Vincent Bugliosi , Curt Gentry Helter Skelter - Der Mordrausch des Charles Manson

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Inhaltsangabe zu „Helter Skelter - Der Mordrausch des Charles Manson“ von Vincent Bugliosi

Im Sommer 1969 erschüttert eine Reihe bestialischer Morde Los Angeles und die USA. Sharon Tate, die schwangere Ehefrau von Roman Polanski, ist eines der sieben Opfer. Vincent Bugliosi war Leitender Staatsanwalt in diesem spektakulären Fall. In seinem meisterhaft geschriebenen Buch berichtet er, wie es ihm in minutiöser Detektivarbeit gelang, Charles Manson und seine ihm blind ergebene Hippie-Kommune für das Massaker hinter Gitter zu bringen. Die akribischen Ermittlungen, der komplexe Prozess, die kranke Weltanschauung, die Manson seinen Anhängern einflößte ... all dies macht diesen atemberaubend spannenden Weltbestseller aus.

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  • Rezension zu "Helter Skelter - Der Mordrausch des Charles Manson" von Vincent T. Bugliosi

    Helter Skelter - Der Mordrausch des Charles Manson

    catiliane

    02. January 2013 um 19:36

    Kein Fall beschäftigt die Menschen bis heute noch so wie die Morde der Manson Family. Auch noch Jahrzehnte nach den Morden und dem Prozess ist Charles Manson für viele der Inbegriff des Bösen aber auch Kultfigur. Vincent Bugliosi war der verantwortliche Staatsanwalt im Prozess gegen Charles Manson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten. Wer, wenn nicht er, kann also ein Buch voller Informationen über Prozess, die Morde und die Täter schreiben. Ganze 750 Seiten dick ist „Helter Skelter“ und jede Seite ist informativ und zu keinem Punkt hatte ich das Gefühl ein Sachbuch zu lesen. Chronologisch wird der Leser durch das Geschehen geführt. Zu Beginn des Buches werden die Morde beschrieben. Grausam zugerichtete Menschen, die hingerichtet wurden von Verrückten. Dann werden die Ermittlungsarbeiten und die Fehler die während dieser unterliefen aufgearbeitet, bis es schließlich zu Manson selbst kommt und seinem kranken Gedankengut. Der Prozess nimmt im Buch natürlich auch einen großen Teil ein. Inhaltlich lässt sich zu dem Buch recht wenig sagen. Gut geschrieben ist es definitiv, aber man sollte sich bewusst sein, was man da eigentlich liest. Anders als sonst ist es nicht fiktiv, nein, diese Morde sind tatsächlich passiert. Charles Manson, der sich als Jesus Christus sieht, hat viele Menschen angelockt, in seinen Bann gezogen und manipuliert. Unschuldige Menschen mussten ihr Leben lassen und im Laufe des Buches wird auch schnell klar, dass es durchaus mehr als „nur“ 7 Morde gab. Weltweit zählt dieser Fall nach wie vor zu den schlimmsten und das obwohl mittlerweile fast tagtäglich Morde begangen werden bei denen mehr Menschen umgebracht werden. Was wohl fasziniert und abschreckt, ist, dass Charles Manson es geschafft hat, Menschen soweit zu beeinflussen, dass sie selbst ihre Familien umgebracht hätten, nur um seinen Idealen zu entsprechen. Und natürlich war dieser Fall der erste, bei dem die Presse sich aktiv beteiligte und somit auch den Prozess verzerrte und stellenweise falsche Tatsachen berichtete. Spannend bis zur letzten Seite und eben nicht wie viele andere Publikation verfälscht und reißerisch geschrieben.

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  • Rezension zu "Helter Skelter - Der Mordrausch des Charles Manson" von Vincent T. Bugliosi

    Helter Skelter - Der Mordrausch des Charles Manson

    ErleseneBuecher

    Prozess, Manson & Wahnsinn Lange habe ich an diesem Buch gelesen. Ich konnte es leider nur in Etappen lesen, da es so vielschichtig, dicht und umfangreich ist. Ich musste zwischendurch immer mal Luft holen und alles Gelesene verdauen. Dieses Buch ist wirklich ein Meisterwerk über einen der spektakulärsten Prozesse in der Geschichte. Es ist sachlich und eher nüchtern geschrieben bzw. Bugliosi hat sich, obwohl er Ankläger war, meiner Meinung nach angenehm zurückgehalten und hat versucht einigermaßen neutral die Geschehnisse zu beschreiben und zu analysieren. Stück für Stück eröffnet das Buch einem die unglaubliche Wahrheit. Es geht nicht in meinen Kopf rein, wie Menschen zu so etwas fähig sind, sich so beeinflussen lassen und so krude Phantasien entwickeln. Welch kranker Kopf steckt dahinter! Fanszinierend ist auch, wie so ein Prozess vor Gericht (in Amerika) aufgebaut ist, was man alles beachten muss, welch gravierende Fehler passieren und vor allem hat mich geschockt, was man alles als Anwalt nicht anbringen darf, obwohl man Beweise oder Zeugen hat, aber dies durch irgendein Gesetz verboten wird, durch irgendwelche Präzendenzfälle. Wie unglaublich kompliziert! Leider war das auch ein wenig der Schwachpunkt. Es war sehr komplex, es gab unfassbar viele Namen und es passierte so viel, dass es anstrengend war alles im Kopf zusammenzuhalten. Insgesamt aber ein Werk, das gelesen werden sollte. Es ist spannend, fesselnd, wahr, unglaublich, interessant und wichtig. Vergesst nicht, trotz immer mal wieder aufkommenden Hype, welch monströse Taten und Ansichten Charles Manson vertritt! Bewertung: 5 von 5 Punkten

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  • Rezension zu "Helter Skelter - Der Mordrausch des Charles Manson" von Vincent T. Bugliosi

    Helter Skelter - Der Mordrausch des Charles Manson

    Babscha

    02. November 2010 um 22:47

    In den Nächten des 09. und 10. August 1969 werden insgesamt sieben Menschen, unter anderem die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau von Roman Polanski, in ihren Villen in den Hügeln über Los Angeles grausam umgebracht. Die Täter hinterlassen mit dem Blut ihrer Opfer an die Wände geschriebene Parolen wie „Tod den Schweinen“ und „Helter Skelter“. Ein Motiv für die unbegreiflichen Taten ist zunächst nicht erkennbar. Die Prominenz der Opfer löst einen gewaltigen weltweiten Medienhype und –nicht zu Unrecht- eine Panik unter den Schönen und Reichen Hollywoods aus, ggf. selbst der Nächste auf der Liste der Mörder zu sein. Die Bezirksstaatsanwaltschaft von L.A., vertreten durch Vincent Bugliosi, den Autor dieses Buches, arbeitet dem zu Folge rund um die Uhr gemeinsam mit der Polizei an dem Fall. Erste Spuren weisen bald zu einer Gruppe von Hippies, die auf einer abgelegenen Ranch im Death Valley haust und deren Mitglieder in der Vergangenheit bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Mit geradezu genialem Spürsinn gelingt es Bugliosi in zweijähriger akribischer Ermittlungsarbeit, oftmals gegen massive Widerstände und zusätzlich behindert durch Schlampereien in den eigenen Reihen, durch Zusammensetzen und Vernetzen tausender Puzzleteile dem Grauen ein Gesicht zu geben und zu guter Letzt ein bizarres, kaum glaubhaftes Motiv mit den erforderlichen Beweisen zu präsentieren, um hiermit die Verantwortlichen vor Gericht stellen und ihrer verdienten Strafe zuführen zu können. Bugliosi erzählt in seinem bereits 1974 geschriebenen, aber erst heute ins Deutsche übersetzten 750-seitigen Weltbestseller bis in feinste Verästelungen der Ermittlungsarbeit hinein den gesamten Verlauf eines der wohl spektakulärsten und medienwirksamsten Mordprozesse aller Zeiten und gewährt dem Leser damit tiefen Einblick in innerste Strukturen amerikanischer Polizeiarbeit und Rechtsprechung, die teils deutlich von hiesigen Abläufen und Rechtsnormen abweichen und streckenweise etwas befremdlich wirken. Die gesamten Begebenheiten sind im Buch über einzelne Kapitel von den eigentlichen Morden, der aufwendigen Spuren- und Beweissicherung u. Zeugenvernehmung, der Anklage der Verdächtigen, dem Mordprozess mit der Verurteilung der Angeklagten im Jahr 1971 und zuletzt einem erst 1994 geschriebenen interessanten Nachwort des Autors zur weiteren Entwicklung der Dinge nach Prozessende chronologisch stringent dargestellt. Der Autor zeichnet für Charles Manson das Bild eines Mannes, der sich vom erfolglosen Kleinkriminellen und Musiker, der die meiste Zeit seines Lebens im Knast verbracht hat, mit Anfang 30, beeinflusst durch das Weltbild von Scientology und einer Satanistenkirche, plötzlich zum Messias und einer selbsternannten Wiedergeburt Christi aufschwingt und es kraft seiner absolut charismatischen Autorität und seiner Brutalität schafft, Jünger beiderlei Geschlechts in seiner „Family“ um sich zu scharen, diese durch psychologische Techniken willenlos zu machen und dann für sein abstruses rechtsextremes Weltbild und als Mordwerkzeuge zu missbrauchen. Manson ging seinerzeit in völliger Verblendung davon aus, dass die Beatles ihm über die Texte ihres „White Album“, dass auch den Song „Helter Skelter“ enthält, verschlüsselte Botschaften zukommen ließen, nämlich dass sich sehr bald die schwarze gegen die weiße Rasse erheben und diese vollständig auslöschen werde. In der Gewissheit, sich mit seiner Family als Einziger rechtzeitig in die Wüste retten und dann später zum Alleinherrscher über die Schwarzen aufsteigen zu können, wollte Manson mit seinen hier verhandelten wie auch weiteren, unbewiesenen Morden, die er fast immer durch seine ihm blind ergebenen Mitglieder ausführen ließ und den Schwarzen in die Schuhe schieben wollte, letztlich den „Helter Skelter“ selbst etwas „beschleunigen“. Neben der Person Manson erhält der Leser tiefste und erschreckende Einblicke in die Biographien und die Geisteshaltung der rekrutierten , überwiegend weiblichen jungen Mitglieder der Family, allen voran der drei zusammen mit Manson aus den Morden von August 1969 angeklagten Mädchen, die sich samt und sonders als instabile, zumeist psychotische Charaktere mit einem Hang zu Gewalt und Hass auf die Gesellschaft allgemein darstellen. Der vergangenes Jahr 75 Jahre gewordene Manson, dem aus völlig unerklärlichen Gründen immer noch ein undefinierbarer „Kultstatus“ anhaftet und der es genau wie die anderen seinerzeitigen Angeklagten nur der zufälligen Abschaffung der Todesstrafe im Bundesstaat Kalifornien nach seiner Verurteilung zu verdanken hat, dass er noch lebt, hat es trotz wiederholter Gesuche bis heute nicht geschafft, seine Freilassung zu erwirken. Das weltweite Medieninteresse an seiner Person ist allerdings ungebrochen. Bugliosi hat mit seinem Werk ein gewaltiges, hochinteressantes und erstklassig aufbereitetes Dokument der amerikanischen Zeitgeschichte aus erster Hand geschrieben, das allerdings einen so nervenstarken wie –aufgrund des Umfangs- engagierten Leser erfordert und bei dem die sachlich-nüchterne Erzählweise des Autors wesentlich dazu beiträgt, zumindest die schlimmsten Schrecken der seinerzeitigen Geschehnisse überhaupt halbwegs erträglich zu machen. Der Bericht wird darüber hinaus mit diversen polizeilichen Original-Fotos und einer ausführlichen Legende aller Beteiligten plakativ unterstützt. Leseaspiranten seien noch eindringlich gebeten, sich bei diesem herausragenden Werk keinesfalls von dem reißerischen Buchtitel oder der eher misslungenen optischen Aufmachung (Blutflecken usw.) abschrecken zu lassen.

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