Viktor Jerofejew Moskauer Schönheit

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Inhaltsangabe zu „Moskauer Schönheit“ von Viktor Jerofejew

Die laszive und korrupte Schönheit Irina, eine Femme fatale aus der Provinz, erobert Moskau unter Einsatz ihrer weiblichen Reize und genießt das süße Leben in vollen Zügen. Jerofejews kompromissloser wie kunstvoller Roman zeichnet das 'Sittenbild' der privilegierten russischen Gesellschaft und provoziert durch die dunkle, groteske Ästhetik von Sex, Gewalt und Tod. Die Erzählerin Irina überzeugt als herrlich skandalöse Chronistin, die einen eigenen Platz neben den Emmas, Nanas und Mollys der Weltliteratur verdient.

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  • Rezension zu "Moskauer Schönheit" von Viktor Jerofejew

    Moskauer Schönheit
    Beagle

    Beagle

    28. June 2010 um 20:16

    Irina ist eine laszive, russische Schönheit vom Lande. Sie erzählt in diesem Buch ihre Geschichte, wie sie sich durch alle Betten der russischen Oberschicht schläft. Dabei, so erzählt sie uns, ist sie immerzu bescheiden und genügsam, im anderen Moment erklärt sie, wie wichtig ihr doch Kleider sind, dass sie arme Männer nicht ausstehen kann und schwärmt von der Schweizer Uhr, die ihr der Botschafter eines südamerikanischen Landes einst schenkte, nachdem sie mit ihm auf dessen Schreibtisch… Nach vielen solcher Abenteuer lernt sie Wladimir kennen, eine Größe der Kultur (näheres wird nicht gesagt, der Leser rätselt, ob er nun Schriftsteller oder Musiker ist). Wladimir, der von Ira liebevoll Leonardik genannt wird, ist um einiges Älter, verheiratet und immer auf seinen guten Ruf bedacht. Was auch gerechtfertigt ist, wenn man bedenkt, dass Irina bei einem Auftritt des englischen Philharmonieorchesters mit Apfelsinen nach dem Dirigenten wirft. Wer das Buch als ernsthafte Lektüre lesen möchte, der ist fehl am Platz. Denn schon nach ein paar Seiten wird ihm dieses naive, nur auf Schönheit bedachte Flittchen auf den Geist gehen. Liest man es jedoch als Komödie, so kann man viele humorvolle Passagen in dem Buch finden. Allerdings gibt es leider auch sehr viele Wiederholungen, Irina möchte anscheinend auf diese „Gedanken“ besonders hinweisen. Bleibt zu sagen: Wer es nicht liest, hat nichts verpasst und wer es liest, sollte den nötigen Humor und Durchhaltevermögen mitbringen. Am ehesten kann man dieses Buch noch als Satire auf die russische Gesellschaft kurz vor der Wende ansehen.

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  • Rezension zu "Moskauer Schönheit" von Viktor Jerofejew

    Moskauer Schönheit
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. October 2009 um 20:05

    Irina, junge 23 Jahre und Schönheit vom Lande (genau so blöd wie blauäugig), schläft sich innerhalb der Moskauer Schiki Miki in die Höhe und macht auch nicht Halt vor verheirateten Männern. Genau so einer ist ihr alter Knacker, dessen Name mir entfallen ist, und der, nach zwei jähriger Beziehung, exakt im Moment höchster Lust unfreiwillig das Lebenslicht ausbläst. Was nun gravierende Folgen für Ira hat. Schnell ist sie ihren Job beim Theater los und es wird ihr nahe gelegt wieder in ihr Kuhkaff zurück zu kehren. Im letzten Moment scheint sich jedoch eine Lösung abzuzeichnen als sie einen Kreis Intellektueller trifft der sie sofort blablabla, und blablabla. Ein Feld außerhalb Moskaus blabla, nackte Frau bla bla BEISCHLAF! BEISCHLAF! schreit (das böse “F” Wort darf ich hier ja nicht sagen auch wenn es so im Buch steht) nix geschieht. Ira, weil nackt gewesen, nun krank liegt im Fibertraum wo ihr Verschiedener kommt blabla, der sie dann, aber so etwas von, hemmungslos, stundenlang und ohne Pause (böses “F” Wort) lustvoll durchwalkt. Am Ende heiratet sie den Geist. Bla. Man darf nun nicht den Fehler machen und Viktor Jerofejew als Schmierfink oder dergleichen abstempeln. Er besitzt einen gefestigten Schreibstil, zwar nicht aufregend aber für seinen Erstling doch passabel, auch glänzt er nicht nur einmal mit Wortwitz und (russischer) Situationskomik. Dennoch macht er es dem (westlichen) Leser nicht einfach wenn er innerhalb eines Satzes drei mal den Charakter wechselt und im eingedenk der vielen russischen Namen und deren Abkürzungen und Verniedlichungen (und dann auch noch Nahnahmen mit denen das selbe gemacht wird) kann man schon mal den Faden verlieren. Meist kann man Selbigen dann nicht mehr aufnehmen so das nicht nur der ganze Satz sondern schon auch mal ganze Seiten (hintereinander) einfach nur langweilig und lieblos wirken und man sich nicht nur einmal fragt “was zum Geier will er denn jetzt?” Mir ist natürlich nicht die Satirische Seite des Buches entgangen. Ira die sich gegen Ende hin als Jean d´arc auf einem Acker Opfern will um den Armen ein besseres Leben zu bescheren ist natürlich sehr bissig. Das Stadtchick das sich mit Glanz und Glorie für eine bessere Welt von der selbigen verabschieden will. Wie schon oben gesagt, die Frau ist vom Schriftsteller so blöd wie blauäugig skizziert. Ira ist eine trotzköpfige Idiotin deren Stärke nun nicht gerade das Denken ist. Und auch das ist es was der Leser bei diesem Roman größten Teils vermeiden sollte. Zu oft driftet alles ins Surreale ab, manchmal auch schon knapp an der Albernheit vorbei, ich als Leser weis meist nie wo die Reise nun wirklich hingeht. Ist es ein Portrait, ist es eine Liebeserklärung an Moskau oder will Jerofejew nun mit seinen vielen Kraftausdrücken und Schilderungen von Geschlechtsakten provozieren? Das Buch ist nicht schlecht und (sehr) geduldige Leser könnten hier einen interessanten Zeitgenossen entdecken aber Grundvoraussetzung scheint hier ein besonderes Interesse an Russland zu sein um auch diverse Anspielungen und Seitenhiebe zu verstehen bzw. sich an dem Wust der Charaktere und deren mannigfaltigen Namen nicht zu verheddern. Und über das Ende soll mir keiner Klagen, das is nu mal so, hätte mir auch was anderes erwartet.

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