Viktor Mayer-Schönberger Delete

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Inhaltsangabe zu „Delete“ von Viktor Mayer-Schönberger

GOOGLE VERGISST NIE! Weshalb es lebenswichtig ist zu vergessen Das digitale Zeitalter ist eines der perfekten Erinnerung: niemals zuvor haben wir so viele Informationen sammeln können wie heute. Immer größer und billiger werdende Speichermedien, neue Methoden zur Erschließung von Informationen und der Zugriff auf Daten aus aller Welt über das Netz machen dies möglich. Welche Folgen hat diese Entwicklung? Wird nur noch das als wahr gelten, was die Form digitaler Daten annimmt? Oder werden wir für das, was dauert, für Verträge und sprachliche Kunstwerke, beim Papier bleiben? Ist das Vergessen nicht ein exzellenter, evolutionär bewährter Mechanismus zur Gewichtung von Informationen? Beeinträchtigt das permanente Erinnern nicht unser Urteils- und Entscheidungsvermögen und damit unsere Entwicklungsfähigkeit? Sind aus ihrem Kontext gerissene Informationen nicht anfällig für Manipulationen? Mayer-Schönberger öffnet uns die Augen für die Gefahren der ewigen digitalen Erinnerung und zeigt die wichtige Rolle auf, die das Vergessen in unserer Geschichte gespielt hat. Er plädiert für eine genial einfache Lösung: Dateien aller Art mit einem Verfallsdatum auszustatten, damit das Gedächtnis der Menschheit nicht unter der Datenflut zusammenbricht.

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  • Rezension zu "Delete" von Viktor Mayer-Schönberger

    Delete

    WinfriedStanzick

    30. August 2011 um 12:06

    „Delete“ wird die Taste oder die Funktion bei Computern genannt, mit der man eine Nachricht, einen Text oder einen Link löschen kann. Doch mit diesem individuellen Vorgang ist die Information nicht weg. Das Internet und die weltweit miteinander verknüpften PC vergessen nichts. So hat man etwa in diesen Tagen, wo in Tunesien und Ägypten auch mit Hilfe der neuen Informationstechniken wie Facebook und Twitter eine massenhaften Volksbewegung entstanden ist, darauf hingewiesen dass das herrschenden System, sollte es nicht endgültig besiegt werden, im nachhinein jeden digitalen Vorgang nachvollziehen kann und so den aktiven und protestierenden, vor allem jungen Menschen auf die Spur kommen und sie dafür bestrafen kann. Dem Autor des vorliegenden Buches geht es genau darum: im digitalen Zeitalter gibt es kein Vergessen. Perfekte Erinnerung allenthalben. Er geht unter anderem der Frage nach, ob in Zukunft alles, was zuvor schriftlich verfasst wurde (etwa Verträge und sprachliche Kunstwerke) nur noch in Form digitaler Daten zu haben ist. Und er zeigt, wie wichtig für die Kultur des Menschen zu allen Zeiten das Vergessen war. Deshalb ist die permanente digitale Erinnerung eine Gefahr für den Menschen und seine Kultur, und, wie ich persönlich finde, in ihrer Masse auch eine Gefahr für das, was wirklich auf Dauer erinnert werden muss, soll der Mensch nicht den Kontakt zu seinen Wurzeln verlieren. Viktor Mayer-Schönberger hat dafür eine einfach wie geniale Lösung: er schlägt vor, Dateien aller Art mit einem Verfallsdatum zu versehen. So will er erreichen, dass die Datenflut das Gedächtnis der Menschheit nicht zerstört. Ein wichtiges Buch, das aufzeigt, wie wichtig es ist, die meisten Dinge und Vorgänge zu vergessen und die wenigen wichtigen zu erinnern.

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  • Rezension zu "Delete" von Viktor Mayer-Schönberger

    Delete

    chiara

    09. January 2011 um 11:49

    Dass man Dinge vergisst, ist etwas ganz natürliches. Doch im digitalen Zeitalter wird das Vergessen immer seltener und schwieriger. Denn Suchmaschinen legen großes Archive von gespeicherten Webseiten an und auch man selbst sammelt immer mehr Dinge. So kann es beispielsweise passieren, dass wir zwar vergessen, dass es peinliche Fotos von uns in einem sozialen Netzwerk gibt, doch das digitale Gedächtnis vergisst es nicht. So können diese alten Fotos oder Äußerungen in einem öffentlichen Forum uns auch noch Jahre später Probleme bereiten, wenn wir uns für einen Job bewerben oder in ein anderes Land einreisen wollen. Viktor Mayer-Schönberger erklärt in einem leicht verständlichen Schreibstil wie sich das Gedächtnis entwickelt hat und warum immer mehr Informationen gespeichert werden. Doch er beleuchtet nicht nur die Ursachen sondern erklärt auch, was das für unserer Leben mit dem Internet bedeutet und wie wir dem allgegenwärtigen Sammeln von Informationen entgegenwirken können und wieder das Vergessen lernen. Es ist nämlich notwendig zu vergessen, denn wer von uns hat sich in den letzten Jahren nicht weiter entwickelt und verändert? Aber was bringt diese persönliche Weiterentwicklung, wenn im Internet Aussagen und Bilder von uns zu finden sind, die unserer „altes Ich“ widerspiegeln und wir wieder darauf reduziert werden? Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass Mayer-Schönberger nicht mit dem erhobenen Zeigefinger wedelt. Sondern er hat direkt verschiedene Alternativen aufgezeigt, wie man mit der Sammelwut in unserer Zeit umgehen kann. So entscheidet der Leser selbst, was er von den Vorschlägen beherzigen möchte und ob er nicht verschiedene Aspekte kombiniert. Insgesamt ist das Buch sehr informativ und besonders für diejenigen interessant, die das Internet aktiv nutzen.

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