Vilmos Kondor Der leise Tod

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Inhaltsangabe zu „Der leise Tod“ von Vilmos Kondor

Budapest 1936: Eine Prostituierte wird brutal ermordet. In ihren Taschen findet sich seltsamerweise nichts weiter als das jüdische Gebetbuch für Frauen. Ein brisanter Fall ahnt Polizeireporter Zsigmond Gordon, hatte er doch vor kurzem im Büro des Chef-Kriminalinspektors gut versteckte Aktfotos dieses toten Mädchens entdeckt …

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 3 austauschen!

    • 71
  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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  • Rezension zu Vilmos Kondor - Der leise Tod

    Der leise Tod

    miss_mesmerized

    02. January 2014 um 16:17

    Budapest 1936, die politische Lage ist instabil, der Druck aus Deutschland wird langsam spürbar, auch ungarische Juden sind zunehmend Repressalien ausgesetzt. Der Tod eines jüdischen Freudenmädchens scheint auch niemanden zu interessieren, obwohl dies ausgesprochen ungewöhnlich ist. Zsigmond Gordon, seinerseits Journalist, beginnt mit Nachforschungen und stößt mehr und mehr auf Widerstände. Es ist offenkundig, dass etwas verheimlicht werden soll, spätestens als er lebensgefährlich verletzt wird und seine Freundin eine klare Drohung erhält, bemerkt er, mit wem er sich angelegt hat. Doch warum musste die hübsche Fanny wirklich sterben? Ein Dickicht politischer Verstrickungen tut sich auf und das hässliche Gesicht der Nazis, das auch vor Leben junger Mädchen nicht Halt machte, zeigt sich immer klarer. Ein ungewöhnlicher Roman. Die Kriminalgeschichte ist spannend, überzeugend gelöst und passend historisch eingebettet. Die Situation in Budapest Mitte der 30er Jahre wird sehr deutlich und ist glaubwürdig dargestellt. Mängel sind leider die Figuren, die zu flach bleiben und kaum persönliche Züge zeigen. Speziell Gordon kann bei mir keine Sympathien wecken und seine Freundin, die durchaus Potential hätte, wird ebenfalls zu oberflächlich gezeichnet. Für mich ebenfalls nicht so spannend waren die vielen Boxkämpfe, auf deren detaillierte Darstellung ich hätte verzichten können. Daher bleibt der Roman am Ende nur schwaches Mittelmaß.

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  • Leserkommentare zu Der leise Tod von Vilmos Kondor

    Der leise Tod

    hanna46419

    02. March 2013 um 10:20 via eBook 'Der leise Tod'

    Spannend und mit reissend

  • Dunkle Zeiten in Ungarn – Budapest Noir

    Der leise Tod

    Stefan83

    24. October 2011 um 14:42

    „Budapest Noir“ - so lautet der Originaltitel der neuesten Spannungslektüre aus dem osteuropäischen Raum, welcher in den letzten Jahren eher durch die zahlreichen Fantasy-Werke russischer Autoren von sich reden machte. Richtige Kriminalromane, lässt man die des Polen Marek Krajewskis mal außen vor, blieben zuletzt eher Mangelware auf den Novitätstischen der Buchhandlungen. Nun hat der Knaur Verlag sein Augenmerk auf Ungarn gerichtet, um dort Vilmos Kondors' Erstling zu entdecken und unter dem deutschen Titel „Der leise Tod“ in Deutschland zu veröffentlichen. In Zeiten rückläufiger Absatzzahlen sicherlich eine mutige Entscheidung, die hoffentlich ihren (wenigstens kleinen) Erfolg zeitigen wird, denn das als „ein ungewöhnlicher Kriminalfall und gleichzeitig ein spannendes, sehr authentisches Bild der ungarischen Gesellschaft der 30er Jahre“ angepriesene Debütwerk macht Lust auf mehr und muss sich im großen Becken der resteuropäischen Konkurrenz sicherlich nicht verstecken. Voraussetzung für die Freude am vorliegenden Buch: Allzu penibel sollte man auch hier die Umschlagslobeshymnen nicht nehmen. Protagonist Zsigmond Gordon macht Philip Marlowe streng genommen keine Konkurrenz, hat er doch mit dem amerikanischen Urtypus des „Hardboiled“-Genres bis auf den düsteren Grundtenor und den zeitlich ähnlichen Kontext eher wenig gemeinsam. Der Roman spielt im Budapest des Jahres 1936. Zsigmond Gordon, Journalist und Polizeireporter in der ungarischen Hauptstadt, hat die Langeweile gepackt. Das ganze Land scheint nur über den Leichnam des ungarischen Ministerpräsidenten Gömbos zu reden, der bis zuletzt in München weilte um seine schwere Krankheit behandeln zu lassen und nebenbei ein paar Kontakte zu den höchsten Nazi-Größen aufzubauen. Hohe internationale Politik also. Und der kann Zsigmond mal so gar nichts abgewinnen. Während ihn der Chefredakteur von einem Botschafterinterview zum nächsten schickt, weckt ein anderer Fall sein Interesse in viel größerem Maße: In einer dunklen Gasse nicht weit von der Redaktion entfernt wurde eine Prostituierte durch einen gezielten Schlag in die Magengrube getötet. War es vorsätzlicher Mord oder ein Unfall? Und war die Tote, die ein jüdisches Gebetbuch bei sich hatte, überhaupt wirklich eine Prostituierte? Zsigmond beginnt sich Fragen zu stellen und neugierig zu werden, zumal er dasselbe Mädchen erst kurz zuvor auf Bildern im Büro des Chef-Kriminalinspektors Gellert entdeckt hatte und dieser nun alles daran setzt jegliche Nachforschungen zu unterbinden. Während sich auf seinem Schreibtisch die Arbeit stapelt und der Chef aufgrund seiner Untätigkeit tobt, sucht Zsigmond vermehrt die Kreise der Budapester Unterwelt auf. Gemeinsam mit Lebensgefährtin Krisztina und Großvater Mór zieht er die Schlinge um den Täter enger und kommt ihm dabei gefährlich nahe ... Was der ungarische Titel verspricht, kann der Inhalt zwischen den Buchdeckeln nicht gänzlich halten, denn „Der leise Tod“ ist keinesfalls ein reiner „Noir“, sondern lässt sich eher mit den Werken Amblers und Kerrs vergleichen. Schon sehr früh deutet sich an, dass die Ursprünge der Tat weniger in der Budapester Unterschicht als vielmehr in den höchsten, und vor allem in politischen Kreisen, liegen. Während Chandler und Hammett ihre Plots auf kleinsten Raum zur Entfaltung kommen ließen, hat hier die Handlung eine wesentlich größere Dimension, welche Kondor jedoch geschickt mit den Elementen des „Hardboileds“ zu mischen weiß. Zsigmond begegnet uns als ein rauher, unrasierter Einzelgänger mit Schlapphut und hochgeklappten Kragen, der die Konfrontation nicht scheut und den eigenen Instinkt gegebenenfalls auch über die Grenzen der Gesetze stellt. Die beinahe schon obligatorische glühende Zigarette im Mund darf da natürlich ebenfalls nicht fehlen. In Krisztina hat er eine Lebensgefährtin an seiner Seite, die, ganz genretypisch, vor allem durch Skepsis und Dauerkritik auffällt und dennoch den einzigen wunden Punkt in Zsigmonds rauher Schale darstellt. Als leicht verwirrter Mentor dient ihm schließlich Großvater Mór, dessen Vergangenheit, abgesehen von seiner Tätigkeit als Mediziner, weitestgehend im Dunkeln bleibt und der seinem Enkel sachdienliche und moralische Hinweise sowie frisch zubereitete Marmelade zukommen lässt. Mórs Freude am Einmachen ist einer der wenigen Punkte des Romans, die nicht so recht in das Gesamtgefüge passen wollen. Möglich, dass im gesellschaftlichen Leben oder gar in der Historie Ungarns Konfitüren eine größere Rollen spielten und dort dieser Wink verstanden wird. Beim deutschen Leser bleibt ein unverständiges Kopfschütteln. Überhaupt ist die Ausarbeitung der Charaktere der vielleicht größte Kritikpunkt, denn von seiner Hauptfigur abgesehen, agiert der Rest der Besetzung seltsam leblos, wobei doch Möglichkeiten und Potenzial für viel mehr vorhanden gewesen wäre. Die Handlung selbst liest sich mehr als stimmig und ist im verregneten, düsteren Budapest perfekt angesiedelt (Allein ein Stadtplan hätte dem Buch gut getan). Wenn Zsigmond mit einem alten Opel übers Kopfsteinpflaster brettert, in schattigen Hauseingängen die Zigarettenglut aufleuchtet und vermummte Schläger ihr Stelldichein geben, kommt ordentlich Stimmung auf. Kondor hat hier ein äußerst atmosphärisches und vor allem glaubwürdiges Sittengemälde des Ungarns der 30er Jahre gezeichnet, ohne dieses historisch zu überfrachten. Dabei deutet der Autor die Entwicklung von Faschismus und Antisemitismus äußerst geschickt und nicht selten auf erschreckende Art und Weise an, was dem insgesamt doch sonst eher übersichtlichen Plot einen vorher nicht zu erwartenden Tiefgang verleiht. In Punkto Spannung ist „Der leise Tod“ dann ein reinrassiger „Noir“. Das Buch lebt vom Kitzel, von der unheilvollen Atmosphäre. Größere Actioneinlagen oder Aha-Höhepunkte sucht man hier ebenso vergebens wie Ausbrüche expliziter Gewalt. Dafür überzeugt das Buch mit gestochener Schärfe und knapper, prägnanter Sprache (Lob an den Übersetzer). Kondor beschränkt sich auf das Wesentliche, schreibt quasi „fettreduziert“. Kein Wort, kein Satz ist zu viel. In dieser Hinsicht tritt er sichtlich das Erbe der „Hardboiled“-Größen Chandler und Hammett an. Deren stilistische Geschliffenheit und literarische Leichtigkeit lässt er dann aber (noch) vermissen. Insgesamt ist „Der leise Tod“ ein beachtenswertes, aber sicherlich auch wenig massenkompatibles Debüt, das es bei dem derzeitigen Überschuss an vielfach beworbenen Kriminalromanen wohl ziemlich schwer haben wird. Möge diese Rezension dazu beitragen, dass der Titel die vollends verdiente Aufmerksamkeit und den ein oder anderen Leser mehr erhält.

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