Vilborg Davídsdóttir

 3.6 Sterne bei 16 Bewertungen
Autorin von Das Feueropfer, Die Winterfrau und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Vilborg Davídsdóttir

Vilborg Davídsdóttir wurde am 03.09.1965 in þingeyri, Island geboren und ist eine bekannte isländische Journalistin und Autorin erfolgreicher Romane. Nach „Das Feueropfer“ und „Der Liebeszauber“ ist "Die Winterfrau" ihr dritter Roman, der auf deutsch erscheint. Ihre Romane Við Urðarbrunn (1993) und Normadómur (1994) sind von der Isländersaga beeinflusst.

Alle Bücher von Vilborg Davídsdóttir

Die Winterfrau

Die Winterfrau

 (5)
Erschienen am 06.10.2011
Der Liebeszauber

Der Liebeszauber

 (5)
Erschienen am 01.10.2004
On the Cold Coasts

On the Cold Coasts

 (0)
Erschienen am 20.03.2012
On the Cold Coasts

On the Cold Coasts

 (0)
Erschienen am 13.03.2012

Neue Rezensionen zu Vilborg Davídsdóttir

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Rezension zu "Der Liebeszauber" von Vilborg Davídsdóttir

Ein echter Geheimtipp.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Dieser kurze Roman ist eine echte Perle in der Masse der historischen Romane. Die Geschichte um Ragnfrídur und Thorell, ein gescheitertes Eheverbrechen und eine verbotene Liebe bietet weit mehr als das, was der Klappentext vermuten lässt. In angenehm unschwülstiger Sprache, die mit ihrer einfachen, kargen Poesie ganz zum Schauplatz passt, wird hier die historisch sehr gut recherchierte Lebensgeschichte einer Frau im 15. Jahrhundert erzählt. Aber auf den knapp 230 Seiten gibt es noch mehr: Thriller-Elemente, Schlachten-Szenen, kirchenpolitisches Ränkespiel und nicht zuletzt die wirklich ergreifende Entwicklung der Protagonistin. Fazit: Überzeugender Roman und zu Recht ein Geheimtipp.

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Rezension zu "Die Winterfrau" von Vilborg Davídsdóttir

Rezension zu "Die Winterfrau" von Vilborg Davídsdóttir
MerlinundPaulavor 7 Jahren

In dem Buch '"Die Winterfrau" geht es um die Geschichte von Naaja, einem Inuitmädchen, welches der Zauberei beschuldigt wird, und deswegen ihr Dorf verlassen muss. Draußen alleine auf dem Eis muss sie sich dann ganz alleine versorgen und kämpft bei eisiger Kälte ums Überleben.
Sie rettet einem isländischen Jäger das Leben und begleitet ihn dann mit in sein Dorf. Doch auch dort wird sie nicht mit offenen Armen empfangen und neue Hindernisse gilt es zu überwinden.

Die Geschichte rund um Naaja hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es, die damaligen Gegebenheiten darzustellen, ohne übertrieben oder unglaubwürdig zu wirken.
Es war sehr interessant etwas über die Regeln und Sitten der Inuit zu erfahren.
Die historische Geschichte, die in der Mitte des 15. Jahrhunderst angesiedelt ist, unterscheidet sich von anderen historischen Romanen, zum einen gibt es wohl nicht soviele mit den Inuits als Thema und zum anderen stehen hier noch andere Problematiken im Vordergrund.
Zwar war es am Anfang ungewohnt, die vielen grönländischen und isländischen Namen zu lesen, aber sie sind sehr bestimmt eingesetzt worden und man gewöhnt sich schnell daran.

Ich empfehle dieses Buch allen, die gerne historische Romane lesen, und mal über den Tellerrand hinausblicken wollen. Das Buch hat mir auf jeden Fall Lust auf mehr grönländische etc. Geschichten gemacht.

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Rezension zu "Das Feueropfer" von Vilborg Davídsdóttir

Rezension zu "Das Feueropfer" von Vilborg Davídsdóttir
Huebnervor 8 Jahren

Vilborg Davidsdottir erzählt im Island des 14 Jh. eine Generationengeschichte und das auf nur 220 Seiten. Komprimiert aber nicht zerhakt wird das Geschicksal dreier Frauen erzählt, wobei im Zentrum des Generationenkonfliktes Katrin, die 18jährige Tochter Grudruns steht. Der Makel ihrer Geburt ist die Schwäche ihrer Mutter für einen verheirateten Mann. Die Sünderin versucht ihre Seele vor ihrem Leben reinzuwaschen, indem sie all ihre Habe - auch ihre Tochter Katrin - dem Kloster Kirkjubaer übergibt. Aber Katrin ist von eben demselben verführerischen Feuer wie ihre Mutter umgeben und wird eben derselben Sünde auflaufen: Der junge Pater Jon Sigurdson kann Katrin nicht widerstehen und begeht die Fleischessünde, die nicht ungestraft bleibt, denn Katrin wird schwanger. Sie kann Jons Karriere als Geistlichen nicht im Wege stehen und sie beide, bzw. sie drei nicht dem Leben voller Armut und Schande aussetzen, deshalb lässt sie Jon das Neugeborene in einem Fuchsbau verstecken. Das kleine Mädchen wird gefunden und von Heidekätnern großgezogen. Die Zieheltern sterben, das Kind kommt ins Kloster Kirkjubaer und begegnet dort ihrer Mutter. Das Mädchen, Tofa, Fähe, möchte nicht, dass ihre Ziehmutter, deren letzte Ölung nicht erteilt werden konnte, im ewigen Feuer verdammt ist, und versucht sich in Beschwörungsformeln, was ihr zum Verhängnis werden soll, weil dieses gotteslästerliche Ritual nicht vor der Äbtissin Jorunn verborgen bleibt. Katrin aber lässt nicht zu, dass ihre Tochter bestraft wird und erklärt sich selbst der Blasphemie schuldig. Jon Sigurdson, mittlerweile Bischof, kommt gerade zu der Zeit zurück in das Kloster Kirkjubaer, als sich Katrin der Gotteslästerung selbst bezichtigt. Nichts ahnend, wer im Arrest sitzt, fällt Jon das nie zuvor in Island dagewesene Todesurteil. Katrin stirbt auf dem Scheiterhaufen. Aber vor ihrem Tode noch nimmt Jon ihr die Beichte ab und verspricht ihr, sich um Fähe zu kümmern. Nach Katrins Tod ziehen Jon und das Mädchen nach Rykkvabaer, wo das Kind lernen soll. Unglücklicherweise verliebt sie sich aus Unwissenheit ob des Verwandtschaftgrades in ihren Vetter. Jon, der sein Lebtag lang von Schuld gegenüber seinen Gelübden und Katrin gequält wird, gibt Fähe dem Jungen frei und will durch diesen Bund seine eigene Schuld lindern.
Ein vollgepacktes Buch, das durch seine Komprimierung nur an Spannung gewinnt und nicht zu überladen wirkt. Die Isländische Atmosphäre wird eindrucksvoll mit dem Klosterleben verwoben, das ganze kleine Buch knistert, von dessen Mystik ist das Cover der deutschen Ausgabe ein vielversprechender Vorbote. Die Handlung ist mittels einer Vorausschau der sündhaften Tat Jons geklammert, nämlich wie er das Neugeborene, sein Kind, aussetzt. Der Klappentext macht darauf neugierig, ein wirklich gelungener Marketingakt.
Einzig die vielen Grammatikfehler der deutschen Übersetzung und der Wunsch an der ein oder anderen Stelle eventuell doch die Schilderungen etwas ausführlicher beschrieben zu bekommen, sind dem Ganzen abträglich.
I.Hübner

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Vilborg Davídsdóttir wurde am 03. September 1965 in Þingeyri (Island) geboren.

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