Vincent Voss Töte John Bender!

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Inhaltsangabe zu „Töte John Bender!“ von Vincent Voss

Don't you – forget about me … Tom Breuer, Seniorcoach und Geschäftsführer von ›Cazimi Coaching‹ bietet Führungskräften ein besonderes Coaching an: Für ein Wochenende schlägt eine kleine Gruppe hochrangiger Manager ihr Zeltlager auf der unbewohnten Insel Tyreholm in der dänischen Südsee auf. Doch dieses Mal ist noch jemand auf der Insel und fordert Tom zu einem Spiel auf Leben und Tod heraus. Der Schlüssel zum Sieg liegt in seiner Vergangenheit und er muss ihn schnell finden, um sein Leben und das seiner Teilnehmer zu schützen. Doch dann stellt er fest, dass er seiner eigenen Gruppe nicht trauen kann … (Quelle:'Flexibler Einband/06.05.2013')

AAAAAAHHHHHHH, das war ein Spaß! Sehr geiles Buch, hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen.

— Moryahh

Kluger, kurzweiliger Thriller. Liest sich fix weg. Toller Plot, der auf witzige Ideen baut, statt auf ermüdendes, seitenlanges Geplänkel.

— delijha

Unheimlich und spannend!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Töte John Bender!

    Töte John Bender!

    Elmar Huber

    25. July 2014 um 15:17

    „Er ging noch näher und roch daran. Frisch. Nicht vollkommen frisch, die Farbe war schon verkrustet, aber doch so frisch, dass er sie richten konnte und der Kern von dick aufgetragenen Stellen weich war. So frisch, dass es mit den anderen sonderbaren Ereignissen auf der Insel zusammenfallen konnte. John, John, JOHN. In allen Schreibarten und Schriftfarben. Geschwungen, abgehackt, schief, versetzt. Als wäre es von mehr als einer Person geschrieben worden … oder von einem Wahnsinnigen!“ STORY Vollblutcoach Tom Breuer und sein Assistent Jens bringen eine neue Gruppe angehender Führungskräfte auf die unbewohnte Insel Tyrejolm in der dänischen Südsee, um dort eines ihrer besonderen Seminare mit Abenteuercharakter abzuhalten. Mit Hilfe gemeinsamer Aktivitäten, einer vorbereiteten Schatzsuche und diversen Rollenspielen sollen die fünf Teilnehmer auf ihre weitere berufliche Entwicklung vorbereitet werden. Beunruhigende Entdeckungen und geheimnisvolle Botschaften lassen jedoch vermuten, dass die Gruppe nicht alleine auf Tyreholm ist. Ein bedrohlicher Fremder geistert über das Eiland, der es offenbar auf die Seminarteilnehmer abgesehen hat. Oder ist nur Tom Breuer sein Ziel? Und ist der Täter überhaupt ein Unbekannter oder jemand aus der Gruppe? Die Antwort liegt in Toms Vergangenheit. „Sollte das der König des Waldes sein? Tom hatte etwas anderes erwartet, konnte sich aber durchaus vorstellen, dass das Brüllen von diesem antiquierten Lastwagen ausgegangen war. Wider einer besseren Eingebung kniete er sich davor hin und huldigte dem Wesen, das er hinter den abgeblätterten Lack und dem von Rost zerfressenen Metall wähnte. Er warf seinen Oberkörper in den aufgeweichten Boden und verneigte sich mehrmals hintereinander, wobei er bedrohlich mit der Waffe hantierte.“ MEINUNG Vincent Voss ist ein bekennender Horror-Aficionado und ein Kind der 1980er, wo u.a. mit in DIE HORROR-PARTY (OT: APRIL FOOLS DAY) und PROM NIGHT einige filmische Bearbeitungen dieses Rachethemas entstanden sind. Eben damals ergatterte – im vorliegenden Roman – der allseits beliebte Tom Breuer in einer Schulaufführung des BREAKFAST CLUB die Rolle des Losers John Bender. Nach Überzeugung seines zur Bühnentechnik abgeschobenen Mitschülers eine veritable Fehlbesetzung, zumal Breuer über keinerlei Schauspieltalent verfügte. Auf Tyreholm soll Breuer nun, Jahre später, die Rechnung für seine damalige Vermessenheit zahlen. Dass die ganze Racheaktion in keinem Verhältnis zu dem vergangenen, objektiv angerichteten Schaden steht – nämlich keinem, bis auf den verletzten Stolz eines verschmähten Schulmimen -, mag man entweder als Plotloch ansehen oder eben als schlagenden Beweis für die gefährliche Besessenheit des selbsternannten Rächers, der für den Leser bis zum Ende unbekannt bleibt. Dieses „Whodunit“-Element nutzt Vincent Voss um reichlich Verdachtsmomente in die Handlung zu konstruieren, die jedoch nie aufgesetzt wirken. Dass die Handlung zwar in der dritten Person, doch fast ausschließlich aus der Perspektive von Tom Breuer geschildert wird – inklusive Toms Gedanken zur Identität des Störenfrieds -, verleiht dem Geschehen eine subjektive Färbung, die den Roman durchgehend „lebendig“ hält. Passend zu dem eingeschränkten räumlichen und zeitlichen Rahmen der schafft es der Autor, seinen Roman über die komplette Länge sehr konzentriert und mit einem beachtlichen Tempo zu erzählen, so dass kleinere Unebenheiten im Handlungsablauf einfach „überrollt“ werden. Auch in Sachen Charakterzeichnung und –entwicklung praktiziert Vincent Voss den willkommenen Grundsatz „so viel wie nötig, so knapp wie möglich“. Dass der Autor seinen spitzbübischen Humor nicht verloren hat, zeigt sich in den Szenen, in denen Tom unter Drogeneinfluss agiert und die folgerichtig ebenfalls aus Toms Blickwinkel geschildert werden. Mit der Publikation dreier Romane innerhalb von zwei Jahren (FAULFLEISCH, Verlag Torsten Low, 172,3 und TÖTE JOHN BENDER!, beide Luzifer Verlag) hat Vincent Voss nach der Veröffentlichung zahlreicher Kurzgeschichten in Anthologien und Magazinen endgültig der Sprung zu einer ernstzunehmenden und sogar preisgekrönten (VINCENT PREIS für einige Kurzgeschichten sowie für den Roman 172,3) Stimme der deutschen Phantastik geschafft. TÖTE JOHN BENDER! ist derzeit für den VINCENT PREIS 2013 in der Kategorie „Bester Roman“ nominiert. Coverkünstler Timo Kümmel hat für das Titelmotiv die abgedunkelte Strandansicht einer Insel gewählt, über die in verschiedenen Handschriftarten „TÖTE JOHN BENDER!“ gelegt wurde. Damit bezieht sich das Motiv auf eine Schlüsselszene des Romans. Das Paperback mit Klappenbroschur macht außen wie innen einen sehr hochwertigen Eindruck und sieht auch nach dem Lesen noch aus wie neu. FAZIT Außergewöhnlicher Rache-Thriller, der in einem beachtlichen Tempo erzählt wird und damit etwaige Schwachstellen einfach überfährt. Der Racheplot und die Verankerung in den 1980er Jahren machen TÖTE JOHN BENDER zu einer Art „quick n dirty“-Variante von Stfean Melneczuks MARTERPFAHL. Großartig!

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  • Verlosung der Lieblingsbücher 2013 vom LovelyBooks-Team - unsere Buchtipps für euch!

    Daniliesing

    Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen! Unsere Buchtipps: 1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin. Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet. "Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich. Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente... 2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten! 3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft. 4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre. 5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch! Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit... Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert. Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. 6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt. 7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ... 8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler "Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler! 9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack „Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant. 10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt! Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  • Buchverlosung zu "Töte John Bender!" von Vincent Voss

    Töte John Bender!

    LUZIFER_Verlag

    Liebe lovelybooks-Leser, hier verlosen wir 3 Bücher des neuesten Thrillers aus unserem Hause. Wir drücken allen Teilnehmen ganz fest die Daumen und wünschen bereits jetzt viel Freude beim Lesen ... Don't you – forget about me … Tom Breuer, Seniorcoach und Geschäftsführer von ›Cazimi Coaching‹, bietet Führungskräften ein besonderes Coaching an: Für ein Wochenende schlägt eine kleine Gruppe hochrangiger Manager ihr Zeltlager auf der unbewohnten Insel Tyreholm in der dänischen Südsee auf. Doch dieses Mal ist noch jemand auf der Insel und fordert Tom zu einem Spiel auf Leben und Tod heraus. Der Schlüssel zum Sieg liegt in seiner Vergangenheit und er muss ihn schnell finden, um sein Leben und das seiner Teilnehmer zu schützen. Doch dann stellt er fest, dass er seiner eigenen Gruppe nicht trauen kann … TÖTE JOHN BENDER! der neue Thriller von Vincent Voss Leseprobe

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  • Managertraining mit Hindernissen

    Töte John Bender!

    utaechl

    03. July 2013 um 05:06

    Inhalt: Tom Breuer leitet ein Managerseminar auf einer dänischen Insel. Diesmal sind sie jedoch nicht alleine und stoßen schon bald auf verstörende Spuren, die das Wochenende anders verlaufen lassen, als geplant. Tom versucht die Zügel in der Hand zu behalten, beginnt aber schon bald, jeden zu verdächtigen, so dass ihm immer mehr die Regie entgleitet, ganz untypisch für den coolen Seniorcoach. Setting: Vincent Voss gibt dem Leser mit diesem Buch einen gelungenen Einblick in die Welt der Managerseminare. Man erfährt etwas über den Ablauf, die Ziele und die Herausforderungen, denen sich die mehr oder minder perfekten Manager stellen müssen. Angereichert wird dies natürlich mit interessanten Thrillerelementen, so dass es weder trocken noch langweilig wird. Der angenehme Schreibstil lässt einen nur so von Kapitel zu Kapitel eilen. Die Insel und das Leben auf ihr werden schön beschrieben und vor dem Augen des Lesers mit Leben gefüllt. Ein abgelegener Ort, der ohne den geheimnisvollen Fremden sicher zum Urlaub machen einlädt. Charaktere: Sehr unterschiedlich kommen sie daher, die Manager und ihre Coaches. Tom ist der souveräne, der schon alles gesehen und erlebt hat, an seiner Seite ein Juniorcoach, der sich vielleicht den falschen Beruf ausgesucht hat. Ihnen gegenüber stehen die Manager, die unter ihrer Fassade einiges zu verbergen haben. Man lernt sie schnell oberflächlich kennen und ist überrascht, was im Verlauf der Geschichte dann doch noch an Informationen über sie ans Licht kommt. Parallel dazu wird Toms Souveränität immer mehr ins Bröckeln gebracht. Alles ist sehr schön herausgearbeitet, wird dem Leser angemessen vermittelt und es fällt leicht, emotionale Bindungen zu den Charakteren aufzubauen, wobei bis zum Schluss garantiert ist, dass man nicht wirklich weiß, wer hinter dem mysteriösen Fremden steckt. Geschichte: Ein einfaches Setting, das anfangs noch an klischeehafte Horror-Filme erinnert (einsame Insel, mehrere Leute, ein Böser) entwickelt sich schnell zu einer psychologischen Exkursion in die Seelen der Charaktere. Langsam  kommt heraus, wie sie ticken und man wundert sich, wer so alles Manager werden kann. Gleichzeitig wird von Vincent Voss die bedrückende, verunsichernde Grundstimmung durchgehend aufrecht erhalten. Man beginnt als Leser selbst hinter jedem Schatten Angreifer und Verdächtige zu sehen und hinter jedem Satz eine andere Bedeutung zu vermuten. Einfach packend. Zum Ende hin hat mich dann allerdings gestört, dass Tom etwas trinken musste und die Auswirkungen davon. Das hätte ich vielleicht lieber anders gelöst gesehen, aber das ändert trotzdem nichts am sehr guten Gesamteindruck. Fazit: Vincent Voss hat einen sehr fesselnden Thriller geschrieben, den ich Fans des Genres nur ans Herz legen kann. Das klar abgegrenzte Setting, der ständig hochgehaltene Spannungsbogen und Manager, hinter deren Fassaden geblickt wird, faszinieren und lassen den Leser mitfiebern.

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  • Vincent Voss - Töte John Bender!

    Töte John Bender!

    burnedeyez

    04. June 2013 um 21:38

    Wer regelmäßig in meinem Blog mitliest, weiß ja bereits dass mir Vincent Voss’ zweiter Roman “Faulfleisch” schon sehr gut gefallen hat. Mit “Töte John Bender” schlägt der Autor nun einen anderen Weg ein, weg von den brachialen Untoten und hin zu einem sehr viel subtileren, dafür stellenweise deutlich intensiveren Thriller. Ich kann allerdings vielen anderen Rezensenten, die den Roman unbedingt in eine Mysterie-Schiene stecken möchten nicht zustimmen – ich persönlich finde es passender, ihn als Survival-Thriller zu behandeln. Gleich einleitend möchte ich sagen, dass Voss an seine alten Stärken anknüpft. Er nimmt sich Zeit für den Aufbau eines Spannungsbogens, ohne dass “Töte John Bender!” dabei in Gänze langweilig wird. Bereits vom Start weg wird dem Leser klar, dass dieser Ausflug vermutlich nicht so laufen wird, wie er geplant wurde – was genau jedoch passiert und wer dahinter steckt ist zunächst einmal nicht absehbar. Der Autor baut in der Startphase die eine oder andere Spannungsspitze ein, die jedoch zumeist recht schnell wieder abflaut. Ich hätte mir am Anfang des Romans etwas mehr Intensität gewünscht, dass hätte dem Lesevergnügen sicherlich gut getan. Man möge mich nicht falsch verstehen, ich hatte nie das Gefühl, das Buch weglegen zu wollen, die volle Wirkung entfaltet es jedoch in dieser Hinsicht erst nach dem ersten Drittel. Was jedoch zu jeder Zeit stimmt, ist die Atmosphäre. Es kommt tatsächlich sehr schnell Inselfeeling auf, was in erster Linie der erneut sehr gelungenen und plastischen Darstellung der Lokalitäten zu verdanken ist. Zum Finale hin konnte ich das Buch dann schließlich nicht mehr aus der Hand legen, ich möchte fast sagen, dass Voss hier eines der wohl packendsten und atmosphärischsten Enden zu Papier gebracht hat, welche ich in diesem Jahr bislang gelesen habe. Hier entwickelt sich “Töte John Bender!” dann tatsächlich noch zu einem echten Pageturner. Irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl, als ich gestern Abend mit dem Hund gegangen bin, da zwischen der Wetterlage hier und der auf der dänischen Insel schon ziemliche Parallelen zu entdecken waren. Normalerweise stört mich das nicht, dieses Mal jedoch… nun ja, Respekt möchte ich sagen. Auf charakterlicher Seite kann man sich nicht beschweren. Ein Großteil der Figuren wird mit einem guten Hintergrund versehen, der es schafft, für die meisten von ihnen auch Sympathien, zumindest aber Verständnis aufzubringen. Ihre Handlungsweisen sind nachvollziehbar und zumeist passend zum jeweiligen Akteur. Besonders schön fand ich, dass das vermittelte Hintergrundwissen um die Teilnehmer das schöne Katz-und-Maus-Spiel, welches “Töte John Bender!” ausmacht, nicht gestört hat.  Hier kann man ganz klar sagen, dass Voss da weiter macht, wo er in “Faulfleisch” aufhörte. Passend und stimmig. Stilistisch gibt es schon einige Änderungen gegenüber dem Vorgänger-Roman zu vermelden. Zunächst einmal ist da die Tatsache, dass “Töte John Bender!” eben kein Regional-Roman mehr ist, weswegen natürlich der für den Hamburger Raum typische Jargon, welcher mir in seinem letzten Werk gut gefallen hat, wegfällt. Das ist zwar irgendwie schade, aber natürlich nur eine logische Konsequenz. Was man jedoch sagen kann, ist dass Voss seine Art zu schreiben gegenüber “Faulfleisch” noch einmal verbessert hat. Wo mir zuletzt noch hier und da die eine oder andere Stilblüte aufgefallen ist, kann ich dergleichen hier gar nicht mehr ausmachen. Zudem habe ich den Eindruck gehabt, dass er auch sprachlich noch einmal eine Schippe zugelegt hat. Sein genereller Stil, kurz und auf den Punkt, hat sich jedoch glücklicherweise dadurch nicht geändert. Fazit: “Töte John Bender!” ist für mich das bislang beste Buch von Vincent Voss. Spannend, jedoch nicht reißerisch, besonders zum Finale hin äußerst atmosphärisch und gut geschrieben war es eine runde Sache, die dem geneigten Thriller-Freund ruhigen Gewissens empfohlen werden kann.

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  • Don't you forget about me...

    Töte John Bender!

    delijha

    13. May 2013 um 23:32

    Meine Meinung: Eins ist schon mal sicher: Seit ich heute Mittag mit dem Buch fertig geworden bin, habe ich einen Ohrwurm… Jim Kerr schmettert mir ununterbrochen “Don’t don’t don’t doooooon’t….. yooouuuuuuu….” in mein Ohr. “Töte John Bender!” ist jetzt schon mein drittes Buch von Vincent Voss und durch die Vorgänger wusste ich einfach, dass ich da nichts falsch machen kann. Und weil ich das wusste, habe ich sogar eine Pause von meiner Reise zum Turm gemacht, und mir dieses Schätzchen vorgenommen. Von allen drei Büchern hat dieses hier, finde ich, das schönste Cover. Generell ist es wunderbar griffig und fasst sich hochwertig an. Die Bindung ist richtig fest, da muss man keine Angst haben, dass einem das Buch nach einmal lesen zerfleddert. Noch hochwertiger macht es die Widmung von Vincent. Danke! So, kommen wir aber mal zur Story, zum Inhalt. Was mir auch in Buch Nummer 3 positiv auffällt, ist, dass der Autor immer direkt zur Sache kommt. Es wird flüssig und klar beschrieben – ohne Schnörkel. Hier findet man keine ausladenden Umgebungsbeschreibungen. Ich finde das nicht immer positiv, manchmal braucht man mehr, um reinzukommen, um sich alles gut vorstellen zu können. Hier bin ich heilfroh, denn nur durch diese Schreibe wird der Thriller erst zum Pageturner. Was ist, wenn dich die Vergangenheit plötzlich versucht einzuholen, aber du dich absolut nicht erinnerst? Auch wird sich bei den Charakteren nicht aufgehalten. Man erfährt gerade soviel, dass man sich entscheiden kann, ob man sie sympathisch findet, oder eher nicht. Was mich angeht: Entweder, die Personen waren mir egal, oder unsympathisch. Der Hauptakteur (Tom) ist mir sogar so unsympathisch, dass ich mir einen frühen Tod herbeigesehnt habe. Der Plot ist gut durchdacht und holt alles raus, was mir an den Charakteren fehlt. Diesmal gibt es weniger Horror, dafür mehr Mystery und Grusel, wie ich finde. Die Geschichte spielt auf der dänischen Insel Tyreholm und obwohl ich die Insel nicht kenne, konnte ich mich absolut dort hin versetzen. Ungewöhnlich und total stimmungsvoll. Besonders, als das Wetter auch noch einen Part übernimmt. Ein Hinweis aber vielleicht am Rande: Wer hier einen Thriller mit etlichen Verzweigungen und Wirrungen erwartet, wird enttäuscht werden. Hier muss man sich nicht 236 Charaktere merken und um 23 Ecken denken. Straight forward das Ganze! Das Ende ist, wie erwartet, eine Überraschung. Entgegen meiner sonstigen Erfahrung mit Krimis und Thrillern wusste ich hier nicht, wo die Reise hingeht, oder wer der oder die Täter ist/sind. Und ohne zu spoilern: Das Ende schreit doch nach einer Fortsetzung! Fazit: Kluger, kurzweiliger Thriller, den ich weiterempfehlen kann. Liest sich fix weg (ich habe ihn am letzten Sonntag weginhaliert). Toller Plot, der auf witzige Ideen baut, statt auf ermüdendes, seitenlanges Geplänkel. Solltet ihr jetzt Lust bekommen haben, bestellt das Buch am besten direkt beim Verlag, damit tut ihr sowohl Autor, als auch Verlag was richtig Gutes: LUZIFER Verlag

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  • Unheimlich und spannend

    Töte John Bender!

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. April 2013 um 18:19

    Der Plot ist richtig gut: Eine einsame Insel, eine von der Außenwelt abgeschnittene Gruppe unbedarfter Büromenschen, ein erfahrener und ein unerfahrener Coach und jemand, der nach und nach Angst und Schrecken verbreitet. Das ist genau die Art von Story, die einem eine wohlige Gänsehaut verspricht. Und Vincent Voss schafft das auch. Ich habe nur wenig zu bemängeln und zwar ist das einmal der Hinweis "Ab 18". Selbst in manchen Jugendthrillern habe ich schon weitaus deutlichere Schildungen von Erotikszenen gelesen, und der Autor kommt so gut wie ganz ohne blutige Gewaltszenen aus. Und dann hat das Buch doch einige Längen. Mir hat es trotzdem gut gefallen und verspreche gepflegte Spannung für jedermann, auch für etwas zartere Gemüter. Fazit: Spannend, unheimlich, interessant. Nervenkitzel garantiert!

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