Die Reinheit des Todes

von Vincent Kliesch 
4,1 Sterne bei358 Bewertungen
Die Reinheit des Todes
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SomeBodys avatar

Ein wirklich fesselnder Thriller mit interessanten Figuren, ungemein spannendem Plot und einem Stil, der mich zügig durch die Seiten trieb.

L

Toller Auftakt der Trilogie

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Inhaltsangabe zu "Die Reinheit des Todes"

Die Kripo in Berlin wird bereits zumdritten mal zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen. Jedesmal hat der Täter die Wohnung gründlich gereinigt, die Leiche gewaschen und mit einem weißen Hemd bekleidet aufgebahrt. Und er hinterlässt keine Spuren. Die Polizei ist ratlos. Kommissar Quirin Meisner entschließt sich dazu, den außergewöhnlichen Ermittler Julius Kern hinzuzuziehen. Dieser jedoch hat noch mit den Folgen seines letzten Falles zu kämpfen. Kann es Kern gelingen den „Putzteufel“ zur Strecke zu bringen und gleichzeitig die eigenen Dämonen zu besiegen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442374922
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:317 Seiten
Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:10.05.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.10.2014 bei Random House Audio Editionen erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    j125s avatar
    j125vor einem Jahr
    Klasse Reihenauftakt

    Inhalt:
    Das LKA Berlin beschäftigt eine seltsame Mordserie. Die Opfer scheinen nichts gemeinsam zu haben. Sie haben verschiedenen Berufe, sind beiderlei Geschlechts und unterschiedlich alt. Die Leichen sind in weiße Hemden gekleidet und hübsch zurechtgemacht. Das Besondere? Die Wohnungen der Opfer wurden gründlich geputzt. Julius Kern soll den Putzteufel fassen, doch ist er wirklich der richtige dafür? Zwar kann er wie kein anderer das Böse lesen, aber nach einem grausamen Fall einige Jahre zuvor, ist er noch immer nicht wieder auf dem Damm.

    Meine Meinung:

    Bei diesem Thriller stimmte für mich alles. Julius Kern ist ein sympathischer Charakter, auch wenn er die schon fast obligatorischen Laster eines Mordermittlers hat. Er versteht es, sich in die Gedanken der irren Typen hineinzuversetzen, was durchaus beeindruckend ist.

    Die Handlung ist ebenfalls spannend, auch wenn relativ schnell aufgedeckt wird, wer der Täter ist. Das ist im Grunde das einzige Manko. Dennoch blieb bei mir der dringende Wunsch weiterlesen zu wollen, weil hier zwei Geschichten parallel erzählt werden. Einerseits geht es darum den aktuellen Fall zu lösen und den Putzteufel zu fassen, andererseits erfährt man nach und nach was Kern so aus der Bahn geworfen hat. Der eine Fall ist weniger brutal, dafür geht es eher um den Geisteszustand des Täters. Der andere Fall ist umso brutaler. Eine interessante Mischung.

    Fazit:
    Ein spannender Reihenauftakt, der mich vollkommen überzeugen konnte. Wer einen sehr schwachen Magen hat, sollte vielleicht nicht zu der Reihe greifen, aber es ist auch definitiv nicht mit einem Veit Etzold zu vergleichen.

    Reihe fortsetzen?
    Unbedingt. Leider gibt es die Folgebände nicht mehr neu zu kaufen ☹

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    TheSilencers avatar
    TheSilencervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Vielschichtig, hart, blutig - sehr gut
    Besser als Fitzek

    Julius Kern wird von seinem ehemaligen Kommissariat in Berlin gebeten, dortige Ermittlungen zu unterstützen.

    Mit wenig Begeisterung sagt er zu. Zu sehr hängt ihm der Mißerfolg nach, einen mehrfachen Mörder zwar gestellt zu haben, doch vor Gericht wegen fehlender Beweise gescheitert zu sein. Das war auch der Grund, Dienst- und Wohnort nach Potsdam zu verlegen.

    Während Kollegen tuscheln und seine von ihm getrennt lebende Ehefrau wieder zaghafte Bande knüpft, steckt er plötzlich mittendrin in der Recherche: ein Mörder bringt seine Opfer um, wäscht sie, bekleidet sie mit einem weißen Hemd und putzt die Wohnung - klinisch rein. Keine Spuren, keine Zeugen, als wäre er kein menschliches Wesen.

    Als ob dem langsam auftauenden Kommissar das nicht reichen würde, nimmt auch jener freigesprochene Mörder zu ihm Kontakt auf; er möchte seine Geschichte als Buch veröffentlichen und bräuchte für die PR Kerns Unterstützung.

    Liest man sich den Cover-Text bezüglich des Autoren durch, ahnt man schlimmes. Als Comedian habe er im "Quatsch Comedy Club" seine festen Auftritte, genauso wie im "Filmpark Babelsberg".
    Und dann kloppt Kliesch einen einfach weg; mit einer vielschichtigen Story und einer Menge Psychopathen. Ernst und knallhart. Blutig und durchdacht.

    Besser als Fitzek und Beckett, auf Augenhöhe mit Elisabeth Herrmann.

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    C
    ClaudiasWortweltenvor 2 Jahren
    Gelungener und spannender Reihenauftakt

    Inhalt:

    Eine grausame Mordserie erschüttert Berlin und stellt die Beamten des LKAs vor ein unlösbares Rätsel. Ein Serienmörder, den die Ermittler nur den „Putzteufel“ nennen, hat nun schon zum dritten Mal zugeschlagen und hinterließ nach jedem Mord einen so akribisch gereinigten Tatort, dass es der Spurensicherung nicht möglich ist, brauchbare Spuren zu finden, die Rückschlüsse auf den Täter zuließen.
    Quirin Meisner, der Leiter der Mordkommission, ist mit seinem Latein am Ende und bittet deshalb seinen ehemaligen Kollegen Julius Kern um Hilfe, denn ihm war es mit seinen recht außergewöhnlichen Ermittlungsmethoden drei Jahre zuvor gelungen, den brutalen Massenmörder Tassilo Michaelis aufzuspüren. Allerdings leidet Kern noch heute unter diesem Fall, da Tassilo die Taten nicht nachgewiesen werden konnten und er deshalb vor Gericht freigesprochen wurde.
    Nach Tassilos Freispruch ließ sich Kern nach Brandenburg versetzen, lässt sich allerdings nun doch überreden, das LKA Berlin zu unterstützen und setzt alles daran, den „Putzteufel“ zu fassen. Er weiß, dass ihm die Zeit davonläuft, denn während er mit seinen Ermittlungen noch ganz am Anfang steht, hat der geheimnisvolle Serienmörder bereits sein nächstes Opfer im Visier. Zu seinem Entsetzen muss Julius Kern erkennen, dass er dem „Putzteufel“ nur mit Hilfe des Mannes auf die Spur kommen kann, den er am meisten verabscheut und eigentlich nie wieder sehen wollte.

    Meine persönliche Meinung:

    Bei Die Reinheit des Todes handelt es sich um den ersten Band der inzwischen abgeschlossenen Trilogie um den Ermittler Julius Kern und seinen Widersacher Tassilo Michaelis.
    Nach einem sehr rätselhaften und kurzen Prolog, ist man schon auf den ersten Seiten mitten im Geschehen und begleitet Julius Kern und die Ermittler des LKAs am Tatort des dritten Opfers des „Putzteufels“. Wie bereits bei den beiden vorangegangenen Morden wurde die Leiche in ein weißes Hemd gehüllt und das Zimmer geradezu klinisch gereinigt. Der Mörder muss sich nach der Tat noch stundenlang in der Wohnung aufgehalten haben, um zu putzen, denn nicht einmal vom Opfer sind noch Fingerabdrücke zu finden und selbst die Bilderrahmen wurden akribisch gesäubert. Alles spricht dafür, dass der Täter die Morde präzise geplant und seine Opfer ganz bewusst ausgewählt hat, obwohl es zunächst keine Verbindung zwischen ihnen zu geben scheint.
    Julius Kern versucht, sich in Psyche des Serienmörders hineinzuversetzen, indem er zum Beispiel eine Nacht damit verbringt, sein Wohnzimmer ebenso sorgfältig zu putzen wie der „Putzteufel“ die Wohnung seiner Opfer. Außerdem sucht er einen Religionswissenschaftler auf, um herauszufinden, ob die Morde eventuell einen religiösen Hintergrund haben könnten. Mit solch ungewöhnlichen Methoden war es ihm bereits drei Jahre zuvor gelungen, Tassilo Michaelis aufzuspüren, der fünf Menschen auf grausame Weise getötet hatte. Allerdings wurde Tassilo vor Gericht freigesprochen, weil ihm die Morde nicht nachgewiesen werden konnten. Der Gedanke, dass Tassilo noch immer ein freier Mann ist, inzwischen sogar zum Medienstar avancierte, fast heroisch verehrt wird und nun ein Buch über die Ereignisse von damals veröffentlichen möchte, beschert Kern noch jede Nacht Alpträume. Weil er von diesem Fall geradezu besessen ist, ging auch seine Ehe in die Brüche.
    Die Handlung dieses Thrillers folgt drei Erzählsträngen, denn der Leser begleitet nicht nur Kern bei seinen aktuellen Ermittlungen im Fall des „Putzteufels“, sondern wirft auch einen Blick in die Vergangenheit und erfährt so ganz allmählich die Wahrheit über Tassilos Taten. In einem weiteren Erzählstrang lernt man Raphael kennen, einen gut situierten, gebildeten und überaus attraktiven Mann, und weiß schon nach wenigen Seiten, dass es sich dabei nur um den „Putzteufel“ handeln kann. Nun könnte man meinen, dass ein Thriller einiges an Spannung einbüßt, wenn man schon nach 40 Seiten weiß, wer der Mörder ist, aber Vincent Kliesch gelingt es, den Leser dennoch zu fesseln, denn die Frage, warum dieser engelsgleiche Mann diese grausamen Morde begeht, steht nach wie vor im Raum und wird erst ganz am Ende beantwortet. Man begleitet Raphael von Bergen durch seinen Alltag, erhält Einblicke in seine Gedanken sowie seine Kindheitserinnerungen und ist auch hautnah dabei, wenn er sich seinen nächsten potentiellen Opfern nähert. Lediglich sein Motiv liegt lange im Dunkeln, sodass die Spannung nie abreißt, zumal man sich auch fragt, ob es Julius Kern gelingt, diesen geheimnisvollen Serienmörder zu fassen, bevor er erneut zuschlagen kann. Die Kapitel, die aus Raphaels Perspektive erzählt werden, waren für mich die spannendsten, denn in die Gedankenwelt eines Serienmörders einzudringen, ist überaus verstörend, zumal er zwar unheimlich und rätselhaft, aber nicht unsympathisch oder gar abstoßend, sondern ein äußerst interessanter Charakter war. Nur scheibchenweise nähert man sich dem Motiv dieses Mörders, weiß als Leser aber trotzdem von Anfang an mehr, als der Ermittler Julius Kern.
    Gleiches gilt auch für die Rückblicke in die Vergangenheit, denn während Kern nach wie vor nicht weiß, was drei Jahre zuvor in einer abgelegenen Scheune geschehen ist, erfährt der Leser in diesen Rückblenden auch, was Tassilo Michaelis seinen fünf Opfern damals dort angetan hat. Auch Tassilo ist ein überaus facettenreich angelegter Charakter, den der Autor sehr präzise ausgearbeitet hat. Man erhält sehr tiefe Einblicke in die Gedankenwelt dieser beiden psychopathischen Mörder, und obwohl es im Thrillergenre Serienmörder wie Sand am Meer gibt, ist es dem Autor gelungen, mit Tassilo und Raphael zwei Charaktere zu zeichnen, die aus der Masse sonstiger Mörderfiguren herausstechen. Letztendlich beruht die Faszination dieses Thrillers vor allem auf diesen beiden überaus vielschichtig gestalteten Protagonisten.
    Lediglich mit dem Ermittler Julius Kern konnte ich recht wenig anfangen, weil mir die depressiven, dem Alkohol zugeneigten, beziehungsgestörten und gebrochenen Ermittlerfiguren, die die Krimilandschaft bevölkern, allmählich einfach etwas zu viel werden. Die Methoden, mit denen er versucht, sich in die Psyche eines Serienmörders hineinzuversetzen, fand ich allerdings sehr interessant.
    Zu Beginn des Romans war ich zwar etwas verwirrt, weil dem drei Jahre zurückliegenden Fall von Julius Kern ein so breiter Raum eingeräumt wird, aber die Handlungsstränge nähern sich im weiteren Verlauf immer weiter an und laufen zu einem schlüssigen, überraschenden und wirklich gut durchdachten Ende zusammen.
    Vincent Kliesch hat sein Thrillerdebüt all denen gewidmet, die im Service arbeiten, was ich zunächst etwas eigenartig fand, aber am Ende durchaus Sinn macht.
    Mir hat Die Reinheit des Todes sehr gut gefallen, denn Klieschs Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen und seine Erzählweise ist innovativ. Obwohl der Leser dem Ermittler einiges an Wissen voraushat, wird er über die Zusammenhänge und Motive so lange im Unklaren gehalten, dass der Spannungsbogen bis zum Ende nicht abreißt und das Buch mit vielen überraschenden Momenten aufwarten kann. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf Kerns nächsten Fall, in dem er ebenfalls wieder auf seinen Gegner Tassilo treffen wird.

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    ErbsenundKarottens avatar
    ErbsenundKarottenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Flotter Thriller mit einem sehr sympathischen Ermittler und tollen Rückblicken in vergangene Fälle!
    Toller Auftakt

    Die Reinheit des Todes von Vincent Kliesch ist im Mai 2010 im Blanvalet Taschenbuch Verlag erschienen. Der Thriller hat 320 Seiten. Der Klappentext: Er sieht aus wie ein Engel. Er hat viele Namen. Und er mordet, ohne Spuren zu hinterlassen..
    Ein Serienmörder treibt in Berlin sein Unwesen. Sein drittes Opfer, eine ältere Dame, wird in einem weißen Leinenhemd aufgebahrt auf ihrem Esstisch gefunden. Die Wohnung ist klinisch rein geputzt – ein Albtraum für jede Spurensicherung. Die letzte Hoffnung des LKA, den »Putzteufel- Mörder« zu finden, ruhen auf Julius Kern. Schon einmal konnte er einen grausamen Massenmörder fassen. Doch Kern ist daran fast zerbrochen. Während er nur langsam zu seiner alten Form zurückfindet, hat sein Gegner bereits das nächste Opfer im Visier …

    Ein Serienmörder in Berlin – und ein Kommissar, der nichts so gut kennt wie das Böse!

    Uiuiui. Das ist doch mal ein Klappentext der sehr sehr viel verspricht!
    Und die Versprechung wird auch definitiv eingehalten!
    Niemals hätte ich erwartet, dass in diesem “dünnen“ Büchlein gleich zwei Serienmorde versteckt sind. Nämlich die aktuellen Morde, wo es den Mörder noch zu finden gilt und einen alten Mord, bei dem wir den Täter schon kennen und nach und nach im Laufe der Geschichte von diesem Mord erzählt bekommen.
    Super!

    Diese Rückblicke auf die Ermittlungen in dem gelösten Mordfall und die Schilderung des Vorgehens des “gefundenen Mörders“ sind richtig spannend gewesen. Diese Rückblicke haben mir am allerbesten gefallen.

    Natürlich ist auch der aktuelle Fall super spannend.

    Mir hat Julius Kern als Ermittler sehr gut gefallen und ich freue mich auf die beiden Folgebände.

    Auch ist der Schreibstil von Vincent Kliesch sehr flüssig zu lesen und hat mir ebenfalls gut gefallen.

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    rike84s avatar
    rike84vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Fluffiger, schneller Thriller mit sehr interessanten Perpsektiven und einem Killer, der in der Wohnung seiner Opfer gern auch alles putzt..
    Spannend, gut geschrieben und in fixem Tempo - ein toller Auftakt der Thriller-Reihe

    Der Putzteufel geht um! Leider nicht in meiner Wohnung, aber wenn man die mörderischen Nebenwirkungen der von ihm geschaffenen Reinheit bedenkt, dann ist das wohl auch ganz gut so..

    Denn der Kerl fängt erst an zu putzen, wenn er sein Opfer in der eigenen Wohnung getötet und nach eigenem Geschmack eingekleidet hat. Dann scheint er wirklich die ganze Nacht zu putzen. Und genau deshalb tappen die Ermittler schon länger im Dunkeln, es gibt einfach keinerlei verwertbare Spuren. Kommissar Kern wird ins Team gerufen, um frischen Wind in die Ermittlung zu bringen. Er hat allerdings auch einen kleinen Knacks von seiner letzten großen Ermittlung davon getragen, in der er einen fünffachen Mörder zwar aufspüren konnte – eine Verurteilung aber nicht gelang. Nun muss er zu alter Form zurückfinden und den Putzteufel finden. Nebenbei muss er sich dann auch noch seinem Gegenspieler stellen..

    Stil, Machart, Meinung

    Dieser Thriller steigt nicht bei Mord Nummer 1 ein, sondern gleich beim Dritten. Sofort befindet sich der Leser ohne weitere Umschweife am Tatort und erfährt geschickt alles, was er über den aktuellen Stand der Ermittlung wissen muss. Sofort erlebt man das Geschehen aus der Perspektive von Kommissar Kern, der Hauptperson.

    Aber da gibt es noch andere Perspektiven, so wird man beispielsweise sehr früh aus der Perspektive des Mörders darüber informiert, was hinter den Taten steckt. Zunächst tappt man in äußerster Dunkelheit, nach und nach wird diese durch kleine Häppchen mit Informationen erhellt. Die Perspektive der Mutter des Mörders erklärt zusätzlich, dass der Täter ein Täter ist, weil er vorher Opfer war. Das finde ich sehr gelungen. Die Perspektiven vom guten und bösen Kerl sind bekannt und bewährt, aber diese weitere Ebene finde ich sehr gelungen!

    Eine weitere Verwicklung, die noch mehr Würze in die Sache bringt, ist die Vergangenheit des Kommissars, die wieder ganz aktuell wird. Denn sein ehemaliger Widersacher, der 5fach-Mörder Tassilo, plant eine Buchveröffentlichung und möchte Kontakt mit Kommissar Kern aufnehmen. Der hat immer noch dran zu knabbern, dass der Mörder nicht hinter Gittern sitzt und hat deshalb schon seine Frau und seine Tochter verloren (sie sind ausgezogen). Nun muss er sich den vielen Presseanfragen stellen..

    Ansonsten ist dieser Thriller sehr fluffig geschrieben. Der Plot ist sehr gut, die Personen sind allesamt sehr gut und lebhaft dargestellt und der Wettlauf gegen die Zeit schraubt die Spannung in die Höhe. Ich war fix durch und auch das Ende hat mich nicht enttäuscht.

    An dieser Stelle kürze ich meine Rezension etwas, die Themen „Die Reihe“ und „was lernen wir daraus?“ gibt es auf meinem Blog : http://wp.me/p6tREn-1oJtF

    Fazit

    Ich gebe 4 Sterne und empfehle das Buch uneingeschränkt weiter. 5 Sterne hätten noch irgendwie einen ganz kleinen Tick mehr gebraucht, damit ich in absolute Begeisterung verfalle. Ein toller Thriller, super geschrieben, spannend, lebendige Figuren,  gut gestalteter Plot und als Debütroman wirklich absolut vielversprechend. Kleine Anekdote am Rand: Nach dem ersten Viertel war ich tatsächlich inspiriert und habe erst einmal Küche und Badezimmer geschrubbt. Ein guter Nebeneffekt J

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    GabiRs avatar
    GabiRvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Bringt der erste Teil nach dem zweiten noch Spannung?
    Bringt der erste Teil nach dem zweiten noch Spannung?

    Dummerweise hab ich mit Klieschs zweitem Band dieser Trilogie um Julius Kern angefangen, doch wie mir der Autor selbst bestätigte, könne Teil 1 auch im Nachhinein gelesen werden. Was ich nun erfolgreich getan habe und ich war genau so gefesselt wie vom Todeszauberer.

    Julius Kern arbeitet in Brandenburg, wird aber von seinem früheren Chef und Freund Quirin Meisner zum Fall eines Serienmörders ins LKA Berlin zurück geholt. Kerns Methoden sind einzigartig und so hofft Meisner mit seiner Chefin und dem zuständigen Staatsanwalt auch bei diesen Morden auf Kerns Erfolgsquote.

    Flüssig und spannend geschrieben, kein Wunder, dass Vincent mit diesem Thriller sofort einen Verlagsvertrag bekam, der ihm durchaus zusteht. Trotzdem der Mörder dem Leser relativ früh kenntlich gemacht wird, ist es doch ganz schön dramatisch zu lesen, wie Kern mit seinem Team ihm auf die Spur kommt. Tut er das auch tatsächlich? Ich will ja nichts verraten, sonst macht euch zukünftigen
    Lesern das Buch wahrscheinlich keinen Spaß und den sollt ihr auf jeden Fall haben.

    Von mir gibt es wie gehabt 5 Sterne

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    -sabine-s avatar
    -sabine-vor 3 Jahren
    Spannend und fesselnd

    Viel war ich sehr gespannt auf diesen Einstiegsband der vielgeobten Trilogie. Zwar konnte mich das Buch nicht zu 100% überzeugen, dennoch aber wurde ich gut unterhalten und war zu keinem Zeitpunkt gelangweilt.
    Spannend und interessant ist das Buch von Anfang an: eine Leiche wird gefunden und das augenscheinlichste ist die klinisch rein geputzte Wohnung, in der die Tote gefunden wird. Doch es ist nicht der erste Fall dieser Art und das LKA kommt einfach nicht weiter. Daher wird Julius Kern, der erfahrener Ermittler, der jedoch an der Aufklärung seines letzten Falles fast zerbrochen ist, dazu gebeten – und er scheint bald den richtigen Riecher zu haben.
    Die Idee der Geschichte hat mir gut gefallen – auch wenn dabei vielleicht das eine oder andere Klischee bedient wird, wie zum Beispiel ein Sohn reicher Eltern, der zum Serienmörder wird oder ein Ermittler, der nicht nur dem Alkohol verfallen ist, sondern dessen Ehe wegen seines Berufes gescheitert ist. Was ich anfangs verwirrend fand, ist die Verknüpfung zweier Kriminalfälle miteinander, denn der Fall eines Massenmörders, an dem Julius Kern drei Jahre zuvor fast zerbrochen ist, spielt auch in dem aktuellen Fall eine große Rolle. Das wird aber erst im Verlauf der Geschichte klar und zunächst fand ich daher die Rückblicke auf den „alten Fall“ eher verwirrend als hilfreich.
    Als Leser erfährt man sehr früh, wer der Täter ist, und wer das nicht mag und lieber selber mitraten möchte, dem wird dieses Buch vielleicht nicht gefallen. Ich fand das aber nicht schlimm, denn es war trotzdem spannend und die Geschichte fesselnd. Denn während die Polizei mit der Auflösung des Falles einfach nicht weiterkommt, sucht der Serienmörder bereits sein nächstes Opfer.
    Julius Kern ist mir zwar nicht sonderlich ans Herz gewachsen, dennoch aber habe ich mitgefiebert und die Ermittlungen neugierig verfolgt. Leider sind die Figuren alle etwas oberflächlich gestaltet und viele Klischees wurden eingebaut – das fängt bei Julius Kern an und hört bei den wirklich kranken Tätern auf. Denn gerade der Massenmörder der Vergangenheit ist mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich umgegangen und manche der Beschreibungen fand ich blutrünstig und eklig.
    Trotz meiner Kritikpunkte hat mich das Buch aber gut unterhalten und sicherlich werde ich die Folgebände um Julius Kern bald lesen. Es war kein Buch, das mir lange in Erinnerung bleibt, aber für zwischendurch hat es mich fesseln können und mir unterhaltsame Lesestunden geschenkt.

    Mein Fazit
    Spannend und fesselnd von Anfang an, hat mich dieser Thriller gut unterhalten. Zwar wird bei den Figuren auf das eine oder andere Klischee gegriffen, trotzdem ist die Idee des Thrillers gut und auch die Umsetzung gelungen. Als Leser kennt man den Täter sehr früh – wer das nicht mag und lieber selber mitraten möchte, der ist mit diesem Buch vielleicht nicht gut beraten. Mir aber hat das Buch unterhaltsame Lesestunden geschenkt – und für zwischendurch war es genau das Richtige.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend bis zum Schluß.
    Spannend bis zum Schluß

     Der erste Band von der Miniserie um den Ermittler Julius Kern und seinen Widersacher Tassilo Michaelis. Dass es sich hier um das Debüt von Vincent Kliesch handelt, merkt man nicht. Es ist ein spannender und sehr vielschichtiger Krimi, der die ganze Zeit den Leser in Atem hält. 

    Die Figuren sind zwar nicht alle symphatisch, jedoch greifbar und das Böse in den Charakteren wirkt echt. Die Grausamkeiten des Putzteufels und von Tassilo waren für mich manchmal grenzwertig. Aber trotzdem schaffte es Vincent Kliesch mich zu fesseln und am Buch zu halten. Denn nur zögerlich gibt er Informationen frei, die man dann wie ein Puzzel zusammenstecken muss. Lange bleibt verborgen, wer der Putzteufel ist und warum er so handelt. Auch das Ringen zwischen Tassilo und Julius ist spannend und man merkt den inneren Kampf von Julius. Einerseits die Wut und den Zorn auf den Freispruch und andererseits die Faszination, die der Serienmörder auf ihn ausübt. Seinetwegen ging die Ehe in die Brüche, die Psyche ist angeknackst und der Ermittler aus Berlin weggezogen. Doch nun holen sie ihn zurück. Zurück nach Berlin und zurück in die grausame Realität. 

    Mich hat das Buch gefesselt und es war spannend bis zum Schluss. Ich war erstaunt über so  manche Wandlung und Puzzelteil, aber immer wieder fügte es sich sehr gut in die Geschichte ein. Wer den ersten Band gelesen hat, kommt fast schon nicht mehr am zweiten Band vorbei. (Es empfiehlt sich auch die Reihenfolge einzuhalten).

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    Nirenas avatar
    Nirenavor 4 Jahren
    ein guter Thriller mit kleinen Kritikpunkten

    "Die Reinheit des Todes" ist der erste Teil der Reihe um den Ermittler Julius Kern und das erste Buch von Vincent Kliesch, das ich gelesen habe.

    Sehr gut gefallen hat mir der Lesefluss, denn die wenig mehr als 300 Seiten kann man nahezu am Stück lesen. Dies ist wohl vor allem dem Plot zu verdanken, der wirklich gut gelungen ist - der aktuelle Fall, verquickt mit den traumatischen Ereignissen vor drei Jahren, die Kern so aus der Bahn geworfen haben. Dennoch gelingt es dem Autor, alles so schlüssig aufzubauen, dass ein gutes Maß an  Spannung, aber keine Verwirrung auftritt.

    Aber es gibt zwei Dinge, die mich persönlich an "Die Reinheit des Todes" stören: Ich lese nicht gern Bücher, wo der Mörder dem Leser von vornherein bekannt ist - gern darf es Sequenzen geben, die aus Sicht des Mörders erzählen, aber wenn man von vornherein den Namen, etc. des Mörders kennt, fühle ich mich beim Lesen um den halben Spaß betrogen.

    Mein zweiter Kritikpunkt betrifft unseren Hauptprotagonisten Julius Kern: Ich habe ein absolutes Faible für charismatische Ermittler, die gern auch "einen an der Waffel" haben dürfen - und genau dies vermisse ich bei Julius. Ja, er ist aufgrund der Ereignisse des vergangenen Falls traumatisiert, er leidet darunter und seine Frau hat ihn auch verlassen - aber ansonsten besitzt er die Tiefgründigkeit einer Regenpfütze...da ist seine Nemesis Tassilo eine ganz andere Hausnummer. Ich hätte mir gewünscht, Vincent Kliesch hätte da den Ermittler nicht zu kurz kommen lassen und ihm ein wenig von Tassilos Charisma abgegeben.
    Dennoch ist mir Julius Kern nicht grundsätzlich unsympathisch (dafür ist er auch einfach viel zu nett), die Handlung und der Schreibstil haben mir sogar ausnehmend gut gefallen - um mir ein abschließendes Urteil über den Ermittler zu erlauben, werde ich wohl auch den zweiten Teil lesen "müssen", vielleicht entwickelt sich dessen Charakter da ja weiter.

    Alles in allem ein gut geschriebener Thriller, an dem mich auch nur die beiden angesprochenen Punkte gestört haben.

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    arunaas avatar
    arunaavor 4 Jahren
    Faszinierend

    Ich bin begeistert von diesem Thriller!
    Die Erzählweise ist zu Beginn wie ein Labyrinth, aber immer mehr und mehr erkennt man die Zusammenhänge. Wahnsinn dieses Geflecht, dieser Knoten der sich dann nach und nach auflöst.
    Jeder Charakter für sich hat etwas beeindruckendes und dennoch sind sie alle so verschieden, jeder hat seine eigene Sprache, seine eigenen Umgangsformen und dementsprechend sind die Dialoge einfach nur brillant.
    Am meisten begeistert hat mich Tassilos Art sich auszudrücken und die Ruhe die von ihm ausging.
    Kliesch schreibt so ruhig, fast schon liebevoll und genau das macht die Geschichte so "gefährlich" und schaurig.
    Ich hab es gefressen, wollte es nicht mehr aus der Hand legen, weil ich an den Seiten geklebt bin.

    Weiter gehts mit der Reihe, ich freu mich schon auf den nächsten Band.


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