Mord im ländlichen Idyll
Bianca Baldinger, eine junge, abitionierte Polizistin, wird nach Unterach, ein verschlafenes Nest im Salzkammergut, versetzt. Dort wurde ein Bauer tot in seinem Stall aufgefunden, und alles sieht nach einem, durch eine Bienengiftallergie hervorgerufen, tötlichen Schock aus. Da es erst März, und das Wetter kühl und windig ist, glaubt Bianca im Gegensatz zu ihrem Kollegen Weyrich nicht an diese Todesursache. Kollege Weyrich würde den Fall gerne zu den Akten legen, aber der Obduktionsbefund gibt Bianca recht. Bald wird ein Verdächtiger gefunden, der sich jedoch der Verhaftung vorerst entziehen kann. Am nächsten Tag wird bei einer Jagdhütte seine Leiche und ein schriftliches Geständnis gefunden. Der Fall scheint geklärt, jedoch das Morden hat noch kein Ende.
Der Roman ist kurzweilig zu lesen, könnte allerdings für Leserinnen und Leser , die nicht aus Österreich kommen, gewöhnungsbedürftig sein. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass man sich auch als "Nichtösterreicher" bald in die Geschichte hineinlesen wird. Das kollegiale Geplänkel zwischen dem älteren, gemütlichen Weyrich und seiner ehrgeizigen Kollegin aus Salzburg, das sich durch die ganze Handlung zieht, läßt die beiden Protagonisten sehr menschlich erscheinen.
Die Schilderungen der Schönheiten des Salzkammergutes machen Lust darauf, diese Region selbst zu besuchen.
Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen und kann es weiterempfehlen.


