Vincent Voss , Constantin Dupien Ruf der Dunkelheit

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(2)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ruf der Dunkelheit“ von Vincent Voss

Das Böse erwacht! Weihnachten 1914. Es lauert in den Schützengräben: Eine Macht, die Jahrhunderte im Verborgenen schlummerte, wird durch das zermürbende Kriegstreiben im regendurchtränkten Flandern geweckt. Dunkle Schatten nähern sich den Stellungen der Krauts und Tommys, gefährlicher noch als das Trommelfeuer der Mörser und Haubitzen. Immer mehr Leichen säumen die Schlachtfelder. „Wer eine großartig geschriebene Spannungslektüre zu schätzen weiß und am eigenen Leib erleben möchte, wie unaussprechliches Grauen einen fest im Griff hat, sollte hier zugreifen.“ |Horror and More "Diese Geschichte hat alles, was eine Horror-Geschichte haben muss: Böses, Dunkelheit, das Spielen mit den Vorstellungen der Leser, dem durchtriebenen Lachen der Autoren, weil sie noch eins draufsetzen, und ganz viel (subtile) Angst.“ | In Flagranti Books Ein packender Horror-Roman von Vincent Voss und Constantin Dupien.

Der Schrecken des Krieges einmal anders...

— Virginy
Virginy

Dieses Buch kombiniert gekonnt die Schrecken des Ersten Weltkrieges mit Horror der düstersten Sorte. Erstklassig!

— JanaOltersdorff
JanaOltersdorff
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der Schrecken des Krieges

    Ruf der Dunkelheit
    Virginy

    Virginy

    25. July 2016 um 01:26

    Weihnachten 1914, irgendwo in den flandrischen Schützengräben. Deutsche und Briten stehen sich gegenüber, erobern und verlieren gegnerische Unterstände und so geht das schon eine halbe Ewigkeit, hinzu kommt noch das trostlose, nasskalte Wetter. William Mallory ist ein 22-jähriger britischer Soldat, dem einer seiner Kameraden eines Abends etwas von einem Geheimeinsatz erzählt, man will sich bis unmittelbar vor die deutschen Stellungen durchbuddeln und steht kurz vor dem Ende. Doch als Mallory in das Loch und den dahinterliegenden Gang hinabsteigt, fühlt er eine bösartige Präsenz. Und dann beginnen sich seine Kameraden zu verändern... Auf deutscher Seite lässt uns Walter an seinen Erlebnissen teilhaben. Auch dort gehen Gerüchte über seltsame Morde um, auf beiden Seiten werden immer wieder ausgeweidete angefressene Leichen gefunden und bald hat auch Walter ein komisches Gefühl, es scheint dort draußen tatsächlich noch etwas schrecklicheres als den Krieg zu geben. Nachdem Walter und Mallory aufeinandergetroffen sind, eskaliert das Ganze... Vincent Voss und Constantin Dupien lassen uns in "Ruf der Dunkelheit" am Grauen des 1. Weltkrieges teilhaben und wir erleben die Sicht von beiden Seiten, eigentlich eine gute Idee, aber irgendwie hat es mich trotzdem nicht so richtig gepackt, allerdings kann ich nicht mal genau sagen, warum. Vielleicht, weil ich mit beiden Hauptprotagonisten nicht so recht warmgeworden bin. Für "Ruf der Dunkelheit" gibts von mir 3,5 von 5 Sternen...

    Mehr
  • Wenn die Dunkelheit ruft ...

    Ruf der Dunkelheit
    JanaOltersdorff

    JanaOltersdorff

    29. June 2016 um 09:52

    Wenn mein Lieblingsherausgeber und mein Lieblingsautor gemeinsame Sache machen, kommt dann dabei ein neues Lieblingsbuch heraus? Nun, auf jeden Fall stand für mich fest, dass ich das von Vincent Voss und Constantin Dupien gemeinsam geschriebene Werk "Ruf der Dunkelheit" unbedingt lesen musste. Nun ergab es sich, dass ich das Buch bei einem Gewinnspiel ergattern konnte. Obwohl genug andere Bücher darauf warteten, von mir gelesen zu werden, wollte ich wenigstens schon einen kurzen Blick hineinwerfen - und habe es gleich ganz gelesen. "Ruf der Dunkelheit" verfolgt einen spannenden Ansatz. Die Geschichte kombiniert die Schrecken des Ersten Weltkrieges mit Horror der düstersten Sorte. Dabei verarbeiteten die Autoren den Weihnachtsfrieden, der tatsächlich im Jahr 1914 zwischen den Deutschen und den Briten stattgefunden hatte: Einen Abend lang vergaßen die Soldaten in den Schützengräben in Flandern, dass sie Feinde waren und einander bekämpften. Stattdessen feierten sie gemeinsam das  Weihnachtsfest. Vor diesem Hintergrund folgt der Leser den Schicksalen zweier Soldaten, die stellvertretend die jeweilige Front beschreiben. Private William Mallory ist der eine, ein britischer Soldat, der die Geschehnisse als Ich-Erzähler in der Vergangenheitsform wiedergibt, seine Parts lesen sich wie eine Mischung aus Tagebuch und Brief. Walter Heilmann ist der Name des deutschen Soldaten, seine Kapitel werden ebenfalls aus der Ich-Perspektive, aber in der Gegenwartsform erzählt, was mich als Leserin noch viel näher an die Geschichte heranzieht. Während ich mit Mallory gemeinsam auf die Schrecken zurückblicke und seine im Nachhinein gezogenen Schlüsse mitvollziehe, weiß ich bei Walter immer nur das, was auch Walter in dem Moment weiß. Beides hat seinen Reiz, und beides harmoniert ganz wunderbar miteinander, auch die verschiedenen Schreibstile von Voss und Dupien greifen ineinander wie Teile eines Uhrwerks. Zunächst erfährt man einiges über die realen Schrecken des Krieges. Ich fühlte mich schnell an meine damalige Pflichtlektüre in der Schule erinnert, als wir "Im Westen nichts Neues" lesen mussten. Aber es dauert nicht lange, bis das Grauen Einzug hält. Es ist namen- und formlos, eine dunkle Macht, die im Boden steckt, auf dem der Krieg ausgetragen wird, und es ergreift nach und nach Besitz von den Soldaten. Es schickt sie in den Wahnsinn, lässt sie unaussprechliche Dinge tun und verwischt die Grenzen zwischen Realität und Vision. Spätestens als Mallory und Walter einander irgendwo zwischen den Fronten begegnen, eskaliert die Lage. "Ruf der Dunkelheit" ist wahnsinnig düster, über allem schwebt permanent diese unbestimmte Bedrohung. Ich bin keine Expertin, was Kriegsführung und Waffenkunde im Allgemeinen und den Ersten Weltkrieg im Speziellen betrifft, aber ich hatte zu jedem Zeitpunkt den Eindruck, dass die Autoren ihre Hausaufgaben sorgfältig gemacht haben. Man muss auch nicht wirklich Ahnung von Militärkunde und deutscher Geschichte haben, um Gefallen an der Lektüre zu finden. Denn der Krieg und seine Schrecknisse bilden lediglich den Rahmen und bieten dem Bösen, das dort in seinen Schatten lauert, genügend Versteckmöglichkeiten. Auch wenn mir das Ende fast ein wenig zu abrupt daherkam, hat mir dieses Buch richtig gut gefallen, denn seine extrem gruselige Atmosphäre hatte mich von Anfang bis Ende in seinem Bann - so etwas mag ich sehr! Ich habe auf meinem Blog 4,5 von 5 modrig riechenden Soldatenstiefeln vergeben. Da das mit den halben Sternen hier nicht funktioniert, habe ich mich zu Gunsten der Autoren für die volle Punktzahl entschieden: 5 Sterne!

    Mehr
  • Ich habe nichts anderes erwartet

    Ruf der Dunkelheit
    lord-byron

    lord-byron

    Weihnachten 1914. Es lauert in den Schützengräben: Eine Macht, die Jahrhunderte im Verborgenen schlummerte, wird durch das zermürbende Kriegstreiben im regendurchtränkten Flandern geweckt. Dunkle Schatten nähern sich den Stellungen der Krauts und Tommys, gefährlicher noch als das Trommelfeuer der Mörser und Haubitzen. Immer mehr Leichen säumen die Schlachtfelder. Eeeendlich mal wieder ein Buch das mich begeistern konnte. Ich dachte schon, dass da dieses Jahr nichts mehr kommt, doch dann kam "Ruf der Dunkelheit". Die Geschichte spielt auf dem Schlachtfeld, was an sich schon gruselig ist. Die verfeindeten Nationen England und Deutschland stehen sich auf dem Schlachtfeld gegenüber. Die Schützengräben der jeweiligen Lager sind nur wenige Meter voneinander entfernt. Die Soldaten frieren, haben hunger, sind demoralisiert und haben eine scheiß Angst. Ständig knallt es irgendwo und selbst nachts geht die Schießerei weiter. Schlaf findet kaum einer und die Jungs sind einfach fertig. Weihnachten ist nicht mehr fern und die Soldaten können sich nicht schöneres vorstellen, als zu Hause in der warmen Stube mit ihren Liebsten zu feiern. Aber das wird ein Wunschtraum bleiben und dann geht das Grauen erst richtig los..... Das Buch ist aus der Sicht zweier Soldaten geschrieben. Dem Engländer Mallory und dem Deutschen Walter und der Leser merkt schnell, dass die Beiden sich kaum voneinander unterscheiden, auch wenn jeder die andere Nation als Monster sieht. Die Engländer wollen einen Tunnel graben um näher an die Stellung der Deutschen zu kommen und graben dabei irgendetwas aus...Das Buch hat wirklich alles was ein guter Horrorroman haben sollte: Spannung, Dunkelheit, eine beklemmende Stimmung und Angst. Beim Lesen konnte ich alles direkt vor mir sehen und das ist besser als jeder Film. Kein Film kann es mit der Fantasie eines Lesers aufnehmen, wenn der Schreibstil gut ist. Natürlich kann ich die Angst, die die armen Soldaten in ihren Schützengräben hatten, nicht im entferntesten nachempfinden, denn zum Glück musste ich so etwas noch nie miterleben,  aber diese Stimmung kommt sehr gut rüber. Und dann kommt auch noch ein zweites Grauen dazu. Etwas kaltes, bedrohliches, das seltsamer weise nicht alle wahrnehmen können.  Die beiden Autoren haben auch nicht mit Blut gespart und obwohl das Büchlein gerade mal 116 Seiten dünn ist,  haben sie es geschafft eine komplette Geschichte darauf unterzubringen die wirklich Hand und Fuß hat. Mit Gefühlen wurde auch nicht gespart und ich kann gar nicht anders als hier 5 von 5 Byrons zu vergeben. Ich könnte noch ewig weiter schwärmen, aber sinnvoller ist es, ihr besorgt euch das eBook und lest die Geschichte selbst. Ihr werdet nicht enttäuscht werden. Und lasst euch vom  Kriegshintergrund nicht abschrecken. Der macht das Ganze erst so richtig rund, auch wenn man sonst eher keine Kriegsgeschichten liest. Danke, dass ich das Jahr mit einer guten Geschichte abschließen konnte.  © Beate Senft                       

    Mehr
    • 10
  • Sehr düster, sehr gruselig. Sehr gut!

    Ruf der Dunkelheit
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    22. December 2015 um 07:52

    Meinung Constantin Dupien und Vincent Voss. Zwei Namen, zwei Autoren und eine Vorstellung, wie das Werk der beiden sein muss. Daran kommt wohl niemand vorbei, der sich lesetechnisch in diesem Genre bewegt und ich freue mich, eine der wenigen gewesen zu sein, die das Buch vorab schon lesen durften! Ich kenne schon ein paar kurze Geschichten von den Autoren… und da hört es auch schon wieder auf. :-D Ich hatte keinerlei Erwartungen an die Geschichte nurein paar kleine Vorstellung und vielleicht die ein oder andere Idee, die aufgrund der Werbung in den sozialen Netzwerken entstanden sind. Aber sonst: nur keinen Stress und nur „keinen“ Erwartungsdruck. Tjahaa, lieber Constantin, lieber Vincent, um es mal auf den Punkt zu bringen: die Messlatte lag hoch! ;-) Mir wurde versprochen, dass es böse wird. Sehr böse. Ganz ganz böse. Wurde es böse? Es wurde auf jeden Fall anders, wie gedacht. Die Messlatte verwarf ich also schnell wieder. *hier das Erleichterungsschnaufen der Autoren einfügen* ^^ So, lassen wir den Spaß mal beiseite und machen einen auf professionell. Die Geschichte wird von zwei Hauptcharakteren getragen und spielt mitten im Krieg. Die Deutschen kämpfen gegen die Briten, es ist erbittert, der Hass greifbar, aber es geht nicht voran. Jeder Zentimeter, der gestern gewonnen wurde, war heute schon wieder verloren und morgen wurde er wieder gewonnen. Die Kräfte waren am Ende, niemand wusste, wann dieser Kampf vorbei sein würde und das schlimmste: es regnete so ziemlich die ganze Zeit. Ich vertrete ja die Theorie, dass, wenn es irgendwo anfängt zu regnen (Film, Buch), dann passiert bald etwas Schlimmes! Was sagt uns das? In dieser Geschichte hier, passiert die ganze Zeit etwas Schlimmes und jeder der das Buch schon kennt, wird mir nun zustimmen. Denn es passieren wirklich schlimme Dinge, die der Leser aber erst sieht, wenn er alles kennt, wenn das Buch zu Ende ist, aber die Geschichte noch nicht. Mallory und Walter. Zwei Soldaten auf unterschiedlichen Seiten, mit unterschiedlichen Erlebnissen aber einem Ziel, für das es sich zu sterben lohnt: das Ende des Krieges. Was sind die beiden bereit dafür zu tun? Und sind die jeweils anderen Soldaten wirklich der Feind, den man im Auge behalten sollte, oder gibt es am Rande des schlammigen Kampffeldes vielleicht noch etwas anderes, Gefährlicheres, dass keiner von ihnen Ignorieren darf? Die beiden Autoren spielen zu Anfang sehr gekonnt mit den Vermutungen der Leser und ich musste bei ungefähr 20% abbrechen, um dann am nächsten Tag im Hellen weiter zu lesen. Ich glaube, dass das ein Fehler war, denn im Hellen wirkte die Szenerie nicht mehr ganz so erschreckend. *Notiz an mich selbst: nicht wieder machen!* Zu den Personen selbst, oder der Handlung werde ich gar nichts weiter sagen, denn so dick ist das Buch nicht und ich möchte ungern spoilern. Was ich aber sagen kann, ist folgendes: Die Geschichte als solche mochte ich. Eine klassische Horror-Geschichte, die mit den Vorstellungen der Leser spielt, anstatt ihnen etwas vorzusetzen, was so ist, wie es eben ist. Es gibt keine genauen Beschreibungen, was das Böse ist, wie es aussieht, oder was es tut. Ich reimte mir viel selbst zusammen, verwarf es wieder und sah zwischendurch unter meinem Bett nach. ^^ Die Spannung wird gekonnt durch Kapitel- und Personenwechsel aufgebaut. Ich stellte Vermutungen auf, was das Ende betrifft, nur um dann vor dem Ende zu stehen und den Kopf zu schütteln.. Denn wie oben schon erwähnt, das Buch ist zu Ende, aber die Geschichte noch nicht vorbei und genau DAS macht eine sehr gute Horror-Geschichte aus: Was stellt sich der Leser am Ende vor? Was pflanze ich als Autor in den Kopf meines Lesers? Constantin Dupien und Vincent Voss haben genug Samen gesät (Insider^^), um ihre Leser vom Schlafen abzuhalten, auch wenn ich fand, dass im letzten Drittel die Spannung etwas nachließ und es mir persönlich zu hektisch wurde. Etwas mehr klassische Horror-Schwingungen, etwas mehr „Klappern auf dem Dachboden“ und etwas weniger Vorschreibungen der Autoren, dann hätte ich am Ende wohl als ängstliches Häuflein in der Ecke gesessen. So kam mir alles zu schnell, was aber nicht heißt, dass ich eine gute Horror-Geschichte als solche nicht erkenne. Fazit Diese Geschichte hat alles, was eine Horror-Geschichte haben muss: Böses, Dunkelheit, das Spielen mit den Vorstellungen der Leser, dem durchtriebenen Lachen der Autoren, weil sie noch eins draufsetzen und ganz viel (subtile) Angst. Von Nebel durchdrungenes Wimmern, das letzte Aufbäumen der Hoffnung und ihr röchelndes Sterben, während die letzten Lichter verlöschen. Auch wenn gegen Ende m.E. die Spannung etwas abflaute, so schaffte ich es doch nicht, die Geschichte im Dunkeln zu lesen. An dieser Stelle also von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die sich in diesem Genre zu Hause fühlen Bewertung „Ruf der Dunkelheit“ von Constantin Dupien und Vincent Voss bekommt von mir sehr gute 4 von 5 Marken. Die ersten zweidrittel waren der Hammer, aber das letzte Dritten ließ die Spannung und die Angst vom Anfang vermissen.

    Mehr