Viktor Pelewin Generation P

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Inhaltsangabe zu „Generation P“ von Viktor Pelewin

Eine meisterliche Satire auf das post-sowjetische "Absurdistan". Frech, geistvoll und witzig erzählt Pelewin von einem jungen Intellektuellen, der im heutigen Moskau zum Werbestrategen avanciert und in ein abenteuerliches virtuelles Spiel verwickelt wird, das zu den Abgründen unserer manipulierten Gesellschaft vordringt. Dieser Roman war die literarische Sensation im russischen Sommer 1999. Pepsi war für die "Breshnew-Generation" nicht nur ein Getränk, Pepsi war ein Symbol. Mit der Cola in der Hand träumten sich die Teenies der Siebziger in den goldenen Westen und staunten nicht schlecht, als er zehn Jahre später mit all seinen Segnungen ins Perestroika-Land Einzug hielt. Tatarski, ein Moskauer Junglyriker, weiß mit der aufkommenden Goldgräberstimmung bestens umzugehen. Er dichtet fortan nicht mehr für die Ewigkeit, sondern wird Werbetexter. Der "russischen Seele" müssen die Wunder der westlichen Konsumwelt schmackhaft gemacht werden, und Tatarski erweist sich als begnadeter Meister dieser Kunst. Mit seinen grotesk überzeichneten Sprüchen und Videoclips begeistert er bald auch einheimische Auftraggeber - "neue Russen", die ihren jüngst ergaunerten Reichtum nicht dick genug zur Schau stellen können und auch politisch Einfluß nehmen wollen. Tatarski macht Karriere in dieser durch und durch kriminellen Welt und wird immer tiefer in ihre Machenschaften verwickelt. Geistreich, witzig und mit viel Spaß am Absurden karikiert Viktor Pelewin den russischen Wild-Ost-Kapitalismus, der eigentlich genauso ist wie sein westlicher Vorfahre, nur noch ungehobelter und dreister. Von ihren Jugendträumen hat sich die Pepsi-Pelewin-Generation längst verabschiedet - war nichts mit der "großen Freiheit". Game over!

Intelligenter Witz, Pop-Art-Literatur...

— Praedikatorin
Praedikatorin

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  • Rezension zu "Generation P" von Viktor Pelewin

    Generation P
    BigDi

    BigDi

    14. January 2010 um 19:15

    Die Welt als eine einzige Verarsche, die Werbung als die ultimative Manipulation, ein seltsames Schreibgerät, durch welches man sich von Che Guevara das Prinzip des sogenannten "Oranus" (eine bissige Interpretation des Konsummenschen) erklären lassen kann, Transzendenzerfahrungen durch das Verschlucken von bestimmten Briefmarken und nochmal Werbung, Werbung, Werbung: Pelewins Meisterwerk der russischen Postmoderne ist mal zum Heulen komisch, mal wunderbar bissig-entlarvend, mal überdreht-esoterisch aber vor allem stets faszinierend und niemals langweilig.

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