Vincent Voss Faulfleisch

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Inhaltsangabe zu „Faulfleisch“ von Vincent Voss

Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten nach Wakendorf II.

Wegen der Kinder waren sie aufs Land gezogen. Hatten die Großstadt Hamburg gegen die Gemeinde Wakendorf II eingetauscht. Doch das Landleben ist nicht ganz so beschaulich, wie Liam es sich vorgestellt
hat. Erst trifft er bei einem Spaziergang auf einen nackten, gefesselten Mann, dann vermeint er hinter einer Fensterscheibe eine blutige Hand zu sehen.
Als Liam in der Alsterniederung einen blutigen Fund macht, überschlagen sich die Ereignisse.
Und die Pforten der Hölle öffnen sich.

Die Zombie-Apokalypse neu aufgegriffen. Regional in Norddeutschland angesiedelt, fühlt man die Bedrohung regelrecht auf sich zuwanken.

— delijha

Ein ständiges Auf und Ab an Spannung. Dazu noch ein langweiliger Protagonist.

— ChattysBuecherblog

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  • Zombies in Norddeutschland - bereitet euch vor!

    Faulfleisch

    delijha

    16. March 2014 um 14:55

    Ich habe bisher alles gelesen, was von Vincent Voss auf den Markt kam und kann an dieser Stelle schon mal sagen, dass "Faulfleisch" mein Lieblingsbuch von ihm ist. Ich finde, der Autor zeigt hier eine neue Reife was seinen Stil angeht und das bekommt dem Buch natürlich total gut. Bei dem Stempel "Regional-Horrorroman" war ich gespannt, wie es mir gefallen würde. Oft sind mir die Umgebungsbeschreibungen zu detailliert. Man merkt meistens, dass der Autor sein Wissen um die Gegend unbedingt voll ausschöpfen möchte. Ich mag fiktive Orte generell mehr. Der Autor hat es allerdings geschafft, dass ich mich frage, ob er in seiner Freizeit vielleicht auch Führungen durchs Moor anbietet. Das wär was! Das Buch hatte durchaus ein paar weniger spannende Seiten, allerdings ist der Plot so originell, dass ich am Ball bleiben musste. Ich habe schon viele Zombie-Romane gelesen, aber dieser hier ist eine spannende Abwechslung. Was mir besonders gefallen hat: Ich finde die Geschichte glaubwürdig! Die Charaktere verhalten sich zudem wie Durchschnittsmenschen in Deutschland sich nun mal verhalten. Keine Veramerikanisierung, keiner hat plötzlich Maschinengewehre in der Hand. Zudem kann sich jeder mit den (teilweise) schrulligen Charakteren identifizieren. Jeder kennt einen Hübi. Spätestens im letzten Drittel wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wir nähern uns dem Showdown und die Geschichte, die in der ersten Hälfte noch etwas lose daher kam, wird immer dichter. Hier werden Fäden zusammengeführt und ich war erstaunt, mit welcher Routine der Autor das schafft. Auch gab es interessante Einblicke in die Arbeit der Polizei und Rechtsmedizin, ohne dass es zu trocken oder nervig gewesen wäre. Drei Sachen sind mir besonders im Gedächtnis geblieben: Die Traumsequenz im Kindergarten, aus der Liam schweißgebadet aufwacht. Ich wusste, dass es ein Traum sein muss, dennoch war die Szene so bedrückend und echt, dass mit ein Schauer über den Rücken lief. Das Nächste war eine Nachtszene, in der Liam wach wird und "Das Böse" spürt und daraufhin auch die Vögel verschwinden. G r o ß a r t i g. Als Letztes hat mir das Ende, sprich der letzte Absatz, sehr gefallen. Das kann sich mit vielen großen Autoren messen und erinnerte mich irgendwie ganz arg an die Verfilmung von Friedhof der Kuscheltiere - als der kleine Zombie-Gage auf seinen Vater zuläuft. Eins hat Vincent Voss allerdings auch in diesem Buch wieder geschafft: Der Hauptcharakter, Liam, ist mir egal. Ich glaube, ich mag ihn sogar nicht sonderlich. Dennoch will man wissen, wie es für ihn, Wakendorf II, Hamburg und ja, die ganze Welt wohl ausgeht. Wenn das keine Leistung beim Schreiben ist.... Fazit: Spannender deutscher Horrorroman, der das Thema der Zombie Apokalypse neu aufgreift. Regional in Norddeutschland angesiedelt, fühlt man die Bedrohung regelrecht auf sich zuwanken.

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  • Leserunde zu "Faulfleisch" von Vincent Voss

    Faulfleisch

    Verlag_TorstenLow

    Im November 2012 erschien der Roman "Faulfleisch" von Vincent Voss in unserem Verlag. Seit einigen Tagen ist das Ebook erhältlich. Der Autor Vincent Voss und der Verlag Torsten Low laden zu einer Leserunde auf LovelyBooks ein. Sowohl der Autor als auch der Verleger werden Euch bei dieser Leserunde begleiten. Ihr möchtet an der Leserunde teilnehmen? Dann bewerbt Euch bis einschliesslich 20.10.2013 fuer eines der 5 Freiexemplare. Beantwortet uns die folgende Frage: Aus welchem Film ist der erste Satz des Klappentextes angelehnt und wer sagt es in diesem Film? Wir freuen uns auf Euch! Kurz zum Inhalt: Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten nach Wakendorf II. Wegen der Kinder waren sie aufs Land gezogen. Hatten die Großstadt Hamburg gegen die Gemeinde Wakendorf II eingetauscht. Doch das Landleben ist nicht ganz so beschaulich, wie Liam es sich vorgestellt hat. Erst trifft er bei einem Spaziergang auf einen nackten, gefesselten Mann, dann vermeint er hinter einer Fensterscheibe eine blutige Hand zu sehen. Als Liam in der Alsterniederung einen blutigen Fund macht, überschlagen sich die Ereignisse. Und die Pforten der Hölle öffnen sich ...

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  • Faulfleisch

    Faulfleisch

    Blaustern

    20. December 2013 um 18:23

    Liam und Sandra sind der Meinung, dass ihre beiden Kinder in einem friedlicheren Gebiet als in der Großstadt Hamburg aufwachsen sollten. So ziehen sie nach Wakendorf II. Doch die Ehe beginnt zu kriseln, und Sandra ist die meiste Zeit bei ihrer Mutter. Liam hat große Langeweile und zieht zu Fuß durch das Umland. Dabei bemerkt er auf einem abgelegenen Hof einen geknebelten nackten Mann. Der Besitzer jedoch rechtfertigt sich mit einer Sado-Maso-Macke. Als er dann später eine Menschenhand im Maul seines Hundes entdeckt und häufiger Menschen verschwinden, macht Liam sich mit seinem Freund Tim, der ebenfalls Reporter ist, daran, Ermittlungen anzustellen. Sie begeben sich damit in größte Gefahr, die auch die ganze Menschheit bedroht. Zuerst lernen wir Liam und sein Umfeld kennen. Als er dann die grausigen Dinge auf dem Hof beobachtet, kommt Spannung auf. Endlich. Leider flaut sie schnell wieder ab und versinkt in der Eintönigkeit, die Liam umgibt. So geht es einige Male, die Spannung konnte leider nicht gehalten werden, was einen dann nicht ans Buch fesselt. Auch fehlt hier der wirkliche Grusel, der einen beängstigend vor dem Buch sitzen und Furcht vor den nächsten Zeilen haben lässt. Mehr Szenen hätte ich mir von dem abnormen Gerichtsmediziner gewünscht. Das war interessant und kam gut an, im Gegensatz zu dem eher langweiligen und ausdruckslosen Liam. Der Schreibstil ist in Ordnung. Durch die einfachen kurzen Sätze kann man ihn schnell und leicht lesen und verstehen. 

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  • Zombies in Wakendorf

    Faulfleisch

    Litis

    05. December 2013 um 12:32

    Zum Inhalt:  Liam ist mit seiner Freundin Sandra und seinen 2 Kindern nach Wakendorf gezogen. Eine ländliche Idylle im Moor, abseits des Großstadttrubels.  Zwischen Liam und Sandra kriselt es etwas, so dass Sandra bei ihren Eltern und Liam allein in ihrem gemeinsamen neuen Haus wohnt.  Weil Liam sich langweilt, unternimmt er einen Spaziergang im Moor und beobachtet einen sich auffällig verhaltenden Nachbarn. Liam kauft sich ein Fernglas, um diesen besser beobachten zu können und als er irgendwann eine abgetrennte menschliche Hand entdeckt, ist es schon längst zu spät und das Grauen hat Einzug in Wakendorf gemacht.  Meine Meinung:  Das Cover zeigt einen blutigen Handabdruck auf einer Fensterscheibe. Im Buch gibt es eine Situation, in der Liam eben diesen Abdruck beim Nachbarhaus entdeckt. Allerdings wundern mich die kaputten Scheiben auf dem Cover. Das Nachbarhaus ist bewohnt und keine Ruine, daher ist das Cover nicht ganz richtig.  Am Anfang plätschert die Geschichte so vor sich hin. Man lernt Liam kennen und begleitet ihn bei seinen Moor-Spaziergängen. Als er aber die ersten merkwürdigen Dinge beim Nachbarhaus beobachtet, erwartet man, dass die Story in Fahrt kommt. Leider war dem nicht so. Es plätscherte weiter... und weiter...  Die Eintönigkeit wird zwar ab und an durch spannende Szenen unterbrochen, aber nur, um dann wieder an die erste Stelle zu rücken. Herr Voss schafft es einfach nicht, mich zu fesseln und den Leser am Ball zu halten.  Der Hauptprotagonist Liam trägt noch zur Eintönigkeit bei. Er ist langweilig und absolut nicht ansprechend. Ein Hineinversetzen in den Charakter oder gar eine Identifikation mit diesem ist nicht möglich.  Das Ende hätte ich so nicht erwartet und es enttäuschte mich. Auch hier habe ich mir mehr versprochen.  Für eine Zombiegeschichte fehlt mir in diesem Buch einfach die richtige Action, nervenzerreißende Spannung und das Gefühl von Hilflosigkeit, das einen beim Lesen überkommt.  Leider konnte mich Herr Voss damit nicht überzeugen. Schade.

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  • Faulfleisch

    Faulfleisch

    nataliea

    13. November 2013 um 12:40

    "Faulfleisch" ist ein Horrorthriller, bei dem sich die Frage stellt, ob es Zombies gibt oder nicht. Liam und Sandra ziehen nach Wakendorf II. Denn beide sind der Meinung, dass ihre Kinder abseits des Großstadt-Dschungels aufwachsen sollen, also eher ländlich und friedlich. Allerdings ist Sandra mit den Kindern lieber in Hamburg, denn die Ehe der beiden kriselt. Da die Langeweile Liam übermannt, unternimmt er Wanderungen in den angrenzenden Wäldern und stößt dabei auf einen scheinbar verlassenen Hof. Doch plötzlich vernimmt er einen Schrei und nähert sich dem Gut. Liam entdeckt einen gefesselten und geknebelten splitterfasernackten Mann. Der Besitzer des Hofes beruhigt Liam zunächst, indem er ihm von gewissen Neigungen erzählt, die er auf dem abgelegenen Gut ausleben könne. Doch einige Tage später sieht Liam eine blutige Hand am Fenster und der Hund des Besitzers hat eine abgetrennte Hand im Maul. Des Weiteren verschwinden einige Menschen spurlos. Liam und sein Reporterfreund Tim beginnen mit Ermittlungen, welche nicht nur für sie, sondern für alle Menschen gefährlich sind... Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und leicht verständlich. Allerdings fehlte mir bei diesem Horrorthriller die Spannung. Es war ein ständiges Auf und Ab... Der Hauptprotagonist Liam ist recht unsympathisch und leider auch langweilig. Im Gegensatz hierzu war die Perspektive des absolut durchgeknallten Gerichtsmediziners, welcher ursächlich für die Zombiefrage ist, ziemlich aufschlussreich und meiner Meinung nach wurde auf diesen zu wenig eingegangen. Auch die Nebenfiguren empfand ich als interessant und besprechenswert. Mir persönlich hat der Gänsehautfaktor und der Grusel an vielen Stellen gefehlt. Auch war es an manchen Stellen nicht sehr spannend. Allerdings waren sehr gute Ansätze vorhanden, aus denen man mehr hätte machen können. Daher leider nur 2,5 von 5 Punkten.

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  • EIn ständiges Auf und Ab an Spannung

    Faulfleisch

    ChattysBuecherblog

    11. November 2013 um 12:25

    Zum Inhalt: Liam entdeckt schon früh sein Interesse an Knochen. Katzenknochen, Knochen von Kröten, Walfischknochen etc. aber auch Menschenknochen. Während seines Medizinstudiums lernt er Menschen kennen, die sich selbst aufessen wollen. Somit ist sein Interesse an Kanibalismus geweckt.   Meine Meinung: Nach einem eher nichtssagenden Anfang, hat das Buch nach ca. 20 Seiten endlich etwas an Fahrt aufgenommen. Aber leider, auch direkt danach schon wieder nachgelassen. Ein ständiges Auf und Ab an Spannung und ein Hauptprotagonist der nur so vor Langweile trotzt und auch in der Geschichte stört. Sehr schade!

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  • Schockierend ungruselig

    Faulfleisch

    progue

    05. November 2013 um 15:56

    Wakendorf II - das klingt doch schon nach Land, Ruhe, Frieden und vielleicht sogar ein bisschen Langeweile. Aus genau diesem Grund sind Liam und Sandra von Hamburg dorthin gezogen: damit die Kinder ohne Angst abseits der Großstadt aufwachsen können. Doch es kriselt in der Ehe und Sandra ist mit den Kindern mehr bei ihrer Mutter als zuhause. Liam langweilt sich und unternimmt lange Spaziergänge in dem weiten, freien Land. Eines Tages bemerkt er dabei auf einem abgelegenem Hof einen nackten Mann mit Knebel im Mund; der Besitzer des Hofes winkt ihn mit einer Sado-Maso-Homo-Erklärung weiter. Eine blutige Hand an einem Fenster macht Liam noch misstrauischer - befindet er sich an dem Schauplatz eines Verbrechens? Nur kurze Zeit später wird es noch schlimmer: der Hund des Hofbesitzers schleppt eine Menschenhand mit sich herum und dann verschwinden immer mehr Leute ... Liam und Tim, sein Freund und zufälligerweise auch Reporter, beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen und geraten dabei nicht nur in eine tödliche Gefahr für sich, sondern der ganzen Menschheit. Zombies gibt es nicht, oder? Genau das ist die Kernfrage dieses Buches, die sich der Protagonist Liam stellt bzw. ist es sogar eine essentielle Frage, der er sich hier stellen muss. Ich nehme es vorneweg: Ich finde, er macht das nicht sonderlich gut, dieser Liam. Würde ich bereits mehrmals Verdacht in diese Richtung schöpfen, könnte ich noch so rational veranlagt sein - allein um meine Kinder zu schützen, würde ich anders handeln, als es Liam tut. Denn der handelt lange Zeit überhaupt nicht, und das ist es, was dem Buch die Spannung nimmt. Man erwartet eine sich langsam aufbauende Angst, den kalten Zeigefinger, der unverhofft über das Rückgrat streicht und wohlige Schockmomente verusacht. Die meiste Zeit ist man damit beschäftigt, sich den gänzlich uninteressanten und unspannenden Tätigkeiten Liams zu widmen, von denen sich die wenigsten in irgendeiner Form mit dem Problem vor Ort beschäftigen. Interessant wird es eigentlich nur immer dann, wenn sich die Perspektive auf andere verlegt: ob es der Gerichtsmediziner ist, der die Zombiesache verursacht hat und der herrlich irre ist (leider wird auf den dann überhaupt nicht mehr eingegangen) oder all die anderen Leute, die in der Gegend leben und arbeiten, und die irgendwie betroffen sind, immer dann wird es spannend, obwohl der Autor bereits nach den ersten zwei oder drei Beispielfällen keinen Zweifel mehr am Ausgang lässt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mehr erwartet hatte. Mehr beängstigende Momente, mehr Spannungsaufbau, mehr wirklichen Grusel. Mir ist klar, dass es schreiberisch nicht so leicht ist, Angst rüberzubringen, das klappt visuell bei einem Film einfach besser, aber ich fand, dass zuviel Fokus auf unwichtige Dinge gelegt wurden, welche jegliche aufkommende Spannung von vornherein erstickten. So bleibt im Endeffekt eine sehr interessante Idee in der Umsetzung stecken. Von mir gibt es 2,5 Gruselpunkte.

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  • Vincent Voss: Faulfleisch

    Faulfleisch

    Elmar Huber

    25. April 2013 um 09:07

    „Mittlerweile kommunizierten wir nur noch chiffriert und unsere Texte waren gelegentlich komisch prosaisch. Essen nannten wir tanzen, ein Ohr war ein Blumenkohl. Thanatos bezog seine Nahrung aus seinem anwachsenden Klientenstamm und seiner Szene aus Selbstverstümmlern.“ STORY Die Ehe von Liam und Sandra steht gerade auf dem Prüfstand, weswegen er nun mit Sohn Jack in dem gemeinsam erworbenen Haus in der wakendorfschen Provinz lebt, während seine Frau mit Tochter wieder in Hamburg wohnt. Die ungewohnte provinzielle Stille beunruhigt den eingefleischten Großstädter Liam und treibt ihn zu Spaziergängen ins nähere Umland, wo ihm auf einem ehemaligen Bauernhof in der Nachbarschaft plötzlich ein gefesselter und geknebelter nackter Mann in die Arme läuft. Der Hausbesitzer hat eine Erklärung parat, kann aber Liams Gefühl, dass hier mehr als gleichgeschlechtliche S/M-Spiele ablaufen, nicht vollständig zerstreuen. Tatsächlich hat Liams Nachbar Geschmack an Menschenfleisch gefunden, das ihm auf Dauer allerdings nicht bekommt. Ein blutiger Handabdruck am Kellerfenster veranlasst Liam schließlich als Detektiv aktiv zu werden. Dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt wird spätestens dann klar, als verschiedene Nachbarn plötzlich einen Appetit auf Menschenfleisch entwickeln. „Die Scheibe war beschlagen, vielleicht sogar beschmiert. Am einfachsten wäre es, wenn er dorthin gehen würde, aber er traute sich nicht. Er neige den Kopf zur Seite und fühlte sich in seiner Wahrnehmung bestätigt. Schmierig. Aber ob es Blut war, konnte er nicht sicher sagen. Vielleicht hatte auch das Licht seiner Wahrnehmung einen Streich gespielt. Aber es war eine Hand gewesen.“ MEINUNG Nachdem Vincent Voss kurz zuvor bereits seinen Debütroman 172,3 im Luzifer Verlag veröffentlicht hat, hat der bekennende Zombiefan zeitnah FAULFLEISCH im Verlag Torsten Low hinterhergeschoben. Mit TÖTE JOHN BENDER erscheint demnächst innerhalb kurzer Zeit der dritte Roman des Autors wieder im Luzifer Verlag. Was in FAULFLEISCH sehr angenehm auffällt ist, dass sich Vincent Voss zunächst erfolgreich bemüht eine Stimmung der Alltäglichkeit aufzubauen, auch wenn sein Protagonist Liam, als wir ihn kennenlernen durch die Trennung von Frau und Tochter gerade etwas entwurzelt ist. Wie unzählige andere Horrorromane zeigen, der perfekte Zeitpunkt, ihn mit etwas Unerklärlichem zu konfrontieren. Dass Liam als Broterwerb in Heimarbeit einem Projekt mit scheinbar butterweicher Deadline nachgeht, erlaubt es Autor Voss, ihn lange Spaziergänge im ungewohnt ruhigen und nebelverhangenen Umland unternehmen zu lassen. Insgesamt muss man dem Autor bescheinigen dass er es verstanden hat, seine Figur Liam perfekt zu zeichnen und auch absolut nachvollziehbar denken und handeln zu lassen. Sei es beispielsweise die planmäßige Erkundung der nachbarschaftlichen Situation, oder ein ungeplanter Seitensprung mit einer ehemaligen Kollegin. Lange Zeit herrscht diese Normalität und Rationalität vor, die immer weiter durch teils herrlich-skurrile Situationen aufgeweicht wird, bis gegen Ende schließlich Liams versprengt lebenden Nachbarn sich nach und nach zu fleischfressenden Untoten entwickeln. Hier beginnt der Roman inhaltlich zu schwächeln, denn nach Patient 0 folgt lediglich noch eine Aneinanderreihung mehrerer Zombieangriffe bis hin zum abrupten Ende. Dem plötzlichen und radikalen Schluss unterstelle ich volle Absicht, geht er doch konform mit vielen Klassikern des Genres. Stilistisch sehr angenehm sind die kurzen, einfachen Sätze, die Vincent Voss abfeuert. Das macht den Roman eingängig, sehr leicht und schnell lesbar und hilft, sich schnell in den einzelnen Szenen zurecht zu finden. Der durchgehend unterschwellige Humor tut ein übriges, FAULFLEISCH zu einer angenehmen Lektüre zu machen. Innerhalb der Horrorsparte im Verlag Torsten Low ein würdiger Nachfolger für Cecille Ravencrafts IM ZENTRUM DER SPIRALE. Anders sieht es leider mit der Covergestaltung aus. Obwohl das Umschlagmotiv von der geschätzten Chris Schlicht (z.B. Covermotive für METAMORPHOSEN, DIE KLABAUTERKATZE, SARAMEE) stammt, wirkt es - ebenso wie der bis zur Unschärfe gedehnte Titelschriftzug - behelfsmäßig am PC zusammengezimmert und animiert damit nicht gerade zum Kauf. FAZIT Dieses Buch sollte man nicht nach dem Umschlag beurteilen. Großteils - in seiner Normalität – erfrischend neues Zombieszenario, das zum Ende doch in bekannte Bahnen einschwenkt.

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