humor dazu😎
    Träume bleiben ohne reue

    Klappentext:  
    Edda, schnodderige Ex-Puffmutter, lebt im Altenheim und pflegt ihr Image als Scheusal. Darin wird sie bestärkt, als sie die tödliche Diagnose ALS erhält. Innerlich beginnt Edda sofort, ihren Abgang zu planen. Wilma, Eddas neue Mitbewohnerin, begegnet deren Gehässigkeit mit Herzlichkeit. Nach Anfangsschwierigkeiten erklärt sich Wilma sogar bereit, Edda bei ihrem Abgang mithilfe der "Beklopptengang" zu unterstützen. Der Altenpflegeschüler Vincent nennt sie »mon général«, wühlt unerlaubt in Schränken, die Schülerin Laura hat auf nichts Bock und schleudert das Jesuskind an die Wand. Und was wollen der Herrgott in Eddas Badezimmer und der schwarze Vogel auf dem Fensterbrett?  


    Meine Meinung  Ein   sehr schönes Buch es ein berührt,sehr einfühlsam ist  und durch den Humor es nicht ganz so traurig ist...ein Buch es in einem Bücherregal nicht fehlen darf wer solche Bücher mag. Das Cover ist klase dennoch verspricht der Inhalt mehr 😎😁es lohnt sich das Buch zu lesen📚😏

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    classiques avatar
    classiquevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: "Das ganze Leben ist ein Witz". - einfühlsame, humorvolle Geschichte.
    "Mohnblumenkind"

    Der Roman "Träume bleiben ohne Reue" umfasst ca. 218 Seiten auf 47. Kapiteln. 

    Kurzer Plot: 

    Edda von Mochwiz, 77 Jahre alt, lebt in einem Pflegeheim. Edda ist eine resolute alte Dame, mit ihrer direkten, schlagfertigen, sarkastischen und auch bösen Art, stößt sie vielen vor den Kopf. 

    Drei Mitbewohnerinnen hat sie schon aus (ihrem) Zimmer vergrault, jetzt bekommt sie eine neue, Wilma.

    Die Heimleiterin Frau Hörax bittet Edda ins "Zentrum der Macht" - Büro. Edda wird auf ihren Heimvertrag aufmerksam gemacht. Dort steht, dass sie ein Doppelzimmer bewohnt, und da sie in den zwei Jahren die sie in dem Heim wohnt, drei Bewohner vergrault hat, ist das ihre letzte Chance. Wenn es diesmal nicht klappt, bekommt sie die Kündigung.

    Edda die seit einer Weile gesundheitliche Probleme hat, die Beine wollen einfach nicht mehr, bekommt von Dr. Völker das Untersuchungsergebnis - ALS.

    "Gefangen im eigenen Körper - wo man sich selbst beim Verwesen zusehen muss" - sie denkt an "Selbstentsorung" - und träumt sich ab und zu in ihre Kindheit, Mohnblumenwiesen, dort war sie ein "Mohnblumenkind". 

    Mit der Zeit freundet sie Edda mit Wilma an, und mit der "Beklopptengang", will sie Edda bei ihren "Abgang" unterstützen. 

    Durch einige Rückblicke/Gedanken von Edda erfährt man auch einiges über ihr bewegtes Leben. Edda arbeitete als Prostituierte in der "Luna Bar". Der Freier Henry holte sie dort raus, aber richtig besser ging es ihr dadurch nicht...

    Mein Fazit:


    Ein sehr vielseitiger Roman, humorvoll, aber auch mit einem ersten Unterton. 

    Der Schreibstil ist flüssig, und das Thema in dieser Geschichte ist einfühlsam umgesetzt wurden.

    4. Sterne! 

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    Kelo24s avatar
    Kelo24vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch bietet weitaus mehr, als der Klappentext verspricht.
    Ein B'uch, das in Erinnerung bleibt

    Und wenn es bis zum Ende nur noch einen einzigen schönen Moment gibt, einen, wie ich unzählige in den letzten Tagen erlebt habe, dann hat es sich gelohnt.« (Edda Mochnitz)

     

    Nach dem Lesen des Klappentextes bin ich von einem unterhaltsamen Roman über eine leicht renitente Omi ausgegangen, die es liebt, die Beschäftigten im Altenheim herumzuscheuchen.

    Aber bereits nach den ersten Seiten war mir klar, dass sich in diesem Buch sehr viel mehr als nur Unterhaltung verbirgt.  Edda erzählt ihre Geschichte in der „Ich-Form“, was mir gut gefällt und sich flüssig lesen lässt. Positiv finde ich auch die Rückblenden in die Vergangenheit, die erklären, wie Edda zu dem Menschen wurde, der sie heute ist.

     Edda, eine vom Leben schwer gebeutelte Ex-Prostituierte und Puffmutter, fristet ihr Dasein im Altenheim. Die einzig verlässliche Konstante in ihrem Leben nach vielen bitteren Enttäuschungen ist nach eigener Meinung sie selbst.

    Die  fehlende Privatsphäre im Doppelzimmer und das tägliche Einerlei  zehren an ihren Nerven, denn eigentlich will Edda nur ihre Ruhe. Sie pflegt ihren Standesdünkel, ist sie doch eine „von“ und flucht zeitgleich wie ein Droschkenkutscher.  Edda ist schon ein ganz spezieller Charakter, der mir aber im Laufe der Handlung ans Herz gewachsen ist. Vielleicht auch gerade weil sie ihre Situation nicht so ohne Weiteres hinnimmt und gegen die starren Regeln und Abläufe aufmuckt. Außerdem steckt unter der vermeintlich harten Schale doch ein sehr weicher Kern, denn eigentlich hat Edda ein Herz aus Gold.

    Auch alle anderen Mitwirkenden sind sehr authentisch beschrieben und ich hatte sehr oft Kopfkino – vor allem bei den Proben zum Krippenspiel.

    Victoria Suffrage behandelt im Roman gleich mehrere heiße Eisen wie die Pflegesituation oder das selbstbestimmte Lebensende und schafft trotzdem den Spagat, bei der Ernsthaftigkeit der Themen den Humor nicht aus den Augen zu lassen, ohne dabei ins Lächerliche abzudriften. Viele Szenen aber auch Eddas mitunter trockene Sprüche haben mich oft zum Schmunzeln, wenn nicht sogar zum Lachen gebracht.

    Dieses doch  eher dünne Buch hat sich als Überraschungsei in jeder Hinsicht erwiesen. Es unterhält nicht nur, sondern regt auch zum Nachdenken an; es hat mich berührt und ich habe unter Tränen gelacht.

    Und wenn ich zum Schluss noch einmal Edda Mochnitz zitieren darf: „Gefühle kann man in Erinnerungen konservieren“ Ich hoffe, dass ich einst – alt und grau und klapperig – mich genau daran erinnern werde und mich an den Gefühlskonserven erfreuen kann, denn so ein kleines bisschen von Edda hätte ich im Alter schon ganz gerne.  

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit 5 ***** und ich freue mich schon auf den 2. Teil.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    VictoriaSuffrages avatar
    Liebe Leseverrückte, 

    mein nunmehr sechstes Buch ist da. Wollt ihr mitlesen? 
    Aber Achtung: Es gibt keine Werwölfe, keine Vampire und keinen Sex. :) 

    Klappentext: 
    Edda, schnodderige Ex-Puffmutter, lebt im Altenheim und pflegt ihr Image als Scheusal. Darin wird sie bestärkt, als sie die tödliche Diagnose ALS erhält. Innerlich beginnt Edda sofort, ihren Abgang zu planen. Wilma, Eddas neue Mitbewohnerin, begegnet deren Gehässigkeit mit Herzlichkeit. Nach Anfangsschwierigkeiten erklärt sich Wilma sogar bereit, Edda bei ihrem Abgang mithilfe der "Beklopptengang" zu unterstützen. Der Altenpflegeschüler Vincent nennt sie »mon général«, wühlt unerlaubt in Schränken, die Schülerin Laura hat auf nichts Bock und schleudert das Jesuskind an die Wand. Und was wollen der Herrgott in Eddas Badezimmer und der schwarze Vogel auf dem Fensterbrett? 

    Ich verlose 10 Print/10 Ebooks. Rezi gewünscht. 

    LG 

    Vic 



    UPDATE: 

    Ich weiß nicht, warum hier der Rest des Textes verschwunden war/ist/wieder sein wird. Ich probiere es halt immer wieder.

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