Vince Vawter

 4.3 Sterne bei 39 Bewertungen

Lebenslauf von Vince Vawter

Vince Vawter wurde in Memphis, Tennessee (USA), geboren und arbeitete über vierzig Jahre als Redakteur und Herausgeber verschiedener Zeitungen. Der Autor bezeichnet sich selbst als Stotterexperten, und "Wörter auf Papier" enthält viel von seiner eigenen Geschichte. Vince Vawter lebt mit seiner Frau auf einer kleinen Farm am Fuße der Great Smoky Mountains in Tennessee.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Vince Vawter

Cover des Buches Wörter auf Papier9783551560018

Wörter auf Papier

 (39)
Erschienen am 21.10.2014
Cover des Buches Paperboy9780307931511

Paperboy

 (0)
Erschienen am 10.04.2014

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Rezension zu "Wörter auf Papier" von Vince Vawter

Ein bezauberndes Kinder- und Jugendbuch
Becky_Bloomwoodvor 3 Monaten

Du wirst eine Stimme finden, vielleicht nicht die Stimme, die du dir aussuchen würdest, aber sie wird dir gute Dienste leisten.

Der elfjährige Victor steht im Sommer 1959 vor einer großen Herausforderung – er übernimmt vertretungsweise die Zeitungsroute seines besten Freundes. Einer Aufgabe, der Victor teils freudig, teils voller Angst entgegenblickt. Freudig, da er endlich eine Aufgabe erhält, für die er allein verantwortlich ist. Ängstlich, da Victor mit Fremden sprechen muss und sprechen ist für ihn eine Herausforderung. Er kann kaum ein Wort sagen, ohne zu stottern, nicht einmal seinen eigenen Namen bringt er hervor. Dennoch muss Victor jeden Freitag das Zeitungsgeld kassieren, Worte sind dafür unumgänglich. Für den Jungen wird dieser Sommer unvergesslich. Nicht nur wird er in viele schöne, aber auch schmerzhafte Situationen gestoßen und wird mit Rassenkonflikten konfrontiert; er trifft auch auf einen pensionierten Seefahrer der Handelsmarine, der Victor mit seiner ganz besonderen Art bei seinen Sprachproblemen unterstützt. Und am Ende kann Victor sagen: Bin ich vom Stottern geheilt? Nein. Habe ich es besiegt? Ja.

Diese Worte sagt Victor nicht selbst, vielmehr nutzt der Autor Vince Vawter sie in seinem Nachwort und meint damit sich selbst! Denn Vince Vawter hat in Wörter auf Papier viel von seiner eigenen Biographie einfließen lassen. Auch er hatte und hat mit dem Stottern zu kämpfen und bringt uns dieses Thema durch diese wunderbare Geschichte nahe. Als sein Sprachrohr hat Vince Vawter einen sensiblen Jungen gewählt, der mir schon nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen ist.

Wörter in der Luft verwehen, kaum dass man sie gesagt hat, aber Wörter auf Papier bleiben für immer.

In dem heißen Sommer 1959 wird Victor viel über sich und seine Mitmenschen herausfinden. Er entdeckt ein Familiengeheimnis, trifft auf gute und weniger gute Menschen und hegt das erste Mal Gefühle für ein weibliches Wesen, der schönen Mrs. Worthington, die einsam trinkend auf ihrer Veranda sitzt, einen lauten Ehemann hat und zwischendurch Besuch von ihrem „Cousin“ bekommt.

Mrs Worthington und ihre roten Haare. Das war mein Gedankennachtisch.

Gedanken macht sich Victor aber auch über die Rassentrennung, die nicht nur in seiner Heimatstadt Memphis allgegenwärtig ist. Seine schwarze Nanny, die er Mam nennt, darf z. B. nur hinten im Bus sitzen und nur an bestimmten Tagen ist es ihr erlaubt, mit ihm in den Zoo zu gehen. Oft fragt er seine Nanny, ob sie nicht wütend darüber ist, doch Mam sagt, so wären die Regeln. Das würde nicht bedeutet, dass sie richtig sind, aber es gibt sie nun einmal. Victor versteht das alles nicht und bezeichnet diese Drangsalierungen offen, wie es nur Kinder können, als „noch mehr alberne Erwachsenenregeln.“

Fazit: Wörter auf Papier ist ein ganz bezauberndes Kinder- und Jugendbuch über einen Jungen, der sein Stottern besiegt. Doch auch Themen wie Freundschaft, Familie und Rassenkonflikte finden in Vince Vawters Debüt Platz. Ein Buch, das Kinder und Erwachsene gleichsam begeistern wird.

(Königskind 9 von 42)

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Rezension zu "Wörter auf Papier" von Vince Vawter

Wörter auf Papier
Bibliomaniavor 4 Monaten

Mit „Wörter auf Papier“ ist dem Autor Vince Vawter ein großartiger Roman zum Thema Stottern gelungen. Vielleicht ist es so authentisch, weil es zu großen Teilen autobiografisch ist und der Autor ganz genau weiß, wovon er schreibt, aber er hat auch einen klugen Kopf erschaffen, der mir sofort sympathisch war. Victor ist 11 Jahre alt und der beste Werfer von Memphis. Wegen seines Stotterns ist er oft der Außenseiter und wird gemieden und gemobbt. Aber er hat auch einen sehr guten Freund namens Rat, der eigentlich Arthur heißt. Für ihn übernimmt er in dessen Abwesenheit das Zeitungsaustragen. Jeden Freitag allerdings muss sich Victor einer für ihn sehr großen Herausforderung stellen: er geht das Geld der Abonnenten einsammeln und das, obwohl er ein sehr starker Stotterer ist und in ungewohnten Situationen nervös wird und noch mehr stottert. Was Victor dann allerdings an Bekanntschaften schließt und erfährt, hilft ihm mit dieser Situation besser umzugehen.

Ein wirklich tolles Buch, das nahe geht. Ein Junge, dem man helfen möchte und es doch kaum kann. Ein mutiges Buch, das einen Großteil der eigenen Geschichte des Autoren beinhaltet und dadurch noch näher geht. Ich kann mir gut vorstellen, wie fies und gemein andere Kinder sind und wie überfordert Erwachsene. Stotterer haben es sicher nicht sehr leicht und dieser Roman hilft dieses Sprachproblem ein wenig besser zu verstehen.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und muss mal wieder feststellen, wie großartig doch die Bücher aus dem Königskinder Verlag sind. Auch wenn es immer gesellschaftskritische Geschichten sind, was ich umso besser finde, habe ich aus diesem Verlag noch nichts gelesen, was mir nicht sehr gut gefallen hätte. Wirklich schade, dass da nicht mehr kommt.

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Rezension zu "Wörter auf Papier" von Vince Vawter

Wörter auf Papier von Vince Vawter
Krimifee86vor 4 Monaten

Victor ist ein toller Junge mit einem riesen Problem: Er stottert. Die Worte wollen einfach nicht richtig aus seinem Mund heraus kommen und obwohl er sich viele Strategien zurecht gelegt hat, bestimmte Worte zu umgehen, scheint es alles nichts zu nützen. Als sein bester Freund in den Sommerferien in den Urlaub fährt, bietet Victor ihm an, seine Zeitungsrunde zu übernehmen. Das bedeutet, dass er auch kassieren muss. Und mit den Leuten reden. Und seine Ängste überwinden. 


Mir hat „Wörter auf Papier“ okay gefallen. Es ist inhaltlich ein typisches Königskind, eine besondere Geschichte, eine andere Geschichte, die Mut macht und die sagt, dass es okay ist, anders zu sein. Aber es ist auch eine Geschichte bei der leider nicht so viel aufregendes passiert und das was passiert ist dann leider ein wenig unglaubwürdig. Schade fand ich auch, dass der Autor jedenfalls aus meiner Sicht ein wenig zu viel wollte. Die Geschichte spielt in den 60er Jahren und prompt musste der Autor unbedingt noch die Rassenkonflikte mit rein nehmen, aber irgendwie nicht konsequent und irgendwie komisch unterschwellig. Für mich war das zu viel – er hätte sich einfach auf Victor und dessen Problem konzentrieren sollen. 

Nichtsdestotrotz, die Geschichte ließ sich gut lesen, ich mochte Victor und ich habe Mr. Spiro geliebt von dem es sehr gerne mehr hätte sein dürfen. Dafür gibt es sieben von zehn Punkten.


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