Vilborg Davídsdóttir Das Feueropfer

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(3)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Feueropfer“ von Vilborg Davídsdóttir

Island im 14. Jahrhundert: Die 18-jährige Katrin muss am Sterbebett ihrer Mutter ein bitteres Testament unterschreiben. Alles Hab und Gut geht an die Kirche, sie selbst muss ins Kloster gehen. Mit diesem hohen Preis will die Mutter ein altes Unrecht sühnen. Katrin fügt sich, um Gott gnädig zu stimmen. Doch ihr ist zunächst dennoch ein schweres Los beschieden. Sie verliebt sich in einen Priester, der sie schwängert, ihr Kind aussetzt und seinem Schicksal überlässt. Viele Jahre später wird die Tochter der Mutter ungewollt den Tod auf dem Scheiterhaufen bringen, verurteilt von jenem Priester, der sie einst schwängerte. Doch die Tochter rächt die geliebte Mutter auf ihre Weise ...

Stöbern in Historische Romane

Der Duft des Teufels

Gut recherchierter historischer Roman

Langeweile

Die Rivalin der Königin

Eine interessante Aufarbeitung historischer Fakten, deren Lücken sinnvoll durch Fiktion ergänzt wurden.

MotteEnna

Postkarten an Dora

Sensationeller Debütroman mit interessanten Background-spannend bis zur letzten Seite!

Tine13

Die Tochter des Seidenhändlers

wunderschön

KRLeserin

Heldenflucht

Fesselnd geschrieben und historisch perfekt nachvollzogen ist dieser wirklich lesenswerte Roman.

Sigismund

Die Legion des Raben

Spannend, gut recherchiert, macht Hunger nach mehr

Effie-das-Biest

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Das Feueropfer" von Vilborg Davídsdóttir

    Das Feueropfer
    Huebner

    Huebner

    02. March 2011 um 12:41

    Vilborg Davidsdottir erzählt im Island des 14 Jh. eine Generationengeschichte und das auf nur 220 Seiten. Komprimiert aber nicht zerhakt wird das Geschicksal dreier Frauen erzählt, wobei im Zentrum des Generationenkonfliktes Katrin, die 18jährige Tochter Grudruns steht. Der Makel ihrer Geburt ist die Schwäche ihrer Mutter für einen verheirateten Mann. Die Sünderin versucht ihre Seele vor ihrem Leben reinzuwaschen, indem sie all ihre Habe - auch ihre Tochter Katrin - dem Kloster Kirkjubaer übergibt. Aber Katrin ist von eben demselben verführerischen Feuer wie ihre Mutter umgeben und wird eben derselben Sünde auflaufen: Der junge Pater Jon Sigurdson kann Katrin nicht widerstehen und begeht die Fleischessünde, die nicht ungestraft bleibt, denn Katrin wird schwanger. Sie kann Jons Karriere als Geistlichen nicht im Wege stehen und sie beide, bzw. sie drei nicht dem Leben voller Armut und Schande aussetzen, deshalb lässt sie Jon das Neugeborene in einem Fuchsbau verstecken. Das kleine Mädchen wird gefunden und von Heidekätnern großgezogen. Die Zieheltern sterben, das Kind kommt ins Kloster Kirkjubaer und begegnet dort ihrer Mutter. Das Mädchen, Tofa, Fähe, möchte nicht, dass ihre Ziehmutter, deren letzte Ölung nicht erteilt werden konnte, im ewigen Feuer verdammt ist, und versucht sich in Beschwörungsformeln, was ihr zum Verhängnis werden soll, weil dieses gotteslästerliche Ritual nicht vor der Äbtissin Jorunn verborgen bleibt. Katrin aber lässt nicht zu, dass ihre Tochter bestraft wird und erklärt sich selbst der Blasphemie schuldig. Jon Sigurdson, mittlerweile Bischof, kommt gerade zu der Zeit zurück in das Kloster Kirkjubaer, als sich Katrin der Gotteslästerung selbst bezichtigt. Nichts ahnend, wer im Arrest sitzt, fällt Jon das nie zuvor in Island dagewesene Todesurteil. Katrin stirbt auf dem Scheiterhaufen. Aber vor ihrem Tode noch nimmt Jon ihr die Beichte ab und verspricht ihr, sich um Fähe zu kümmern. Nach Katrins Tod ziehen Jon und das Mädchen nach Rykkvabaer, wo das Kind lernen soll. Unglücklicherweise verliebt sie sich aus Unwissenheit ob des Verwandtschaftgrades in ihren Vetter. Jon, der sein Lebtag lang von Schuld gegenüber seinen Gelübden und Katrin gequält wird, gibt Fähe dem Jungen frei und will durch diesen Bund seine eigene Schuld lindern. Ein vollgepacktes Buch, das durch seine Komprimierung nur an Spannung gewinnt und nicht zu überladen wirkt. Die Isländische Atmosphäre wird eindrucksvoll mit dem Klosterleben verwoben, das ganze kleine Buch knistert, von dessen Mystik ist das Cover der deutschen Ausgabe ein vielversprechender Vorbote. Die Handlung ist mittels einer Vorausschau der sündhaften Tat Jons geklammert, nämlich wie er das Neugeborene, sein Kind, aussetzt. Der Klappentext macht darauf neugierig, ein wirklich gelungener Marketingakt. Einzig die vielen Grammatikfehler der deutschen Übersetzung und der Wunsch an der ein oder anderen Stelle eventuell doch die Schilderungen etwas ausführlicher beschrieben zu bekommen, sind dem Ganzen abträglich. I.Hübner

    Mehr
  • Rezension zu "Das Feueropfer" von Vilborg Davídsdóttir

    Das Feueropfer
    Melli2505

    Melli2505

    23. November 2010 um 03:25

    Katrin ist ein uneheliches, 18jähriges Mädchen, das 1325 im Süden Islands lebt. Kurz vor ihrem Tod vermacht ihre Mutter Katrin und den gesamten Hof an ein Kloster, um für ihr sündhaftes Leben zu büßen. Im Kloster hat Katrin es nicht leicht, da sie es mit der Ehefrau ihres Vaters zu tun bekommt und die ihr das Leben schwer macht. Außerdem verliebt sie sich in den jungen Priester Jón, wird schwanger und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Anfangs fiel es mir sehr schwer, in die Geschichte des relativ dünnen Buches (etwa 220 Seiten) zu kommen. Als ich aber drin war, konnte ich es kaum noch aus der Hand legen, so spannend war es! Nicht nur das arme und entbehrungsreiche Leben zur damaligen Zeit, die Macht der Kirche - auch die Geschichte Katrins und ihrer Tochter waren sehr interessant beschrieben. Das bigotte der damaligen Zeit und die Unterdrückung der Frauen haben in mir den Zorn hoch kochen lassen. Das Ende hat mich traurig aber dennoch versöhnt, zurückgelassen. Im Nachwort wird erklärt, dass diese Geschichte sich so ähnlich tatsächlich zugetragen haben könnte. Es existieren zwei verschiedene Sagas, die die Autorin sich als Grundlage für diesen Roman genommen hat.

    Mehr