Vince Ebert

 3,9 Sterne bei 231 Bewertungen
Autorenbild von Vince Ebert (©)

Lebenslauf von Vince Ebert

Vince Ebert, Jahrgang 1968, studierte Physik in Würzburg. Nach dem Studium arbeitete er in einer Unternehmensberatung und in der Marktforschung, bevor er 1998 seine Karriere als Kabarettist begann. Er ist bekannt aus TV-Sendungen wie Mitternachtsspitzen, Ottis Schlachthof, dem Quatsch Comedy Club und TV Total. Sein Anliegen: die Vermittlung wissenschaftlicher Zusammenhänge mit den Gesetzen des Humors. Mit seinem Programm "Physik ist sexy" (2004) machte er sich einen Namen als Wissenschaftskabarettist, der mit Wortwitz und Komik sowohl Laien als auch naturwissenschaftliches Fachpublikum unterhält.

Alle Bücher von Vince Ebert

Cover des Buches Machen Sie sich frei! (ISBN: 9783499626517)

Machen Sie sich frei!

 (25)
Erschienen am 01.09.2011
Cover des Buches Unberechenbar (ISBN: 9783499631122)

Unberechenbar

 (7)
Erschienen am 26.02.2016
Cover des Buches Bleiben Sie neugierig! (ISBN: 9783499630439)

Bleiben Sie neugierig!

 (8)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Broadway statt Jakobsweg (ISBN: 9783423349901)

Broadway statt Jakobsweg

 (1)
Erschienen am 10.09.2020
Cover des Buches Broadway statt Jakobsweg (ISBN: 9783548062723)

Broadway statt Jakobsweg

 (0)
Erschienen am 31.08.2020

Neue Rezensionen zu Vince Ebert

Cover des Buches Machen Sie sich frei! (ISBN: 9783867178709)pardens avatar

Rezension zu "Machen Sie sich frei!" von Vince Ebert

Weder witzig noch lehrreich...
pardenvor 8 Monaten

WEDER WITZIG NOCH LEHRREICH...

Sind die Gedanken wirklich frei, oder ist das nur ein Volkslied? Und wie frei sind dann Volksmusiker? Alle sehnen sich danach, frei zu sein: Mücken fliegen gegen Fensterscheiben, Steuerfachangestellte kaufen sich eine Harley-Davidson, … Aber lohnt sich Freiheit überhaupt? Die Griechen haben sie erfunden und sind heute pleite!

Dieser Klappentext reicht m.E. aus um darzustellen, auf welchem Niveau sich dieses aufgezeichnete Bühnenprogramm bewegt. Billige und lahme Kalauer, die größtenteils nicht zünden und bei denen die anschließende Pause, in der der Vortragende offensichtlich auf eine Reaktion des Publikums wartet, einfach nur peinlich ist. Noch peinlicher, wenn dann hilflos-trotzige Sätze kommen wie: 'Ich fand den gut!'

Wenn schon nicht witzig, hätte das ganze dann ja wenigstens irgendwie lehrreich sein können? Mitnichten. Punktuell angedeutete Ergebnisse der Hirnforschung beispielsweise werden nicht bis zum Ende ausgeführt, so dass man letztlich nicht wirklich erfährt, was dahinter steckt. Und auch sonst bedient sich Vince Ebert eher altbekannter Plattitüden und versucht dabei krampfhaft, einen Witz drumrum zu basteln. 

Zudem entstand bei mir oftmals der Eindruck einer Meinungsmache - Herr Ebert macht beispielsweise keinen Hehl daraus, dass er von der Debatte um den Klimawandel nichts hält, alles nur Augenwischerei und ebenso übertrieben wie heuchlerisch und wirkungslos. Klar, Meinungsfreiheit und so. Doch da erwarte ich statt bloßer Behauptungen auch nachvollziehbare HIntergründe. So hat das was von Stammtischparolen, auf die ich mehr als gut verzichten kann.

Dass Wissenschaft und Humor sich gut vereinbaren lassen, beweist auf intelligente und unterhaltsame Art Eckart von Hirschhausen - der mit Vince Ebert auch befreundet zu sein scheint. Doch während der eine bundesligareif auf der Bühne performt, ist bei dem anderen die behauptete Sportart kaum zu erkennen: allenfalls Altherrenmannschaft auf der Auswechselbank. Fast könnte man Mitleid bekommen, und tatsächlich wirkt der spärliche und nur gelegentliche Applaus des Publikums als ebensolche Geste.

Der Vortrag: ein dröger Monolog. Der Humor: seicht, flach und viel zu oft auf Kosten von bestimmten Bevölkerungsgruppen (gerne: Hausfrauen) oder auch von Personen des öffentlichen Interesses. Beispielsweise zu behaupten, dass Barack Obama aufgrund seines wenig cowboyhaften Auftretens im Grunde der erste weibliche Präsident der USA (gewesen) sei, ähm, hahaha, ich lach mich tot. Das Spiel mit dem Publikum: gegen Null. Die Zuschauer taten mir nur leid, denn immerhin hatten sie für den Auftritt auch noch bezahlt - ich konnte mir das Hörbuch glücklicherweise leihen und muss mich nicht noch ärgern, Geld dafür verschwendet zu haben. Lediglich 2 Stunden und 14 Minuten meiner Lebenszeit. Definitiv zu viel.

Vince Ebert hat Fans. Die seien ihm gegönnt. Ich gehöre definitiv nicht dazu...


© Parden

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Cover des Buches Denken Sie selbst! (ISBN: 9783867178723)pardens avatar

Rezension zu "Denken Sie selbst!" von Vince Ebert

Wissenschaftliches humorvoll verpackt...
pardenvor 8 Monaten

WISSENSCHAFTLICHES HUMORVOLL VERPACKT...

Was passiert im Kopf von Verliebten? Spielt das Klima verrückt oder die Klimaforscher? Was halten Vegetarier von fleischfressenden Pflanzen? Und was läuft im Kopf von Esoterikern schief? Der Mensch kann nichts besser als Denken, das ist seine evolutionäre Nische — aber nicht jeder Gedanke ist automatisch auch ein kluger. Der Lottospieler denkt: „Die Chance auf sechs Richtige beträgt 1:14 Millionen — es könnte mich treffen!” Der Raucher dagegen: „Die Chance für Lungenkrebs beträgt 1:1000 — warum sollte es ausgerechnet mich treffen?” Ein lustiges Plädoyer für das Denken und eine Abrechnung mit großer Klappe, dummem Gequatsche und nervigem Zweidrittelwissen! 

Als Hörer der aufgezeichneten Bühnenshow erfährt man hier einiges über die einzenlen Hirnareale, das Denken und Fühlen des Menschen - und die teilweise abstrusen Folgen desselben. Vince Ebert gelingt es durchaus, Wissenschaftliches humorvoll zu verpacken, wie auch die Reaktion des Publikums beweist. Was mir allerdings nie - und so auch hier nicht - gefällt, ist wenn der Humor gegen bestimmte Personen des öffentlichen Lebens gerichtet ist. Das ist für mich billig und geschmacklos.

Eckart von Hirschhausen unterstützt seinen Bühnen-Kollegen, indem er ihn zu Beginn einführt und am Ende selbst einen kurzen Auszug aus seinem Buch 'Glück kommt selten allein' liest. Eine nette Geste, die für mich allerdings nach hinten losgeht. Denn für mich ist sowohl der Humor Eckart von Hirschhausens der zündendere als auch der Vortrag an sich. Vince Ebert atmet beispielsweise ständig derart aufdringlich ein, dass ich mich oft mehr darauf konzentrierte als auf den nächsten Gag. 

Alles in allem: durchaus intelligenter Humor, der stellenweise zündet, teilweise aber eben auch nicht. Jedenfalls bei mir...


© Parden

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Cover des Buches Broadway statt Jakobsweg (ISBN: 9783423438285)Jashrins avatar

Rezension zu "Broadway statt Jakobsweg" von Vince Ebert

An american dream
Jashrinvor einem Jahr

Eine Auszeit in einem abgelegenen Shaolin-Kloster? Oder auf einer Pilgerreise zu sich selbst finden? Nicht mit Vince Ebert. Statt es einmal ruhiger angehen zu lassen, zieht es ihn gemeinsam mit seiner Frau nach New York. Durch Corona wurden zwar aus dem geplanten Jahr nur einige Monate, aber die hatten es in sich und haben Vince Eberts Sicht auf das Ein oder Andere grundlegend verändert.

Ich habe Vince Ebert - seines Zeichens Comedian und Physiker - vor einigen Jahren live erlebt und war sehr gespannt, was mich in seinem neuen Buch erwartet. Ich habe es als äußerst kurzweiliges Hörbuch im Auto gehört. Vince Ebert schildert, weshalb es ihn nach New York zog, was passiert, wenn amerikanisches und deutsches Denken aufeinanderprallen und inwiefern ihn sein Aufenthalt in New York verändert hat.

Auch wenn es sich bei dem Hörbuch um einen Bericht seiner Zeit in den USA handelt und nicht um eines seiner Bühnenprogramme, so geht das Vince Ebert natürlich nicht ohne ein gewisses Maß an Witz. Mehr als einmal musste ich sehr schmunzeln, vor allem als es um so einfache Dinge ging wie Duscharmaturen oder Heizungsthermostate. Für uns ganz alltägliche Dinge, in den USA sieht der Standard allerdings vielfach anders aus, wie Vince Ebert auf seine unnachahmliche Art erzählt.

Es sind allerdings zwei völlig unterschiedliche Dinge, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Zum einen, dass Vince Ebert und seine Frau vor ihrer Abreise nach New York tatsächlich ihr Haus in Frankfurt verkauft haben (wie kann man nur?!) und- wenn man seinen Worten Glauben schenkt – die Entscheidung auch nach der Corona bedingten, übereilten Rückkehr nach Europa nicht wirklich bereut haben. Ganz nach dem Motto: weniger (Ballast) ist mehr.

Der zweite Punkt findet sich ganz am Ende der CD. Als besonderen Bonus gibt es zu Schluss noch einen kurzen Auszug aus Vince Eberts Programm Sexy Science, mit dem er auf amerikanischen Bühnen unterwegs war. Dort erzählt er, dass er keine Kinder hat, aber wenn dem so wäre, dann hätte er am liebsten Zwillinge. Die könne er dann perfekt in eine Testgruppe und eine Kontrollgruppe einteilen…

Insgesamt hat mir das von Vince Ebert selbst eingelesene Hörbuch sehr gefallen. Es war amüsant, informativ und ich hoffe, dass ich ihn irgendwann einmal erneut auf der Bühne erleben darf. Wenn ich  einen Kritikpunkt benennen müsste, dann fiele mir nur ein, dass das Hörbuch mit etwa 70 Minuten recht kurz ist und dass ich mich auch sehr über eine ungekürzte Lesung seines Buches freuen würde.

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Zusätzliche Informationen

Vince Ebert wurde am 23. Mai 1968 in Deutschland geboren.

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