Viktorija Tokarjewa Leise Musik hinter der Wand

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Inhaltsangabe zu „Leise Musik hinter der Wand“ von Viktorija Tokarjewa

›Wer sagt denn, dass es eine echte Liebe nur einmal im Leben geben kann? Irgendjemand hatte das gesagt. Aber er hatte sich geirrt.‹ Ob Agent beim KGB oder Dissident, Ada liebt in einem Mann immer nur den Menschen. Die Geschichte einer Frau, die nie aufhört, an das Glück zu glauben.

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  • Viktorija Tokarjewa "Leise hinter der Wand"

    Leise Musik hinter der Wand
    glasperlenspiel13

    glasperlenspiel13

    11. July 2013 um 09:05

    Als ich durch den Diogenes Newsletter erfuhr, dass ein neues Buch von Viktorija Tokarjewa erscheint, überkam mich die Lust dieses auch bald mein eigen nennen zu dürfen und es vor allem zu LESEN!  Schon allein der Buchtitel  "Leise hinter der Wand" und der Plot machten mich neugierig. Adriana, kurz Ada genannt, liebt das Leben und die Liebe. Und ist ihr Verhalten für ihre Umgebung noch so unmoralisch, ihr Glauben an die Liebe rechtfertigt alles. Schon früh heiratet sie Ossja ihren ersten Ehemann und gründet mit ihm eine Familie. Doch schon wenige Jahre nach der Trauung fehlt ihr das kleine Quäntchen Glück und sie fragt sich, ob das nun alles gewesen sei. Natürlich nicht! Das Leben spielt ihr Leonard, ebenfalls verheiratet und mit Kind, in die Hände. Beide verlieben sich kurzerhand ineinander und nach vielen heimlichen Treffen und einer schmerzvollen Trennung, müssen beide erkennen, dass sie ohne einander nicht mehr weiterleben möchten. Sie beschließen das Wagnis einzugehen - und können nur gewinnen. Erst durch den plötzlichen Tod Leonards trennen sich ihre Lebens- und Liebeswege und Ada erfährt mit voller Wucht den Schmerz dieser Tragödie. Mit Swerjew, einem russischen Künstler, findet sie ihr spätes Liebesglück und erfährt dadurch, dass es in einem Leben mehrere Lieben geben kann. Tokarjewa zeichnet nicht nur die Liebesgeschichte von Ada und Leon (später dann Swerjew) nach, sondern schafft es auch mit wenigen Sätzen die Geschichte Russlands darzustellen, natürlich immer eng verwoben mit Adas Lebensgeschichte. Beeindruckt hat mich mal wieder der besondere Schreibstil von Viktorija Tokarjewa: kurze einfache Sätze, prägnant, nichts Überflüssiges, keine Schnörkel, klar und deutlich; und doch so dicht und poetisch. Es gibt viele wunderschöne Textstellen, die verzaubern, bei denen man inne hält und auf den Nachklang der Wörter lauscht: "Er sah ihr ins Gesicht. Sie hatte eine schöne Stirn und wunderschöne Augen, aber der größte Schatz eines Gesichts war der Pfad von der Nase zur Oberlippe. Man sagt, dass dieser Pfad die zarte Berührung eines Engels ist, der Engelspfad." "In der ersten Zeit war Swerjew vierundzwanzig Stunden am Tag einfach nur glücklich. Das Glück war grell und stabil, wie die Hitze im Juli. Dann verging die Hitze, es blieb eine gleichmäßige seelische Wetterlage. Es war wie leise Musik hinter der Wand." "Sie war glücklich, dass sie nicht in ein leeres Haus zurückkehrte. Jemand wartete auf sie und freute sich über sie. Alles, was er sagte, war für sie interessant und bedeutungsvoll. Sich mit einem interessanten Menschen auszutauschen, das ist nicht weniger wichtig, als sich gesund zu ernähren. Der gedankliche Austausch, das ist auch Nahrung, bloß seelische." Ich möchte mich beim Diogenes Verlag ganz herzlich für diese wunderbare Buchperle bedanken und hoffe, dass wir noch viel von Viktorija Tokarjewa zu lesen bekommen.

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