Vincent Voss

 4.1 Sterne bei 96 Bewertungen
Autor von Wasser, Du darfst mich nicht finden (Hochspannung 9) und weiteren Büchern.
Vincent Voss

Lebenslauf von Vincent Voss

Nach seinem Abitur an „der grünen Schule“ hat Vincent Voss allerorts verlauten lassen, er werde Schriftsteller. Ein halbes Jahr und ca. 70 Manuskriptseiten auf einer elektronischen Schreibmaschine später hat er dann eingesehen, dass man davon nicht leben kann und erst einmal etwas Vernünftiges unternommen. Eine Reise nach Südostasien. 2008 hat Vincent Voss eher zufällig wieder mit dem Schreiben begonnen, ein Internetforum rief zu einem Schreibwettbewerb auf und seine Geschichte wurde entweder in den höchsten Tönen gelobt oder total verrissen. 2009 nahm er dann gleich an mehreren Ausschreibungen teil und die ersten Veröffentlichungen in Kurzgeschichtenbänden folgten. Mit „172,3“ erfolgte sein Romandebut und weitere Romane wie „Faulfleisch“, „Töte John Bender!“, „Ich bin böse!“ und „Tödlicher Gruß“ erschienen in unterschiedlichen Verlagen. Rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse erschien 2015 „Wasser“ im Verlag Torsten Low, ein Gruselthriller, der in Henstedt-Ulzburg in den 80er Jahren spielt. Sein kulturwissenschaftliches Studium aber mehr noch seine Tätigkeiten währenddessen als Tankwart, Aushilfe in einer Aluminiumverarbeitung, Marktverkäufer, Pflegehelfer auf einer akutpsychiatrischen Station, SAP-Logist in einem Telekommunikationsunternehmen, Call-Center-Agent, Pädagoge, Sänger einer Terrorjazzband, Altenpfleger, Bestatter, Fotografenassistent, Packer und Bodygard haben Vincent Voss zu Beobachtungen geführt, von denen er beim Schreiben zehrt. Er lebt glücklich mit seiner Familie in Wakendorf II und mag sich gerne gruseln.

Neue Bücher

Alles zum Schein
 (1)
Neu erschienen am 20.09.2018 als Taschenbuch bei Feder & Schwert.

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Vincent VossWasser
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Wasser
Wasser
 (20)
Erschienen am 12.03.2015
Vincent VossTöte John Bender!
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Töte John Bender!
Töte John Bender!
 (14)
Erschienen am 12.04.2013
Vincent VossDu darfst mich nicht finden (Hochspannung 9)
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Du darfst mich nicht finden (Hochspannung 9)
Du darfst mich nicht finden (Hochspannung 9)
 (16)
Erschienen am 16.07.2015
Vincent Voss172,3
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172,3
172,3
 (10)
Erschienen am 08.05.2012
Vincent VossFaulfleisch
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Faulfleisch
Faulfleisch
 (12)
Erschienen am 29.11.2012
Vincent VossZombie Zone Germany: Tag 78
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Zombie Zone Germany: Tag 78
Zombie Zone Germany: Tag 78
 (6)
Erschienen am 31.10.2015
Vincent VossTödlicher Gruß (Hochspannung 1)
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Tödlicher Gruß (Hochspannung 1)
Tödlicher Gruß (Hochspannung 1)
 (6)
Erschienen am 17.11.2014
Vincent VossFrischfleisch
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Frischfleisch
Frischfleisch
 (4)
Erschienen am 15.07.2016

Neue Rezensionen zu Vincent Voss

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Rezension zu "Alles zum Schein" von Vincent Voss

Die verborgene Insel
Frank1vor 4 Tagen

Klappentext:

Der junge Adlige Hagen von den Goldquellen tritt mit seiner Volljährigkeit seine Ausbildung zum Magier in der Akademie Splitter und Geist an. Doch die lobpreisenden Worte seines Vaters über die Akademie weichen schnell der Erkenntnis, dass er die Ausbildung hier nur antreten soll, um möglichst weit weg vom heimischen Hofe zu sein. Statt einer intensiv betreuten Zaubererausbildung mit bemühten Mentoren in einer gepflegten Akademie erwartet ihn ein beklemmendes Gemäuer fernab freundlicher Menschen. Mitschüler und Lehrer sind Hagen nicht wohlgesinnt und machen ihm das Leben schwer. Eine Begegnung mit einem wild fantasierenden Besucher der Akademie lässt Hagen noch ratloser zurück. Was faselt der Fremde von einem Geheimnis der Akademie und Verrätern unter den Mentoren? Hagen muss das Rätsel lösen, doch wem kann er dabei vertrauen? Alles zum Schein ist ein moderner Fantasy-Roman mit Krimi- und Gruselelementen aus der preisgekrönten Splittermond-Reihe.


Rezension:

Als Hagen, Sohn des Barons von den Goldquellen, zur Akademie Splitter und Geist aufbricht, um dort seine Zaubererausbildung zu absolvieren, hat er nur gutes über diese berühmte Hochschule gehört. Dort angekommen beginnt er aber schnell, an diesen Informationen zu zweifeln. Der Leiter der Akademie ist abweisend, die Lehrer und Mitschüler unnahbar. Nur zu einer einzigen Kommilitonin bekommt Hagen näheren Kontakt. Diese berichtet ihm vom mysteriösen Selbstmord der ehemaligen Leiterin und einem geheimen Zirkel, dem Lehrer und ältere Studenten angehören sollen. Auch die junge Bardin, die Hagen im nahegelegenen Ort kennenlernt, scheint etwas zu verbergen. Was steckt hinter all den Rätseln? Zunehmend scheint Hagen in Gefahr zu geraten, doch wem kann er trauen?

Splittermond? Davon hatte ich zuvor nie gehört. Wie ich mittlerweile weiß, handelt es sich dabei um ein Rollenspiel, in dessen mittelalterlich-magisch geprägten Welt dieser Fantasy-Roman angesiedelt ist. Dieses Wissen ist zum Verständnis des Buches allerdings nicht unbedingt erforderlich. Für Interessierte gibt es im Anhang allerdings auch eine Kurzvorstellung der zugrundeliegenden Welt, die man – wie ich natürlich erst zu spät feststellte – bedenkenlos auch vor der eigentlichen Handlung lesen kann. Mit diesen Informationen versteht der Leser einige Zusammenhänge leichter.

Vincent Voss lässt in seinem Roman recht viele handelnde Akteure auf seine Leser los. Das kann zu Beginn etwas verwirren, zumal zunächst bei den wenigsten Charakteren klar ist, welche Ziele sie verfolgen. Erst relativ spät erkennt der Protagonist – und mit ihm der Leser – was an der Akademie und in ihrem Umfeld wirklich vor sich geht. Das sorgt natürlich schnell für Spannung und hält diese lange aufrecht, erschwert andererseits aber auch die Orientierung in der Story. Am Ende ergibt aber alles ein Ganzes, in dem auch die Handlungsweisen der meisten der aktiven Personen verständlich werden.

Das einzige, was man dieser interessanten und stilistisch gelungenen Fantasy-Geschichte unterm Strich anlasten kann, ist, dass man bei manchen Details nur das Ergebnis erfährt, ohne lesen zu können, wie es dazu kommt.


Fazit:

Ein gelungenes Fantasy-Abenteuer, das viel Wert auf die zahlreichen selbstständig aktiven Charaktere legt.


- Blick ins Buch -

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Rezension zu "Frischfleisch" von Vincent Voss

Ich befürchte, Gott hat uns vor kurzem allein gelassen.
DaRoSovor 8 Monaten

Fortsetzung…
Dieses Wort hat mitunter die gleiche Wirkung auf mich wie “Diarrhö”! Dat klingt nich‘ nur Sch****e, dat… Ja! Denke jeder versteht worauf ich hinaus will…
Del Toros “Die Saat“ (Heyne; OT: The StrainHarperCollins Publishers): was ein geniales Buch! “Das Blut” (Heyne; OT: The Fall, HarperCollins Publishers) hätte es nun wirklich nicht gebraucht und “Die Nacht” (Heyne; OT: The Night eternal, HarperCollins Publishers) war eine Frechheit!
Apokalypsis (Mario GiordanoBastei Lübbe). Will man lernen, wie man ein geniales Buch versaut, einfach mal Band zwei und drei lesen!
Tolkiens “Der Herr der Ringe” (OT: The Lord of the Rings)…
HEY! Ich mach‘ doch nur Spaß! Wollte nur sichergehen, dass ihr noch mitlest! Alle wieder beruhigt? …sehr schön!
Klar, es gibt viele wirklich gute Fortsetzungen, nur tun die Schlechten dafür doppelt weh!

Aber zurück zum eigentlichen Thema: “Frischfleisch – Nullpersonen”.

 

“Frischfleisch – Nullpersonen” ist die (für mich wirklich unerwartete) Fortsetzung von Voss‘ grandiosem Werk “Faulfleisch”.
Was man als aller erstes erwähnen darf, ist, dass man “Faulfleisch” nicht gelesen haben muss, um “Frischfleisch – Nullpersonen” zu verstehen – nur mal ehrlich: warum sollte man mit dem zweiten Band anfangen?
Da sich nun aber immer wieder Frevler, Kostverächter und anderes Getier da draußen `rumtreibt, welches sich keiner einer gesitteten Lesekultur hingeben möchte: wer den ersten Band nicht lesen will (SÜNDER!!!) kann auch mit dem Zweiten beginnen (dazu später mehr)…

“Faulfleisch” und “Frischfleisch – Nullpersonen” vergleiche ich immer gerne mit Kubricks “Full Metal Jacket”. So kann man “Full Metal Jacket” ja letztlich auch in zwei Teile unterteilen: Teil 1 – bis zum Ende der Ausbildung; Teil 2 – das Geschehen in Vietnam.
Grob kann man so “Faulfleisch” und “Frischfleisch – Nullpersonen” vergleichen: “Faulfleisch” ist der erste Teil; der Aufbau, das Beziehungsgeflecht, der Beginn… Genesis. “Frischfleisch – Nullpersonen” der zweite Teil; die Eskalation, die Totalität, der Marsch des Endes… Exodus.

“Frischfleisch – Nullpersonen” knüpft letztlich nahtlos an “Faulfleisch” an.
Ich will nun versuchen einen Eindruck über diese Fortsetzung zu vermitteln, ohne aus dem ersten Band zu spoilern (für die, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben – klare Betonung auf “NOCH”!) und gleichzeitig doch soviel zu verraten, dass man weiß, wie man die nächsten 14,90 €uro anzulegen hat; korrekt: anzulegen hat! Imperativ, Aufforderung, Pflicht, basta!

 

Die Zombie-Epidemie ist endgültig ausgebrochen und die Regierung… tja, die Regierung sieht sich nicht in der Verantwortung das Volk zu informieren, geschweige denn zu warnen. Und so passiert, was unweigerlich passieren muss: die Epidemie breitet sich aus!

Man (also die Protagonisten mindestens genauso wie die Leser) sieht sich einem unaufhaltsamen Chaos, einer alles verschlingenden Apokalypse, dem Ende der Welt schier hilflos ausgeliefert!

Der Aufbau der Protagonisten unterscheidet sich hier übrigens auch massiv gegenüber dem ersten Teil. Wo man in “Faulfleisch” Liam als klaren Hauptprotagonisten verfolgt hat, wird es in “Frischfleisch – Nullpersonen” beinahe unmöglich einen festen Main-Character auszumachen. Vielmehr konfrontiert Voss immer wieder mit neuen Perspektiven und Schicksalen.
Ein weiterer nicht zu unterschätzender Unterschied zum ersten Teil: hier verfolgt man weniger die Handlung, als dass die Handlung den Leser verfolgt!

 

“Frischfleisch – Nullpersonen” liest sich actiongeladen – ist actiongeladen! Es ist ein kleiner Blockbuster, der es kaum erlaubt Luft zu holen! So wird jedes Kapitel nicht nur mit einem dazu passenden Filmzitat eingeleitet, sondern widmet sich einer anderen Person, einer neuen Perspektive, einer weiteren Katastrophe.

Nach dem fulminanten ersten Band “Faulfleisch”, der sich wie ein unaufhaltsam wachsender Schatten, ein schwelendes Übel, welches sich erbarmungslos über die Welt ergießt, um diese schlussendlich gnadenlos zu verschlingen, den Leser förmlich als Wrack zurücklässt, zeigt sich “Frischfleisch – Nullpersonen” als stakkato-Blutfontäne, die ohne Rücksicht auf Verluste dem Leser jegliche Hoffnung auf ein Entkommen vor dem inneren Auge zerfleischt.

Bekanntlich, soll man ja aufhören, wenn’s am schönsten ist. Zum Glück hat sich Voss nicht daran gehalten und knallt einem mal eben die eigenen Eingeweide um die Ohren, ohne dabei ins “Primitiv-Gestotter” abzugleiten!
Dann eben ich: gottverdammte scheiße, rotzt der einem hier die Kacke um die Ohren! Der Mann ist einfach gut!

Mancher will und kann nicht. Mancher kann und will nicht. Voss will, kann und macht’s dann auch noch!
Definitiv einer der Besten, den die deutsche Horror-Szene in ihren Reihen wissen darf!

 

Wie ich bei der Rezension von “Faulfleisch” schon angemerkt hatte, wird dort weniger die “Gulasch-Fraktion” angesprochen – dort hat sich Voss auf die Entwicklung konzentriert: mehr psychischer Terror, als blutiger Horror; anders bei “Frischfleisch – Nullpersonen”!
Hier wird Gas gegeben, “zerhackstückelt” und Blut gespuckt! Daher lege ich “Frischfleisch – Nullpersonen” dem sensationsbegeisterten Leser eher ans Herz, als “Faulfleisch” (gleichwohl es, wie eingangs erwähnt, ein Sakrileg darstellt!).

“Faulfleisch” richtet sich eher an Horror-Liebhaber, die bis heute gerne (einen jungen) Stephen King lesen.
“Frischfleisch – Nullpersonen” bedient dagegen eher die Leserschaft, welche erst bei einem Brian Keene wirklich glücklich werden.

 

Meine Bitten, Hoffnungen und Gebete wurden erhört: ein neuer Designer wurde für das Buchcover ausgewählt – Danke!
Es ist modern, es ist clean, relativ einfach… und es passt!
Das Buch selbst, weiß sich auch meinem biege-knick-und-krumpel-Umgang durchaus zu widersetzen – feste Seiten, stabile Bindung: schlichtweg typisch Low (ja, das ist nicht nur ein inhaltliches Qualitätsmerkmal)!

 

Also kurz und knapp:

Verlag Torsten Low: volle Punkte!
Vincent Voss: volle Punkte!

 

…dann wäre doch alles geklärt, oder?



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Rezension zu "Faulfleisch" von Vincent Voss

HUNGER
DaRoSovor 8 Monaten

Zombies.
Zugegeben, ist das bis heute ein für mich recht empfindliches Thema. Mal davon abgesehen, dass mir der Zombie-Mythos so manchen Abend meiner Kindheit so richtig versaut hat: “Night of the living Dead”, “Zombie”, schlichtweg das, was George A. Romero (RIP) geschaffen hat.
Hundertausendfach verfilmt, vertont und in Schriftform auf die Menschheit losgelassen – mal besser, mal schlechter; oder eben durch Hollywood versaut!
Die letzte für mich wirklich gute Zombie-Umsetzung waren Kirkmans “The walking Dead”-Comics.

 

Und jetzt also wieder ein Zombie-Roman. Nicht von Romero adaptiert, nicht von Kirkman interpretiert, sondern von Voss geschaffen.

Ich möchte ehrlich sein: ich habe dieses Buch lange links liegen lassen.
Ich kannte Vincent Voss nicht – wusste schlichtweg mit dem Namen nichts anzufangen. Und dann war da eben noch das Cover. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber jetzt mal ehrlich…
Bevor ich jetzt jedoch komplett vom Thema abkomme, erstmal zum Buch…:

 

Liam, Vater von Jack (Jonathan), der kleinen Lina und Lebensgefährte von Sandra (mit der es zur Zeit nicht so klappt), ist nach Wakendorf II gezogen, um seine Beziehung zu retten. Irgendwie klar, dass das alles nicht so ganz harmonisch abläuft, wie geplant – oder eben so garnicht funktioniert.
Jack hat Probleme sich einzuleben, mit Sandra knallt’s immer wieder und Lina… klar bleibt die bei der Mutter.

Letztlich spielt sich hier die typisch deutsche Tristesse ab: Beziehung ist gerade “kompliziert”, häusliche Trennung, um wieder zu sich selbst zu finden, Kind im Wechselmodell… und das alles in irgend so ’nem Bauernkaff mit Depressionsgarantie.
So weit, so gut (oder eben nicht). Und hier beginnt bereits, was ich an Voss so liebe: die Banalität! Der Alltag, mit dem Voss den Leser unbemerkt in seine Welt zieht… und dort auf ihn lauert.

Liam vegetiert nun also in diesem Kaff vor sich hin, bis er eines Tages durch Zufall, bei einem Spaziergang auf einen Hof trifft, von dem er merkwürdige Geräusche zu vernehmen glaubt.
Selbstverständlich treibt ihn die Neugierde in Richtung der Geräusche…

…und der Rest darf gerne selbst gelesen werden! Soviel sei gesagt: dieses Buch ist absolutes Pflichtprogramm!

 

Fernab der gewöhnlichen und bisweilen auch ermüdenden Zombie-Action-Splatter-Blut-Thematik, in der man sich für gewöhnlich binnen weniger Seiten wieder findet, darf man hier alles miterleben – statt mit einem Fakt konfrontiert zu werden, partizipiert man schon beinahe mit den Widrigkeiten, die aber eben durch ihre Normalität so furchtbar real wirken.

Dani Filth (Cradle of Filth) meinte einmal, er wünschte sich ein Leben, wie im Fernsehen – ohne die ganzen Klogänge und so weiter; und eben das macht “Faulfleisch” so besonders!
Betrachtet man die “gewöhnlichen” Zombie-Romane, so liegt der Hauptaugenmerk auf den Zombies: drei Seiten erinnern an eine Zeit ohne Zombies, 300 Seiten Zombie-Apokalypse uuuund Ende! Wie unglaublich dankbar bin ich also für einen Vincent Voss, der eben kein “Fernseh-Leben” schreibt, sondern aus der Alltäglichkeit, aus der Normalität, wie sie ein jeder von uns zu kennen glaubt, eine Möglichkeit erschafft, der man nicht mehr entkommen kann!

Das Ächzen aus der alten Scheune, die im Hinterhof ihren Schlaf hält, das Wackeln des Vorhangs, der den Augenblick hinter sich verbirgt, der Schatten im Flur, der sich lichtlos durch die Leere frisst…

Es ist die Interpretation, die unvermeidliche Erklärung, das beklommene Wissen, um die Furcht, aus welcher Voss diesen Horror sprießen lässt.
Aus tanzenden Schemen, lässt er den Nebel wachsen, der sich seimig zu einem unaufhaltsamen “Jetzt” manifestiert und als Perspektive – Schicksal! – sich selbst erbarmungslos niederreißt…
…und frisst!

 

Voss bedient mit “Faulfleisch” nicht die blutgeile Stupiditätsberieselung – er erzählt nicht einfach den Beginn, er veranschaulicht die Entwicklung des Endes!
Ein Buch, welches über die Hälfte der Geschichte darauf verwendet, den steten Zerfall des Bekannten darzustellen, den Leser zu jagen, ohne ihn zu überrollen, zu fassen, ohne ihn zu unfreiwillig zu halten, zu beißen, ohne ihn zu verjagen, zu infizieren, ohne ihn zu verlieren…
…das ist Vincent Voss.
…das ist “Faulfleisch”!

Und folgt Voss beim Ende des Buches schließlich den Worten Woody Allens: »eternity is a long time, especially towards the end« (»die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende«), lässt er den Leser selbst danach noch nicht alleine, sondern schenkt ihm… HUNGER!.

 

“Faulfleisch” ist das Buch, durch welches Vincent Voss mich endgültig als treuen Fan gewonnen hat.
Hier findet zusammen, was zusammen gehört: einer der besten Zombie-Romane, veröffentlicht von einem der besten Verlage!


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Klappentext
Der junge Adlige Hagen von den Goldquellen tritt mit seiner Volljährigkeit seine Ausbildung zum Magier in der Akademie Splitter und Geist an. Doch die lobpreisenden Worte seines Vaters über die Akademie weichen schnell der Erkenntnis, dass er die Ausbildung hier nur antreten soll, um möglichst weit weg vom heimischen Hofe zu sein. Statt einer intensiv betreuten Zaubererausbildung mit bemühten Mentoren in einer gepflegten Akademie erwartet ihn ein beklemmendes Gemäuer fernab freundlicher Menschen. Mitschüler und Lehrer sind Hagen nicht wohlgesinnt und machen ihm das Leben schwer.
Eine Begegnung mit einem wild fantasierenden Besucher der Akademie lässt Hagen noch ratloser zurück. Was faselt der Fremde von einem Geheimnis der Akademie und Verrätern unter den Mentoren?
Hagen muss das Rätsel lösen, doch wem kann er dabei vertrauen?
Alles zum Schein ist ein moderner Fantasy-Roman mit Krimi- und Gruselelementen aus der preisgekrönten Splittermond-Reihe.

Die Splittermond-Romane sind voneinander unabhängig, ihr müsst also die anderen Bände nicht gelesen haben, um diesen zu verstehen!

Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!

Spielregeln:
Der Feder & Schwert Verlag verlost 10 Print-Exemplare und 10 eBooks (EPUB-Format) für diese Leserunde. Der Autor selbst wird ebenfalls teilnehmen und die Leserunde begleiten. Außerdem werden Verlagsmitarbeiter natürlich ebenfalls für alle Fragen zur Verfügung stehen.

Bewerben könnt ihr euch bis zum 9. Oktober 2018 über den blauen „Jetzt bewerben“-Button!

Wir freuen uns, wenn ihr mitmachen und das neue Splittermond-Abenteuer miterleben wollt! Der Gewinn eines Buches verpflichtet zum zeitnahen Mitmachen und Diskutieren in der Leserunde und einer abschließenden Rezension. Wir sind gespannt auf euch, eure Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn ihr eure Rezensionen zusätzlich auf Amazon & Co teilt.
Wir wünschen euch viel Glück!

Weitere Informationen zu Feder & Schwert: www.feder-und-schwert.com

Über den Autor
Seit 2008 schreibt Vincent Voss und hat zehn Romane und über dreißig Kurzgeschichten in unterschiedlichen Verlagen veröffentlicht.
Seine Schulzeit war geprägt von Würfelorgien, Kampagnen- und Abenteuervorbereitungen während der Unterrichtszeit, ausgedehnten Rollenspielexzessen danach, schlaflosen Nachbereitungen anschließend. Er zockt weiterhin mit seinen eigenen Kindern und jener Gruppe, die schon vor knapp 30 Jahren von Abenteuer zu Abenteuer geritten ist.
Sein kulturwissenschaftliches Studium und seine Erlebnisse aus zahlreichen Tätigkeiten als Tankwart, Aushilfe in einer Aluminiumverarbeitung, Marktverkäufer, Pflegehelfer auf einer akutpsychiatrischen Station, SAP-Logist in einem Telekommunikationsunternehmen, Call-Center-Agent, Pädagoge, Sänger einer Terrorjazzband, Altenpfleger, Bestatter, Fotografenassistent, Packer und Bodygard helfen ihm dabei.
Er lebt mit seiner Familie in Wakendorf II und mag sich gruseln.
Zur Leserunde
V

Ich möchte eine Leserunde zu meinem Roman "Wasser" anbieten. Der Verlag Torsten Low stellt 5 Printbücher und 5 Ebooks zur Verfügung.

Wen könnte es interessieren? Leser/innen, die sich gerne auf subtiles Gruseln einstellen mögen, die Coming-of-Age-Geschichten lieben und die darüber hinwegsehen können, dass meine jungen, wilden und dennoch lieben Protagonisten gelegentlich auch mal "Scheiße" sagen.

 

Wer ist dabei und nennt mir doch mal eure 3 Lieblingslieder aus den 80ern ... Und mochtet ihr eher KISS oder ACDC?

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V

Wer hat Lust auf eine Leserunde? Ich organisiere diese als Autor des Buches. Und ich bin da ein Newbie. Also, wenn man das anders macht, sagt gerne Bescheid.

 

Ach ja, es handelt sich dabei um ein E-book!

V
Letzter Beitrag von  vincent_vossvor 3 Jahren
Vielen lieben Dank!
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