Vikki Wakefield

 3.8 Sterne bei 11 Bewertungen

Alle Bücher von Vikki Wakefield

Alles, was ich will

Alles, was ich will

 (8)
Erschienen am 08.10.2012
Zeit zu gehen, Friday Brown

Zeit zu gehen, Friday Brown

 (3)
Erschienen am 23.10.2014

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Rezension zu "Alles, was ich will" von Vikki Wakefield

in einem Paket
miekenvor 3 Jahren

Mim lebt mit ihrer Mutter in einer miesen Gegend. Ihre Brüder sitzen in Untersuchungshaft, ihrer Nachbarin hört sie Nachts beim Telefonsex zu und sie wechselt immer die Straßenseite um nicht von einem Riesenköter gebissen zu werden. Sie genießt ihre Ferien vor ihrem siebzehnten Geburtstag und bevor die Schule wieder los geht, doch da ist dieses Paket...

Die Darstellung eines Mädchens, dass soviel mehr vom Leben erwartet. Miese Herkunft, schlechte Erziehung, kriminelle Machenschaften. Mim möchte was Anderes. Sie will in die Welt hinaus und das vermeintlich miese Leben hinter sich lassen. Es kommt zum Streit mit der besten Freundin, zum Kontakt mit der heimlichen Liebe. Es gibt neue Freundschaften und alte Feindschaften. Und am Ende wird klar, was man alles hat, auch wenn man glaubt da ist nicht viel. Familie und Freunde die  sie in ihren Träumen unterstützen und mit all ihren Fehlern doch die Menschen sind, weswegen man wieder heimkommt.

Weswegen ein anderer Blickwinkel manchmal hilft mehr zu sehen. Wieso perfekt nicht gleich perfekt ist und warum Regeln da sind um gebrochen zu werden.

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Damariss avatar

Rezension zu "Zeit zu gehen, Friday Brown" von Vikki Wakefield

Vereinnahmendes Straßendrama, das gleichzeitig fasziniert und bedrückt. Lesen!
Damarisvor 4 Jahren

"Zeit zu gehen, Friday Brown" hat mich schon anhand der Verlagsbeschreibung interessiert. Es ist ein sehr anziehender, vereinnahmender Roman. Während des Lesens ist man fasziniert und bedrückt gleichermaßen, danach brennt einem das Buch auf der Seele. Dabei ist es gar nicht einfach zu beschreiben.

Fridays Mutter ist ein Freigeist. Sie bleibt nie lange an einem Ort und zieht mit ihrer Tochter, ab deren Geburt, kreuz und quer durch Australien. Erst als sie Krebs bekommt, kehrt sie nach Hause zurück, und die 17-jährige Friday soll nach ihrem Tod beim Großvater leben. Doch auch Friday hält es beim Großvater nicht aus. Das Buch startet damit, dass Friday ebenfalls abhaut - ihr Großvater lässt sie ziehen. In der Stadt lebt Friday mit neun anderen Kindern und Jugendlichen in einem besetzten Haus. Die erhoffte Freiheit bleibt aber aus, sogar als die Jugendlichen weit weg, ins australische Outback ziehen. Friday lernt eine Lektion, die sie ihr ganzen restliches Leben lang prägen wird.

Im Grunde ist die Ausreißergeschichte der 17-jährigen Friday simpel. Und dennoch steckt in dem Buch soviel mehr. Dramen dieser Art kann ich meist sehr nüchtern lesen. Trotzdem hatte ich hier am Ende mit den Tränen zu kämpfen. Direkt vergleichen lässt sich die Geschichte nicht. Stellenweise erinnerte sie mich an "Wir Kinder von Bahnhof Zoo", allerdings ohne die ausgeprägte Drogenthematik, dafür mit Machtspielchen, Unterdrückung und psychosomatischen Störungen. Gegen Ende steigert sich die Geschichte zu einem echten Thriller, mit einer Hauptprotagonistin, die über sich hinauswächst. So hatte ich das ganz sicher nicht erwartet. Große Klasse!

Mit dem Klappentext werden faszinierende Charaktere versprochen, die im Gedächtnis bleiben. Das trifft auch komplett zu. Vikki Wakefield hat allen Charakteren etwas Spezielles, Eigenes mitgegeben, das einen während der Geschichte nicht loslässt. Friday sucht in ihrer Flucht vor den schmerzlichen Erinnerungen an ihre Mutter nichts anderes als Freiheit. Darum ist sie anfangs auch so fasziniert von Arden, der charismatischen Anführerin der Straßenkids. Arden jedoch genießt die Macht, die sie über die Truppe hat, ihre Charakterdarstellung war für mich von Anfang an beklemmend. Trotzdem kann sich ihr keiner der Jugendlichen entziehen.
Wo das Ganze hinführt ist ebenso überraschend wie dramatisch. Am Ende bleibt eine gewisse Befriedigung nicht aus. Jedoch fragt man sich, ob diese gerechtfertigt ist. Ein mulmiges Restgefühl bleibt nach dem Lesen bestehen.

Fazit
"Zeit zu gehen, Friday Brown" ist eines der Bücher, an denen ich nach dem Lesen noch einige Zeit zu knabbern habe. Zwar kann man vorwegnehmen, dass das die Geschichte "gut" ausgeht und zufriedenstellend beendet wird, dennoch nicht verlustfrei abläuft. Vikki Wakefield schreibt großartig, für mich kritikfrei, ihre Charaktere bleiben im Gedächtnis - ebenso die Geschichte. Es wird Zeit, diesen Roman zu lesen! Wer ein brillantes, vereinnahmendes Straßendrama mit Thrillerelementen lesen will, sollte sofort damit anfangen.

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