Vince Vawter Wörter auf Papier

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Inhaltsangabe zu „Wörter auf Papier“ von Vince Vawter

Victor ist der beste Werfer von ganz Memphis. Nicht nur beim Baseball. Jede Zeitung, die er austrägt, landet perfekt auf der Veranda. Doch wenn Victor an Freitag denkt, wird ihm mulmig zu Mute. Dann muss er das Geld bei den Abonnenten einsammeln. Und das, wo er so sehr stottert, dass er kaum zwei Wörter hintereinander herausbringt. Der heiße Sommer 1959 bringt die seltsamsten Begegnungen mit sich. Da ist Mrs Worthington, die Kummer hat; der Fernsehjunge, der nie rauszugehen scheint; und der weise Mr Spiro, der Victor einen stotternden Dichter nennt.

Ein wundervolles Buch, das die Geschichte eines besonderen Jungen erzählt - berührend und einfach schön.

— -nicole-

Ein ungewöhnlicher Junge, ein ungewöhnlicher Sommer, eine ungewöhnliche Sprache. Ein schönes Buch!

— Vucha

Welch ein wunderbares Buch!

— Eori

Wirklich süße Geschichte für zwischendurch.

— leyax

Viel mehr als ich erwartet hatte. Sehr gute Story mit einem tollen Hauptcharakter. Kann ich nur empfehlen.

— Brine

Tolle Story mit grandioser Tiefe und Charakteren! Hat mir richtig gut gefallen *_*

— Alina97

Erzählt von einem gewinnenden Helden, erobert diese Geschichte das Leserherz im Sturm - und vermittelt nachhaltig in puncto Toleranz.

— Krinkelkroken

Ein absolut liebenswerter Junge stellt sich einer großen Herausforderung - nicht nur für Kinder empfehlenswert

— LaLecture

Wunderbares Buch über die Menschen, die so viel zu sagen haben, es aber leider nicht können.

— VanaVanille

Eines dieser Kinder- und Jugendbücher, die sich in dein Herz schleichen und darin bleiben.

— milkshakee

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  • Ein wundervolles Buch mit einer sympathischen Haupfigur

    Wörter auf Papier

    -nicole-

    16. October 2017 um 11:53

    Ein elfjähriger Junge und seine beeindruckenden "Wörter auf Papier"...Memphis, im Jahr 1959: Der elfjährige Victor übernimmt in diesem Sommer für einige Zeit den Job seines Freundes und trägt Zeitungen aus. Da er ein hervorragender Werfer beim Baseball ist (wenn nicht sogar der beste), landet auch jede Zeitung perfekt auf der Veranda. Doch dann kommt der Freitag, vor dem Victor jedes Mal ein mulmiges Gefühl beschleicht - dann ist Zahltag und er muss von jedem Abonnenten das Geld einsammeln. Das bedeutet auch mit den Leuten zu sprechen. Für Victor jedes Mal eine Überwindung, da er stottert und es ihm schwerfällt, mehrere Wörter hintereinander fehlerfrei auszusprechen. Auch wenn alles andere als leicht ist - Victor stellt sich jeder Situation. Doch der Sommer hält noch einige Überraschungen bereit und vieles wird anders als erwartet..."Ich komme wahrscheinlich schneller als andere Kinder über Sachen weg, die wehtun. Ich habe auch keine andere Wahl, weil mein Stottern mir schließlich an jedem Tag so oft wehtut." Seite 121Wörter auf Papier ist ein besonderer Roman - es gehört zu jenen Büchern, bei denen einem die Hauptfigur sofort ans Herz wächst. Hier ist es der elfjährige Victor, ein schlauer und hilfsbereiter Junge, dem aber eine Sache in seinem Leben zu schaffen macht: Das Stottern. Und so fällt es ihm leichter, Wörter auf Papier zu bringen, als die auszusprechen. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive geschrieben - Victor erzählt seine Geschichte selbst und berichtet über die vielen Geschehnisse im Sommer 1958, in dem Einiges passiert ist. Bemerkenswert ist, wie er sich immer wieder kleine Hilfen zurecht legt um seine Sprachbarriere zu überwinden, er kennt jeden noch so kleinen Trick. Auch wenn es nicht immer funktioniert, bleibt Victor tapfer. Er beweist hier, wie er alles schaffen kann. Am besten haben mir hier seine Gespräche mit Mr. Spiro gefallen - schön geschrieben und sehr interessant zu verfolgen. Zudem gibt es noch einige Überraschungen, die leider nicht immer positiv für den Jungen ausfallen...Dieses Buch hat sogar leicht biographische Züge, wie der der Autor am Ende des Romans erzählt. Hier berichtet er zudem noch kurz, wie es ihm in seinem Leben mit dem Stottern ergangen ist.Das Cover ist einfach schön - Buchtitel und Autorenname werden schlicht mit Schreibmaschinentasten vor schwarzem Hintergrund dargestellt. Es passt perfekt zur Geschichte."Hätte mich jemand stotternder Junge oder stotternder Sechstklässler oder stotternder Pitcher genannt, hätte ich mir wahrscheinlich irgendwas geschnappt und demjenigen über den Schädel gehauen. Aber in Verbindung mit Dichter klang Stottern zum ersten Mal in meinem Leben gut." - Seite 146Mein Fazit: Wörter auf Papier ist genau das, was ich erwartet habe - ein besonderes Buch, das eine berührende Geschichte erzählt. Schön geschrieben mit einer sympathischen Hauptfigur, die einige Hürden in seinem noch so jungen Leben meistern muss. Die Handlung birgt einige Überraschungen - mal schön und mal traurig. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen - ein wirkliches Lesehighlight.

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  • Eine sehr bewegende Geschichte ...

    Wörter auf Papier

    buecher_ueber_buecher

    20. January 2017 um 11:29

    Victor stottert. Für ihn mit seinen 11 Jahren ist es eine unüberwindbare Hürde. In diesem Sommer übernimmt er die Zeitungstour seines besten Freundes. Jedoch graust es ihm vor den Freitagen - den Tagen, an denen er das Zeitungsgeld einfordern muss. Dabei lernt er Mr Spiro kennen. Und nicht nur dieser Erwachsene wird ihn zum Nachdenken anregen... Eine interessante Zeit beginnt für Victor. Kann man das Stottern überhaupt überwinden ? Oder wie kann er sich so viel Wissen, wie es Mr Spiro besitzt, aneignen? Die Geschichte von Victor fasziniert mich. Mit seinen 11 Jahren denkt er schon ziemlich viel über das Leben nach. Außerdem ist er auf eine emotionale Weiße sehr stark. Im Verlauf der Geschichte erlebt er so einige "Schocks". Aber er bleibt stark. Egal ob es ihn selbst betrifft oder andere ... Er würde so gerne mehr helfen können. Das Buch spielt in Memphis um 1959. Eine starke Trennung zwischen den verschiedenen Hautfarben ist zu dieser Zeit an der Tagesordnung. Viktor fragt sich warum. Er kann einfach nicht verstehen, was sich die Erwachsenen da ausgedacht haben. Das hat mich total berührt. Gleich zu Anfang des Buches stellt Viktor klar, dass er von Kommas nichts hält. Im Verlauf des Buches verzichtet er deshalb auf einige Kommas und Anführungsstriche aber das ist mir nicht aufgefallen, weil Kommasetzung nicht gerade zu meinen Stärken gehört. Zum Schluss ein Zitat des Autors aus der Anmerkung : "Wörter auf Papier ist meine Geschichte, sicher mehr Autobiografie als Fiktion."

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  • Mein Jahreshighlight 2015

    Wörter auf Papier

    Krinkelkroken

    13. January 2016 um 12:15

    "Für einen Elfjährigen ist es besser, Schlange genannt zu werden als Schwachkopf." (S. 8) Der elfjährige Victor lebt in Memphis, wo er im Sommer 1959 das Zeitungsaustragen für seinen besten Freund übernimmt - oder besser das "Auswerfen", da er als brillanter Werfer im örtlichen Baseballteam gilt. Sorge bereitet ihm allerdings das wöchentliche Kassieren an den Haustüren, da ein Stotterleiden jedes Gespräch für ihn zum Albtraum macht. Durch seine Touren lernt Victor weise, liebevolle, hinterhältige, verzweifelte und bemitleidenswerte Menschen kennen. Er erlebt Diskriminierung, Rassentrennung, Armut und häusliche Gewalt, knüpft Freundschaften, sammelt erste erotische Erfahrungen, findet Mut, gerät in Gefahr, überwindet seine Schwächen, indem er seine Stärken entdeckt - und erlebt den Sommer seines Lebens.  Bildquelle: Carlsen Verlag Wie immer fällt eine Buchbesprechung besonders schwer, wenn einem das Buch besonders gut gefallen hat - es gäbe so viel zu loben und doch ist jedes Wort zuviel gesagt... Besonders bezaubernd  ist der stotternde Protagonist. Der Autor Vince Vawter verarbeitet in dieser Geschichte autobiographische Erfahrungen und schildert das Leiden Victors ohne Selbstmitleid und übertriebene Melancholie. Durch die glaubhafte personale Sichtweise des Jungen wird das Verständnis des Lesers gefördert und es werden äußerst hilfreiche Umgangsformen aufgezeigt. Vor allem der Prozess der Überwindung und die Tricks, die Victor anwendet, um einigermaßen gerade Sätze herauszubringen, wirken auf den Leser selbstironisch und anziehend.  Interessante Nebenfiguren und das Setting in den Südstaaten der 50er Jahre in der Zeit der Segregation heben Victors Geschichte auf eine überindividuelle Ebene. Thematisch vielschichtig und bewundernswert ernst und unaufgeregt neben aller Heiterkeit und allem Drama, ist Vawters Roman nicht nur ein ergreifendes Jugendbuch, sondern zugleich historischer Roman, Ratgeber und Sozialdrama. "Wörter auf Papier" zählt für mich zu den Büchern, die man nicht aus der Hand legen kann und dabei gleichzeitig den Moment fürchtet, an dem man es muss. Gerne hätte ich mehr Zeit mit Vince und seinen Mitmenschen verbracht - und ebenso froh bin ich, dass es sich um eine abgeschlossene Geschichte handelt. Auch Ingo Herzke gilt Dank, dessen Übersetzung keine Wünsche offen lässt. In der ZEIT zog Brigitte Jakobeit das Fazit: "Ein innen wie außen auffallend schönes Buch". - Dem möchte ich mich uneingeschränkt anschließen. Unbedingt lesen!

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  • Ein absolut liebenswerter Junge stellt sich einer großen Herausforderung - nicht nur für Kinder!

    Wörter auf Papier

    LaLecture

    11. October 2015 um 23:45

    Inhalt Beim Baseball ist Victor unschlagbar, doch wenn es darum geht, mit anderen Menschen zu reden, bleiben ihm oft die Worte im Hals stecken, denn bestimmte Laute wollen einfach nicht aus seinem Mund kommen, so sehr er sich auch bemüht. Victor stottert und so wird dieser Sommer eine Herausforderung für ihn, als er für einen Freund das Zeitungen austragen übernimmt - und jeden Freitag in der Nachbarschaft das Geld einsammeln muss. Doch diese vier Wochen werden für ihn wider Erwarten nicht nur zur Tortur, denn er lernt auch viele interessante Menschen kennen und vor allem einiges über sich selbst. Als Kind sollte man sich doch aussuchen dürfen, woran man denkt, und jedes Wort sagen können, das man will. -S. 173 Meinung Wäre es nicht in meinem Buchclub besprochen worden, wäre dieses Buch vermutlich völlig an mir vorbeigegangen, was definitiv ein großer Verlust gewesen wäre. "Wörter auf Papier" kann vermutlich eher als Kinderbuch bezeichnet werden, doch auch für ältere Leser kann ich die Lektüre nur empfehlen. Einer der beeindruckendsten Punkte des Buches ist für mich, wie es Vince Vawter gelingt, sich in einen elfjährigen Jungen - im Grunde sein elfjähriges Ich, denn der Roman ist quasi seine Autobiografie - hineinzuversetzen, sodass Victor dem Leser sehr authentisch vorkommt. Teilweise erinnerten seine Gedankengänge und vor allem die Fragen, die er sich stellt, mich auch an mich in etwa seinem Alter, und insgesamt ist er einfach unglaublich liebenswürdig, nicht nur, weil er einem wegen des Stotterns leidtut, sondern auch, weil er sehr intelligent ist, eine gute Beobachtungsgabe und ein gutes Herz hat. Seine Geschichte zu lesen macht einfach Spaß. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr authentisch gehalten: in einfachen Worten und Sätzen, aber gleichzeitig auch komplex genug, wie es für einen intelligenten, an geschriebener Sprache interessierten Jungen wie Victor passend ist. So lässt sich das Buch sehr leicht und schnell lesen. Gerade durch seine kindliche Ehrlichkeit und Direktheit findet Victor oft genau die richtigen Worte, um Situationen und Verhältnisse zu beschreiben, die selbst für Erwachsene überfordernd sein können - und zeigt gleichzeitig auch auf, wie absurd diese Probleme teilweise sind bzw. wie leicht sie sich lösen lassen könnten, aber auch, wie schwierig es für Kinder ist, mit bestimmten Themen umzugehen. Wörter in der Luft verwehen, kaum dass man sie gesagt hat, aber Wörter auf Papier bleiben für immer. - S. 284 Denn abgesehen von dem großen Thema des Stotterns, über das der Autor hier aus seinen eigenen Erfahrungen berichtet und das er so anschaulich beschreibt, dass man bei der Lektüre beinahe das Gefühl hat, selbst mit Victor zu stottern und mit ihm darunter zu leiden, werden in dem Buch am Rande auch noch andere ernste und wichtige Themen angesprochen, denen Victor begegnet, unter anderem Rassendiskriminierung und häusliche Gewalt. Dass diese aber nicht das Hauptthema des Buches bilden, erkennt man schon alleine daran, dass Victor längst nicht alles, was er sieht und hört, tatsächlich viel hinterfragt und dass vieles davon kam Ende des Buches auch nicht aufgeklärt wird. Gerade das ist aber teilweise auch sehr schade, da die angesprochenen Themen recht ernst sind und Kinder, die "Wörter auf Papier" lesen, eventuell sehr beschäftigen können, wobei sie mit ihren Fragen alleingelassen werden. Das wichtigste Thema bleibt das Stottern und wie der Autor das Ende des Buches dreht, sodass es befriedigend, gleichzeitig aber auch realistisch ist, ist bewundernswert. Es ist nie leicht eine spannende Geschichte über das Leben eines Menschen zu schreiben, ohne einen künstlich wirkenden Spannungsbogen einzubauen, dessen Ende einfach nur kitschig wirkt. Vince Vawter ist der Spagat zwischen interessanter und abwechslungsreicher Geschichte und Authentizität gelungen. Man verfolgt interessiert ein paar Wochen aus Victors Leben, hat am Ende aber auch das Gefühl, dass das Leben für ihn weitergeht und nicht einfach, wenn das Buch zugeklappt und zur Seite gelegt wird, zu Ende ist, weil gerade so bequem alle Probleme gelöst wurden. Letzteres ist nämlich nicht der Fall und gerade weil es so authentisch ist, hat mich das Ende zu Tränen gerührt, denn Victor lernt im Laufe der Wochen, die das Buch beschreibt, einiges über sich selbst, nicht zuletzt, dass er nicht alle Rätsel und Probleme in so kurzer Zeit lösen kann. Bin ich vom Stottern geheilt? Nein. Habe ich es besiegt? Ja. - S. 286 (Vince Vawter im Nachwort) Fazit "Wörter auf Papier" ist nicht nur mit seiner schlichten aber edlen Aufmachung ein Augenschmaus, sondern auch eine authentische und berührende Geschichte über einen absolut liebenswürdigen Jungen, der sich einer für ihn großen Herausforderung stellt und so viel wichtiges über das Leben lernt. Seine intelligenten Gedankengänge bieten dabei nicht nur für ihn sondern auch für Leser jeden Alters wunderbare Lektionen fürs Leben und rühren teilweise zu Tränen. Ein sehr ruhiges, aber absolut empfehlenswertes Buch, dem ich 4,5 Sterne gebe.

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  • Wörter auf Papier, besprochen von Götz Piesbergen

    Wörter auf Papier

    Splashbooks

    19. November 2014 um 09:42

    Stottern gehört mit zu den schlimmsten Sachen, die einem Menschen widerfahren können. Nicht in der Lage sein, Worte einanderzureihen, ohne darüber zu stolpern, muss schrecklich sein. Vince Vawters Protagonist in "Wörter auf Papier" hat dieses Problem. Und wie er damit umgeht, ist beeindruckend. Der Autor wurde in Memphis, Tenessee geboren. Über vierzig Jahre lang arbeitete er als Redakteur und Herausgeber für diverse Zeitungen, ehe er sich zur Ruhe setzte. "Wörter auf Papier" ist sein erster Roman und er selbst bezeichnet sich als Stotterexperten. Angeblich hat die Geschichte viel von seinem eigenen Leben. Memphis im Juli 1970: Auf dem Baseballplatz ist der Elfjährige Victor ein Ass. Er ist der beste Werfer seiner Altersgruppe. Niemand kann ihm was vormachen. Allerdings hat er ein Problem außerhalb des Platzes: Er ist ein starker Stotterer, der kaum in der Lage ist, zwei Wörter hintereinander herauszubringen, ohne über sie zu stolpern. Eines Tages bittet ihn ein Freund für einen Monat Urlaubsvertretung für ihn zu machen. Er soll Zeitungen austragen und am Freitag jeder Woche abkassieren. Für Victor ist das ein großes Problem. Doch dann lernt er während seiner Tour viele verschiedene Leute kennen, die sein Leben beeinflussen. Und am Ende des Sommers ist aus ihm ein anderer Junge geworden. "Wörter auf Papier" ist eine typische Geschichte des Älterwerdens. Vince Vawters Protagonist wird vor einer Art Prüfung gestellt, die ihn dazu bringt, reifer zu werden. Doch das soll kein Vorwurf sein. Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/20963/woerter_auf_papier

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  • Wer braucht schon Worte ... wenn er lachen kann

    Wörter auf Papier

    Fantasie_und_Träumerei

    18. November 2014 um 10:26

    "Als Kind sollte man sich doch aussuchen dürfen, woran man denkt, und jedes Wort sagen können, das man will. Für mich galt beides nicht." Ein 11-jähriger Junge der stottert ist ein Protagonist, der aus dem Leben gegriffen wurde. Aus dem Leben des Autors um genau zu sein, denn der hat als Kind selbst gestottert und weiß, wie es sich anfühlt Worte im Kopf zu tragen und sie nicht heraus zu bekommen. Der Name des Jungen bleibt uns bis zum Ende unbekannt, aber wir Leser wissen, er ist ein bisschen Vince Vawter und ein bisschen jedes Kind, das mir stottern kämpft. "Wenn der Trainer so was sagte, dann fühlte ich mich , als wäre ich wer und nicht bloß ein Junge, der nicht richtig sprechen kann." Zu stottern bedeutet jeden Tag ganz viel Mut aufbringen zu müssen. Jeder Tag stellt neue Herausforderungen Wörter zu finden, sie sich aussprechen lassen und Menschen, die geduldig sind. Besonders schwierig wird es, wenn man während der Abwesenheit des besten Freundes dessen Zeitungsroute übernimmt und völlig fremden Menschen verständlich machen muss, wer man ist und was man möchte. "Man könnte sagen, Maschine schreiben ist gemogelt, aber ich muss die Wörter auf Papier sehen, damit ich sicher sein kann, alles ist so passiert, wie sich mein Gehirn erinnert. Ich traue Wörtern auf Papier mehr als Wörtern in der Luft." Während dieser zwei besonderen Wochen seiner Ferien erkennt er, dass fast jeder Mensch auf irgendeine Art ein Geheimnis hat. Nicht nur die Personen, die auf seiner Zeitungsroute wohnen, sondern auch seine Eltern und das Kindermädchen Mam, das seine engste Bezugsperson ist. Jeder von ihnen hat seinen eigenen kleinen Kampf auszufechten und muss auf seine eigene Art mutig sein. Er lernt, wie sehr es sich lohnt hinter die Fassade zu schauen, weil es einfach in jedem Menschen unheimlich viel zu entdecken gibt. "s-s-s-s-Ich hab mehr Angst s-s-s-s-vor Wörtern als vor s-s-s-s-Löwen." Angesiedelt ist die Geschichte des Romans "Wörter auf Papier" im Jahr 1959. Nicht nur stottern, für das es zu diesem Zeitpunkt noch wenig Therapiemöglichkeiten gibt, ist ein Problem, sondern auch die Ausgrenzung farbiger Mitmenschen. Wie unverständlich es ist Menschen aufgrund ihres Aussehens oder einer Eigenart auszugrenzen, verdeutlicht Autor Vince Vawter auf sehr eindrucksvolle Art, indem er seinen Protagonisten ganz offen und auf unsanfte Weise mit diesen Themen konfrontiert. Seine Gefühle - sei es Bestürzung, sei es Wut oder Angst - sind so echt, so glaubwürdig, dass der Roman mit wenig Schnörkel und klaren Worten den Leser sehr stark berührt und zum Nachdenken anregt. "Kinder müssen manchmal kein Wort sprechen, weil sie alles mit einem Lächeln sagen können." Vince Vawter hat seine eigene Biografie, die sicher von vielen Ängsten und Hürden geprägt ist, zu einem Roman über Mut und Toleranz verarbeitet. Ein Protagonist, der ein Vorbild für Jung und Alt sein kann, weil er sich seinen Ängsten stellt, aber sich auch eingesteht, dass er welche hat und beweist, dass ein Mensch nicht auf eine Eigenschaft reduziert werden sollte. Ein Roman, der trotz der Sprechschwierigkeiten von Autor und Hauptfigur über ganz tolle Worte verfügt und sich eine Reihe von Geschichten einreiht, die ganz große Klasse sind und über Generationen ein Lesehighlight sind.

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  • "Wörter auf Papier bleiben für immer"

    Wörter auf Papier

    Zidisbuecherwelt

    06. November 2014 um 23:46

    Worum geht's? Victor ist ein Junge aus Memphis und ein begnadeter Werfer. Er spielt Baseball und trägt im Sommer für seinen Freund die Zeitungen aus. Auch dabei gelingt ihm so gut wie jeder Wurf. Doch wenn er an die Kassierrunde am Freitagnachmittag denkt, wird ihm mulmig zumute.... Während seiner Tätigkeit als Aushilfsbote lernt er so einige Leute kennen. Manche wollen ihm etwas Gutes, manche etwas Schlechtes... Meine Meinung: Dieses Buch war mal wieder ein Buch von der Sorte, die es einfach schafft, sich ins Herz zu schleichen! Victor ist ein unglaublich liebenswürdiger, schlauer und sympathischer Protagonist. Vince Vawter hat eine Geschichte geschrieben, die einen sowohl zum Lachen, als auch zum Weinen bringen kann. In der Zeit, in der Victor die Zeitungen austeilt, lernt er die verschiedensten Leute kennen. Diese unterschiedlichen Menschen haben alle ihre eigene Geschichte zu tragen, die der Autor sehr gut vermittelt. Beispielsweise begegnet Victor einem Jungen, der den ganzen Tag nur vor dem Fernseher sitzt, oder auch einen Mann, Mr. Spiro, der Victors Zeitungstour zu etwas ganz Besonderem macht.Im Buch gibt es neben Victor noch mehr Charaktere, die ich total ins Herz geschlossen habe. Einmal Mr. Spiro, der Victor hilft, mutiger zu werden und zu sich selbst zu finden. Mr. Spiro war genau die Art von Person, die Victor gebraucht hat. Er gibt ihm immer das Gefühl etwas Besonderes zu sein und nimmt ihn auch immer ernst und beantwortet seine zahlreichen Fragen auf die bestmögliche Art und Weise. Zudem ist da noch Victors Kindermädchen Mam. Die ganze Geschichte spielt in Memphis im Jahr 1959. Zu dieser Zeit gibt es immer noch die Rassenfeindlichkeit in den USA. Mam ist dunkelhäutig und hat mit diesen Feindlichkeiten zu kämpfen. Doch hier steht Victor ihr zur Seite, indem er immer wieder für sie einsteht und nicht versteht, warum sie zum Beispiel im Bus hinten sitzen sollte.Auf der anderen Seite ist Mam aber auch immer für Victor da. Sie weiß ganz genau, wenn ihn etwas bedrückt und kann sich sehr gut in ihn einfühlen. Obwohl sie so einen schweren Stand hat, kämpft sie für Victor und bringt sich sogar für ihn in Gefahr. Besonders spannend finde ich, dass der Autor mit diesem Buch seine eigene Geschichte erzählt, was das ganze Buch sehr authentisch und realistisch macht.Victors Entwicklung im Buch hat mich sehr berührt. Durch das Zeitungsaustragen wird er immer selbstsicherer und beginnt sich so zu akzeptieren wie er ist! Ich kann nur für dieses Buch schwärmen....  Vince Vater umschlingt einen mit seinen Wörtern und lässt einen gar nicht mehr los! Fazit:Ich kann euch das Buch nur wärmstens ans Herz legen und bin immer noch überwältigt von dieser traumhaften Geschichte rund um Victor! Ich habe jetzt immer noch ein Leselächeln auf den Lippen und werde es sicher noch lange behalten!!

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  • Einfach wunderschön

    Wörter auf Papier

    MeaLu

    06. November 2014 um 17:36

    Victor ist kein gewöhnlicher Junge. Da er stottert, lernt er die Welt mit ganz anderen Augen zu sehen, viel aufmerksamer und bewusster, was Sprache und Sprechen angeht. Er liebt die Sprache an  sich, doch er spricht nur wenn es nicht vermeidbar ist, da er so stark stottert. Er schreibt deshalb die Geschichte dieses Sommers auf einer Schreibmaschine auf, mit so viel Herz und Humor, dass es mir total unter die Haut ging. Für seinen Freund übernimmt er jedoch für einen Monat den Sommerjob als Zeitungsjunge und lernt dabei Mr Spiro kennen, einen sehr belesenen, weisen und herzlichen Matrosen. In ihm findet er endlich einen Gesprächspartner und Freund, der Victor unheimlich fasziniert und intellektuell anregt.  Freitags muss er bei den Leuten das Geld für die Zeitungen einkassieren, was natürlich immer die Gefahr mit sich bringt, dass er sprechen muss.  Mich hat es beeindruckt, wie mutig er diese, für ihn riesengrosse Herausforderung Woche für Woche gemeistert hat.  Seine Nanny spielt in der Geschichte eine wichtige Rolle und sie ist für mich eine wahnsinnig starke Frau, was sich in der Geschichte mit dem gelben Messer zeigt. Die Beziehung zwischen Victor und sie ist so so voller Herz, Vorsicht und Respekt, das hat mich wahnsinnig gerührt. Victor hat so ein feines Gespür für das Zwischenmenschliche, er sieht Begabungen und Glück mit ganz anderen Augen, als wir. Es hat mich auch traurig gemacht, wenn er wegen seines Stotternd ausgegrenzt oder unfair behandelt wurde. Ich habe so oft tränen in den Augen gehabt, wie er dann mit viel Herz und Ehrlichkeit die Sachen in Ordnung brachte, so wie es gehört. Ich kann das Buch nur allen empfehlen. Es ist echt ein grosses Juwel mit ganz viel Herz, Mut und feinem Humor!

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