Viktor E. Frankl

 4.5 Sterne bei 91 Bewertungen

Lebenslauf von Viktor E. Frankl

Viktor E. Frankl (1905–1997) war Prof. für Neurologie und Psychiatrie sowie Begründer der Logotherapie. Er lehrte und forschte u.a. in Wien, Harvard und Stanford. Er verlor Angehörige in Konzentrationslagern und entging selbst dem Tod im Konzentrationslager nur knapp. Seine Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt. Sein Hauptwerk "Man's Search for Meaning" zählt mit über vier Millionen verkauften Exemplaren zu den Weltbestsellern.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Viktor E. Frankl

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Cover des Buches ... trotzdem Ja zum Leben sagen (ISBN: 9783641059033)

... trotzdem Ja zum Leben sagen

 (74)
Erschienen am 09.12.2010
Cover des Buches Das Leiden am sinnlosen Leben (ISBN: 9783451033506)

Das Leiden am sinnlosen Leben

 (5)
Erscheint am 18.02.2021
Cover des Buches Was nicht in meinen Büchern steht (ISBN: 9783407227577)

Was nicht in meinen Büchern steht

 (2)
Erschienen am 03.12.2015
Cover des Buches Psychotherapie für den Alltag (ISBN: 9783451814402)

Psychotherapie für den Alltag

 (2)
Erschienen am 20.06.2018
Cover des Buches Dem Leben Antwort geben (ISBN: 9783407864604)

Dem Leben Antwort geben

 (1)
Erschienen am 07.04.2017
Cover des Buches Über den Sinn des Lebens (ISBN: 9783407865885)

Über den Sinn des Lebens

 (1)
Erschienen am 18.09.2019
Cover des Buches Der unbewußte Gott (ISBN: 9783423350587)

Der unbewußte Gott

 (1)
Erschienen am 01.12.1992

Neue Rezensionen zu Viktor E. Frankl

Neu

Rezension zu ". . . trotzdem Ja zum Leben sagen" von Viktor E. Frankl

Unbedingt lesen/hören
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Monat

Was kann ich als Leserin zu diesem Werk von Viktor E. Frankl sagen, als dass ich in tiefer innerer Bewegung den Worten, gefühlvoll gelesen von Martin Schwab, gelauscht habe und den Autor dafür bewundere, dass er die Kraft und den Mut hatte, seine eigenen Erlebnisse verständlich zusammenzufassen und dem Leser/Hörer mitzuteilen. Frankl will sich hier gerne zurücknehmen und hätte gerne unter anderem Namen, bzw seiner eintätowierten Nummer dieses Buch veröffentlicht. Jedoch sind ihm die psychologischen Zusammenhänge und deren Erläuterungen wichtig. So streut er immer wieder Erkenntnisse ein, wie der Mensch sich verhält, wenn er in eine Extremsituation gebracht wird. Hier nimmt sich der Arzt Viktor Frankl nicht aus dem Geschehen heraus, sondern erzählt von "den Menschen" vor Ort. Sie haben gemeinsam unsagbar gelitten, Leid mit ansehen müssen und unfassbar viele von diesen Menschen mussten in den abscheulichen Konzentrationslager ihr Leben lassen. Die Dynamiken, welche in den Gruppen herrschten und welche oft tödliche Folgen das eigene Verhalten haben konnte haben mich ebenso bewegt, wie die Beschreibung von lichten Momenten, dem Glauben an die Befreiung und das tiefe Gefühl geliebt zu werden, indem man an die Liebsten dachte. Auch hier erläutert der Autor, zu was die Psyche im Stande ist. "Trotzdem ja zum Leben sagen", sollte aus meiner Sicht jeder einmal gelesen/gehört haben. Denn hier liegt ein Bericht vor, wie es den Menschen ging, was sie erleiden mussten oder auch selbst taten um zu überleben. So begreift man noch tiefer, dass es Ereignisse gibt, die sich niemals wiederholen dürfen und dass die Kraft im Inneren eines jeden Menschen immer hin zum Leben strebt. 

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Rezension zu "... trotzdem Ja zum Leben sagen" von Viktor E. Frankl

Bewegendes Buch
Kathrin_Schroedervor 2 Jahren

Über dieses Buch bin ich ganz zufällig bei meinem Lieblingsbuchhändler gestolpert. Das Themenfeld 3.Reich und Holocaust interessiert mich und über den Angang, dass ein Psychologe schreibt, habe ich beim Kauf kaum nachgedacht.
Beim Lesen entdecke ich ein ganz besonderes Buch.
Frankl durchleidet Konzentrationslager wie so viele Andere, deren Bücher ich gelesen habe, er erzählt das Erlebte und Erlittene und reflektiert es als Psychologe. Dabei schafft er eine Brücke zwischen professioneller Distanz, eigenem Erleiden und der Erkenntnis in welchen Situationen er nichts als Leidender, in welchen er keinen Zugriff auf das eigene Wissen und Analysieren hatte. Im tiefsten Leiden durchzieht das Buch aber ein Wille zur Hoffnung, die über den Wunsch des Weiterlebens hinausgeht.
Schonungslos hält Frankl Opfern und Tätern den Spiegel vor und findet in beiden Gruppen gute und furchtbare Menschen.
Im zweiten Teil gibt es ein Theaterstück, das die Grenzen zwischen Leid und Hoffnung noch stärker aufbricht.
Mich hat dieses Buch sehr bewegt, große Leseempfehlung.Über dieses Buch bin ich ganz zufällig bei meinem Lieblingsbuchhändler gestolpert. Das Themenfeld 3.Reich und Holocaust interessiert mich und über den Angang, dass ein Psychologe schreibt, habe ich beim Kauf kaum nachgedacht.
Beim Lesen entdecke ich ein ganz besonderes Buch.
Frankl durchleidet Konzentrationslager wie so viele Andere, deren Bücher ich gelesen habe, er erzählt das Erlebte und Erlittene und reflektiert es als Psychologe. Dabei schafft er eine Brücke zwischen professioneller Distanz, eigenem Erleiden und der Erkenntnis in welchen Situationen er nichts als Leidender, in welchen er keinen Zugriff auf das eigene Wissen und Analysieren hatte. Im tiefsten Leiden durchzieht das Buch aber ein Wille zur Hoffnung, die über den Wunsch des Weiterlebens hinausgeht.
Schonungslos hält Frankl Opfern und Tätern den Spiegel vor und findet in beiden Gruppen gute und furchtbare Menschen.
Im zweiten Teil gibt es ein Theaterstück, das die Grenzen zwischen Leid und Hoffnung noch stärker aufbricht.
Mich hat dieses Buch sehr bewegt, große Leseempfehlung.

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Rezension zu "Man's Search for Meaning" von Viktor E. Frankl

Was das Leben lebenswert macht
verirrtes_irrlichtvor 2 Jahren

Unter dem sperrigen deutschen Titel „… trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“ hätte ich wohl nicht zu diesem Buch gegriffen. In meine Hände verirrte sich die englische Ausgabe „Man’s Search for Meaning“. (Normalerweise lese ich Literatur sehr gern in Originalsprache, soweit das möglich ist. Das hier ist die erste Ausnahme. Aus diesem Grund bezieht sich meine Rezension nun auf die englische Ausgabe des Buches.)

Frankl war österreichischer Psychiater und Neurologe jüdischer Abstammung. Was sein Buch von vielen aus der Zeit des Holocaust unterscheidet, ist die Art und Weise, in welcher er seine Erlebnisse schildert. Er fragt sich, was ausschlaggebend dafür war, dass manche Insassen der KZs es schafften, an ihrem Lebenswillen festzuhalten.

In „Man’s Search for Meaning“ beschreibt er seine Odyssee durch unterschiedliche Konzentrationslager bis hin zur Befreiung. Seinem Schreibstil lässt sich leicht folgen. Obwohl er die persönlichen Schicksale nicht detailreich in den Fokus rückt, schafft er es dennoch, Apathie, Verzweiflung und Ausweglosigkeit spürbar werden zu lassen. Man spürt, wie die Häftlinge abstumpfen und gleichzeitig am Leben festhalten. Eindrücklich zeigt er auf, dass das Leben niemals aufhört Sinn zu haben, selbst unter den wiedrigsten Bedingungen.

"When the impossibility of replacing a person is realized, it allows the responsibility which a man has for his existence and its continuance to appear in all its magnitude."

Frankls beruflicher Hintergrund wird während der Lektüre deutlich spürbar und gibt interessante Denkanstöße. Mehrfach kommt er auf die Entscheidungsfreiheit zurück, die auch die SS-Aufseher den Häftlingen nicht nehmen können: die Entscheidung, wie sie selbst dem ihnen auferlegtem Leid begegnen.

"No man and no destiny can be compared with any other man or any other destiny. No situation repeats itself, and each situation calls for a different response."

Den Schluss, dass Holocaustopfer ihr Schicksal damit selbst in der Hand hatten, sollten wir dennoch nicht ziehen. Allerdings beschreibt er tiefgehend, was den Häftlingen Kraft geben konnte, Dinge, die sich auch heute auf unseren Alltag übertragen lassen und von denen ich glaube, dass wir sie öfters in unseren Aufmerksamkeitsfokus rücken sollten.

Sehr schön fand ich auch die kurze Übersicht zu der von ihm gegründeten Logotherapie und Existenzanalyse, die viele seiner Erkenntnisse vereint und in einer Therapieform zusammenfasst; eine Übersicht, die definitiv nicht nur für Psychiater und Psychotherapeuten interessant ist.

"For what then matters is to bear witness to the uniquely human potential at its best, which is to transform a personal tragedy into a triumph, to turn one’s redicament into a human achievement. When we are no longer able to change a situation – just think of an incurable disease such as inoperable cancer – we are challenged to change ourselves."

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