Viktor Arnar Ingólfsson

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Späte Sühne: Island-Krimi

Späte Sühne: Island-Krimi

 (1)
Erschienen am 21.04.2011
Haus ohne Spuren

Haus ohne Spuren

 (1)
Erschienen am 15.05.2007

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Rezension zu "Haus ohne Spuren" von Viktor Arnar Ingólfsson

Melancholisches Mordrätsel...
pardenvor 2 Jahren

MELANCHOLISCHES MORDRÄTSEL...

Reykjavík, Anfang der 70er-Jahre: Jacob Kieler junior wird tot in seiner Villa gefunden. Erschossen. Auf der Suche nach Mordwaffe, Täter und Motiv erfährt die Kripo Reykjavík, dass einige Jahrzehnte zuvor der Vater des Toten, der Ingenieur Jacob Kieler senior, auf exakt die gleiche Weise umgebracht wurde. Es war der größte Wunsch des Vaters, auf Island ein Eisenbahnnetz verlegen zu lassen, doch sein vorzeitiger Tod setzte damals diesem Traum ein jähes Ende ...

Viktor Arnar Ingólfsson schafft mit seinem Krimi ein melancholisches Mordrätsel in isländischer Kulisse und lässt dabei allerlei historische Begebenheiten des Landes mit einfließen. Der geplante Bau einer Eisenbahn beispielsweise und die Geschehnisse in und um den Zweiten Weltkrieg. Hier steht tatsächlich der Mordfall selbst im Vordergrund, die Familie, in der nach dem Vater im Jahre 1945 nun auch der Sohn mit offensichtlich derselben Waffe erschossen wurde. Die Charaktere der ermittelnden Polizeibeamten werden zwar bildhaft dargestellt, doch werden die Ermittlungen nicht durch ausführliche Einblicke in das Privatleben der Polizisten verwässert.

Der Leser ist stets auf dem selben Wissensstand wie die Polizei und erfährt zunehmend mehr über die Familiengeschichte der Kielers - und mehr als eine tragische Figur tritt dabei zutage. Trotz zunehmender Erkenntnisse bleibt es bis kurz vor Ende ein mysteriöses Rätsel, wer denn nun Jacob Kieler junior umgebracht hat - und das Ende kann tatsächlich überraschen.

Leider handelt es sich bei dieser 3 Stunden und 58 Minuten währenden Hörbuchausgabe des Krimis von Viktor Arnar Ingólfsson um eine gekürzte Ausgabe, und ich vermute, dass es vor allem daran liegt, dass mich die Erzählung nicht wirklich fesseln konnte. Das Erzähltempo ist ein langsames, bedächtiges, und dazu gehört auch, dass die einzelnen Handlungsstränge Zeit benötigen, um sich zu entfalten - doch durch die Kürzung erscheint das ganze oftmals zu komprimiert und lieblos. Manche Szenen wirken dabei einfach wie aneinander geklatscht und zusammenhanglos.

Man muss melancholische Töne mögen, um in diesen Krimi wirklich einzutauchen. Doch wenn hier keine Kürzungen vorgenommen worden wären, hätte mir der Roman sicherlich um ein Vielfaches besser gefallen. So konnte ich wohl nur einen deutlich abgeschwächten Eindruck von dem gewinnen, was der Autor eigentlich erzählen wollte. Das finde ich - wie so oft bei gekürzten Fassungen - sehr bedauerlich.

Wen die Geschichte also anspricht, der möge auf das Hörbuch verzichten und zum eigentlichen Buch greifen. Denn intelligent gestrickt ist der Krimi in jedem Fall.


© Parden

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