Viktor Staudt Die Geschichte meines Selbstmords

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte meines Selbstmords“ von Viktor Staudt

Viktor Staudt ist jung, treibt viel Sport und stürzt sich ins Nachtleben. Auf den ersten Blick geht es ihm gut, aber sein Alltag wird von Angstattacken und Depressionen beherrscht. Als er keinen Ausweg mehr sieht, beschließt er, sich vor den Zug zu werfen. Viktor Staudt überlebt den Selbstmordversuch – aber verliert seine Beine. Erst nach diesem tragischen Geschehen kann die richtige Diagnose gestellt werden, und er erhält die Medikamente, die ihm endlich helfen. Heute engagiert er sich auf dem Gebiet der Selbstmordprävention.

Warum Depressionen mehr sind als ein vorübergehendes Tief, erklärt dieses Buch. Auch für Laien gut verständlich.

— Synapse11
Synapse11

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  • eBook Kommentar zu Die Geschichte meines Selbstmords von Viktor Staudt

    Die Geschichte meines Selbstmords
    marie

    marie

    via eBook 'Die Geschichte meines Selbstmords'

    tolles buch sehr ehrlich offen geschriebene lebensgeschichte

    • 6
  • Respekt vor dem Autor - doch das Buch hat mich nicht überzeugt

    Die Geschichte meines Selbstmords
    Nanni87

    Nanni87

    09. April 2015 um 10:35

    Gleich am Anfang - die Bewertung mit 3 Sternen hat nichts mit dem zu tun, was ich von der Geschichte oder dem Autor halte. Ich habe größten Respekt vor dem Schicksal und der Leistung, dem Willen und dem Werdegang des Autors. Auch danke ich für die Offenheit und den Mut den es braucht sich nochmal so mit der eigenen Geschichte auseinander zu setzten, sie nieder zu schreiben und zu veröffentlichen. Dennoch hat mich das Buch vom Stil her nicht überzeugt. Für mich war es mehr eine fast gefühllose Abhandlung von Situationen und Geschehnissen im Leben nach dem Suizidversuch. Ich möchte damit dem Autor nicht absprechen dass er mit Sicherheit etwas dabei gefühlt hat, aber für mich als Leser kam die emotionale Verbindung in den meisten Kapiteln nicht optimal rüber. Was mir schreiberisch allerdings sehr gut gefallen hat war der Epilog. Trotzdem eine Leseempfehlung für jeden der sich für das Thema interessiert. Ich denke es ist ein sehr wichtiges Buch zu einem noch wichtigeren Thema! Und nochmal "Hut ab" vor dem Autor und seiner Geschichte - die er nur meiner Meinung nach in Auftritten in Radio und TV besser an den Mann bringt als in seinem Buch

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  • "Von einem der aus dem Leben springen wollte"

    Die Geschichte meines Selbstmords
    Turtlestar

    Turtlestar

    04. November 2014 um 20:28

    Viktor Staudt hat in seiner Kindheit nie gelacht. Er lebt in keiner festen Beziehung und die Angst ist sein ständiger Begleiter. In manchen Situationen kommt sie ohne Vorwarnung, in den Griff zu bekommen ist sie nicht. Angstschweiß macht sich breit und er kann nichts dagegen tun. Wie soll man so Leben? Diese Frage stellt sich mehr als einmal. Dabei hat er doch wirklich versucht es zu schaffen. Im Internet landet er auf eine Seite,wo Gleichgesinnte sich über Ihre Sehnsucht nach dem Tod austauschen. Doch die wenigsten trauen sich. Brian und Thijs werden schnell zu Freunden der virtuellen Welt. Sie unterhalten sich über das Leben mit der Angst und dass man es am liebsten beenden würde. Viktor Staudt fährt mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Anders wie sonst lässt er den Sattel dran. Er steht auf dem Bahnsteig und wartet. Als der IC angefahren kommt springt er. Viktor denkt er ist Tod, doch dann wacht er auf. Ohne Beine! Wie sein Leben nach seinem Selbstmord aussieht und was aus seinen Freunden geworden ist müsst ihr selber Lesen. Ich habe selten ein so offenes Buch gelesen. Der Autor Viktor Staudt lässt einen nicht nur an seinem Leben und den Selbstmord teilhaben, er lässt in seine Seele blicken. Persönlicher und tiefgreifender als dieses Buch geht es nun wirklich nicht mehr. Hochinteressanter Einblick in das Leben von Viktor und ein Leben mit Depressionen. Dass die Ärzte solange für eine richtige Diagnose gebraucht haben, hat mich etwas geschockt. Bedenke man, wenn alles früher erkannt worden wäre... Ich habe das Buch richtig verschlungen und war von der Aufrichtigkeit und der authentischen Schreibweise beeindruckt. Auf der Frankfurter Buchmesse 2014 hatte ich die Gelegenheit Viktor Staudt persönlich mit meiner lieben Freundin Flo kennen zu lernen. Er war so ein sympathischer und auch strahlender Mann, dass es schwer zu glauben ist, was er alles durchgemacht hat. Ich bin richtig froh, dass es ihm heute besser geht und er einen Weg ins Leben zurück gefunden hat. Ich wünsche ihm weiter hin viel Erfolg und die Kraft sein Leben zu meistern. KLARE LESEEMPFHELUNG!!! 6 von 5 Sternen!!!

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  • Jeder Tag beginnt mit dem Bewusstsein, dass ich Lebe!

    Die Geschichte meines Selbstmords
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    26. October 2014 um 18:20

    Für ein sensibles Thema ist es wichtig, einen guten und flüssigen Schreibstil zu verwenden. Wenn das Buch in einer anderen als der deutschen Sprache Erstveröffentlicht wurde, ist es wichtig, wie beim Buch von Viktor Staudt „Die Geschichte meines Selbstmordes – und wie ich das Leben wiederfand“, dass die Übersetzung entsprechend gelingt. Und das ist sie. Viktor Staudt lässt in schrittweisen Rückblenden das Geschehen, auf das sein Suizidversuch enden wird, so beschreiben, dass es der Leser und der Leserin erlaubt, sich auf das Thema einzulassen. Fast 15 Jahre ist es nun her, dass der Autor die für viele unfassbar und grauenvolle Art wählte, aus dem Leben zu scheiden, das ihm selbst nichts bedeutete. Dass er es überlebte, wie er es überlebte und auch mit den Folgen, das kann kaum jemand nachvollziehen. Die Tragik, nicht richtig diagnostiziert zu werden, die falschen Tabletten und nur wenig beziehungsweise gar keine Hilfestellung durch Ärzte bekommen zu haben, das blitzt nur wenig auf, als wenn er sich dessen jahrelang nicht bewusst war. Man merkt sehr schnell, dass seine Maske perfekt gewesen sein muss, wenn denn seine Umwelt nichts mitbekommen hat, wie schlecht es ihm psychisch ging. Auf der anderen Seite war dem Autor nicht bewusst, wie sein Suizidversuch auf seine Familie, Freunde, Bekannte, seine Kollegen gewirkt haben muss. Erst Schritt für Schritt lässt er sich auf die Gefühlswelt derer ein, die gelitten haben, um ihn und für ihn geweint haben. Dass er Jahre dafür braucht, zu merken, wie dringend er eine Therapie braucht, wie er sich ins Leben zurückkämpft, das ist bewundernswert. Nicht jeder schafft das und es bedarf eines eisernen Willens, dies zu meistern, sich selbst ins Gesicht zu blicken, sich zu trauen. Staudt erzählt von diesem mühsamen Weg, um andere zu ermutigen, ebenfalls eine der vielen Therapiemöglichkeiten zu finden, die hoffentlich hilft. Ein gutes Buch. Ein wichtiges Buch. Traurig, tragisch aber auch hoffnungsvoll. Am Schluss erklärt uns Prof. Dr. Siegfried Kasper, was es mit Depressionen und Suizidalität auf sich hat. Auch diese Worte sind eindringlich und erklären in fließenden Sätzen dem Laien diese psychischen Erkrankungen und den möglichen Folgen.

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  • WAS-- wenn leben wehtut

    Die Geschichte meines Selbstmords
    dieFlo

    dieFlo

    Das Leben stellt uns täglich vor Aufgaben und Herausforderungen - große und kleine und wir müssen sie meistern - was aber, wenn deine Angst dafür sorgt, dass du sie nicht meistern kannst? Viktor bekommt immer wieder Panikattacken, im Cafe oder in der Bar - keiner kann ihm helfen. Zumindest seine Hausärztin hätte es versuchen können doch sie nimmt es nicht ernst. Vor den Freunden ist es ein gut gehütetes Geheimnis. Doch die Attacken werden mehr, sie bestimmen sein Leben - nur wenn er Theater spielt, dann ist alles anders, aber dann ist Viktor ja auch nicht Viktor. Ich habe Viktor auf der Buchmesse kennengelernt, seine strahlenden Augen gesehen und dann habe ich den Viktor kennengelernt, der er war. Ich habe im Buch mit ihm gelitten, ich habe die Wände gemerkt, gegen die er gelaufen ist. Das Buch nimmt seinen Leser und der Leser begleitet ihn in seinen traurigen Stunden, in seiner Wut, in seiner Ohnmacht, in seiner Verzweiflung. Der Leser erlebt, dass Viktor nicht mehr leben will und welche Gefühle auf ihn einstürzen, als der Selbstmord schief geht! Das Buch berührt, geht unter die Haut und regt zum Nachdenken an. Ich denke lieber Viktor, dein Ziel ist erreicht. Ich gehe mit offeneren Augen durch das Leben! Danke!

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    • 7
    awogfli

    awogfli

    23. October 2014 um 10:02
  • Wie bewertet man so ein Buch?

    Die Geschichte meines Selbstmords
    lord-byron

    lord-byron

    Wie bewertet man ein Buch, wenn es um ein Leben geht? Wenn das Buch erzählt, wie verzweifelt der Autor sein Leben lang war? Wenn der Autor uns von seinen Ängsten, seinen Panikattacken, ja seiner Angst vor dem Leben erzählt?Ich finde das sehr schwer. Soll man hier den Schreibstil bewerten? Ich denke nicht, dass es wirklich auf den ankommt, auch wenn der Autor hier schonungslos zu Werke ging und auch kein Blatt vor den Mund nahm. Soll man bewerten wie spannend das Buch war? Mit Sicherheit nicht. Aber was dann? Viktor Staudt ist schon als Kind anders. Seiner Lehrerin fällt auf, dass er niemals lacht. Er ist ein Außenseiter und sich selbst genug. Seine eigene Welt ist ab einem gewissen Zeitpunkt immer nur schwarz/weiß. Die Farbe ist draußen, bei den Anderen. Für ihn gibt es keine Farben. So geht sein Leben immer weiter. Er beginnt zu stottern, die Schule ist die Hölle für ihn. Als Erwachsener bekommt er heftige Panikattacken. Besonders wenn er sich mit anderen Menschen treffen soll. Den Mann fürs Leben kennenzulernen ist unmöglich für ihn, weil er ständig vor seinen Attacken davon läuft. Weil er nicht ehrlich ist und alles mit sich selbst abmacht. Fast niemand weiß von seinen Ängsten. Und die, die es wissen, nehmen es nicht ernst. Seine Mutter ist der Meinung er soll sich zusammenreißen, die Ärztin verschreibt ihm Beruhigungsmittel. Es kommt so weit, dass Viktor nicht mehr weiter machen will. Ganz genau plant er seinen Selbstmord. Wirft sich vor einen Zug und...... wacht ohne Beine wieder auf. Wie schrecklich muss das für ihn gewesen sein? Wie verzweifelt muss er darauf reagiert haben? Doch endlich bekommt er Hilfe. Es wird eine Borderlinestörung diagnostiziert. Aber sein Leben ist immer noch sehr mühsam. "Die Geschichte meines Selbstmords ist ein erschreckendes, ein berührendes Buch, denn wer erwartet, dass nach dem Selbstmordversuch alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, hat sich mächtig geirrt. Viktor kämpft weiter. Er kämpft gegen die vielen Barrieren für Rollstuhlfahrer. Er kämpft gegen die Angst. Er kämpft gegen sein Leben. Aber er hat erkannt, dass er darüber reden muss. Dass er sich anvertrauen muss und dass er sich Hilfe suchen kann. Mir hat das Buch sehr zu schaffen gemacht. Aber ich bin froh es gelesen zu haben. Ich vergebe 5 von 5 Punkten und meine Bewunderung für diesen Mann der nie aufhört zu kämpfen. Ich wünsche ihm alles Gute und dass er irgendwann ein glückliches Leben führen kann. Und wir sollten niemals vergessen: Die Menschen in unserem Umfeld die am Stärksten wirken, brauchen oft die meiste Hilfe. Schaut genau hin und lasst euch nicht abwimmeln. Hört genau zu und seid einfach nur da. © Beate Senft

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    • 19
    lord-byron

    lord-byron

    16. October 2014 um 10:56
    dieFlo schreibt ich habe Viktor letztes Wochenende kennen lernen dürfen - ihr glaubt nicht, was er jetzt für eine Ausstrahlung hat. Ich habe mit ihm geredet ( ohne zu wissen, was er hinter sich hat und ohne sein ...

    Beim Lesen deiner Worte bekam ich eben sooo eine Gänsehaut. Auch beim Lesen des Buches merkt man, dass trotz der großen Verzweiflung auch sehr viel Kraft in Viktor steckt. Ich würde ihn auch sehr ...

  • Das engagierte Plädoyer für schnellere und bessere Hilfe für betroffene Menschen

    Die Geschichte meines Selbstmords
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    11. September 2014 um 11:53

      Die Depression hat sich, in den letzten Jahren oft versteckt hinter dem sprachlichen Konstrukt des Burn-Out, zu einer wahren Volkskrankheit entwickelt. Gleichzeitig liest man in den letzten Monaten immer wieder, dass Betroffene, wenn sie sich denn endlich entschlossen haben, sich helfen zu lassen (oft geht dem eine lange Leidenszeit voraus), mit monatelangen Wartezeiten bei den niedergelassenen Psychotherapeuten rechnen müssen. Wartezeiten, die die Krankheit verschlimmern und manches Mal auch zu Reaktionen führen, wie sie der Autor des vorliegenden Buches beschreibt.   Auch Viktor Staudt litt, obwohl der viel Sport trieb und viele Freunde hatte, mit denen er sich die Nächte um die Ohren schlug, unter Depressionen und Angstattacken. Er macht die Erfahrung Vieler, dass niemand ihm wirklich helfen kann.   Eines Tages hält er es nicht mehr aus und sucht einen Ausweg im Suizid. Er wirft sich vor einen Zug. Er überlebt diesen Suizidversuch, muss aber fortan ohne Beine im Rollstuhl sitzen.   Jetzt erst, nach diesem dramatischen Hilferuf kümmern sich Fachleute um seine Seele, stellen die richtige Diagnose und verordnen geeignete Medikamente, die Viktor Staudt fortan in hellerem Licht und ohne Angst leben lassen.   Sein Lebensbericht ist das engagierte Plädoyer für schnellere und bessere Hilfe für betroffene Menschen, aber für diese eine Ermutigung, niemals aufzugeben und immer auf ein Licht am Ende des Tunnels zu hoffen. Er selbst hat sein Leben der Präventionsarbeit gewidmet und hält Vorträge und veranstaltet Workshops zu diesem Thema. Damit und so ist zu hoffen, auch mit seinem Buch, kann er sicher viele Menschen vor einen Schicksal bewahren, wie er es durchleiden musste.

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